Statt Flucht: Perspektiven in der Heimat schaffen

Entwicklungsarbeit mit Finanzdienstleistungen: Opportunity Deutschland legt Jahresbericht vor

Selbstständig mit einer Schulküche. Kreditnehmerin von Opportunity International Deutschland in Ghana. Foto: Helmut Burlager

Selbstständig mit einer Schulküche. Kreditnehmerin von Opportunity International Deutschland in Ghana. Foto: Helmut Burlager

Jever/Köln – Unter dem Titel „Perspektiven in der Heimat schaffen“ hat Opportunity International Deutschland den Wirkungsbericht für das Jahr 2014 veröffentlicht. Alle Projektaktivitäten der Entwicklungshilfeorganisation des vergangenen Jahres werden einschließlich ihrer Erfolge, aber auch der durch klimatische oder politische Einflüsse bedingten Rückschläge oder Projektverzögerungen ausführlich dargestellt.

„Armut ist weiblich.“ In diesen Tagen wird einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, den ärmsten Menschen in dieser Welt eine friedliche und sichere Perspektive in ihrer Heimat zu schaffen. Nach wie vor ist es bittere Realität, dass 70 Prozent der ärmsten Menschen Frauen sind. Genau an dieser Stelle setzt die Arbeit von Opportunity International Deutschland an. Von den weltweit 11,8 Millionen durch das internationale Opportunity-Netzwerk geförderten Klienten liegt der Frauenanteil bei 94 Prozent – Frauen, die sich nicht mit dem Schicksal der Armut für sich und ihre Familien abfinden wollen, Frauen, die all ihre Kraft für ein selbstbestimmtes Leben einsetzen. Mittels gezielter Schulungen, Mikrokrediten, Sparangeboten und Versicherungen befähigt das Opportunity-Netzwerk KleinunternehmerInnen und BäuerInnen zum Aufbau eines selbstbestimmten und würdevollen Lebens.

Rückblickend erhöhten sich die Spendeneinnahmen 2014 im Vergleich zum Vorjahr von 2,46 Millionen Euro auf 2,95 Millionen Euro. Der Anteil der Zuwendungen öffentlicher Geber lag 2014 bei etwa 3,2 Prozent. Der Großteil der Projektausgaben wurde zur Förderung landwirtschaftlicher Projekte (44,2 Prozent) sowie für Bildungs- und Ausbildungsprogramme (20,7 Prozent) in Entwicklungsländern verwendet.

Hier geht es zum Wirkungsbericht 2014

In der Region Weser-Ems setzt sich ein Freundeskreis von Opportunity International mit Sitz in Jever für die Entwicklungsarbeit mit Mikrofinanz-Dienstleistungen ein. Die Gruppe plant zurzeit die nächste Veranstaltung. Im November sind die Bildungsunternehmerin Esther Oduro Asamoah aus Ghana, Betreiberin einer Microschool, und ihr Kreditbetreuer Emmanuel Tawiah in Deutschland. Esther hat in Ghana eine Schule aufgebaut und wird dabei von Opportunity unterstützt.

Sie werden am Sonntag, 15. November, um 15 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus am Kirchplatz über die Wirkung des Hilfeansatzes von Opportunity International berichten. So bekommen die Zuhörer einen lebendigen Eindruck von der Arbeit, ohne selbst nach Afrika fliegen zu müssen.

Das neue Logo von OID.

Das neue Logo von OID.

Mit dem Wirkungsbericht 2014 zeigt Opportunity International Deutschland auch erstmalig das neue Erscheinungsbild. Dieses wurde vollständig überarbeitet und an die Außendarstellung des internationalen Opportunity-Netzwerks angepasst. Parallel zur Veröffentlichung des Wirkungsberichts ging auch der neue Internetauftritt der Stiftung online. www.oid.org

Über Opportunity

Opportunity International Deutschland ist eine gemeinnützige, christlich motivierte Stiftung im Bereich sozialer Mikrofinanz. Die Stiftung, mit Sitz in Köln, wurde 1996 gegründet und arbeitet seither im Rahmen eines internationalen Netzwerks. Mit Hilfe von Spenden unterstützt Opportunity International über 11 Millionen Menschen in 28 Ländern mit Schulungen, Kleinkrediten, Mikrosparangeboten und Mikroversicherungen beim Ausbau ihrer Kleinunternehmen oder landwirtschaftlichen Betriebe. Nach dem Vorbild des Stiftungsschirmherren und Friedensnobelpreisträgers Prof. Muhammad Yunus bietet Opportunity International Deutschland armen Menschen mittels Hilfe zur Selbsthilfe die Chance, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Die Stiftung wird u. a. vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt Opportunity International Deutschland mit dem Spendensiegel Transparenz sowie die verantwortungsvolle Verwendung der Spenden.

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