Just because. Einfach so.

Unser Freund Rolf Görigk lebt nicht mehr.

Rolfnachruf

Jeversches Wochenblatt, 20. Juni 2015

Rolf Görigk, geboren 10. Januar 1943, gestorben 17. Juni 2015

Tag 351 | Räuberzivil

Was für ein elendes Mistwetter – und dann noch ein Außentermin auf dem Fliegerhorst, militärischer Appell. Das kennt man ja: Der Wind pfeift um die Ecken, man steht herum und wartet, bis die Zeremonie beginnt, und am Ende ist man durchgefroren wie ein Eiszapfen. Also noch schnell nach Hause, was Warmes drunter- und drübergezogen, sieht ja keiner unter der weiten Winterjacke. Dicke Stiefel an und dann ab zum Flugplatz.  „Wo geht’s denn lang?“ fragt man an der Wache. Der Wachhabende gibt bereitwillig Auskunft: „Der Empfang“, sagt er, „ist im Offiziers-Casino“.

Tag 87 | Dienst ist Dienst

Fall jemanden interessiert, was ich den ganzen Tag so treibe. Musik hören zum Beispiel …

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Appell zur Neuausrichtung des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ am 28. März 2014 in Upjever.

Bloß kein Bild mit einem Loser

Minister im Gespräch - aber nicht mit Lokalpolitikern. Foto (c): Helmut Burlager
Minister im Gespräch – aber nicht mit Lokalpolitikern.
Foto (c): Helmut Burlager

Wenn bekannte Politiker kommen, wollen alle mit aufs Bild. Ein bisschen vom Glanz der Präsidenten, Kanzler und Minister soll in Wahlkampfzeiten schließlich abstrahlen auf die örtlichen Kandidaten. Dafür vor allem werden die Promis durchs ganze Land kutschiert und geflogen. Gern stellen sich, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch Kandidaten und Kommunalpolitiker mit aufs Foto, die einer ganz anderen Partei angehören. Weltmeister darin war SPD-Mann Olaf Lies, als er noch nicht Minister war und die CDU-Leute in der Region zur Weißglut trieb, weil er ungefragt immer dabei war, wenn ein Unionsminister nach Friesland kam. Heute lassen sich andere gern mit ihm fotografieren – so ändern sich die Zeiten. Die haben sich auch für Thomas de Maizière geändert. Einst Hoffnungsträger der CDU, ist der Verteidigungsminister infolge der Drohnen-Affäre schwer angeschlagen, plötzlich umgibt ihn die Aura des Verlierers. So lief er auf dem Fliegerhorst Upjever ziemlich alleine durch die Gegend, als er sich vor ein paar Tagen zwei Stunden lang zum Truppenbesuch bei den Objektschützern aufhielt.

Als ob er eine ansteckende Krankheit hätte. Keiner fragte nach einem Gruppenbild, niemand strahlte beim Shakehands mit dem Minister in die Kameras,  an der Pressekonferenz nahmen  die örtlichen Politiker anderer Couleur gar nicht erst  teil. Und das am „Gewinnerstandort“ der Bundeswehrreform, wie de Maizière Upjever nannte. Undank ist der Welt Lohn. Und die Friesen waren auch schon mal freundlichere Gastgeber…

Jahre des Donners

Ein neues Buch über den Mythos “Starfighter”

2348 Bild KropfDrei Jahrzehnte lang bildete ein Flugzeug das Rückgrat der Deutschen Luftwaffe, das so umstritten war wie kein anderes. Für die Öffentlichkeit war die Lockheed F-104, besser bekannt als „Starfighter“, ein Skandalvogel, nicht nur wegen der nach Bestechung riechenden Umstände der Beschaffung des Waffensystems, sondern vielmehr wegen einer schrecklichen Absturzserie.

Von 916 Maschinen, die die junge Luftwaffe Anfang der sechziger Jahre beschaffte, stürzten im Laufe der Jahre 292 ab, 116 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Gleichzeitig war der Kampfjet, der als Bomber, Jäger und Aufklärer eingesetzt wurde, ein Flieger mit herausragenden Flugeigenschaften – eigentlich eher eine bemannte Rakete als ein Flugzeug im klassischen Sinne.

Foto_Autor_Max Der Ex-Flugzeugführer Hannsdieter Loy, mit 1500 Flugstunden auf der F-104 ein erfahrener Starfighter-Pilot und heute als Schriftsteller in Rosenheim lebend, hat jetzt ein Buch geschrieben, in dem er – in Romanform – mit dem Mythos Starfighter aufräumt. Loy (links im Bild mit Hund Max“) zieht das Resümee: Nicht das Flugzeug war ein Skandal, sondern die Art und Weise, wie es in die Luftwaffe eingeführt wurde. „Fehler im System“ nennt Loy in seiner Abrechnung „Jahre des Donners“ als Hauptgrund für die tödliche Serie. Zum Bericht

Afghanistan und die Folgen für die Psyche

Der Einsatz in Afghanistan bleibt nicht ohne persönliche Folgen für die Soldatinnen und Soldaten, die die Bundesrepublik Deutschland an den Hindukusch schickt. Über den Soldatenalltag in Afghanistan aus der Sicht von Psychologen berichtet “report psychologie” in diesem Beitrag:

http://www.report-psychologie.de/aktuell/2011/06-01.html

Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr (SOWI) führt im Rahmen der Studie »ISAF 2010« eine sozialwissenschaftliche Begleitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan durch. Ziel ist es, Erkenntnisse über Einstellungen und Belastungen von Soldatinnen und Soldaten und die einsatzbedingten Entwicklungen zu gewinnen, um deren Einsatz- und Durchhaltefähigkeit realistisch beurteilen und gegebenenfalls verbessern zu können. Darüber sprach Christa Schaffmann für “report psychologie” mit einem der beteiligten Wissenschaftler, Dr. Phil Langer.