Minister Niebel lobt ziviles Engagement von Opportunity-Freundeskreis Weser-Ems

FDP-Politiker spricht mit OI-Vertretern über Entwicklungszusammenarbeit

Bundesminister Dirk Niebel mit dem Vorstand der Stiftung Opportunity International, Stefan Knüppel (links) während des Treffens in Wiesmoor. Foto (c): Helmut Burlager
Bundesminister Dirk Niebel mit dem Vorstand der Stiftung Opportunity International, Stefan Knüppel (links) während des Treffens in Wiesmoor. Foto (c): Helmut Burlager

Jever/Wiesmoor – Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, hat am Montagabend in Wiesmoor das zivilgesellschaftliche Engagement des Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity International gewürdigt. Der Freundeskreis mit Sitz in Jever engagiert sich seit 2006 für Entwicklungsprojekte mit den Mitteln der Mikrofinanz in Ghana. Er hat bislang 470 000 Euro Spenden für diese Arbeit eingeworben und nach Afrika überwiesen.

Niebel war am Montagabend auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer (CDU) und Hans-Michael Goldmann (FDP) nach Wiesmoor gekommen, um mit Vertretern von Opportunity International und FDP- und CDU-Politikern, darunter der CDU-Landtagskandidat Jens Damm, aus der Region über Entwicklungshilfe und das Instrument der Mikrofinanzierung zu diskutieren, das von Opportunity International seit 40 Jahren weltweit erfolgreich eingesetzt wird, um Armut in Entwicklungsländern zu bekämpfen.

Hilfe zur Selbsthilfe statt Almosen, diesen Ansatz unterstützt auch Minister Niebel. Das Ministerium setzt nach seinen Worten zudem immer stärker darauf, nichtstaatliche Organisationen im Inland wie im Ausland mit Projekten zu betrauen und sie finanziell zu unterstützen. Der neue Ansatz sei nicht „Entwicklungshilfe“, so Niebel, sondern Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit privaten Partnern.

Es gebe viele Menschen, die sich engagieren und etwas verändern wollten, oftmals nachdem sie im Urlaub auf Missstände aufmerksam geworden seien. Diese Bereitschaft der Bürger sich einzusetzen müsse der Staat nutzen, sagte der Minister. Beim Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity komme dies hervorragend zusammen. Die Gruppe hatte sich in Jever zusammengefunden, nachdem Opportunity dort eine Fotoausstellung gezeigt hatte. Die Gründer des Freundeskreises Jochen Ewald, Dr. Karl Harms und Rüdiger Möllenberg sind bis heute die Motoren des starken Engagements in Weser-Ems.

Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit von Opportunity liegt bei der Vergabe von Mikrokrediten an Frauen in armen Ländern, die sich eine wirtschaftliche Existenz aufbauen wollen. Diese bilden Kleinstgenossenschaften, in denen auch Mikrosparen, Mikroversicherungen, Gesundheitsprogramme, Schulung und Bildungsprogramm für die Kinder angeboten werden.

„Mikrokredite können helfen, kleine und kleinste Betriebe zu schaffen, die das Rückgrat einer Volkswirtschaft sind“, sagte Minister Niebel. 2,7 Milliarden Menschen hätten keinerlei Zugang zu Finanzdienstleistungen. Deutschland sei einer der größten Mikrofinanzierer der Welt.

Diskutiert wurde in Wiesmoor auch über die Mikrofinanz-Krise in Indien. Mit Stefan Knüppel, Vorstand von Opportunity International Deutschland, war der Minister sich einig, dass das Vertrauen in Mikrofinanz-Instituten nur durch Regulierung und strengere Aufsicht wiederhergestellt werden könne. Opportunity International, das aus christlichen Wurzeln entstand, unterstreicht seinen Ansatz der „sozialen“ Mikrofinanz, hinter der keine Gewinnabsichten stecken. Geld, das in Weser-Ems für die Arbeit in Afrika gespendet wird, fließt nicht zurück, sondern bleibt dort im Kreislauf der Entwicklungsarbeit. Zielgruppe sind ausschließlich Menschen, denen wegen fehlender Sicherheiten keine andere Bank geld gibt.

Armutsbekämpfung bleibe eine Daueraufgabe und sei mühsam, gerade in den afrikanischen Ländern. „Wir werden Dürren nicht verhindern können“, sagte Niebel. „Aber wir können uns besser darauf vorbereiten.“

Zwei Dutzend Freunde von Opportunity International aus der Weser-Ems-Region und Politiker von CDU und FDP waren im Hotel  "Blauer Fasan" in Wiesmoor zusammengekommen, um mit Minister Niebel über Entwicklungszusammenarbeit und Mikrofinanz zu reden. Foto (c): Helmut Burlager
Zwei Dutzend Freunde von Opportunity International aus der Weser-Ems-Region und Politiker von CDU und FDP waren im Hotel „Blauer Fasan“ in Wiesmoor zusammengekommen, um mit Minister Niebel über Entwicklungszusammenarbeit und Mikrofinanz zu reden. Foto (c): Helmut Burlager
Advertisements

1 Kommentar zu „Minister Niebel lobt ziviles Engagement von Opportunity-Freundeskreis Weser-Ems“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s