Tag 281 | Adel

Ja Leute, schon klar, der Adel ist abgeschafft. Und interessiert keinen mehr, deshalb haben ja die Hochzeiten und Beisetzungen derer von und zu im Fernsehen so schlechte Einschaltquoten. Die Überschrift Königliche Hoheit zu meinem Blogeintrag von gestern über das neue Buch zur Geschichte des Oldenburger Landes war ja auch nur ein Schmankerl. Und nur deshalb gewählt, weil in der Veranstaltung der Oldenburgischen Landschaft die drei anwesenden Vertreter des Hauses Oldenburg, Caroline Herzogin von Oldenburg, Huno Herzog von Oldenburg und Felicitas Herzogin von Oldenburg (das sind ihre Namen, nicht ihre Titel), von den Rednern durchweg mit „Königliche Hoheit“ (im Falle der Caroline) und mit „Hoheit“ (im Falle der beiden anderen) angesprochen wurden. Ob das noch zeitgemäß ist, ob sich das „so gehört“, ob es verboten werden sollte, darüber lässt sich munter streiten. Die große Anteilnahme, mit der Oldenburg vor wenigen Tagen vom Verstorbenen Anton Günther Herzog von Oldenburg Abschied genommen hat, zeigt allerdings, dass der Adel beim „Volk“ auch fast hundert Jahre nach seiner offiziellen Abschaffung ein Ansehen genießt, das manchem republikanisch Gesinnten doch zu schaffen macht. Ein entschiedener Gegner jeglicher Adelsromantik hat sich übrigens hier zu Wort gemeldet: Ralf Möbius – lesenswert.

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