Cool bei Jenny

Die Ventilatoren, die sich im Friseursalon „Cool Jenny“ von Jennifer Amankwah drehen, bringen kaum Kühlung. Der 20-jährigen Comfort Sekum ist es egal, wie heiß es ist. Hauptsache, sie darf arbeiten. Und das darf sie in der Tat.
Jenny
Comfort Sekum
Ähnlich wie Eunice ein paar Straßen weiter, hat sie einen Platz im YAP-Ausbildungsprogramm ergattert. Damit eröffnen sich für das Mädchen, das nie eine Schule von innen gesehen hat, ganz neue Perspektiven. Und sie ist wild entschlossen, die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopfe zu packen. Dass sie nicht lesen und schreiben kann, sieht der YAP-Betreuer nicht als ein zu großes Problem an. „In diesem Job geht es um Learning by doing“, sagt er. Comfort will lernen, und sie will arbeiten. Deshalb ist sie sicher, dass sie drei Jahre durchhalten wird, weiß sie doch, dass sich ihr eine solche Chance nicht ein zweites Mal bieten wird. (brm)