Neuer Oldenburg-Krimi spinnt realen Fall weiter

Ex-OB-Redenschreiber legt ersten Krimi vor

Oldenburg. Vor einigen Jahren „besuchte“ in Oldenburg eine politische Gruppe, die sich „Die Überflüssigen“ nannte, Edelrestaurants und bildete „Hartz-4-Bedarfsgemeinschaften“ mit den Gästen. Mit anderen Worten: Sie aßen von den Tellern der Gäste. Eine Meldung darüber in der Oldenburger Nordwest-Zeitung inspirierte den Diplom-Politologen und Ex-OB-Redenschreiber Udo Brandes dazu, diesen Fall zu einem Krimi weiterzuspinnen. Dieser ist jetzt unter dem Titel „Die Aussortierten“ als ebook bei amazon erschienen.

„Während ich noch überlegte, wie man diese Ereignisse zu einem spannenden Krimi weiterspinnen könnte, machte diese Gruppe mit einem Tortenanschlag auf Oberbürgermeister Gerd Schwandner bundesweit Schlagzeilen. Es war so, als würde die Realität an meinem Krimi mitschreiben wollen“, berichtet Udo Brandes über seine Erlebnisse beim Schreibprozess.

Herausgekommen ist ein Krimi, bei dem nicht mit Gesellschaftskritik gespart wird. Hauptfigur ist der Erste Kriminalhauptkommissar Dr. Ulrich de Wall, der aus Berlin nach Oldenburg zurückkommt und das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion „Region Oldenburg“ als neuer Leiter übernimmt. Er hadert mit seinem Beruf, weil er der Auffassung ist, dass das Grundgesetz in der gelebten Praxis von Staat und Gesellschaft inzwischen längst zum Märchenbuch verkommen ist.

Von seinem Vorgesetzten Kriminaldirektor Hans Ulrich Tauber bekommt er den Auftrag, gegen die politische Aktivistengruppe „Die Aussortierten“ zu ermitteln, die mit „Besuchen“ in Edelrestaurants und anderen Aktionen gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse protestiert. De Wall merkt schnell, dass sein Vorgesetzter offenbar aus irgendeinem Grund keinerlei Interesse daran hat, dass de Wall ernsthaft gegen „Die Aussortierten“ ermittelt, und dass er genau deshalb als Ermittler ausgesucht wurde. Denn eigentlich gehört dieser Fall nicht in seinen Zuständigkeitsbereich, sondern wird ihm als Sonderauftrag zugeteilt.

Wie können durchschnittliche „Otto Normalbürger“, die wirtschaftlich abhängig und dadurch erpressbar sind, trotzdem sich selber treu bleiben und aufrecht durch’s Leben gehen, ohne sich moralisch zu prostituieren? Das ist das Leitmotiv des Krimis.

Udo Brandes hat für die Recherche zu seinem Roman einen Kripobeamten interviewt und sich mehrfach bei der Pressestelle der Polizei über deren Organisationsstruktur informiert. „Ich bin zwar nicht der Meinung, dass Realismus dadurch entsteht, dass Realität kopiert wird. Ich meine auch nicht, dass in einem Kriminalroman alles exakt wie in der Realität sein muss. Aber ich wollte grobe Fehler vermeiden, wie man sie manchmal in Fernsehkrimis erleben kann. Die stören einfach den Lesegenuss“, erläutert der Autor.

Der Roman wird mit einem innovativen Konzept vermarktet: Er erscheint von vornherein lediglich als ebook. „Ich sehe darin die Zukunft des Buches. Und ich hatte keine Lust, Monate oder Jahre Verlage abzuklappern. Ich will schnell und zeitnah publizieren“, erläutert Udo Brandes seinen Ansatz. Und dies ist mit der neuen Direktvermarktungsplattform von amazon möglich.

Der Roman kann ab sofort unter dem Titel „Die Aussortierten“ bei Amazon als ebook zum Preis von 3,44 Euro heruntergeladen werden. Er ist auch auf normalen PC’s lesbar. amazon bietet dafür kostenlose Kindle-Lese-Apps zum Herunterladen an.

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