DJV solidarisch mit dänischen Journalisten

Berlin – Nach dem geplanten Terroranschlag auf die dänische Tageszeitung „Jyllands-Posten“ hat sich der Deutsche Journalisten-Verband  solidarisch mit den dänischen Kollegen erklärt. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken erinnerte daran, dass die freie Meinungsäußerung ein Grundwert der Demokratie ist. Er rief die dänischen Journalisten und ihre Kollegen in anderen Ländern dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen. „Berichten sie auch weiter frei. Jetzt erst recht!“

Die Pressefreiheit sei ohne die Freiheit der Karikaturisten nicht denkbar, sagte Konken. „Karikaturen gehören zu den wirksamsten Formen der Kritik in der Presse. Es ist nicht hinzunehmen, dass das Leben der Journalisten bedroht wird, weil ihre Zeitung Karikaturen veröffentlicht hat.“

Die Tageszeitung „Jyllands-Posten“ hatte 2005 zwölf Karikaturen des Propheten Mohammed abgedruckt. Auf einen der Karikaturisten, Kurt Westergaard, war bereits vor zwölf Monaten in seinem Haus ein Mordanschlag verübt worden, dem Westergaard gerade noch entkommen konnte.

Quelle: Deutscher Journalisten-Verband, Pressemitteilung vom 30.12.2010

Jahresrückblick im Video

Das Jahr 2010 im Film: Wochenblatt-Kameramann Jürgen Eden hat aus den vielen Beiträgen, die er im Laufe dieses Jahres für den Internet-TV-Kanal des Jeverschen Wochenblatts erstellt hat, die schönsten, interessantesten, lustigsten zu einem kurzweiligen Jahresrückblick zusammengestellt. Zu Wort kommen in dem Video mit einem Grusswort zum Jahreswechsel auch Landrat Sven Ambrosy und Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt. Viel Spass beim Zuschauen. www.youtube.com/wochenblatttv

DJV unterstützt Appell von Tageszeitungen gegen Angriffe auf Wikileaks

Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt den Appell einiger Tageszeitungen gegen die Angriffe auf Wikileaks. „Es ist mit den Grundsätzen der Meinungsfreiheit nicht vereinbar, wenn Politik und Wirtschaft versuchen, Zensur auszuüben“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Dies wird im Fall Wikileaks in massiver Weise praktiziert.“ Es sei deshalb gut und notwendig, dass sich einige Zeitungen jetzt klar zu den gegen Wikileaks gerichteten Zensurversuchen positionierten.

Journalistinnen und Journalisten seien darauf angewiesen, insbesondere bei kritischen Themen Insiderinformationen zu bekommen, sagte der DJV-Vorsitzende. Wikileaks habe sich in Bezug auf die amerikanische Außenpolitik als wichtige Quelle erwiesen. Das Wikileaks-Material entbinde Journalisten nicht von ihrer Pflicht zur Recherche. „Die Leser und Zuschauer müssen sich darauf verlassen können, dass das Material authentisch ist.“ Deshalb ersetze Wikileaks keineswegs den Journalismus, sondern bereichere ihn. „Wer die Quelle unterdrückt, schadet dem Journalismus“, so DJV-Vorsitzender Konken.

Quelle: DJV-Pressemitteilung, 16.12.2010

Friesische Freiheit zum Jahreswechsel

Tradition im 94. Jahrgang: Ostfreeslandkalender ist für viele Ostfriesen ein Muss

Norden. Weiße Landschaft – grüner Kalender. Smaragdgrün und druckfrisch liegt er in diesen Tagen wieder im Buch- und Zeitschriftenhandel vor: der Ostfreeslandkalender 2011. Schon seit 94 Jahren präsentiert sich das Jahrbuch pünktlich zur Kalendersaison als kompaktes, aktuelles und informatives Lesebuch und verlässliches Nachschlagewerk in einem. Auf 256 Seiten kann sich der Leser von A (wie Akademien) bis Z (wie Zeitungen) über die Region informieren – zum Beispiel über: Ferientermine, Hochwasserzeiten, touristische Einrichtungen, Heimat- und Sportvereine, Museen, Sammlungen, Orgellandschaft Ostfriesland, Mühlen, Behörden, Kirchen, Abgeordnete, Gerichte, Verwaltungen, Schulen, Zeitungen und vieles mehr.

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„Ehe die Auflage von 10000 Exemplaren in Druck geht, werden sämtliche Daten und Adressen von der Redaktion recherchiert und aktualisiert. Nur so kann der Verlag Soltau-Kurier-Norden ein hochwertiges Nachschlagewerk garantieren“, erläutert Reinhard Former, verantwortlich für den redaktionellen Inhalt. „Auf den Punkt gebracht: auch Kalendertradition verpflichtet… und wie wir aus den Reaktionen unserer Leser erfahren, ist der grüne Kalender für viele Ostfriesen das Muss zum Jahreswechsel.“

Auch für die aktuelle Ausgabe konnte die Redaktion wieder viele namhafte Autoren gewinnen, darunter auch Künstler und Fotografen. Sie füllen mit den unterschiedlichsten Themen rund um und über Ostfriesland etwa 150 Seiten. Ostfrieslands Literaten schreiben ausgesprochen gern für den Ostfreeslandkalender, erfahren die Norder Kalendermacher jedes Jahr aufs Neue. Die Liste der „schreibenden Zunft“ in Ostfriesland ist lang. Dabei wird die beliebte und bewährte „Symbiose aus Tradition und Moderne“ mit heimatkundlichen Beiträgen und Erzählungen in Hoch- und Plattdeutsch auch im Internet-Zeitalter (www.ostfreesland-kalender.de) fortgesetzt. Zum Beispiel mit einer exklusiven Aktion, bei der Kalender-Leser – vor allem Butenostfriesen – mit einem imposanten Aufkleber der Ostfriesischen Landschaft für die „Friesische Freiheit“ werben können.

Wie stets bilden Kunst und Kultur Schwerpunktthemen: Dieses Mal befasst sich unter anderem Lübbert R. Haneborger mit der großen ostfriesischen Künstlerin Carla Zierenberg.

Wer schließlich in der vorliegenden Ausgabe des Ostfreeslandkalenders seine Portion Plattdeutsch sucht, wird natürlich fündig. Dafür stehen unter anderem bekannte Autoren wie Manfred Briese, Hilde Frauke Wichmann-Stehen, Gerd Constapel oder Elke Bontjer-Dobertin und garantieren für unterhaltsame und anspruchsvolle Prosa oder Lyrik.

Nach wie vor möchten die Leser auf den griffbereiten Informationsteil des Kalenders nicht verzichten. Kompakt, aktuell und nach einem übersichtlichen Farbleit-System geordnet, sind hierin rund 2000 wichtige Adressen abgedruckt.

> Ostfreesland 2010, Kalender für Ostfriesland, Verlag Soltau-Kurier-Norden (SKN), 256 Seiten, Paperback, 8,50 Euro, ISBN 978-3922365-00-6; http://www.ostfreesland-kalender.de

DJV widerspricht Kachelmann-Anwalt

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die vom Anwalt des Wettermoderators Jörg Kachelmann geforderte Durchsuchung der Redaktionen von Focus und Bunte als Eingriff in die Pressefreiheit zurückgewiesen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken forderte das zuständige Landgericht Mannheim auf, dem Antrag des Kachelmann-Anwalts nicht zu folgen: „Dass Journalisten über den Kachelmann-Prozess berichten, ist ihre Aufgabe. Dass sie es vielleicht auch besonders engagiert tun, ist Teil der Meinungsfreiheit. Das muss sich ein Anwalt gefallen lassen.“ Konken wertete die Forderung nach einer Durchsuchung als „gezielten Versuch, Journalistinnen und Journalisten einzelner Magazine zu kriminalisieren“.

Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn hatte die Durchsuchung gefordert, da seiner Meinung nach Vereinbarungen zwischen den Magazinen Focus und Bunte sowie einigen Prozessbeteiligten getroffen worden sein sollen.

Quelle: Pressemitteilung des DJV, 9.12.2010

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Mit gutem Auge und wachem Geist

Rede anlässlich der Buchvorstellung “Wegen Reichtums geschlossen”, Bildband mit 450 Fotos des legendären Wochenblatt-Reporters Hugo Rase, herausgegeben von Ingo Hashagen und Klaus Andersen

Von Helmut Burlager

Ich möchte Ingo Hashagen und Klaus Andersen zu diesem Buch gratulieren, haben sie doch etwas geschafft, was weder das Verlagshaus, für das Hugo Rase so viele Jahre gearbeitet hat, noch seine Journalistenkollegen, noch das Schlossmuseum Jever in den 15 Jahren nach Hugos Tod geschafft haben: Aus dem typischerweise flüchtigen Werk eines Journalisten, in das schlimmstenfalls am nächsten Tag Fisch eingewickelt wird, etwas Bleibendes zu machen: ein Buch.

Das hätte Hugo Rase sich gewünscht. Wenn überhaupt eines in seinem langen Arbeitsleben offengeblieben ist, dann dies: ein Buch zu schreiben.

Hugo_Rase_303 Ich bin gebeten worden, ein paar Sätze über den Journalisten und meinen Kollegen Hugo Rase zu sagen, und wenn mir eines besonders am Herzen liegt, dann dies: Herauszustellen, dass Hugo eben nicht der „rasende Reporter“ war, zu dem er wegen der so naheliegenden Wortspielerei gerne gemacht wurde.

Er hatte viel um die Ohren, aber er war nicht hektisch. Er musste viele Termine wahrnehmen und eine Menge schreiben, aber er war dabei nicht oberflächlich. Im Gegenteil. Er feilte an seinen Sätzen herum, er diskutierte darüber mit seinen Kollegen, er war sorgfältig im Umgang mit der deutschen Sprache und auch mit dem, was zwischen den Zeilen zu lesen war. Er war – das wissen viele sicherlich nicht – ein Schöngeist. Belesen und klug.

Und schon habe ich den Bezug zu diesem schönen Buch, das Ingo Hashagen und Klaus Andersen gemacht haben. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mit zwei möglichen Missverständnissen aufzuräumen, die entstehen könnten, wenn jemand das Buch durchblättert und durchliest, der Hugo Rase nicht gekannt hat.

Erstens könnte der Eindruck entstehen, Hugo Rase sei in erster Linie ein Fotograf gewesen. Das war er auch. Ein guter sogar, mit einem Auge für den richtigen Bildausschnitt und den richtigen Moment, auf den Auslöser zu drücken – auch wenn es ihn zeitlebens geärgert hat, dass nicht er, sondern Franzl Tuhy es war, der im genau richtigen Moment abdrückte, als der Dachreiter der Stadtkirche beim traurigen Kirchenbrand herunterstürzte. Dafür hat er bei vielen anderen Gelegenheiten den Finger „am Abzug“ gehabt, wenn’s drauf ankam. Nur so konnte dieses Buch entstehen.

Aber er war eben nicht nur Fotograf, sondern auch ein guter Schreiber, der anschaulich schildern konnte, wie sich ein Ereignis zugetragen hat, warum es so war und wohin es führen könnte. Er wurde oftmals verkannt …

Das zweite Missverständnis, das entstehen könnte, ist Folgendes: Die teilweise pointierten Kommentare unter und neben den Fotos, die aus der Feder von Ingo Hashagen und teils auch von Klaus Andersen stammen, könnten dazu verleiten zu glauben, auch Hugo Rase hätte Texte dieser Art geschrieben. Das hat er nicht. Es wäre Hugo Rase eher nicht in den Sinn gekommen, zu kommentieren, wo er seine Aufgabe doch darin sah, zu beschreiben. Zu beschreiben, was war und was er gesehen und was er gehört hatte. Ein Foto vom Alten Markt mit dem Johann-Ahlers-Haus – Hugo hat sich sicher seinen Teil gedacht über das Bauwerk, das man dort in den Siebzigern hingestellt hat. Ich weiß nicht, ob er es eher schön fand oder eher hässlich. Aber geschrieben hätte er nur, dass es dort steht und nicht, dass es weg muss…

Apropos Ahlers-Haus. Das war nur eine von Hugos Wirkungsstätten, wo er sich Informationen holte. Anders als mancher Journalistenkollege heute ist Hugo kein Schreibtischtäter gewesen. An seinem Schreibtisch, der so groß war wie ein größerer Umzugskarton von Obi, gab es auch keinen Grund sich wohlzufühlen. Er brauchte ihn, um dort auf seiner Olympia herumzuhacken, was bei Hugos voluminösen Händen einigen Lärm verursachte, und er brauchte ihn, um seinen Aschenbecher für die unvermeidlichen Filterlosen abzustellen oder auch mal ein Whiskyglas. Wobei ich miterlebt habe, dass mal dies, mal jenes über Bord ging, weil der Tisch gar zu winzig war, und in einem Fall geriet schließlich der danebenstehende Papierkorb in Brand, was einigen Alarm auslöste.

Zu den anderen Wirkungsstätten gehörten – neben den Sportplätzen übrigens, Hugo war ja auch Sportreporter – vor allem die Gaststätten. Hier fanden erstens die meisten Termine statt, hier holte er sich zweitens seine Informationen ab, die er oftmals exklusiv besaß, weil er sie am Tresen als erster erfahren hatte. Stand er bei Hans Dardemann an der Theke, so holte dieser zuerst zwei Gläser hervor, um sie mit Jägermeister zu befüllen, und dann seine Terminkladde, aus der Hugo sich sorgfältig notierte, was dort an interessanten Terminen für ihn stand.

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Hugo Rase mit seinen Kollegen Helmut Burlager, Helmut “Theo” Bath und Wilfried “Ackermann” Zucht.

Soll ich am Ende noch verraten, dass Hugo mich, den 20-jährigen Jungredakteur, der da von Ostfriesland nach Jever kam und – wie er, der damals schon fast Siebzigjährige, anfangs glaubte – an seinem Stuhl sägte, dass er mich also zunächst nicht besonders mochte und mir nichts von seinen vielfach exzellenten Informationen verriet. Allenfalls eine Telefonnummer, denn das Telefonbuch von Jever hatte er im Kopf.

Umso besser haben wir uns später verstanden, als wir beide begriffen hatten, dass wir keine Konkurrenten sind, sondern Brüder im Geiste eines guten, seriösen Journalismus. Ich freue mich aufrichtig, dass Hugo nun endlich „sein“ Buch bekommen hat.

Das Buch “Wegen Reichtums geschlossen”, Herausgeber Ingo Hashagen und Klaus Andersen, Brune-Mettcker-Verlag Jever (ISBN 978-3-87542-074-6, 22,90 Euro) ist für 22,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Lesetipp: Reporterglück oder die Männer der Leicas – Erinnerungen von Hugo Rase

Wegen Reichtums geschlossen

Fotografischer Streifzug durch 50 Jahre

„Ich habe ihn über alle Maßen geschätzt!“ Mit diesen Worten des früheren Regierungspräsidenten Bernd Theilen war alles ausgedrückt. Wie sehr der frühere Wochenblatt-Reporter Hugo Rase bei den Menschen in Jever auch 15 Jahre nach seinem Tod noch präsent ist, zeigte die Beteiligung an der Buchvorstellung am Montagabend im Graf-Anton-Günther-Saal: Mehr als 80 Interessierte waren der Einladung der Autoren Ingo Hashagen und Klaus Andersen sowie des Brune-Mettcker-Verlags gefolgt.

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Buchvorstellung im Graf-Anton-Günther-Saal. Den Bildband mit 450 Aufnahmen des Wochenblatt-Reporters Hugo Rase präsentierten (von links) Hajo Allmers, Robert Allmers, Ingo Hashagen, Erika Rase, Klaus Andersen und Bernd Theilen.

Bild: Burlager

„Wegen Reichtums geschlossen. Jever und Umgebung. Fünf Jahrzehnte Stadtgeschichte fotografiert von Hugo Rase“ lautet der vollständige Titel des 160-seitigen Bildbandes. Aus tausenden vorliegender Fotos aus dem Fundus, den Erika Rase, die Witwe des verstorbenen Journalisten, verwahrt, haben Klaus Andersen und Ingo Hashagen 450 ausgewählt, nach Themengebieten wie Stadtbild, Gebäude, Denkmale, Personen, Schloss, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und Straßen, Getreuen, Rathausgeschichten, Kunst und Kommerz, Vereine und Verbände, Fliegerhorst Upjever usw. zusammengestellt. Sie haben  Entstehung und Hintergründe recherchiert und Bildtexte geschrieben. So entsteht ein facettenreiches Bild von Jever in der Nachkriegszeit und dem Jeverland, wo Hugo Rase von 1952 bis 1995 als Reporter hauptsächlich für das Wochenblatt, aber auch für andere Medien unterwegs war.

In wenigen Wochen ist der 100. Geburtstag von Hugo Rase, der in Braunschweig zur Welt kam und nach dem Krieg  in Jever hängenblieb. Dieser Geburtstag wie auch das im kommenden Jahr zu feiernde 475-jährige Stadtjubiläum sind der Anlass für die Buchveröffentlichung im Brune-Mettcker-Verlag, für den Robert Allmers bei der Präsentation sprach und den Autoren dankte: „Es ist ein tolles, interessantes Buch herausgekommen“, sagte er. Mike Müller sagte in Vertretung der Bürgermeisterin, es sei schön für die Stadt, dass dieses Buch gerade zum Jubiläum erscheine. Gewürdigt werde damit auch eine „unvergessene Persönlichkeit“. Hugo Rase war von der Stadt Jever mit der Schlossermedaille für sein journalistisches Lebenswerk geehrt worden.

Klaus Andersen hatte den Abend eröffnet und dem Verlagshaus für die gute Zusammenarbeit gedankt, vor allem aber auch Erika Rase, die das Buch erst möglich gemacht habe. „Für viele wird es ein Erinnerungsbuch werden“, prophezeite Andersen, und so war es auch an diesem Abend, als in einer Diaschau Bilder aus dem Buch gezeigt wurden und mancher sich und andere wiedererkannte auf Bildern aus vergangenen Zeiten. Ingo Hashagen berichtete über das Entstehen des Buches und die Recherchearbeit, die darin steckt. Vielen Bürgern sei für Auskünfte und Hilfe bei den Nachforschungen zu danken.

In einem Grußwort ging Regierungspräsident a. D. Bernd Theilen auf die mehrfach in dem Band wiederzufindenden Fotos von Politikerbesuchen in Friesland ein und schilderte eigene Erlebnisse aus seiner Zeit mit Hugo Rase. Über den Journalistenkollegen Hugo Rase und den als „rasender Reporter“ oftmals verkannten und unterschätzten Schöngeist, der hohe Ansprüche an sich und seine journalistische Arbeit stellte, erzählte Wochenblatt-Redaktionsleiter Helmut Burlager, der fast 20 Jahre lang mit Hugo Rase zusammengearbeitet hat. Dessen Traum sei es immer gewesen, ein Buch zu schreiben. Dazu kam es zu Lebzeiten nicht, dafür nun posthum zu einem schönen Bildband. Er ist ab sofort im Buchhandel und in den Geschäftsstellen des Wochenblatts erhältlich. (ISBN 978-3-87542-074-6, 22,90 Euro).

Hier kann man das Buch bestellen

Lesetipp: Reporterglück oder die Männer der Leicas – Erinnerungen von Hugo Rase

Gute alte Zeit

Als gestern Abend im Rathaus in Jever ein Buch mit 450 Fotos des legendären Wochenblatt-Reporters Hugo Rase vorgestellt wurde, kamen Erinnerungen hoch an die „gute alte Zeit“, als bei der Zeitung noch mit Bleiplatten gedruckt wurde. Es war laut, zischte und ratterte, man trank bei der Arbeit auch mal ein Bier oder einen Whisky, und im Büro zu rauchen, war eher selbstverständlich als verpönt. Mit einem seiner filterlosen Stummel, erinnern sich ältere Kollegen noch heute, hat Hugo am helllichten Tag einen Papierkorb in Brand gesetzt …

Hugo Rase wäre in diesem Jahr 100 geworden. Das zu seinen Ehren und aus Anlass des bevorstehenden 475-jährigen Stadtjubiläums erschienene Buch „Wegen Reichtums geschlossen“ – Fünf Jahrzehnte Stadtgeschichte fotografiert von Hugo Rase, Texte von Ingo Hashagen und Klaus Andersen, herausgegeben vom Brune-Mettcker-Verlag Jever, ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. ISBN: 978-3-87542-074-6. Es kostet 22,90 Euro.