Für alle, die auf See geblieben sind

Die Glocke der JOHANNA. Foto (c): Deutsches Sielhafenmuseum

16.Schiffsandacht in Carolinensiel

Carolinensiel  – Im Museumshafen von Carolinensiel wird am Sonnabend, 9. Juni 2012, um 16 Uhr die mittlerweile traditionelle Schiffsandacht gefeiert. Sie wird vom Deutschen Sielhafenmuseum in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden veranstaltet. Mit der Veranstaltung wird der Männer und Frauen gedacht, die auf See geblieben sind.

Wie jedes Jahr stehen die Zahlen der Schiffsverluste des vergangenen Jahres im Mittelpunkt des Gedenkens. Sie werden jeweils pro Land mit je einem Glockschlag der historischen Schiffsglocke der JOHANNE verkündet. Die JOHANNE strandete am 6. November 1854 vor Spiekeroog mit 216 Auswanderern an Bord auf dem Weg in eine neue Heimat. Mindestens 80 Menschen verloren ihr Leben. Die Glocke wird heute im Heimatmuseum bewahrt und vom Vorsitzenden des Verein Dieter Mader in den Carolinensieler Museumshafen gebracht.

Im aktuellen Schwerpunkt wird dieses Jahr aus der Arbeit der Wasserschutzpolizei berichtet. Beamte der Dienststelle Wilhelmshaven werden über die außerordentlich vielfältigen Aufgaben berichten. Musikalisch wird die Schiffsandacht vom Shantychor Carolinensiel begleitet.

Bundespräsident Gauck wird DGzRS-Schirmherr

Bundespräsident Joachim Gauck wird Schirmherr der DGzRS. Foto (C): Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

„Gerne bereit, die Arbeit zu unterstützen“

Berlin/Bremen – Bundespräsident Joachim Gauck hat die Schirmherrschaft über die Seenotretter übernommen. Mit den Worten „Gern ist er bereit, die wichtige Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit seinem Patronat zu unterstützen.“ ist in diesen Tagen bei Gerhard Harder, Vorsitzer der DGzRS, ein entsprechendes Schreiben aus dem Bundespräsidialamt eingegangen. Damit folgt Bundespräsident Gauck zugleich seinen Vorgängern im Amt, die stets als Schirmherren für die Seenotretter fungierten. Für die DGzRS sei dieses Signal von Seiten des Staatsoberhauptes von besonderer Bedeutung, da die gesamte Arbeit des deutschen Seenotrettungswerks ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft. In ihrer Arbeit seien die Seenotretter auf die breite Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung im ganzen Land angewiesen.