Tag 259 | Blackout

Früher war alles einfacher. Wenn man da von der Pressestelle der Deutschen Telekom etwas wissen wollte, öffnete man das Kästchen mit den Visitenkarten oder die Kladde mit den Telefonnummern und rief einfach an. Heute geht man ins Internet und sucht nach der aktuellen Telefonnummer des zuständigen Sprechers. Es sei denn, das Internet funktioniert nicht, so wie heute Vormittag in Jever. Man will also den Pressesprecher anrufen und fragen,was denn los sei mit dem Netz. Man öffnet den Browser – ach so, das funktioniert ja gerade nicht. Man sucht seine alten Kladden und Visitenkarten heraus, und die Kollegen tun es ebenso, aber es findet sich nicht eine einzige noch brauchbare Nummer, bei jedem neuen Versuch tutet es „Kein Anschluss unter dieser …“ Genervt gibt man auf und wartet geduldig, bis man wieder online ist. Und nimmt sich fest vor, sein gutes altes Adressbuch aus Papier mal wieder auf Vordermann zu bringen…

Tag 120 | ePaper

Apropos Tag der Arbeit. Rasant verändert sich die Arbeitswelt für Journalisten, ob sie es wollen oder nicht. Papier zu bedrucken, ist zwar zum Glück noch nicht aus der Mode gekommen, aber immer mehr Menschen finden auch Gefallen daran, die Zeitung auf dem Tablet oder am Computerbildschirm zu lesen. Die Zeitungs-Marketing-Gesellschaft (ZMG) hat dazu aktuelle Zahlen veröffentlicht. Die ePaper-Auflage der deutschen Zeitungen ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent gestiegen. Die Zahl der Abonnements verdoppelte sich im gleichen Zeitraum sogar auf 257.000. Aktuell werden in Deutschland 564.000 ePaper verkauft. Mehr als eine halbe Million Leser entscheidet sich für die digitale Ausgabe ihrer Zeitung, so die Auswertung der aktuellen IVW-Erhebung durch die ZMG. Im Vergleich zum Vorjahresquartal haben sich die ePaper-Verkäufe damit um rund 60 Prozent gesteigert. Allein die Tageszeitungen verzeichnen 436.000 ePaper-Verkäufe pro Tag. Pressemitteilung der ZMG

Jeversches Wochenblatt – ePaper

Tag 39 | Weißkopfadler

Sorry, mir war nach Streiten zumute. Das hab ich dann, um den häuslichen Frieden nicht zu belasten, einfach auf Facebook gemacht. In einer Gruppe, die sich „Jever aktuell – Politik + Gemeinschaft“ nennt. Die ist ja wohl zum Streiten gegründet worden, oder? Was mich also aufregte, war, dass dort ein gewisser Ano-Jesper Nymus Meinungsbeiträge postet, in denen er über die Politik herzieht. Was ja nicht verboten ist. Aber feige, wenn man es nicht mit eigenem Namen und Gesicht, sondern unter Pseudonym und mit dem Konterfei eines Weißkopfadlers tut. Aus der Deckung der Anonymität lässt sich trefflich meckern und lästern, das hat leider im Netz immer mehr um sich gegriffen. Ich hab’s also beanstandet in dem Forum und eine schöne Diskussion ausgelöst. Der einzige, der’s nicht begriff, war übrigens der Weißkopfadler.