„nordstory Spezial – Borkum“

Sendung am Sonntag, 26. November 2017, 20.15 Uhr im NDR-Fernsehen

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Kleinbahn auf der Nordseeinsel Borkum. Foto: Ostfriesland Tourismus GmbH

Von allen Ostfriesischen Inseln liegt Borkum am weitesten draußen im Watt. Rund zwei Stunden dauert die Fahrt mit der Fähre zur Insel mitten durch das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.

Borkum ist gut 30 Quadratkilometer groß und bietet Hochseeklima und damit eine besonders gesunde Luft. In der Altstadt zeugen Zäune aus Walkinnladen von der Zeit der Walfänger auf Borkum.

Das Feuerschiff „Borkumriff IV“ liegt fest im Hafen. Es war einst ein schwimmendes Seezeichen und geht nur noch einmal im Jahr mit einer ehrenamtlichen Crew auf große Fahrt.

Eine Spezialausgabe der „nordstory“ am Sonntag, 26. November 2017, 20.15 Uhr im NDR-Fernsehen gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Insellebens im Sommer und zeigt Borkum in seiner großen Vielfalt. Sogar Inselkenner werden ganz neue Seiten entdecken.

In einem historischen Badewagen will Inselmalerin Nicole Wenning die „Kleinste Ausstellung der Welt“ eröffnen. Auf der Jagd nach Motiven ist sie auf der ganzen Insel unterwegs: im Nordsee Aquarium, bei der Inseldampflok „Emma“ und im Heimatmuseum Dykhus.

Am 26 Kilometer langen Sandstrand der Insel zieht es viele Urlauber in die Milchbuden. Das sind mobile Bretterbuden, die nur für die Sommersaison direkt auf dem Strand aufgebaut werden. Ralf Stonner verrät hier das Rezept seiner frischen Krabbensuppe, ein Verkaufsschlager bei den Leuten.

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Tag 272 | Klein hilft Groß

Seenotretter von Borkum holen Erkrankten von der „Quantum of the Seas“ Die Seenotretter der Station Borkum haben in der Nacht (30.9.2014) einen Erkrankten vom Kreuzfahrtschiff „Quantum of the Seas“ abgeborgen*. In den frühen Morgenstunden ging der 27 Meter lange Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bei dem fast 350 Meter langen Kreuzfahrtschiff längsseits und übernahm den Erkrankten mit einer speziellen Trage. Aufgrund des ruhigen Wetters konnte das Manöver ca. 15 Seemeilen (27 Kilometer) nordwestlich von Borkum trotz Dunkelheit schnell und präzise durchgeführt werden. Derzeit befindet sich die „Quantum of the Seas“ in der Nordsee auf Probefahrt. Die Alarmierung des Seenotkreuzers war um kurz nach 1 Uhr erfolgt. Ein Hubschrauber konnte wegen des diesigen Wetters nicht fliegen. In Begleitung einer Borkumer Ärztin führten die Seenotretter die Abbergung durch und verbrachten den Patienten in das niederländische Eemshaven. Um 5.20 Uhr machte die ALFRIED KRUPP wieder auf Borkum fest.
Der Seenotkreuzer „Alfried Krupp“  nähert sich der „Quantum of the Seas“.  Foto: DGzRS

Die Seenotretter der Station Borkum haben in der Nacht zum Dienstag einen Erkrankten vom Kreuzfahrtschiff „Quantum of the Seas“ abgeborgen. In den frühen Morgenstunden ging der 27 Meter lange Seenotkreuzer „Alfried Krupp“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bei dem fast 350 Meter langen Kreuzfahrtschiff längsseits und übernahm den Erkrankten mit einer speziellen Trage. Aufgrund des ruhigen Wetters konnte das Manöver etwa 15 Seemeilen (27 Kilometer) nordwestlich von Borkum trotz Dunkelheit schnell und präzise durchgeführt werden.
Die auf der Meyer Werft in Papenburg gebaute „Quantum of the Seas“ befindet sich in der Nordsee auf Probefahrt. Die Alarmierung des Seenotkreuzers war um kurz nach 1 Uhr erfolgt. Ein Hubschrauber konnte wegen des diesigen Wetters nicht fliegen. In Begleitung einer Borkumer Ärztin fuhren die Seenotretter den Einsatz und brachten den Patienten in das niederländische Eemshaven.

Tag 90 | Im Nebel

Es muss nicht stürmisch sein, damit Schiffe in Seenot geraten. Nebel kann genauso tückisch sein. In der Nacht zum Montag zum Beispiel war der Nebel so extrem, dass selbst die Männer von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger so ihre Probleme hatten, Hilfe zu leisten.

Nebel mit Sichtweiten zum Teil unter zehn Metern hat am Wochenende (29. /30. März 2014) zu mehreren Einsätzen der Seenotretter geführt. Auch die HERMANN MARWEDE von der Station Helgoland war im Einsatz (Archivbild DGzRS).
Nebel mit Sichtweiten zum Teil unter zehn Metern hat am Wochenende (29. /30. März 2014) zu mehreren Einsätzen der Seenotretter geführt. Auch die „Hermann Marwede“ von der Station Helgoland war im Einsatz. (Archivbild DGzRS).

Auf Borkum mussten die Seenotretter die Besatzung einer Segelyacht unterstützen, die im Nebel die Orientierung verloren hatte und schließlich auf eine Sandbank aufgelaufen war. Die Verkehrszentrale Ems (Rufname „Ems Traffic“) hatte am Sonntagnachmittag auf dem Radarbild ein kleines Schiff bemerkt, das zunächst durch häufigen Kurswechsel auffiel, dann aber keine Fahrt mehr machte. Schließlich informierte man zur Sicherheit die Seenotretter, die sofort ausliefen. Das Tochterboot des Seenotkreuzers „Alfried Krupp“ schleppte die Segelyacht mit zwei Personen an Bord frei und brachte sie dann sicher in den Hafen.

Auch die Norderneyer Seenotretter sprachen von einer „Nebelwand“. Die vierköpfige Besatzung einer Motoryacht alarmierte die Seenotretter am Sonntag gegen 15.45 Uhr, weil sie auf dem Weg nach Bremerhaven nördlich der Insel Norderney die Orientierung verloren hatte. Beim Auslaufen aus dem Hafen berichteten die Seenotretter zunächst noch von einigermaßen guten Sichtverhältnissen. Nur wenige Seemeilen weiter im Seegatt (Seeraum zwischen den Inseln) verschlechterte sich die Lage jedoch von einem Moment zum nächsten. „Unter acht Meter“ schätzte Seenotretter Michael Ulrichs die Sicht. Auch auf dem Radar war die gesuchte Yacht aufgrund eines sehr schwachen Echos zunächst nicht auffindbar. „Wir sind ein Radarecho nach dem anderen abgefahren, bis wir sie endlich gefunden haben. Wir konnten das Schiff erst sehen, als wir unmittelbar davor waren“ berichtete Ulrichs. Eine genaue Position hatte die Besatzung der Motoryacht nicht angeben können. Die Seenotretter geleiteten die Yacht sicher in den Hafen von Norderney.

Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland musste in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Frau mit einer schweren Erkrankung dringend ans Festland transportiert werden. Hubschraubereinsätze konnten auf Grund des Nebels nicht stattfinden, deshalb blieb nur der Transport per Seenotkreuzer. Um 20.30 Uhr am Sonntagabend legte die „Hermann Marwede“. Mit Patientin und Arzt an Bord ab. Die Frau wurde rund 2,5 Stunden später im 40 Seemeilen (72 Kilometer) entfernten Cuxhaven an den Rettungstransportwagen übergeben. Der Seenotkreuzer legte sofort wieder ab und traf um 1.20 Uhr am Montagmorgen wieder auf seiner Station auf Helgoland ein. „Auf dem Weg nach Cuxhaven wurde die Sicht zunehmend besser“, so Vormann Thomas Müller, „als wir aber nach dem Einsatz nachts Helgoland wieder anliefen, war es, als ob wir in eine Wand fahren würden. Selbst im Hafen konnten wir die Pier nicht sehen, so dicht war der Nebel.“

Großbaustelle im Meer

Der Riesen-Windpark vor Borkum
Ein Radio Bremen-Film von Frank Schulte

Borkum/Bremen – Sie rammen Fundamente in 40 Metern Tiefe in den Meeresboden, sie montieren Rotoren in 80 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Sie bewegen Teile, die bis zu 500 Tonnen schwer sind. Und das alles, um den Wind einzufangen und Strom zu produzieren. Radio Bremen zeigt am Freitag, 15. Juli, von 21.15 Uhr bis 21.45 Uhr den Film “Großbaustelle im Meer – der Riesen-Windpark vor Borkum”. Ein Radio-Bremen Film von Frank Schulte.

BARD Offshore 1, Projektgebiet, Flug mit Wiking-Helicopter, 9 WEAs errichtet, 7 davon komplett. (13. September 2o1o) 

Der Windpark Bard Offshore 1 am 13. September 2010, fotografiert aus einem Hubschrauber von Wiking Helicopter Service aus Sande-Mariensiel. Foto: BARD-Gruppe

80 Windräder wollen die Techniker und Ingenieure der Firma BARD nördlich von Borkum in die Nordsee stellen. Es sind Großprojekte wie diese, die die dringend gewünschte Energiewende ermöglichen sollen. Doch der Weg von der Atomkraft hin zur alternativen Energieversorgung ist ein steiniger. Immer wieder müssen die Techniker und Ingenieure ihre Arbeiten einstellen, zu hoch sind die Wellen, zu heftig wird der Wind.

Einer mit besonders viel Verantwortung ist Kranführer Dietmar Machnitzke. Wenn die Rotoren, Fundamentrohre und Gondeln auf speziellen Pontons angeliefert werden, muss er sie an den Haken nehmen und im Takt der Wellen an die richtige Stelle manövrieren. Sein Kran steht auf der "WindLift 1", einem 50 Millionen Euro teuren Spezialschiff, das sich mit Stelzen auf dem Boden der Nordsee abstützen kann. Zwölf Stunden arbeiten die Techniker und Ingenieure jeden Tag auf der Nordsee, 14 Tage lang. Dann haben sie 14 Tage frei. Sie wohnen auf einer eigenen Plattform, mit Zwei-Bett-Zimmern, Kantine und Fitness-Raum. Es ist eine eigene Welt, mitten im Wasser.

Als das Unternehmen 2003 in Bremen mit einer Handvoll Mitarbeitern gegründet wird, lächelt die Branche über den Neuling. Mittlerweile beschäftigt BARD rund 1000 Menschen und setzt die Vision eines Mannes um, der im Hintergrund wirkt: Millionär Arngolt Bekker, ein ehemaliger Aufsichtsrat des russischen Gazprom-Konzerns.

BO1_WEA10_BARD1_032011Der erste Cluster in "BARD Offshore 1" ist am Netz. Zwölf Windkraftanlagen speisen seit Mitte Mai 2011 Strom ein. Foto: BARD-Gruppe

Die Reportage zeigt die außergewöhnliche Logistik, die notwendig ist, um mitten in der Nordsee Windräder zu installieren. Sie zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Techniker und Ingenieure zu kämpfen haben. Und sie liefert ein eindrucksvolles Bild davon, was passieren muss, damit die politischen Ziele des Ausbaus der erneuerbaren Energien erreicht werden können.

Sieben Perlen…

Die sieben Perlen der Nordsee – die HAZ berichtet über die Ostfriesischen Inseln und ihre Besonderheiten:

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