Ehrenamtspreis: Bewerbungsfrist läuft ab

Lions Club Jever will junge Ehrenamtliche auszeichnen

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens wird ein mit 500 Euro dotierter Preis ausgelobt.

Jever/Friesland. Letzte Chance, sich zu bewerben oder jemanden vorzuschlagen: Der Lions Club Jever sucht den „Ehrenamtler des Jahres“, und zwar nicht irgendeine/n, sondern eine junge Frau oder einen junger Mann nicht älter als 22. Mit 500 Euro ist der Ehrenamtspreis dotiert, den der Serviceclub ausgelobt hat und der am 1. April im Lokschuppen vergeben soll, wenn der LC Jever sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Viele jüngere Menschen engagieren sich – von der Öffentlichkeit oftmals kaum wahrgenommen – in Vereinen, Verbänden, Kirche oder Politik. Dieses Wirken soll gewürdigt und hervorgehoben werden. „Wir wollen bewusst keine Leute ehren, die schon seit 30 Jahren etwas machen, dafür gibt es andere Auszeichnungen. Wir möchten junge Menschen herausstellen, die erst am Anfang ihres Engagements stehen“, erläuterten der Präsident der Lions, Dr. Peter Pietsch, und der Initiator und Organisator des Wettbewerbs, Martin Schadewald. Eine Reihe von Bewerbungen und Vorschlägen sind schon eingegangen, bis zum 10. März können noch Nominierungen eingereicht werden.

Benannt werden können junge Leute, die ab dem 1. April 1988 geboren wurden und ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Landkreis Friesland ausüben. Voraussetzung ist, dass das Ehrenamt mit gewissem zeitlichen und persönlichen Aufwand seit mindestens drei Jahren ausgeübt wird. Eine Jury aus Mitgliedern des Lions Clubs Jever trifft dann die Auswahl.

Anmeldungen sind an den Lions Club Jever, zu Händen Martin Schadewald, Ludwig-Meinardus-Straße 17, in 26441 Jever zu richten, per E-Mail an
martin.schade-wald@web.de. Nachfragen werden unter 04461/9151570 oder 0173/6047867 beantwortet. Den Nominierungsbogen kann man auch im Internet herunterladen: www.lions.de/jever

Deutsche Verkehrswacht fordert totales Alkoholverbot

Die Deutsche Verkehrswacht e.V. setzt sich schon seit vielen Jahren dafür ein, dass Autofahrer die Parole beherzigen: „Wer fährt, trinkt nicht, wer trinkt, fährt nicht“. Um die Auswirkungen von Alkohol am Steuer zu diskutieren und eine einheitliche Position der Deutschen Verkehrswacht zu finden, hatte der Vorstand der Deutschen Verkehrswacht eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die jetzt ihr Ergebnis vorgelegt hat. Der Vorstand hat das Papier der Arbeitsgruppe als Vorlage eines Beschlusses genommen, der mit nur einer Gegenstimme verabschiedet wurde und am 21. Mai 2011 auch der Mitgliederversammlung zur Beratung vorliegt. Er lautet: „Kein Alkohol am Steuer!“

Mehr dazu: https://friesenblog.wordpress.com/aktuelles/verkehrswacht-fordert-totales-alkoholverbot/

Social Business könnte viel bewegen…

Die neuesten Links zum Thema soziale Mikrofinanz finden sich hier:

https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/links-zum-thema-mikrofinanzierung/

Gerade frisch reingekommen: Beiträge über die Arbeit der Christoffel Blindenmission in Ägypten und ein Bericht aus dem Donaukurier über Social Business. Wenn jedes Unternehmen nur drei Prozent vom Umsatz dafür ausgeben würde, wäre schon viel geholfen, sagt Hans Reitz, Berater des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus.

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank“, ließ Bertolt Brecht einen seiner Protagonisten in der „Dreigroschenoper“ sagen und hat damit vor über 90 Jahren bereits negative Auswüchse der Finanzbranche kritisiert, wie wir sie in den letzten zwei, drei Jahren wieder einmal erlebt haben. Spekulation auf dem Rücken der Volkswirtschaften macht wenige Leute reich und viele Leute arm. Gerade Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern bekamen die Folgen der Finanzkrise massiv zu spüren.

Nun sind die meisten von uns eh noch nie in die Verlegenheit gekommen, eine Bank zu gründen, wer hätte schon das Kapital dafür? Doch das ändert sich gerade. Mit der neuen Kampagne der Mikrofinanz-Stiftung Opportunity International Deutschland „Bank mit Herz“ lässt sich schon für die vergleichsweise bescheidene Summe von 5000 Euro eine Bank gründen: eine sogenannte Trust-Bank (Trust ist Englisch und steht für Vertrauen), und Vertrauen ist die oftmals einzige Sicherheit, die Kreditnehmerinnen in Afrika bieten können, wenn sie Geld benötigen, um ein Kleingewerbe auf- oder auszubauen. Bank mit Herz

Eine „Bank mit Herz“ gründen

Mit 5000 Euro also lässt sich eine Mikrobank gründen, die wiederum etwa ein Dutzend Kreditnehmerinnen und -nehmer schult und begleitet und ihnen schließlich Darlehen zur Existenzgründung und -erweiterung gibt. Meist sind es nur Summen um die 200 Euro, die eine Frau braucht, um beispielsweise einen Gemüsehandel, ein winziges Textilgeschäft, einen Friseurladen oder eine Nähstube eröffnen zu können.

Mikrokredite als Hilfe zur Selbsthilfe, ergänzt um Schulungsangebote, Mikrosparen, Mikroversicherungen, Ausbildung für Kinder und Jugendliche – mit diesem ganzheitlichen Ansatz hilft Opportunity International in Afrika, Asien und Lateinamerika, das Leben von Menschen zu transformieren und Familien Zukunft zu geben.

Es ist nichts Ehrenrühriges daran, eine Bank zu gründen. Schon gar nicht, wenn man es mit 5000 Euro tut. Nicht jeder hat 5000 Euro übrig, deshalb bietet sich natürlich an, sich zusammenzutun: Kirchengemeinden, Vereine, Serviceclubs, Firmen, Belegschaften – gemeinsam werden sie es schaffen, eine „Bank mit Herz“ mit dem Kapitalgrundstock auszustatten, der erforderlich ist, um nachhaltige Entwicklung anzustoßen.

Einer für alle – alle für einen

In Deutschland haben die Ideen von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch, die ein ganzes Menschenalter vor Bertolt Brecht lebten und unzähligen Landwirten, Handwerkern und Häuslebauern die Möglichkeit gaben, ihre wirtschaftliche Existenz zu erweitern, viel Fruchtbares bewirkt. Einer für alle, alle für einen – nach diesem Prinzip funktionieren auch die Trustbanks. Spenden aus den Industrieländern geben nur den Anstoß, dass Menschen auf Dauer unabhängig werden können. Helfen müssen sie sich letztlich selbst. Dass sie es leichter schaffen, dazu bedarf es unserer Unterstützung.

Opportunity International

Erfahrungsbericht aus Ghana

Bank mit Herz – eine neue Kampagne von Opportunity International

Gerald Asamoah macht mit

Lampedusa und kein Ende? Banken mit Herz bieten Alternativen!

Nürnberg. Überfüllte Flüchtlingsboote, Menschen, die dem Tod auf See nur knapp entkommen sind – das Flüchtlingsdrama von Lampedusa zeigt, wie dringend eine effektive und nachhaltige Entwicklungshilfe ist. Herz1 Heute fiel auf dem Kongress christlicher Führungskräfte der Startschuss für die Kampagne „Bank mit Herz“. Prominente Unterstützer rufen dazu auf, mit Mikrokrediten in Afrika zu helfen und dafür zu spenden. Das Ziel: In den nächsten Monaten sollen 100 neue Opportunity-Trustbanks in Afrika gegründet werden.
Das Elend der Menschen, die die lebensgefährliche Passage über das Mittelmeer nach Lampedusa überlebt haben, ist unermesslich. Die traurige Wahrheit: In Afrika warten noch Millionen auf ihre Chance, Tausende werden es nicht schaffen.
„Es ist unsere Pflicht, zu helfen. Am besten verhindern wir, dass sich die Menschen auf den Weg machen“, sagt Stefan Knüppel, Vorstand von Opportunity International. „Die Menschen brauchen eine Alternative vor Ort, das heißt Arbeit und Perspektiven. Am besten schafft man diese mit sozialer Mikrofinanz.“
Die gemeinnützige Stiftung um den ehemaligen Topmanager wird deshalb in den nächsten Monaten in Afrika 100 „Banken mit Herz“ gründen, die Opportunity-Trustbanks. Die Liste der Unterstützer von Opportunity International ist lang: Frank-Walter Steinmeier, Rupert Neudeck, Tim Niedernolte, der Verband Christen in der Wirtschaft und der Bundesligafußballer Gerald Asamoah setzen sich für die Arbeit von Opportunity International ein. Speziell der Fußballstar sorgt sich und weiß um die Bedürfnisse seiner Heimat: „Afrika ist weiterhin ein bitterarmer Kontinent. Das sollten wir im reichen Europa nicht vergessen. Mikrokredite können helfen, die Armut in Afrika zu lindern. Helfen Sie den Menschen dort“, so der Derbyheld aus Hamburg.
Damit arme Menschen ein kleines Unternehmen gründen können, erhalten sie Herz2in den Opportunity-Trustbanks Schulungen, Kapital, Unterstützung und Zugang zu medizinischer Versorgung. Soziale Mikrofinanz wirkt somit ganzheitlich und nimmt den Klienten in den Fokus. Der Ansatz funktioniert, da er spendenfinanziert ist. Für jede Bank mit Herz werden 5.000 Euro Startkapital von Förderern benötigt. „Wir maximieren keine Profite, wir helfen Menschen, sich selbst zu helfen“, betont Stefan Knüppel in Nürnberg.

Mehr Infos: www.bank-mit-herz.de und www.oid.org

Reporter ohne Grenzen verurteilt Angriffe gegen Medienvertreter

Pressemitteilung vom 23. Februar 2011:

Journalisten, die über die Unruhen in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas berichten, waren in den vergangenen Wochen massiven Repressionen ausgesetzt. In Libyen, im Jemen, in Bahrain, im Iran, im Irak und in Algerien versuchen die Regierungen, die Medienmitarbeiter an ihrer Arbeit zu hindern: Reporter ohne Grenzen (ROG) dokumentierte  in den vergangenen zwei Wochen zahlreiche tätliche Übergriffe gegen Journalisten und Festnahmen durch Sicherheitskräfte und Unterstützer der Regierungen. Zudem wurde in den meisten der Staaten die Online-Überwachung verschärft. 

ROG verurteilt die Repressionen scharf und fordert mehr Respekt gegenüber der Arbeit der Journalisten. „Die Regierungen greifen auf Mittel der Gewalt und Einschüchterung zurück, um Berichte über die Proteste, die von den Ereignissen in Ägypten und Tunesien inspiriert sind, zu verhindern. Wir fordern alle Seiten auf, der Arbeit von Journalisten mehr Achtung entgegenzubringen. Die Öffentlichkeit in diesen Ländern hat ein Recht auf unparteiische und unabhängige Informationen“, so ROG.

In Libyen ist der von den Behörden verhängte Nachrichtenblackout weiter wirksam. Es ist für Journalisten praktisch unmöglich, ihrer Arbeit nachzugehen. Die wenigen ausländischen Korrespondenten, die bereits vor Ausbruch der Krise im Land waren, stehen unter starker Überwachung. Eine Reihe von ausländischen Journalisten versucht nun, von Tunesien aus nach Libyen zu gelangen.

Das Programm von „Al-Dschasira“ wird seit dem 20. Februar gestört. Der Nachrichtensender vermutet hinter den Sendeunterbrechungen den libyschen Geheimdienst. Die Programme der libanesischen TV-Stationen „National Broadcasting Network“, „Al-Jadeed“ und „Al-Manar“ wurden nach eigenen Angaben ebenfalls gestört.
Der libysche Zeitungsjournalist Atif al-Atrasch gilt nach einem Interview mit Al-Dschasira seit dem 18. Februar als vermisst. Der Mitarbeiter der Zeitung „Quryna“ hatte mit dem in Katar ansässigen Sender über die Demonstrationen in der Hafenstadt Bengasi im Norden des Landes gesprochen. In der vergangenen Woche waren zudem einige lokale Journalisten kurzzeitig verhaftet worden.

Nach Informationen von Netzwerk-Sicherheitsfirmen wurde das Internet in dem nordafrikanischen Land seit dem 18. Februar mehrmals abgeschaltet. Offenbar sind auch alle Telefondienste – Festnetz und Mobilfunk – seit dem 21. Februar unterbrochen.

Auch im Jemen sind die Anti-Regierungsdemonstrationen seit Ende Januar begleitet von einer Serie der Gewalt gegen Medienvertreter. 15 Journalisten wurden bereits Ende Januar festgenommen. Am 18. Februar wurden weitere 18 Medienmitarbeiter verhaftet – sie arbeiten alle für die in Aden ansässige unabhängige Zeitung „Al-Jakeen“. Das Blatt hatte zuvor in großem Umfang über die jüngsten Demonstrationen in dem vorderasiatischen Land berichtet und auch die Namen von getöteten oder verletzten Menschen aufgelistet. Seit dem 11. Februar zählt ROG darüber hinaus mindestens 19 tätliche Angriffe auf einheimische und ausländische Journalisten – in den meisten Fällen durch Anhänger der Regierungspartei und Sicherheitskräfte.

In Bahrain schossen am 18. Februar Scharfschützen aus einem Helikopter heraus auf einen Reporter und einen Kameramann der „New York Times“. Die Journalisten beobachteten und filmten die gewaltsame Niederschlagung der Demonstrationen auf dem Perlenplatz der Hauptstadt Manama. Am selben Tag und am selben Ort wurde ein Mitarbeiter des US-amerikanischen Fernsehsenders „ABC News“ angegriffen und geschlagen, seine Kamera wurde konfisziert. Mehreren ausländischen Journalisten wurde an diesem Tag nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Manama zudem die Einreise in das Land verwehrt.

Die Geschwindigkeit der Internetverbindungen wurde in Bahrain stark gedrosselt, Seiten mit Filmen und Bildern der Proteste blockiert. ROG begrüßt hingegen die Freilassung von mindestens 25 Menschenrechtsaktivisten und Oppositionellen am 22. Februar in dem Königreich. Darunter sind auch zwei Blogger, die seit September 2010 inhaftiert waren.

Im Iran hat das Regime die Zensur der Neuen Medien seit den Protesten am 20. Februar wieder verschärft: Die Geschwindigkeit der Internetverbindungen wurde stark gedrosselt und in einigen Teilen Teherans, Isfahans, Schiras und Maschads sogar vollständig gekappt. SMS-Dienste sind ebenfalls seit dem 20. Februar unterbrochen. Die Behörden versuchen damit, vor allem den Zugriff auf den Kurznachrichtendienst Twitter zu verhindern. Die Übertragung der Programme von BBC und „Voice of America“ unterliegt starken Störungen. Unabhängige Nachrichtenseiten und oppositionelle Seiten sind Cyberattacken ausgesetzt.

23. Februar 2011, Reporter ohne Grenzen (Pressemitteilung)

Gründe doch einfach mal eine Bank …

Eine "BANK MIT HERZ" in Afrika gründen und damit die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven vieler Menschen verändern! Am kommenden Freitag (25.02) startet Opportunity International Deutschland die Aktion BANK MIT HERZ. Ihr könnt dabei sein und Herz zeigen…

Herz

Mehr über die Arbeit von Opportunity International Deutschland hier:
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Mikrofinanz-Arbeit in Ghana, wir sind vor Ort gewesen:
https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/ghana-seite/