Olaf King Allstars im Orange am Pumpwerk

Der Jazzclub Wilhelmshaven/Friesland präsentiert:
Sonntag, 19. Dezember 2010 – um 17:00 Uhr

im „Orange“
am Pumpwerk Wilhelmshaven, Banter Deich 1

Olaf King Allstars

Vor einigen Jahren stellte der Entertainer und Trompeter Olaf King eine Gruppe zusammen, die aus besonders qualifizierten Musikern verschiedener norddeutscher Spitzenbands bestand.
Das Konzept dieser „Allstars Band“ hat sich inzwischen bestens bewährt. Die Gruppe hat sich nicht nur auf die übliche Dixieland-Richtung festgelegt, sondern schaut sehr intensiv „über den Tellerrand“ hinaus.

Olaf-King-Allstars_1

Diese Tatsache zeigt sich in der außergewöhnlichen Vielseitigkeit des Repertoires. Es reicht vom klassischen Oldtime-Jazz über Swing  Standards, wie z.B. „New York New York“ oder „Fly me to the Moon“ in der Version von Roger Cicero („Schieß’ mich doch zum Mond“), bis zum Rock’n Roll (Elvis), Funk (James Brown) oder Oldie (Blues Brothers, Jo Cocker, Beatles, Blood, Sweat and Tears).
Ein weiteres Highligt der Band sind die Imitationen und Parodien, z.B. auf Louis Armstrong, Elvis, Ray Charles, Louis Prima, Fats Domino oder Dean Martin.

Olaf King als Bandleader ist für die humorvolle Moderation zuständig. Jeder Solist der Olaf King Swingers spielt in seiner jeweiligen Stammband bereits seit vielen Jahren, und somit ist es für den Einzelnen immer wieder ein interessantes Erlebnis, in dieser Formation einen völlig anderen Klangkörper zu erleben. Dieses spiegelt sich auch in der auffallenden Spielfreude der Musiker wieder.

Das Motto Jazz Entertainment hat sich in den letzten 20 Jahren als hervorragendes Konzept herausgestellt. In ihrer Vielseitigkeit sind die Olaf King Allstars sicher einmalig in der norddeutschen Region – vielleicht auch darüber hinaus.

Die Olaf King Allstars setzen sich aus folgenden Solisten zusammen:
OLAF KING – Trompete, Flügelhorn, Gitarre, Ventilposaune, Gesang, Moderation
MULPI FEHLHABER – Klarinette, Saxophon
HANS-GEORG Rose – Posaune, Keyboards
BERND MÜLLER – Bass, Gesang, Moderation
RAFAEL JUNG – Keyboards, Gesang
JAN LORENZ – Schlagzeug, Klarinette, Gesang
HELGE LORENZ – Gitarre, Schlagzeug, Banjo

http://www.jazzclub-whv-fri.de

Winter am Upschloot

Eine einsame Landschaft zwischen Oldenburger Land und Ostfriesland: Der Upschloot bei Grappermöns, nicht weit von Jever an der Landesstraße 813 gelegen.

Upschloot 1

Als Grenzpunkt einst zwischen den verfeindeten Jeverländern und den Ostfriesen, später zwischen dem Königreich Hannover und dem Herzogtum Oldenburg, spielt der Ort heute eine verbindende Rolle. 1948 errichtete unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges und der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ein Kreis von Betroffenen an dieser Stelle das Jeverländische Mahnmal, das sich gegen Krieg und Gewalt richtet und an dem sich zweimal im Jahr, am Himmelfahrtstag und am Totensonntag, Christen aus dem Jeverland und dem Harlingerland zu Freiluft-Gedenkgottesdiensten treffen. Ein überdimensionales Kreuz wurde im Scheitelpunkt einer langgezogenen Kurve so errichtet, dass es von Westen und von Osten her für jeden Passanten unübersehbar  den Ort prägt. “In der schwermütigen Landschaft”, schreibt Walter Fleischauer, “ist es ein Zeichen christlicher Hoffnung auf den Frieden, der alle Grenzen überwindet.”

Upschloot 2

Die winterlichen Aufnahmen, die bei Baumpflegearbeiten an der historischen Anlage möglich wurden, unterstreichen den besonderen Charakter dieser Grenzlandschaft.

Mehr Infos unter: Mahnmal am Upschloot

Engagement und Intensität der Landesbühnen gewürdigt

Wanderbühnen erhielten den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ / “Stella” für Regiepreis nominiert

Wilhelmshaven/Essen – Die Landesbühne Niedersachsen-Nord ist in Essen zusammen mit 23 anderen deutschen Landesbühnen mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet worden. Gestern wurde die dreistündige Gala zur Preisverleihung, die im Aalto-Theater über die Bühne ging, im Fernsehen auf 3Sat ausgestrahlt.

Video von der Preisverleihung, Landesbühne ab Min. 106

Stella_10

Fast preisgekrönt: die “Stella”-Inszenierung von Jan Steinbach.
Foto: Landesbühne Nord

„Der Faust“ ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater würdigt. Er wird vom Deutschen Bühnenverein gemeinsam mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. Der Preis wird in acht Kategorien verliehen. Zudem gibt es den Preis für das Lebenswerk und den Preis des Präsidenten. Letzterer wurde in diesem Jahr den 24 Landesbühnen in der Bundesrepublik zuerkannt, darunter die Wilhelmshavener Landesbühne.

In seiner Laudatio würdigte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Prof. Klaus Zehelein, „das Vermögen, die Kraft, das Engagement und die Intensität“ der 24 über die Lande ziehenden Wanderbühnen in ganz Deutschland, die an 900 Spielorten jährlich 3,2 Millionen Zuschauer erreichten. Zehelein, der in den siebziger Jahren Chefdramaturg am Staatstheater in Oldenburg war, erinnerte an das Entstehen der Landesbühnen nach den Katastrophen der beiden Weltkriege und deren Auftrag es war, ein demokratisch inspiriertes Angebot von Kunst für möglichst alle Bürger im Land zu sichern und damit dem Ungeist zu begegnen, der zuvor Kultur verfolgt, missbraucht und korrumpiert habe.

In einem Filmbeitrag über die Arbeit der Landesbühnen wurde auch die Aktion der Landesbühne Niedersachsen-Nord hervorgehoben, die in der vergangenen Spielzeit die Zuschauer vor jeder Aufführung aufgefordert hatte, gemeinsam den Satz „Lang lebe die Landesbühne“ zu deklamieren, um damit Druck gegen die Sparpläne des Kulturministers zu machen.

Für die Landesbühne in Wilhelmshaven nahm der Pressesprecher Torben Schumacher zusammen mit Vertretern anderer Bühnen den Preis entgegen, mit dabei waren Regisseur Jan Steinbach, der mit seiner Inszenierung von „Stella“ für den Regiepreis nominiert worden war, aber leer ausging, sowie Intendant Gerhard Hess, Aufsichtsratsvorsitzender Walter Theuerkauf und die Schauspieler Aom Flury, Kathrin Ost, Peter Lindhorst und Lenja Busch in Essen dabei. Nach kurzer Enttäuschung über den „zweiten“ Platz für Steinbach überwog dann doch die Freude, wie Schumacher gestern schilderte, „denn wir sind schon stolz über die Nominierung, eine der drei besten Inszenierungen 2010 zu haben. Somit war auch auf der Feier nach der Verleihung keine Enttäuschung zu spüren, schließlich konnten wir nach der Nominierung bereits im Schauspielhaus Hamburg spielen und sind unter den Theaterleuten im Gespräch.“

Quelle: Jeversches Wochenblatt / Friesisches Tageblatt