Südsudan: Investitionen in die Zukunft

Welthungerhilfe unterstützt Rückkehrer beim Neubeginn

Bonn, 15.04.2011. Mehr als 250.000 Menschen sind seit Oktober letzten Jahres vom Nordsudan in den Süden des Landes zurückgekehrt. Viele von ihnen haben im Januar 2011 in ihrer alter Heimat für einen neuen und unabhängigen Staat gewählt und wollen nun eine neue Existenz in ihrer alten Heimat aufbauen. Die Welthungerhilfe wird in ihre Zukunft investieren und helfen, bessere Lebensbedingungen für die Rückkehrer zu schaffen. In zwei Projekten werden in den kommenden Wochen Flüchtlinge unterstützt, die aus dem Norden in die Provinz Bahr el Ghazal zurückgekehrt sind. 5.000 Haushalte bekommen Planen und Baumaterialien, um sich erste Notunterkünfte zu errichten. Außerdem werden faltbare Wasserkanister verteilt, damit die Familien sauberes Trinkwasser transportieren und aufbewahren können. Die meisten Rückkehrer haben nur wenige Habseligkeiten mitbringen können und stehen völlig mittellos da.
Die Infrastruktur im neuen Staat ist in einem desolaten Zustand, denn es fehlen die grundlegenden Einrichtungen wie Schulen, Krankenstationen und Straßen. Die Welthungerhilfe unterstützt daher gemeinsam mit internationalen Partnern die medizinische Grundversorgung der Rückkehrer in drei Gesundheitszentren. Der ansässigen Bevölkerung stehen diese Zentren ebenfalls offen, um von Anfang an mögliche Konflikte zwischen den Neuankömmlingen und den lokalen Familien zu vermeiden.
„Wir werden diesen neuen Staat mit allen Kräften unterstützen. Die Menschen, die so friedlich im Januar beim Referendum gewählt haben, brauchen Rückenwind für den Neubeginn“, erklärt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe, die Arbeit im Südsudan.
Die Welthungerhilfe war in der Vergangenheit über viele Jahre bis 2009 im Südsudan tätig und wird gemeinsam mit ihren europäischen Partnern der Alliance2015 den Aufbau des neuen Staates unterstützen. Sie plant in diesem Jahr weitere Nothilfe- und Rehabilitierungsmaßnahmen, die sowohl die akuten Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung befriedigen als auch die rasche Integration der zahlreichen Rückkehrer voranbringen. Dazu gehören die Verbesserung der Trinkwasserversorgung, der Ausbau der Bildung und Gesundheitsvorsorge sowie die Ernährungssicherung der Familien.
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Menschen im Südsudan
Welthungerhilfe
Kontonummer 1115, Sparkasse Köln-Bonn, BLZ 370 501 98
Stichwort: Sudan

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungshilfe mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 6.200 Projekte in 70 Ländern mit 2 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.

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