Tag 150 | Ausbaufähig

Gern hätte ich hier heute erzählt, wie schön es ist, mit dem Fahrrad einmal ganz um den Jadebusen herumzufahren. Kann ich leider nicht, denn wirklich schön ist die Tour nur auf der friesländischen und Wilhelmshavener Seite, also der westlichen, der Meeresbucht. Traumhaft schöne Radwege, mal binnendeichs, mal außendeichs, nur um das Gelände des Marinestützpunkts muss man, als nachvollziehbaren Gründen, herumfahren, weil es eingezäunt ist. Ansonsten eine tolle Strecke von Hooksiel über den Südstrand und Dangast (Rhabarberkuchen im Alten Kurhaus) bis zum Vareler Hafen und noch ein kleines Stück weiter bis zur Mündung des Flüsschens Jade in den Jadebusen. Von da an ist es ätzend. Die Radfahrer werden an der B 436 entlang geführt bis nach Diekmannshausen, von dort geht es immer schnurgerade auf einem schlechten Radweg Richtung Norden. Die Binnendeichs-Strecke ist gesperrt, weil sie so marode ist. Keine Abwechslung, keine Infrastruktur, nur Gegenwind…

Wär ja mal eine Aufgabe für die JadeBay-Region, sich um einen vernünftigen Rundweg um den Jadebusen zu kümmern, wenn der Landkreis Wesermarsch es nicht hinkriegt. Eine Fähre von Wilhelmshaven nach Eckwarderhörne, zweimal täglich, gibt’s schließlich schon seit Jahren. Sie könnte richtig attraktiv werden, wenn man wirklich schön rundherum fahren könnte.

Tag 149 | 1000 Euro

Der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Sillenstede beteiligt sich am Wettbewerb „Gutes Geld für eine gute Sache: 1000 Euro für 1000 Vereine“ der Direktbank ING-DiBa und hofft dabei auf Unterstützung. Bis zum 3. Juni kann auf der Internetseite der Bank noch für die Sillensteder votiert werden. Der Förderverein, der mittlerweile mehr als 200 Mitglieder hat, unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Sillenstede und die Jugenfeuerwehr mit materiellen und finanziellen Zuwendungen in den Fällen, in denen die für den Feuerschutz zuständige Stadt Schortens dies nicht leisten kann oder darf. So wurden bereits eine Einsatzstellenbeleuchtung, ein neues aufblasbares Einsatzzelt und Trikots für die Jugend beschafft, auch werden die Zeltlager des Nachwuchses bezuschusst. Die 1000 Euro aus der von Bundesinnenminister Thomas de Maizière unterstützten Aktion kämen dem Verein natürlich gelegen. „Wir haben schon viele Klicks bekommen, aber wir brauchen noch Unterstützer“, sagt Jürgen Weise, der 2. Vorsitzende des Vereins. Mitmachen kann man auf der Homepage der Bank. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts, betonte Weise. Zur Abstimmung

Tag 148 | Ins All

Vom Schiff zum Raumschiff

Ein Jahr vor dem 150-jährigen Jubiläum beginnt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ihre Öffentlichkeitsarbeit noch einmal zu verstärken. In den kommenden Monaten werden die Seenotretter sogar im Weltall auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der letzte Nacht zur Internationalen Raumstation ISS geflogen ist, hatte eine Flagge der DGzRS im „Reisegepäck“. Gerst war am Abend mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS ist sechs Stunden später planmäßig dort angekommen. Die Flagge auch. „Raumfahrer und Seefahrer verbindet einiges“, schreibt dazu die DGzRS in einer Pressemitteilung. Ohne satellitengestützte Navigation und Kommu­nikation ist Schifffahrt heute kaum noch vorstellbar. Satelliten helfen Seenotrettern in aller Welt dabei, Havaristen zu finden und Schiffbrüchigen schneller zu helfen. Statt wie gewohnt im Wind am Schiff soll die Flagge der Seenotretter deshalb ausnahmsweise in der Schwerelosigkeit des „Raumschiffs“ für die Arbeit der DGzRS werben. Versehen mit den Unterschriften der gesamten Crew der ISS wird sie ein halbes Jahr später gemeinsam mit Alexander Gerst auf den blauen Planeten zurückkehren.

Tag 147 | Karrieren

Es ist gar nicht so leicht, die Namen all derjenigen noch zusammenzukriegen, die man im Laufe seines Lebens mit ausgebildet hat. Schön, wenn eine oder einer von ihnen mal unverhofft wieder reinschaut und erzählt, wie es ihr oder ihm ergangen ist. Von den Volontären, die beim Jeverschen Wochenblatt das Handwerkszeug für den Beruf des Redakteursberuf mitbekommen haben und die nicht im Hause geblieben sind, haben nahezu alle schöne Karrieren hingelegt. Gestern hat die Gesellschaft „mission:lebenshaus“ in Bremen in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Julia Grimm deren neue Pressesprecherin für die drei Hospize in Jever, Wilhelmshaven und Bassum wird. Das ist doppelt schön, erstens weil wir der jungen Kollegin, die erst Ende dieses Monats ihr Volontariat bei uns beendet, diesen spannenden Job von Herzen gönnen, und zweitens, weil das Jeversche Wochenblatt das Hospiz in der Stadt von Anfang an sehr unterstützt hat und deshalb gerne sieht, dass „eine von uns“ dort jetzt mitarbeiten wird.

Und dann kam gestern noch Britta Kollenbroich vorbei, die inzwischen  in Hamburg arbeitet und in wenigen Tagen für die Deutsche Welle und für die Deutsche Presseagentur zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien reisen wird. Früher hat sie über den FSV Jever und den Heidmühler FC geschrieben. So kann es kommen, wenn man „was mit Medien“ macht. Und ein bisschen neidisch macht es uns auch.

Tag 146 | Kati

Jeder hat ja so seine Lieblingsmoderatorin im Radio. Ich zum Beispiel höre gerne sonntagmorgens Bettina Tietjens „Tietjen talkt“. Aber meine wahre Lieblingsmoderatorin sitzt gar nicht beim NDR, sondern in einem viel bescheideneren Studio in Wilhelmshaven oder manchmal auch in Jever. Ihre Stimme strahlt so viel Lebensfeude aus, dass es auf den Hörer abfärbt. Heute hat sie übrigens Geburtstag!

Tag 145 | Wahltag

Diesen Eintrag schreibe ich tatsächlich mal um Mitternacht, in wenigen Minuten ist der Wahltag vorbei. Friesland hat gewählt: Björn Mühlena hat überraschend schon im ersten Wahlgang geschafft, Bürgermeister im Wangerland zu werden. Auf Wangerooge gibt es eine Stichwahl, aber Bürgermeister Holger Kohls wurde nur Zweiter und es ist offen, ob er überhaupt noch antritt. Sande wählte Bürgermeister Josef Wesselmann ab, neuer Chef im Rathaus wird Stephan Eiklenborg. Varel muss am 15. Juni erneut ran, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner liegt vorn, aber erreichte die 50 Prozent plus eine Stimme nicht. Nur der König von Zetel, Heiner Lauxtermann, hatte von Anfang an gar keine Sorgen. Er hatte keinen Gegenkandidaten und ist mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. So, das ist der Stand der Dinge. Gute Nacht!

Tag 144 | Tut es!

Der Wahl-o-Mat hat mich auch nicht schlauer gemacht, welche Partei ich an diesem Sonntag wählen soll. Hohe Übereinstimmung mit CDU, SPD, Grünen und FDP. Ist das schlecht? Natürlich nicht, zeigt es doch nur, dass alle diese Parteien, in Nuancen verschieden, zum Projekt Europa stehen. Heißt das, dass ich gar nicht mehr wählen muss? Natürlich auch nicht, denn wenn ich nicht gehe, die Antieuropäer tun es gewiss. Ich werde also am Morgen meine kleine Radtour zum Wahllokal unternehmen und das Kreuzchen machen. An welcher Stelle, das ist fast, egal, jedenfalls ziemlich weit oben. Freunde, rafft Euch auf. Tut es auch!