Wir können alles, außer..

Ein Viertele

In den Stuttgarter Nachrichten vom 2. März 2011 hat der Leser Hans-Peter Bott aus Backnang unter der Rubrik “Auf gut Schwäbisch” eine schöne Geschichte erzählt, die in den Sechzigern auf einem Fliegerhorst in Friesland, also vermutlich in Upjever, spielt:

„Es war in den frühen sechziger Jahren. Als frischgebackener, stolzer junger Leutnant wurde ich aus dem Schwäbischen bis ans Ende von Deutschland, nach Ostfriesland, geschickt. Am ersten Abend im Offiziersheim, mitten unter Starfighter-Piloten und Technikern, fragte mich die Heimdame Frau H. in ihrem Friesenplatt nach meinem Wunsch: ,Nu, Herr Leutnant, watt kann eck for sei don. Watt wünschen sei syck?‘ Ich antwortete: I hätt‘ gern a Viertele!‘ Erneutes Fragen ihrerseits: ,Watt darf et seyn?‘ Ich: ,Ha, a Viertele!‘

Frau H. ging in die Küche, und eine Ordonanz kam: ,Watt soll eick den Herrn Leutnant bringen?‘ Ich blieb dabei: ,A Viertele, bitte!‘

Kurze Zeit später erschien die Ordonanz mit einer Frikadelle (Fleischküchle), schön garniert mit Petersilie.“

Der Originalbeitrag in den Stuttgarter Nachrichten