Ghana

Bei den Klienten von Opportunity International – unsere Ghana-Reise im März 2010

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Mädchen in Wa im Nordwesten Ghanas. Foto: Burlager

Kartenbild

Unsere Reise durch Ghana: Accra-Kumasi-Wa-Kumasi-Obuasi-Cape Coast-Accra

Warum wir nach Ghana kamen

Von Helmut Burlager

Es war vor zweieinhalb Jahren. Von der Existenz eines Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity International wusste ich, weil ich als Journalist meine eigene Zeitung aufmerksam lese – mehr nicht. Es war Jochen Ewald, einer der drei Initiatoren des Freundeskreises neben Rüdiger Möllenberg und Dr. Karl Harms, der mich ansprach: Ob ich nicht Lust hätte, mit nach Ghana zu fahren. Der Freundeskreis wolle sich dort anschauen, was mit dem Geld gemacht worden sei, das in den vergangenen Monaten für OID gesammelt worden sei. Ich stimmte spontan zu. Im März 2008 ging es los. Accra, Ho, Voltaregion – eine Woche lang erhielten wir tiefen Einblick in das Leben in den östlichen Landesteilen Ghanas, knüpften Kontakte, ließen uns von Klienten der Mikrobank Sinapi Aba Trust erzählen, wie sich ihr Leben durch Kleinkredite verändert hatte. Und plötzlich war ich mittendrin: Nicht mehr (nur) Journalist, sondern einer von denen, die überzeugt waren, dass mit Mikrokrediten ein Königsweg gefunden ist, wie Entwicklungs- und Schwellenländern zu helfen ist. Wie sich mit wenig Geld die Lebenssituation armer Menschen verändern lässt. Für uns war damals schon klar: In zwei Jahren geht es wieder nach Ghana. Längst ist Brigitte aktiv mit dabei. Und wir sind gemeinsam mit Jochen, Benno und Rüdiger wieder dort gewesen, wie nachfolgende Berichte, von Brigitte Meiners für das Jeversche Wochenblatt verfasst, zeigen.

Hilfe, die wirklich ankommt

Von Brigitte Meiners

Die Eindrücke nach sieben Tagen in Ghana könnten vielfältiger nicht sein, die Botschaft dagegen ist eindeutig: Mit Mikrokrediten gelingt es, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und den Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Mitglieder des Freundeskreises Weser-Ems, der seit drei Jahren die Hilfsorganisation Opportunity International unterstützt und bis Ende letzten Jahres mehr als 100000 Euro an Spendengeldern gesammelt hat, zu denen weitere 180000 von anderen Spendensammlern dazugekommen sind, konnte sich bei einer Rundreise in Ghana vor Ort davon überzeugen, dass die Hilfe zur Selbsthilfe durch die Gewährung von Klein- und Kleinstkrediten Früchte trägt und dass die Spendengelder wirklich da ankommen, wo sie gebraucht werden.

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Brigitte Meiners auf dem 10 Hektar großen Markt von Kumasi

Zusammen mit weiteren Förderern von Opportunity International bekamen der ehemalige Präsident des Genossenschaftsverbands Weser-Ems, Jochen Ewald, Pastor Rüdiger Möllenberg, der Radiologe Dr. Benno Wördehoff und Helmut Burlager, Redaktionsleiter des Jeverschen Wochenblatts, tiefe Einblicke in das Leben der ghanaischen Bevölkerung , die in weiten Teilen bettelarm ist und die Hilfe zum Überleben braucht. Wurden bislang mit den Spendengeldern aus der Region Weser-Ems vor allem Frauen in der Voltaregion unterstützt, so steht nach der eindrucksvollen Reise ins schwül-heiße Westafrika fest: Das Engagement des Freundeskreises, zu dem als weitere treibende Kraft auch der IHK-Präsident Dr. Karl Harms gehört, soll nun ausgeweitet werden auf landwirtschaftliche Projekte, die Finanzierung von „Microschools“ und die spezielle Unterstützung von bedürftigen Jugendlichen, denen der Weg zu einer Ausbildung geebnet werden soll.

Eintauchen in eine ganz andere Welt

Von Brigitte Meiners

Zwei Jahre nach ihrer ersten Reise nach Ghana sind Mitglieder des Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity International erneut nach Westafrika geflogen. Was waren ihre wichtigsten Erkenntnisse?

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Jochen Ewald, Rüdiger Möllenberg, Ibrahim Adams, Dr. Benno Wördehoff

Jochen Ewald: Diese sinnvolle Entwicklungshilfe befähigt die Menschen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben uns vergewissern können, dass Opportunity mit der Sinapi Aba Trust-Bank einen professionellen und seriösen Partner gefunden hat, der mit der Vergabe von Mikrokrediten nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern vielmehr einen sozialen Auftrag verfolgt. Wir können sicher sein, dass die Spenden aus Weser-Ems an die richtige Stelle kommen.
Rüdiger Möllenberg: Besonders beeindruckend sind die Menschen. Zum einen die Kreditvermittler von Sinapi, die nicht nur mit großem Engagement, sondern mit Herz bei der Sache sind und die dafür sorgen, dass unabhängig von der Religionszugehörigkeit den Menschen geholfen wird, die es wirklich brauchen. Zum anderen sind es die Ghanaer selbst, die tiefen Eindruck hinterlassen, bringen sie doch trotz ihrer Armut viel Lebensenergie auf.
Dr. Benno  Wördehoff: Meine erste Reise nach Ghana war ein Eintauchen in eine ganz andere Welt. Dabei hat für mich das Sorghum-Projekt einen besonderen Stellenwert. Es fördert wirklich die Ärmsten der Armen und kann dazu beitragen, dass möglicherweise weniger Menschen vom Lande ihr Heil in den Großstädten suchen, um im schlimmsten Fall in den Slums zu enden.
Helmut Burlager: Mit Händen zu greifen ist der unbedingte Wille vieler Menschen,

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Helmut Burlager, Ibrahim Adams

ihre Situation zu verbessern. Sie wollen lernen, arbeiten, sparen. Vor allem wollen sie, dass es ihren Kindern einmal besser geht.

Wenn die Arbeit Früchte trägt

Von Brigitte Meiners

In dieser Gegend Ghanas regnet es wenig, der Boden ist ausgetrocknet, und jetzt im März kann man sich nicht vorstellen, dass hier etwas wächst, von dem man leben kann. Doch der 32-jährige Ibrahim Adams, der hier ein paar Kilometer von Bulengha entfernt auf einem kargen Acker Hirse anpflanzt, legt seine ganze Hoffnung darein.

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Ibrahim Adams auf seinem Hirsefeld

Bis zum Juni wird er die drei Acre, umgerechnet etwa 1,2 Hektar, so vorbereitet haben, dass die Hirse gepflanzt werden kann. Und wenn alles gut läuft und es genügend Niederschlag gibt, kann er im Oktober vielleicht mehr ernten als im letzten Jahr. Adams ist einer der 3000 Hirsebauern, die im Rahmen des Sorghum-Projekts von Sinapi Aba Trust einen Agrarkredit in Höhe von 500 Cedis, also etwa 250 Euro, erhalten haben. Natürlich ist das Geld als Starthilfe wichtig, doch es ist längst nicht alles: Zum Projekt gehört auch, die Farmer zu schulen, ihnen das fachliche Know-how für die Bodenbearbeitung zu geben, Saatgut, Dünger und Gerät für die Ernte bereitzustellen sowie für die Vermarktung zu sorgen.
Denn mit der Produktion allein ist es nicht getan, der nächste Markt ist weit weg. Deshalb arbeitet Sinapi mit dem lokalen Partner „Techno Serve“ zusammen. Diesem ist es gelungen, durch einen Vertrag mit der Guinness-Brauerei, die Hirse zu einem dunklen, süßen Malzbier verarbeitet, den Absatz zu garantieren. Auf diese Weise hilft der Mikro-Agrarkredit nicht nur den Farmern und ihren Familien. Das Darlehn ist vielmehr das erste Glied einer Wertschöpfungskette, die vielen Arbeit gibt –  vom Bauern, über den Erntehelfer, den Landmaschinenmechaniker, Kraftfahrer, Bierbrauer bis hin zur Getränkeverkäuferin, die vielleicht selbst ihr Geschäft mit einem Mikrokredit eröffnet hat.
Und selbst wenn Ibrahim Adams und seine Kollegen nicht ausschließlich von der Hirse leben können, so liegt doch eine bessere Zukunft vor ihnen.

Cool bei Jenny

Die Ventilatoren, die sich im Friseursalon „Cool Jenny“ von Jennifer Amankwah drehen, bringen kaum Kühlung. Der 20-jährigen Comfort Sekum ist es egal, wie heiß es ist. Hauptsache, sie darf arbeiten. Und das darf sie in der Tat.

Jenny

Comfort Sekum

Ähnlich wie Eunice ein paar Straßen weiter, hat sie einen Platz im YAP-Ausbildungsprogramm ergattert. Damit eröffnen sich für das Mädchen, das nie eine Schule von innen gesehen hat, ganz neue Perspektiven. Und sie ist wild entschlossen, die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopfe zu packen. Dass sie nicht lesen und schreiben kann, sieht der YAP-Betreuer nicht als ein zu großes Problem an. „In diesem Job geht es um Learning by doing“, sagt er. Comfort will lernen, und sie will arbeiten. Deshalb ist sie sicher, dass sie drei Jahre durchhalten wird, weiß sie doch, dass sich ihr eine solche Chance nicht ein zweites Mal bieten wird. (brm)

Yes, I can

Eher düster war das Leben für die 19 Jahre alte Eunice Agyei in Cape Coast an der ghanaischen Atlantikküste, doch steht sie jetzt auf der Sonnenseite. Denn sie hat einen Ausbildungsplatz. Das ist für die aparte junge Frau, die zusammen mit ihren vier Geschwistern und ihrer Mutter in bescheidenen Verhältnissen lebt, wie ein Sechser im Lotto.

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Eunice Agyei

Nach dem Besuch der Junior-Highschool musste Eunice zu Hause bleiben, um ihrer Mutter beim Verkaufen von Fisch zu helfen. Jetzt erlernt sie das Schneiderhandwerk. Geschickt lässt sie die alte, handbetriebene Nähmaschine über den bunten Stoff rattern. Dass sie von morgens 7.30 bis abends 19 Uhr in Linda Mollys Schneiderei „Mollash Styles“ sitzen muss, ist für Eunice ein Glück. Sie braucht  nämlich nicht, wie sonst in Ghana üblich, Lehrgeld zu zahlen, die Ausbildung wird ihr über das YAP-Programm finanziert, zu dem soziale Schulungen, auch zum Thema Aids gehören. Nach drei Jahren wird Eunice einen „Starter-Kredit“ erhalten, den sie allerdings im Gegensatz zum Ausbildungsstipendium zurückzahlen muss. Dann wird Eunice es wagen und eine kleine Näherei eröffnen. „Yes, I can“, sagt die 19-Jährige und strahlt über das ganze Gesicht. (brm)

Mit einem Kredit zur Bildungsunternehmerin

Von Brigitte Meiners

Joana Benyin ist keine Frau von großen Worten. Schüchtern wirkt sie, sie steht nicht gerne im Mittelpunkt. Doch sie ist eine Frau der Tat. Vor sechs Jahren kam der achtfachen Mutter die Idee, eine eigene kleine Schule zu gründen. Mitten im Urwald. „Ich wollte, dass es den Kindern besser geht als mir“, beschreibt die 42-Jährige, die selbst weder lesen noch schreiben kann, ihre Motivation.
Und als sie von dem „Microschool-Programm“ erfuhr, für das sich Opportunity International engagiert, gab es für die zupackende Frau kein Halten mehr. 40 Euro bekam sie auf Kreditbasis. Dafür legte sie einen Brunnen auf einem kleinen, gerodeten Stück Land an. Und dann ging es los.

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Joana Benyin

Joana baute eine Urwaldschule auf, die sie „God first“ nannte. Mit neuen Krediten, die sie wie den ersten pünktlich zurückzahlte, erstellte sie zwei einfache Pfahlbauten mit einem schützenden Dach gegen den Regen, stellte den ersten Lehrer an. Besuchten am Anfang nur eine Handvoll Kinder die Schule von Joana, so wurden es im Laufe der Zeit immer mehr. Denn die nächste öffentliche Schule ist weit entfernt.

Zwischen der Gründungsidee und heute liegen sechs Jahre. Sechs Jahre, die Joana nicht missen möchte, sechs Jahre, die aber auch ein Auf und Ab gebracht haben. Denn immer wieder gab es neue Schwierigkeiten zu überwinden. In den besten Zeiten wurden 150 Kinder in der Urwaldschule unterrichtet, heute sind es nur noch 60. Und von den drei Lehrern waren an diesem schwülheißen Tag nur zwei erschienen. „Für die Kinder ist der Weg immer noch zu weit“, erklärt Joana. Deshalb müsste sie einen Bus anschaffen. Ein Bus aber rückt in weite Ferne, wenn sie von weniger Kindern als geplant das Schulgeld bekommt. Doch Joana wäre nicht Joana, wenn sie die Probleme nicht in den Griff bekäme. Denn das übergeordnete Ziel ist wie eine Triebfeder: Die Kinder sollen eine Schulbildung bekommen, ist doch Bildung der Schlüssel gegen die Armut.
Eine Autostunde entfernt in Dunkwa lacht Rebecca Newman ihr breites Lachen und nimmt einen kleinen Jungen auf den Arm, dem die Tränen über das Gesicht kullern. Rebecca, Frau des Gemeindepfarrers, ist die Gründerin der „New Love School“ und der Zweijährige geht in die Kinderkrippe, die neben dem Kindergarten, der Vorschule und den ersten drei Grundschulklassen zur Schule gehört.

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Rebecca Newman

Über 300 Jungen und Mädchen finden sich hier täglich ein. Zwei feste Schulgebäude gibt es bereits, das dritte ist im Bau. Finanziert werden soll es durch einen weiteren Mikrokredit, den Rebecca sich erhofft. Bislang hat sie in drei Raten insgesamt 1750 Euro bekommen und damit die Schule immer weiter ausgebaut. Sogar ein kleiner Bus konnte angeschafft werden, der die Kinder bereits morgens um sechs zu Hause abholt. Denn in der New Love Schule beginnt der Unterricht früh – ein Vorteil für die Mütter, die bis um 15 Uhr unbesorgt einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.
Die 47-jährige Rebecca, die sich neben der Schule auch um zwei eigene und sechs Pflegekinder kümmert, geht jeden Tag aufs Neue mit Gottvertrauen  an die Arbeit . Sie ist im Laufe der Zeit zur Managerin eines kleines Bildungsunternehmens avanciert, in dem auch Arbeitsplätze entstehen: Sieben Lehrer und Lehrerinnen sind mittlerweile hier beschäftigt, außerdem gibt es drei Helferinnen, die nicht nur die „Mensa“ der Schule am Laufen halten: Jeden Mittag gibt es nämlich eine warme Malzeit.
Die Ausstattung der Schule ist dürftig:  Wandtafel, alte Holzbänke und wenn`s hoch kommt ein paar in die Jahre gekommene Fibeln. Dafür ist die Disziplin der Kinder, die alle in Schuluniform in ihren Bänken hocken, um so größer: Ob der Rohrstock, der in der Ecke steht, dies fördert oder die Einsicht, in der Schule wirklich etwas lernen zu können, sei dahin gestellt.
Den Kindern jedenfalls eröffnet der Schulbesuch neue Wege, die zwar auch auf den kostenlosen öffentlichen Schulen erreicht werden könnten. Doch diese sind mit Schulklassen bis zu 80 Schülern häufig stark überfüllt und für viele einfach zu weit entfernt.
Und die Eltern zahlen das Schulgeld für die private Schule in der Hoffnung, dass ihre Kinder es einmal besser haben.  Wenn wirklich einmal ein finanzieller Engpass entstehen sollte, dann lässt Rebecca mit sich reden. In der „New Love School“ gibt es sogar zehn schulgeldfreie Stipendiatsplätze.

“Ich will” ist der Grundstein für die Karriere

Von Brigitte Meiners

„Wir bräuchten mehr von ihrer Sorte“, sagt Anthony Gyasi-Fosu, Chef der Sinapi Aba Trust Bank, die ihren Hauptsitz in Kumasi hat. Seine Aussage bezieht sich auf die 38 Jahre alte Joyce Owusu Dabo, die als Marketing Managerin im dem Unternehmen tätig ist, zu dem 350 Mitarbeiter zählen.
Joyce ist eine der wenigen Frauen, die den Sprung in eine gehobene Position geschafft haben. Dabei war ihr der Erfolg keineswegs vorgezeichnet: Ihre geschiedene  Mutter musste im Wesentlichen allein für die drei Kinder aufkommen. Und nur mit großer Anstrengung, so erzählt es die tatkräftige Managerin, sei es ihr gelungen, den Kindern das Schulgeld und die Universität zu zahlen.

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Joyce Owusu Dabo

„Ich will“ ist die Devise der zupackenden Joyce, die in Accra  Wirtschaft studierte. Der Grundstein ihrer Karriere wurde 2001 gelegt. Da stieg Joyce als Kreditvermittlerin bei Sinapi ein, konnte zeigen, was sie kann. So kletterte sie schnell auf der Karriereleiter nach oben.
Eine Karrierefrau ohne Kinder? Nein, keineswegs. Zu Hause warten drei Söhne im Alter von zwölf, zehn und vier Jahren, doch der Spagat zwischen Familie und Beruf gelingt. „No problem“, lacht Joyce, die zusammen mit ihrem Mann, einem Arzt, und ihren Kindern ein Haus in Kumasi bewohnt.
Dort leben auch noch zwei Pflegekinder. Und natürlich gibt es Hausangestellte. „Das ist normal, sonst würde ich meinen Beruf nicht ausüben können“, erklärt die selbstbewusste Frau. Normal ist es für sie auch, dass bedürftige Mitglieder der weiteren Familie unterstützt werden. „Das ist in Ghana so“, erzählt die Managerin. Und doch spiegelt es ihr soziales Engagement wider. So ist es für die gläubige Christin ein Glück, dass sie für Sinapi arbeiten darf. Schließlich sei Sinapi angetreten, die Menschen ganzheitlich zu betreuen und ihnen zu helfen, ein gesicherteres Leben zu führen. Dafür ist Joyce dankbar.

Starke Frauen braucht das Land

Von Brigitte Meiners

Die Straßenverkäuferin in Kumasi, der Millionenstadt mitten in Ghana, lacht. Sie freut sich, dass sie ihr Gebäck an den Mann gebracht hat. Das Geld verschwindet in den Weiten ihres Rockes, geschickt setzt sie ihr „Geschäft“, eine mit Glas versehene Holzvitrine, auf den Kopf und setzt anmutig ihren Weg fort, Ausschau haltend nach dem nächsten Kunden.

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Im Wirtschaftsleben vieler afrikanischer Länder dominieren die Frauen. Sie sind es, die auf den Märkten zu finden sind, sie treiben Handel mit den unterschiedlichsten Produkten. Während in der Politik die Frauen wenig zu sagen haben, verweisen sie die Männer im wirtschaftlichen Leben auf die Plätze. Wen wundert es da, dass Opportunity International, eine gemeinnützige Entwicklungshilfeorganisation, die mit der Vergabe von Mikrokrediten versucht, die Menschen in Entwicklungsländern aus der Armut zu führen, die meisten Kleinkredite an Frauen vergibt. Denn dadurch, das weiß der ghanaische Opportunity-Partner, Sinapi Aba Trust, aus Erfahrung, profitieren die Familien am unmittelbarsten.
Die Frauen sind es, die das Familieneinkommen verwalten, etwa sechs Familienmitglieder werden davon versorgt. Und auch wenn die meisten Kleinstunternehmerinnen mit ihren Familien von der Hand in den Mund leben, so tragen doch viele ihre mageren Ersparnisse auf die Bank. Die meisten der über 90000 Klienten, die in Ghana von Sinapi Aba Trust mit einem Mikrokredit versorgt werden, haben auch ein Sparbuch. Dies ist zwar ein Verlustgeschäft, frisst doch die Inflationsrate die Sparzinsen auf, doch immerhin ist das Geld auf dem Sparbuch sicher. Denn solange Geld im Haus ist, würden die Frauen nach ghanaischer Tradition es auch für weiter entfernte Verwandte hergeben.
Nicht selten setzen die Frauen auf verschiedene Einkommensquellen, da sind sie erfinderisch. Denn Erfolg zu haben, das verschafft ihnen Respekt. Die „Queenmothers“, die in den Dörfern das Sagen haben, sind der Beweis dafür. Das hat in Ghana eine lange Tradition, schon immer setzten die Frauen auf Selbstständigkeit. Gut bezahlte Arbeitsplätze in der Stadt, vielleicht sogar in einer gehobenen Position, sind für Frauen aber eher selten. Häufig nämlich ermöglichen die kinderreichen Familien, die sich weder das Schulgeld für weiterführende Schulen noch gar eine Universitätsausbildung leisten können, eher den Jungen der Familie eine Ausbildung. Kein Wunder, dass mehr als ein Drittel der Frauen nicht lesen und schreiben können, bei den Männern liegt die Rate dagegen bei unter 20 Prozent.
Bei der Rundreise durch Ghana, die der Opportunity-Freundeskreis Weser-Ems Mitte März unternommen hat, bestand die Gelegenheit, mit etlichen Frauen zu sprechen. Hier sind ihre Geschichten.

Das Leben selbst in die Hand nehmen

Von Brigitte Meiners

Die dumpfen Trommeln sind von weitem zu hören. Sie geben den Takt für die Tänzer und Tänzerinnen vor, die sich rhythmisch zur Musik bewegen. Um sie herum sitzen Frauen in langen, bunten Gewändern auf der einen Seite, Männer mit Kaftanen auf der anderen Seite, und überall halbnackte Kinder, die mit großen Augen das Geschehen verfolgen. Diejenigen, die in Bulengha, einem kleinen Dorf in der Nähe der Provinzhauptstadt Wa im Norden Ghanas, etwas zu sagen haben, dürfen auf einem Teppich oder Plastikstühlen sitzen. Sie und die Stammesältesten aus zwei weiteren benachbarten Dörfern, die zu Fuß hergekommen sind, begrüßen die weißen Gäste aus Europa feierlich per Handschlag.
Die Gäste: Das sind Mitglieder des Freundeskreises Weser Ems, die sich auf den Weg gemacht haben in den ärmsten Teil des ohnehin schon armen Ghana, fast an der Grenze zu Burkina Faso. Hier läuft das „Sorghum-Projekt“ der Stiftung Opportunity International.
Sorghum heißt übersetzt Hirse. Und die Hirsebauern sind für die gewährten Kleinkredite dankbar. Das wird an diesem Vormittag bei schweißtreibenden Temperaturen deutlich: Den Leuten geht es jetzt besser. Doch es gibt auch Probleme: Ein Traktor müsste angeschafft. Aber, keine Frage, der Kleinkredit hilft wirklich, macht Abdul Najeed, einer der Kleinbauern, klar. Und Halidu Zenabu, offenbar die führende Frau im Dorf, formuliert noch einen Wunsch: Wenn es eine Wasserleitung gäbe, dann könnte vielleicht auch Gemüse angebaut werden. Der Traum von einem besseren Leben ist ausbaubar. Zwei Stunden dauert die Dorfversammlung. Der Besuch weißer Gäste – in diesem abgelegenen Landstrich ein Grund für ein Volksfest.
Eine halbe Stunde Autofahrt über sandige Schotterstraßen zurück nach Wa. Dort freut sich Mary Emori. Zusammen mit ihrer Tochter verkauft sie auf dem quirligen Markt ein wenig Hirse, vor allem aber Erdnüsse. Sie hat ihr Leben selbst in die Hand genommen und jetzt bereits zum sechsten Mal über den ghanaischen Partner von Opportunity International, „Sinapi Aba Trust“, einen Kleinkredit erhalten, der es ihr ermöglicht, größere Mengen an Erdnüssen billig einzukaufen und sie dann weiter zu vermarkten. Emori gehört zu den typischen Kreditnehmern, werden doch die meisten aller Mikrokredite an Frauen vergeben. Sie gelten zum einen als zuverlässige Rückzahler und stärken zudem unmittelbar ihre stets kinderreichen Familien. Im muslimisch geprägten Norden, wo Polygamie herrscht, besteht bei der Kreditvergabe an Männer dagegen die Gefahr, dass diese das Geld in Nebenfrauen investieren.
„Wir geben 95 Prozent aller Kredite an Frauen“, erklärt Elisha Gomnah, der die Sinapi-Filiale in Wa leitet und eines herausstellt: Auch wenn Sinapi christlich orientiert ist, spielt die Religionszugehörigkeit bei der Kreditvergabe keine Rolle. „Wir wollen, dass sich durch die Mikrokredite das Leben verbessert, dies gilt für alle“, sagt er.
Eine Tagesreise entfernt, mitten in Ghana, liegt Obuasi und noch einmal eine halbe Stunde entfernt das kleine Dorf Tweapease. Auch hier: Kleines Geld, große Wirkung. In der „Microschool“ von Joanna Benyin sitzen 90 Jungen und Mädchen auf Schulbänken, die aus dem Schulmuseum Bohlenbergerfeld stammen könnten. Sie lernen aus abgenützten Fibeln Lesen, Schreiben, Rechnen. 90 Kinder profitieren vom Kredit, den die 42 Jahre alte Joanna Benin im Rahmen des „Microschool-Programms“ erhalten hat. In den letzten sechs Jahren hat sie eine kleine Urwaldschule aufgebaut. Zwei Räume mit Dach, die vor dem Regen schützen, ein Brunnen, der das nötige Wasser liefert. Drei Lehrer hat die Frau, die selbst Analphabetin ist, angestellt. Die Eltern der Kinder müssen 10 bis 25 Cent am Tag, an Schulgeld zahlen, das tägliche Mittagessen ist dafür inklusive. Viel Geld für die Eltern, doch die investieren in ihre Kinder gerne, ist doch Bildung der Schlüssel gegen die Armut.
Auf Bildung setzen auch die Jugendlichen, die im Rahmen des Youth Apprenticeship Programms (YAP), einem speziellen Ausbildungsprogramm, eine kostenlose Lehre machen können und anschließend einen Starter-Kredit für die Selbstständigkeit erhalten. Zu ihnen gehört etwa der 19-jährige Stephen Dadzie in Cape Coast. Er lernt derzeit, Fenster aus Aluminum herzustellen und er ist glücklich, einen Platz im Programm ergattert zu haben. Aufgewachsen mit zehn Geschwistern, musste er die Schule abbrechen, weil kein Geld für die Schulgebühren da war. Jetzt aber erlebt er, dass sein Traum von einem Leben mit Perspektive wahr werden kann.
Der Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity hat während der siebentägigen Reise von Süd nach Nord und Nord nach Süd viele Beispiele dafür gesehen, dass Entwicklungshilfe durch Mikrokredite funktioniert: Schneiderinnen, Friseurinnen, Händlerinnen, Fensterbauer, Landwirte. Sie alle wären in diesem politisch relativ stabilen und für afrikanische Verhältnisse recht gut entwickelten Land nicht verhungert. Die Mikrokredite haben ihnen jedoch geholfen, ihr Leben und das ihrer Familien auf eine sicherere Basis zu stellen und – was besser ist als jedes Geschenk aus reicheren Ländern – für sich selbst sorgen zu können.
Ghana Opportunity International Mikrokredit Burlager Entwicklungshilfe Meiners Jever Freundeskreis Afrika Dritte Welt
www.oid.org

War’s schön? Aber klar doch!

Von Helmut Burlager

„War’s schön im Urlaub?“ Ja klar war es schön im Urlaub.  Soll man jammern, wenn man dem Winter entflohen ist und sieben Tage lang Sonnenschein und 38 Grad im Schatten hatte? Soll man lamentieren, weil die Klamotten nach dem Frühstück schon durchgeschwitzt waren? Weil die Straßen staubig, der Regenwald stickig, die Tage lang, die Wege weit und holprig waren?

Nein, es war wirklich schön in Ghana, das landschaftlich und touristisch nicht an die beliebten Destinationen Kenia, Südafrika oder Namibia heranreicht. Dafür ist es vom Tourismus eben auch noch nicht verdorben. Die Menschen begegnen Europäern offen, freundlich und meist ohne den Hintergedanken, dass bei ihnen was zu holen sei. Und sie sind dankbar, dass sich jemand für sie interessiert, dass es Leute gibt, die ihnen bei ihrer Entwicklung helfen wollen. Der Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity International, der diese Woche aus Ghana zurückkehrte, hat sich davon überzeugt, dass die mehr als 280000 Euro, die mittlerweile aus unserer Region dorthin flossen, gut angelegt sind.
Nun könnte man sagen, wozu geben wir das Geld weg, es gibt doch im eigenen Land genug finanzielle Probleme. Haushaltslöcher überall, und es muss strikt gespart werden, was auch die „kleinen Leute“ zu spüren bekommen, weil ihnen höhere Gebühren abverlangt oder Vergünstigungen gestrichen werden. Das ist alles unerfreulich. Und relativiert sich doch, wenn man Menschen getroffen hat, die von einem Dollar am Tag oder weniger leben müssen und die dennoch optimistisch in die Zukunft schauen, weil es – auch dank unserer Hilfe – in ihrem Land vorangeht.

Ein Bild, das mir vor Augen steht, sind Arbeiter, die neben ihren Lehmhütten mit der Spitzhacke einen Graben durch steiniges Gelände ziehen. Sie verlegen in der Sahelzone: ein Glasfaser-Breitbandkabel!

Obroney – Weißer Mann – wer bist Du ?

Von Jochen Ewald

Der feste, fast traurige Blick eines kleinen Jungen im Trikot der
„Blues“ von Chelsea, er verfolgte mich die ganze Zeit, als wir auf
dem Marktplatz in Bulenga bei den Sorghum-Bauern waren. Er
schaute nicht zu den Tänzern auf dem Platz, sondern hatte sich zu
mir gewandt und sah mich die ganze Zeit an, ohne ein einziges
Wort zu sagen oder seine Miene zu verändern.Aber es kam mir
vor, als ob er mich doch etwas fragen wollte. So etwas wie
„Wer bist Du – was machst Du hier ?“

Junge
Ich hatte ja zuvor auf dem Markt in Kumasi erlebt, wie mir von
überall die Menschen freundlich zuriefen „Obroney“ – „white
man“– so als ob ich etwas Besonderes sei, oder als ob ich für die
Menschen hier etwas besonders positives bewirken könnte.
Dieser kleine Junge rief nichts, er sah mich nur schweigend an und bewirkte gerade dadurch,
dass ich mir selbst seine von mir vermuteten aber unausgesprochenen Fragen stellte. Wer ich
denn eigentlich hier bin und was ich denn hier mache. Hier in Bulenga, im kargen Norden
Ghanas, bei brütender Hitze als Ehrengast den Worten der Redner lauschend, der Tänzerin
zuschauend, die mit ekstatischen Bewegungen zu dem Wirbeln der Trommeln einen Cedi aus
dem Staub mit dem Mund aufhob, ohne das Tanzen zu unterbrechen. Einen cedi, das sind
gerade einmal 50 Cent, das durchschnittliche Tages-Einkommen der hier lebenden Menschen.
Wer ich bin ? Im Moment jemand der sich bequem auf einem Stuhl sitzend von den
Einheimischen etwas vorführen lässt. Der es toll findet, dass hier die Chiefs der Dörfer auch
zu seinen Ehren versammelt sind, dazu einige hundert Männer und Frauen und die vielen
Kinder mit ihren großen, fröhlichen aber eben auch fragenden Augen. – Niemals zuvor habe
ich solche Fragen in ihren Augen gesehen wie bei diesem kleinen Jungen. Und diese Fragen
rühren mich an. Natürlich: sie geben mir die Zuversicht den Weg fortzusetzen und für die
Idee der Hilfe zur Selbsthilfe zu werben, die von Opportunity International so großartig
umgesetzt wird. Nicht einfach Geschenke als Almosen verteilen, sondern mithelfen, den
Menschen ihren eigenen Weg aufzuzeigen, der sie stark und unabhängig macht – Freilich der
Blick sagt mir, ich könnte eigentlich noch eine ganze Menge mehr tun, der kleine Junge im
Trikot der „Blues“ von Chelsea – er sagt es nicht, er fordert es nicht, aber sein Blick gibt mir
das Gefühl, dass er das richtig gut finden würde !
Ich freue mich daher, dass wir diese zweite Reise nach Ghana unternehmen durften und
beschlossen haben, uns in der Region Weser-Ems weiter für die Idee der Mikrofinanzierung
einzusetzen. Ich glaube, auch die Menschen in Weser-Ems finden das richtig gut, das haben
sie schon durch ihre bisherige Spendenbereitschaft bewiesen.

Liebe Förderer unseres Ghana-Projektes,

Aus der Region Weser-Ems konnten wir durch zahlreiche Spendenaktivitäten und insbesondere auch durch die Unterstützung der Nordwest-Zeitung Spenden in Höhe von weit über 200.000 Euro für Mikrokredit-Projekte in Ghana von Opportunity International bereitstellen. Diese Gelder sind nicht als Geschenke an die notleidenden Menschen in Afrika verteilt worden, sondern ganz gezielt als Mikrokredite, mit deren Hilfe die Kreditnehmer ihr eigenes Schicksal selbst bestimmen und selbst gestalten können.
Wir haben uns vor Ort davon überzeugt, dass die Hilfen ihren Zweck erfüllen. Mit der Partnerorganisation SINAPI AB A TRUST hat Opportunity in Ghana einen Partner, der gerade erst zu den weltweit besten Mikrokreditorganisationen gewählt wurde, wozu nur drei Organisationen aus Afrika gehören! Wir haben die Zentrale von Sinapi Aba Trust – übersetzt bedeutet das: Ein Senfkorn säen – in Kumasi besucht und dazu einige Filialen auf dem Lande und waren total begeistert von der fachlichen Qualität und menschlichen Wärme der Sinapi-Mitarbeiter.
Nach unserem ersten Ghanatrip im März 2008 und einem zwischenzeitlich längeren Aufenthalt von Rüdiger Möllenberg in der Voltaregion, haben wir in diesem Jahr einen weiteren Besuch unternommen (natürlich wieder auf eigene Kosten) und haben uns dabei auf die noch ärmere Region im Norden Ghanas konzentriert.
Auf den großartigen Reisebericht von Brigitte Meiners, veröffentlich im Jeverschen Wochenblatt, dürfen wir verweisen.
Wir haben gespürt, wie wichtig unsere Hilfe für die Menschen ist und wir haben auch gespürt, wie wichtig es ist, dass wir hier in Weser-Ems so viele Menschen und Unternehmen gewinnen konnten, die weltweite Arbeit von Opportunity International auf dem Gebiet der Mikrofinanzierung zu unterstützen.
Das ist auch der Grund weswegen wir uns als Schirmherren bzw. Botschafter für Opportunity weiterhin für die weltweite Bereitstellung von Mikrokrediten engagieren, die inzwischen auch von der Politik als die effektivste Form der Entwicklungshilfe erkannt wurde.
Ob in Afrika oder jüngst auf Haiti – die Notwendigkeit gezielter Hilfen ist durch die internationale Finanzkrise noch größer geworden. Deswegen bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Förderern und Spendern und bitten weiterhin um wohlwollende Unterstützung.
Der Freundeskreis Weser-Ems für
Helmut Burlager, Jochen Ewald, Dr. Karl Harms, Rüdiger Möllenberg, Dr. Benno Wördehoff.
Jever, März 2010

http://www.oldmarytown.de/obervolta.htm

http://www.oldmarytown.de/ghana-rundbrief-03-10.htm

http://helmutburlager.spaces.live.com/blog/

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Quellen: Die Berichte sind der Tageszeitung Jeversches Wochenblatt entnommen.

4 Kommentare zu „Ghana“

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