Just because. Einfach so.

Unser Freund Rolf Görigk lebt nicht mehr.

Rolfnachruf

Jeversches Wochenblatt, 20. Juni 2015

Rolf Görigk, geboren 10. Januar 1943, gestorben 17. Juni 2015

Tag 126 | Lieb ich

Titel einer Informationsbroschüre der Aktionsgemeinschaft "Upjever-lieb-ich!"
Titel einer Informationsbroschüre der Aktionsgemeinschaft „Upjever-lieb-ich!“

Das  Aktionsbündnis „Upjever-lieb-ich“, das sich für die Renaturierung des Upjeverschen Waldes auf Teilflächen des jetzigen Bundeswehrstandortes einsetzt, geht jetzt mit neuem Informationsmaterial und einer Veranstaltung in die Offensive. Ein erstes sichtbares Zeichen ist ein Wegeschild, das die Aktivisten gegenüber vom bekannten Ausflugslokal „Waldschlösschen“ aufgestellt haben. Die Wiederherstellung der „Jeverschen Allee“ als direkter Weg zwischen dem Schloss und dem ehemaligen Vorwerk Upjever (jetzt Forsthaus) ist ein besonderes Anliegen der Initiative. Der Weg wurde bereits Mitte des 16. Jahrhunderts von Fräulein Maria von Jever angelegt und gilt damit als älteste Allee des Jeverlandes.

Die Jeversche Allee bildete bis 1951 die östliche Grenze des Luftwaffenstandortes. Durch Bau einer befestigten Start- und Landebahn für Jets dehnte die britische Armee den Flugplatz erheblich aus und zerschnitt den zweitältesten  durch eine gezielte Aufforstung begründeten Wald  in Deutschland (er entstand um 1530) vollends. Die nach Aufgabe des Flugbetriebes im Jahre 2013 beantragte Entwidmung des Fliegerhorstes war für die Initiative der Anlass, mit der Bundeswehr jetzt die Wiederherstellung des Waldes durch Rückübertragung der 1951 durch die Royal Air Force annektierten Flächen zu verhandeln.

Die Öffentlichkeit kann sich darüber am Mittwoch kommender Woche, 14. Mai, um 20 Uhr im Bürgerhaus Schortens umfassend informieren. Dort wird der von Förster Carsten-Friedrich Streufert gedrehte Film „Auf nach Upjever!“ uraufgeführt. Ehrengast wird die Namensgeberin und bislang älteste Unterstützerin Ruth Liebich („Upjever-lieb-ich!“) sein. Sie  wird demnächst 93.

Die Initiative auf Facebook

 

Tag 87 | Dienst ist Dienst

Fall jemanden interessiert, was ich den ganzen Tag so treibe. Musik hören zum Beispiel …

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Appell zur Neuausrichtung des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ am 28. März 2014 in Upjever.

Jahre des Donners

Ein neues Buch über den Mythos “Starfighter”

2348 Bild KropfDrei Jahrzehnte lang bildete ein Flugzeug das Rückgrat der Deutschen Luftwaffe, das so umstritten war wie kein anderes. Für die Öffentlichkeit war die Lockheed F-104, besser bekannt als „Starfighter“, ein Skandalvogel, nicht nur wegen der nach Bestechung riechenden Umstände der Beschaffung des Waffensystems, sondern vielmehr wegen einer schrecklichen Absturzserie.

Von 916 Maschinen, die die junge Luftwaffe Anfang der sechziger Jahre beschaffte, stürzten im Laufe der Jahre 292 ab, 116 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Gleichzeitig war der Kampfjet, der als Bomber, Jäger und Aufklärer eingesetzt wurde, ein Flieger mit herausragenden Flugeigenschaften – eigentlich eher eine bemannte Rakete als ein Flugzeug im klassischen Sinne.

Foto_Autor_Max Der Ex-Flugzeugführer Hannsdieter Loy, mit 1500 Flugstunden auf der F-104 ein erfahrener Starfighter-Pilot und heute als Schriftsteller in Rosenheim lebend, hat jetzt ein Buch geschrieben, in dem er – in Romanform – mit dem Mythos Starfighter aufräumt. Loy (links im Bild mit Hund Max“) zieht das Resümee: Nicht das Flugzeug war ein Skandal, sondern die Art und Weise, wie es in die Luftwaffe eingeführt wurde. „Fehler im System“ nennt Loy in seiner Abrechnung „Jahre des Donners“ als Hauptgrund für die tödliche Serie. Zum Bericht