Dem Mann wird Unrecht getan

Hetzjagd auf Nobelpreisträger Muhammad Yunus

Köln –  “Dem Mann wird Unrecht getan!“, sagte Stefan Knüppel, Vorstand von Opportunity International Deutschland, yunisknuplhorklein angesichts der jüngsten Berichte über Muhammad Yunus, den Nobelpreisträger aus Bangladesh.  „Wie kaum ein anderer hat sich Yunus in den letzten Jahrzehnten dem Kampf gegen die Armut verschrieben“.

Yunus hatte eine zentrale Rolle für die Entwicklung und Anerkennung von Mikrofinanz als Mittel der Entwicklungshilfe gespielt und dafür 2006 den Friedensnobelpreis erhalten. Opportunity International Deutschland ist die größte gemeinnützige Stiftung für soziale Mikrofinanz in Deutschland und arbeitet nach ähnlichen Prinzipien: Arme Menschen in Asien und Afrika erhalten nicht nur Kleinkredite, sondern auch Schulungen, die Möglichkeit zum Sparen und können Mikroversicherungen abschließen.

 

Opportunity International sei zunehmend besorgt und bestürzt über die Behandlung, die Yunus erfahre. „Wie sich uns die Lage darstellt, versucht die Regierung Bangladeshs, Yunus mit vorgeschoben Gründen aus der Grameen Bank zu drücken. Dabei werden weder belastbare Beweise für Fehlverhalten vorgelegt, noch ist das Verfahren legitim oder transparent. Hier soll eine alte Rechnung beglichen werden“, so Stefan Knüppel. Yunus hatte 2007 die Partei „Nagarik Shakti“ gegründet, um gegen die weit verbreitete Korruption in Bangladesh vorzugehen. Zudem hatte er sich mit der Aussage, in der Politik in Bangladesh gehe es im Kern um „Macht, um Geld zu machen“, viele Gegner geschaffen. Zuletzt sei deswegen ein politisch motiviertes Verfahren wegen Verleumdung gegen Yunus angestrengt worden.

Opportunity International verurteile ebenfalls die Entlassung von Yunus aus der Grameen Bank. Die unbelegten Vorwürfe stellten nicht nur den Charakter von Dr. Yunus in Frage, sondern auch die Integrität der gesamten Grameen Bank. Damit erzeuge die Regierung Bangladeshs unnötige Risiken für die mehr als acht Millionen Anteilseigner der Grameen Bank – dies sind die Kreditnehmer selbst – deren Interessen sie vorgebe zu schützen. Die Regierung von Bangladesh hatte bisher die Unabhängigkeit der Grameen Bank respektiert. Es sei die aufrichtige Hoffnung von Opportunity International, dass dieser Respekt den acht Millionen Anteilseignern schnell wieder entgegen gebracht werde.

„Yunus ist eine schnelle und faire Lösung der bedauerlichen Situation zu wünschen. Was bleibt, sind die Bedenken hinsichtlich der Rechtssicherheit in Bangladesh“, fasst Stefan Knüppel die Lage zusammen. Muhammad Yunus habe die volle Unterstützung von Opportunity International.

www.oid.org

3 Kommentare zu „Dem Mann wird Unrecht getan“

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