Winter am Upschloot

Eine einsame Landschaft zwischen Oldenburger Land und Ostfriesland: Der Upschloot bei Grappermöns, nicht weit von Jever an der Landesstraße 813 gelegen.

Upschloot 1

Als Grenzpunkt einst zwischen den verfeindeten Jeverländern und den Ostfriesen, später zwischen dem Königreich Hannover und dem Herzogtum Oldenburg, spielt der Ort heute eine verbindende Rolle. 1948 errichtete unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges und der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ein Kreis von Betroffenen an dieser Stelle das Jeverländische Mahnmal, das sich gegen Krieg und Gewalt richtet und an dem sich zweimal im Jahr, am Himmelfahrtstag und am Totensonntag, Christen aus dem Jeverland und dem Harlingerland zu Freiluft-Gedenkgottesdiensten treffen. Ein überdimensionales Kreuz wurde im Scheitelpunkt einer langgezogenen Kurve so errichtet, dass es von Westen und von Osten her für jeden Passanten unübersehbar  den Ort prägt. “In der schwermütigen Landschaft”, schreibt Walter Fleischauer, “ist es ein Zeichen christlicher Hoffnung auf den Frieden, der alle Grenzen überwindet.”

Upschloot 2

Die winterlichen Aufnahmen, die bei Baumpflegearbeiten an der historischen Anlage möglich wurden, unterstreichen den besonderen Charakter dieser Grenzlandschaft.

Mehr Infos unter: Mahnmal am Upschloot