Tag 279 | Friesisch-herb

So ganz nebenbei in der Vorbereitung auf einen kurzen Abendtermin erfahre ich, dass „Jever Pilsener“ Geburtstag feiert. Vor 80 Jahren hat der Braumeister Ernst Böhme an der Rezeptur des Bieres aus dem Friesischen Brauhaus herumgeschraubt und festgestellt, dass man dem „Jever“ wegen des besonders weichen Brauwassers, das aus einem brauereieigenen Wasserwerk auf der Geest in Siebetshaus stammt, mehr Hopfen zusetzen kann als anderen Bieren. So entstand das besonders herbe, heute vom Marketing als „friesisch-herb“ gerühmte Pilsener, das mittlerweile zu einer nationalen Marke geworden ist.

Im Rathaus von Jever wird heute Abend übrigens von einer Prüfungskommission der neue „Jahrgang“ des hopfenfrischen Bieres verkostet. Die Jury entscheidet darüber, ob das Bier verkauft werden darf oder an die Armen verschenkt werden muss. Das Ergebnis wird am Freitagabend bei der offiziellen Bierprobe im Schalander des Friesischen Brauhauses bekanntgegeben.

Es wäre übrigens das erste Mal, dass der neue Sud wegen Qualitätsmängeln verschenkt werden müsste…

Die Prüfkommission muss entscheiden, ob das Bier verkauft werden darf oder an die Armen verschenkt werden muss. Foto: Helmut Burlager
Die Prüfkommission muss entscheiden, ob das Bier verkauft werden darf oder an die Armen verschenkt werden muss. Foto: Helmut Burlager

Eine Stadt und ihr Bier

Wiedergefunden: ein älterer Beitrag über Jever und das Friesische Brauhaus. Er ist immer noch ganz aktuell:

Herbes Bier durch weiches Wasser

Maria, seit 1575 vermisst…

Um Fräulein Maria, die legendäre Herrscherin im Jeverland, ranken sich Legenden. Als sie starb, wurde ihr Tod zunächst geheimgehalten, damit der Graf von Oldenburg das Erbe antreten konnte, bevor die Feinde vom Ableben Marias erfuhren. Seither gilt die Herrin von Jever als verschollen. Ein sehr schöner, interessanter Beitrag dazu ist bei RTL zu sehen:

zum RTL-Beitrag: