Christa Marxfeld-Paluszak

Ein Leben mit bunten Bildern

Malerin und Galeristin hat die Kunstszene in Wilhelmshaven und Friesland entscheidend geprägt

 Von Brigitte Meiners

Christa Marxfeld-Paluszak.
Foto (c): Helmut Burlager

Wilhelmshaven – Nein, Wilhelmshaven ist nicht ihre Geburtsstadt. Aber sie ist ihr zur Heimat geworden, die Stadt an der Jade liegt ihr am Herzen. Am Herzen liegt ihr aber auch die Kunst, der sie sich seit Jahrzehnten verschrieben hat. Und auch wenn es die „Galerie M“ seit etlichen Jahren nicht mehr gibt, so ist sie doch unauflöslich mit dem Namen von Christa Marxfeld-Paluszak verbunden, der umtriebigen Streiterin für die Kunst.

„Eine Stadt ohne Kunstangebot, ohne Kunstszene ist eine tote Stadt“, erklärt Marxfeld-Paluszak, für die es vollkommen unstrittig ist, dass die Attraktivität einer Stadt auch vom kulturellen Angebot abhängig ist. „Je größer und vielfältiger die Szene der darstellenden und bildenden Kunst, desto mehr Interesse kann beim Bürger geweckt werden“, sagt die rührige und nicht immer bequeme Wilhelmshavenerin, für die klar ist: Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor.

Aus diesem Grunde hat sie sich ein halbes Leben für die Kunst engagiert und dabei unendlich viel gelernt. Sie hat sehr viele schöne Dinge erlebt, aber auch viele Nackenschläge einstecken müssen. Am Ende siegte die Erkenntnis, dass sich erstens keineswegs so viele Menschen für die Malerei, Grafiken und Skulpturen interessieren, wie Christa Marxfeld-Paluszak es sich immer gewünscht hätte und dass zweitens für öffentliche Kulturförderung meistens kein Geld vorhanden ist. Sie schloss ihre Galerie, mit der sie während des 22-jährigen Bestehens diverse Male in der Stadt umgezogen war und in der sie so große Künstler wie Rainer Fetting oder Horst Janssen, Elvira Bach, Janosch und andere ausgestellt hatte.

Ein Blick zurück in Resignation? Christa Marxfeld-Paluszak wäre nicht sie selbst, wenn sie sich nun vollständig von der Kunst abgewandt hätte. „Ich kann mir ein Leben ohne Kunst, ohne Umgang mit Künstlern, die oft so erfrischend offen und unkompliziert sind, einfach nicht vorstellen“, erklärt die Ex-Galeristin, deren Leben so bunt verlaufen ist wie die Kunst es ist. Sie arbeitete im Büro eines Steuerberaters, verkaufte Körbe, Antiquitäten und Schmuck, besaß eine Mode-Boutique, organisierte aufsehenerregende Modenschauen, und, und, und. „Ich hab so viel gemacht“, resümiert die Frau, deren ständiger Begleiter seit den 70-er Jahren die Kunst war und ist. Da nämlich kam sie über ihren Sohn Olaf, der sich in seinem leider nur kurzen Leben einen Namen als Maler gemacht hat, auf den Kunstgeschmack und in Kontakt mit vielen jungen Kunstschaffenden. Von da an war die gebürtige Bremerin vom Kunstvirus infiziert, der sie neben ihrer Galeristentätigkeit auch selbst zum Pinsel greifen ließ und ihr eigene Ausstellungen, darunter auch im jeverschen Schloss, einbrachte.

Seit 2002 engagiert sich Marxfeld-Paluszak in dem von ihr mitgegründeten gemeinnützigen Verein „Sezession Nordwest“ – Schaufenster für regionale, aktuelle Kunst. Doch Kunst ist nicht ihr ganzes Leben. Schon lange engagiert sie sich auch für soziale Projekte. Ihr Herzenskind heute heißt „Chaka“. 2008 gründete sie mit anderen Frauen den Verein, der sich für „Chancen für Kinder im Alltag“ einsetzt. Christa Marxfeld-Paluszak ist nicht nur Vorsitzende, sondern – wie überall, wo sie mitmischt – auch umtriebiger Motor und begnadete Spendenwerberin. Sie kennt eben tausend Leute.

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1 Kommentar zu „Christa Marxfeld-Paluszak“

  1. Hallo Christa, nice to see you here! Liebe Christa, ich wollte nur mal gucken-und schon
    guckst du. Das gefiel mir. Deine Hilke, bizou à Michel

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