Keine Feiertage für die Schifffahrt

Wilhelmshaven – Die Verkehrszentrale in Wilhelmshaven, das Gewässerschutzschiff „Mellum“ und die Seeschleuse in der 4. Einfahrt in Wilhelmshaven kennen keine Feiertage. „Wir machen Schifffahrt möglich“ lautet der Slogan der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Dies gilt für die nautischen Betriebsstellen des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Wilhelmshaven auch über die Weihnachtsfeiertage.

Die Verkehrszentrale überwacht den Schiffsverkehr auf der Jade und in der Inneren Deutschen Bucht, das Gewässerschutzschiff „Mellum“ führt seine schifffahrtspolizeilichen Kontrollfahrten durch und nimmt – falls es stürmische Weihnachten gibt – seine Sturmposition in der Inneren Deutschen Bucht ein.

Auch die Seeschleuse steht der Schifffahrt über die Feiertage zur Verfügung. Der Saugbagger „Nordsee“, der derzeit seine Werftzeit in Bremerhaven verbringt, hat ebenfalls eine Notfallwache an Bord.

Nordseereport Spezial – Der Leuchtturm Roter Sand

Sendung am 25.12.2011 um 19.00 Uhr im NDR Fernsehen

Das Team des Nordseereport hat sich für seine Spezialausgabe am 25. Dezember etwas Besonderes ausgedacht: Eine Reise zum wohl berühmtesten deutschen Leuchtturm – „Roter Sand“ in der Außenweser – der erste Leuchtturm weltweit, der in die offene See gebaut wurde.

Das NDR Team startet von Bremerhaven aus und erreicht den rund 30 Meilen entfernten Turm mit einem kräftigen Hafenschlepper, der aufgrund seines besonderen Antriebs gut an der exponierten Landestelle festmachen kann. Jedes Gepäckstück der umfangreichen Kameraausrüstung muss per Seilzug an Bord gebracht  werden , ebenso Lebensmittel und Wasser für die insgesamt sechs vorübergehenden Leuchtturmwärter. Das Team und zwei fachkundige Begleiter wohnen für drei Tage auf diesem Außenposten in der Nordsee und stellen den Turm, seine Geschichte und die letzten „echten“ Leuchtturmwärter vor.

Ergänzt wird dieses romantische und spannende Porträt durch Beiträge aus der Welt der Seefahrt und Geschichten von Menschen „am Ende der Welt“.

Vor 50 Jahren: Schiffsunglück auf dem Großen Vogelsand

Seenotretter bringen 65 Seeleute des auf Grund gelaufenen englischen Frachters „Ondo“ in Sicherheit

Ondo1_800x600 Einer der spektakulärsten Einsätze in der fast 150-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) jährt sich am Dienstag, 6. Dezember 2011, zum 50. Mal: Am Nikolaustag 1961 strandete der englische Dampfer „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“. Die Seenotretter holten die 65 Besatzungsmitglieder in mehreren schwierigen Anläufen von Bord. Reste des Wracks der „Ondo“ sind bis heute stumme Zeugen der gewaltigen Kraft der See.

Bild1 : Die aufgelaufene „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“

Bei einem schweren Südweststurm mit Wind bis Orkanstärke war die „Ondo“ am 6. Dezember 1961 auf dem „Großen Vogelsand“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen. Schnell lief eine aufwendige und mitunter gefahrvolle Rettungsaktion an. Die Beteiligten scheuten keine Mühen: Zum Teil versuchten die Seenotretter unter Einsatz des eigenen Lebens, Schlimmeres zu verhindern. Trotz aller Anstrengungen: Drei Seeleute blieben bei dem Unglück auf See.

Ruhr-Stahl800x600 Lotsen hatten versucht, an Bord der „Ondo“ zu gehen, um sie auf einen ungefährlicheren Kurs als den von ihr eingeschlagenen zu bringen. Um die Männer nicht durch den Propeller des Schiffes zu gefährden, drehte die „Ondo“ und lief dabei an einer Sandbank auf Grund. Allerdings zerbrach sie nicht, wie Fachleute befürchtet hatten, sondern trieb immer weiter auf den Sand.

Bild 2:Der Seenotkreuzer RUHR-STAHL der DGzRS war vor 50 Jahren tagelang im Dauereinsatz, nachdem der englische Frachter „Ondo“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen war.

Nach erfolglos gebliebenen Freischleppversuchen rettete der Seenotkreuzer RUHR-STAHL/Station Cuxhaven der DGzRS die Besatzung der „Ondo“: 51 Engländer und 14 deutsche Schauerleute. Insgesamt sechs Tage dauerten die zum Teil äußerst riskanten und gefährlichen Bemühungen, um die englischen Seeleute in immer wieder neuen Anläufen von Bord der „Ondo“ zu holen.

Ondo2_800x600Die drei Lotsen hingegen waren beim Versuch, zur „Ondo“ zu gelangen, mit ihrem Versetzboot in schwerer See abgetrieben. Ihr Boot war anschließend offenbar gekentert. Für sie gab es keine Rettung. Der Mahlsand des „Großen Vogelsands“ hielt die „Ondo“ dauerhaft fest, sodass eine Bergung des Schiffes nie gelang. Das Wrack liegt heute noch in dem Bereich, in dem das Unglück 1961 geschah. Überreste des Schiffs ragen bei niedrigem Wasserstand sichtbar aus dem Boden – als mahnende stumme  Zeugen des großen Schiffsunglücks vor 50 Jahren.

Bild 3: Schwere Schlagseite: Die gestrandete “Ondo”.

Fotos © DGzRS

Quelle: DGzRS, 5.12.2011

www.seenotretter.de

Schlechte Aussichten für Ghanas Fischer

Ghana751 Die “taz” berichtet unter der Überschrift “Das Sha-ba-do-ga verstummt” über die Probleme der Fischer in Ghana: “Die Zeiten sind schwerer geworden für die Fischer. Immer weiter müssen sie rausfahren, immer weniger fangen sie. Schuld sind die Trawler, die sich im Golf von Guinea tummeln. Mit ihren Schleppnetzen plündern sie die Fischgründe und zerstören so die Lebensgrundlage der Kleinfischer.”

Foto: Fischer in Cape Coast, Ghana. © Helmut Burlager

Der ganze Beitrag auf taz.de ist hier nachzulesen: Zum Artikel

Die Fachsprache der Küstenfischer

„Von Kamerunern, Pilgrims und Tobiaswaden”: Ein neues Buch von Klaus Siewert unter Mitarbeit von Wilko Theessen

Fischersprache Carolinensiel – Um die Fachsprache der Küstenfischer geht es in einem neuen Buch, das der Sprachwissenschaftler Klaus Siewert in Zusammenarbeit mit Wilko Theesen herausgegeben hat: „Von Kamerunern, Pilgrims und Tobiaswaden. Die Fachsprache der Küstenfischer in Ostfriesland“. Am Donnerstag wird es in Carolinensiel vorgestellt. Hier weiterlesen

Der Strandkorbkönig und der Seenotretter

Am 14. Oktober um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen: Menschen am Meer

Ob am Festland oder auf der Insel, die niedersächsische Nordseeküste ist ein beliebtes Ziel für Urlauber aus ganz Deutschland. Und das soll auch so bleiben, sagen die Einheimischen. Die Mitarbeiter in den Kurverwaltungen und Gemeinden sind in der Saison jeden Tag damit beschäftigt, dass es den Gästen am Deich, Hafen oder am Strand gut geht und sie auch im nächsten Jahr wiederkommen. Denn davon leben sie hier die Menschen am Meer.

Drei Männer, drei echte Typen, drei Geschichten von der Küste: Das ist zum einen Enno König aus Neuharlingersiel. Der schwergewichtige Leiter des Bauhofes ist der „König der Strandkörbe“. Im Frühjahr hat er Hochsaison , dann kommen die Gäste und es muss alles stimmen. 550 Strandkörbe werden am Strand und im Hafen aufgestellt, Stress pur.

Im gleichen Dorf lebt Wolfgang Gruben. Er ist Hafenmeister und Seenotretter. Als Vormann des Rettungsbootes „Neuharlingersiel“ ist er ständig auf Abruf und sobald ein Notruf eingeht, ist er zur Stelle. Wolfgang Gruben kennt jedes Schiff, jeden Kapitän im kleinen Sielhafen. Sein Leben lang war er für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) tätig. Das ist seine Berufung.

Ähnlich gewissenhaft ist Rufus Handschuh von der Insel Juist. Seit fast 50 Jahren steht er jeden Tag am Hafen und wartet auf die Fähren. Denn Rufus ist der letzte freischaffende Gepäckträger der Insel. In großen goldenen Lettern prangt sein Name auf seiner Dienstmütze, doch notwendig ist das kaum. Denn jeder Insulaner und alle Stammgäste kennen ihn seit vielen Jahren. Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht, dafür macht es ihm noch viel zu viel Spaß.

Quelle: NDR

In 25 Jahren Tonnen von Münzen gesammelt

Lions Club Jever unterstützt die DGzRS mit Fremdwährungs-Aktion

Von Dietmar Bökhaus

Jever/Wilhelmshaven – Der Lions Club Jever hat die Möglichkeit, Münzen in ausländischer Währung, die von den Geschäftsbanken nicht eingetauscht werden, in Euro zu tauschen. Diese Aktion läuft seit einigen Jahren in Jever, im Wangerland und Wilhelmshaven mit großem Erfolg. An der Sammlung beteiligen sich auch die Soldaten der Deutschen Marine, die mit ihren Einheiten fast nur noch im Auslandseinsatz sind.

Unserem Fotografen stellten sich unter dem "Eisernen Kreuz" das nur die Fregatte Emden fahren darf, v.l: Hans- Joachim Katenkamp (DGzRS), der symbolisch die Spende von Udo König und Andreas Kreye übernahm. Zeuge des ganzen war der Kommandant der Emden, Fregattenkapitän Jörg- Mchael Horn. Foto: Dietmar Bökhaus

Im Jahr 2010 hat sich so eine Summe in Höhe von 1500 Euro angesammelt, die vor wenigen Tagen an Bord der Fregatte „Emden“ im Marinestützpunkt Wilhelmshaven an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergeben wurde. Udo König und Andreas Kreye vom Lions Club Jever sind sich sicher, das die Retter der DGzRS, die bei jedem Wetter
hinausfahren, um anderen in Seenot befindlichen Menschen Hilfe zu bringen, die Hilfe großzügiger Menschen an Land brauchen. Die Arbeit und das moderne Material der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger kostet Geld, und die DGzRS finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Deshalb war es für den Lions Club auch in diesem Jahr klar, dass mit den 1500 Euro die Arbeit der DGzRS unterstützt werden soll. Hans-Joachim Kattenkamp von der DGzRS nahm diese Spende dankend an und meinte: „In dieser schnelllebigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, dass sich Menschen langfristig zur Unterstützung von Hilfsorganisationen bereitfinden. In den vergangenen 25 Jahren sind bei der Sammel- und Tauschaktivität der Jeveraner einige Tonnen Fremdwährung zusammengekommen und bisher zu in einem Gesamtbetrag von 46.000 Euro eingetauscht worden.“ Dieser Betrag ist im genannten Zeitraum an die DGzRS übergeben worden.

Für den Kommandanten der „Emden“, Fregattenkapitän Jörg- Michael Horn, und seine Besatzung ist es eine Ehrensache, die harte und gefahrvolle Arbeit der Seenotretter zu unterstützen. Das gleiche gelte für die Besatzungen der  anderen Einheiten der Marine, schob der Kommandant nach.  In díesem Jahr wurde die Fregatte Emden als Übergabeschiff der Spende an die DGzRS ausgewählt, weil sie das Patenschiff der Seestadt an der Emsmündung ist. Vor genau 150 Jahren wurde hier in Emden der „Verein zur Rettung Schiffbrüchiger  in Ostfriesland“ durch Georg Breusing gegründet. Daher passe es gut, diese Bürgerspende auf der Fregatte Emden zu übergeben, sagte der Präsident des Lions Clubs, Andreas Kreye.

Mit den Seenotrettern durchs Jahr

Neuer Kalender der DGzRS:  „…wir kommen! 2012“

Friesland – Sie fahren raus, wenn andere Schiffe den schützenden Hafen anlaufen – bei Wind und Wetter. Gemeint sind die Seenotretter, deren Arbeit im neuen Kalender „…wir kommen 2012“, soeben erschienen im DSV-Verlag (Vertrieb: Delius Klasing Verlag), in 13 eindrucksvollen Aufnahmen festgehalten ist.

Der DGzRS-Kalender 2012

In enger Zusammenarbeit mit der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) ist es dem Hamburger Seefotografen Peter Neumann (YPS/ Yacht Photo Service) erneut gelungen, die vielfältigen Aufgaben im Seenotrettungsdienst im Wechsel der Jahreszeiten fotografisch zu dokumentieren. Das Spektrum reicht von der Kontrollfahrt im Eis über Detailbilder bis zum echten Einsatz für die Sport- oder Handelsschifffahrt.

Wenngleich Technik eine große Rolle spielt, steht im Mittelpunkt der DGzRS nach wie vor der Mensch. Professionelles Handeln in extremen Situationen, eine umfassende Qualifikation und eine Portion Mut sind unerlässlich, wenn es über 2000 Mal pro Jahr heißt: „wir kommen!“

Die Arbeit der DGzRS wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden finanziert. Im Verkaufspreis von Euro 19,90 (in Österreich Euro 20,50, in der Schweiz sFr 29,90) ist somit eine Spende für die Seenotretter in Höhe von Euro 2,60 pro Exemplar enthalten.

Der neue Kalender ist zu beziehen im Buchhandel oder unter der Hotline 0521-559955 beim Delius Klasing Verlag, Bielefeld (ISBN 978-3-88412-480-2).

Großbaustelle im Meer

Der Riesen-Windpark vor Borkum
Ein Radio Bremen-Film von Frank Schulte

Borkum/Bremen – Sie rammen Fundamente in 40 Metern Tiefe in den Meeresboden, sie montieren Rotoren in 80 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Sie bewegen Teile, die bis zu 500 Tonnen schwer sind. Und das alles, um den Wind einzufangen und Strom zu produzieren. Radio Bremen zeigt am Freitag, 15. Juli, von 21.15 Uhr bis 21.45 Uhr den Film “Großbaustelle im Meer – der Riesen-Windpark vor Borkum”. Ein Radio-Bremen Film von Frank Schulte.

BARD Offshore 1, Projektgebiet, Flug mit Wiking-Helicopter, 9 WEAs errichtet, 7 davon komplett. (13. September 2o1o) 

Der Windpark Bard Offshore 1 am 13. September 2010, fotografiert aus einem Hubschrauber von Wiking Helicopter Service aus Sande-Mariensiel. Foto: BARD-Gruppe

80 Windräder wollen die Techniker und Ingenieure der Firma BARD nördlich von Borkum in die Nordsee stellen. Es sind Großprojekte wie diese, die die dringend gewünschte Energiewende ermöglichen sollen. Doch der Weg von der Atomkraft hin zur alternativen Energieversorgung ist ein steiniger. Immer wieder müssen die Techniker und Ingenieure ihre Arbeiten einstellen, zu hoch sind die Wellen, zu heftig wird der Wind.

Einer mit besonders viel Verantwortung ist Kranführer Dietmar Machnitzke. Wenn die Rotoren, Fundamentrohre und Gondeln auf speziellen Pontons angeliefert werden, muss er sie an den Haken nehmen und im Takt der Wellen an die richtige Stelle manövrieren. Sein Kran steht auf der "WindLift 1", einem 50 Millionen Euro teuren Spezialschiff, das sich mit Stelzen auf dem Boden der Nordsee abstützen kann. Zwölf Stunden arbeiten die Techniker und Ingenieure jeden Tag auf der Nordsee, 14 Tage lang. Dann haben sie 14 Tage frei. Sie wohnen auf einer eigenen Plattform, mit Zwei-Bett-Zimmern, Kantine und Fitness-Raum. Es ist eine eigene Welt, mitten im Wasser.

Als das Unternehmen 2003 in Bremen mit einer Handvoll Mitarbeitern gegründet wird, lächelt die Branche über den Neuling. Mittlerweile beschäftigt BARD rund 1000 Menschen und setzt die Vision eines Mannes um, der im Hintergrund wirkt: Millionär Arngolt Bekker, ein ehemaliger Aufsichtsrat des russischen Gazprom-Konzerns.

BO1_WEA10_BARD1_032011Der erste Cluster in "BARD Offshore 1" ist am Netz. Zwölf Windkraftanlagen speisen seit Mitte Mai 2011 Strom ein. Foto: BARD-Gruppe

Die Reportage zeigt die außergewöhnliche Logistik, die notwendig ist, um mitten in der Nordsee Windräder zu installieren. Sie zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Techniker und Ingenieure zu kämpfen haben. Und sie liefert ein eindrucksvolles Bild davon, was passieren muss, damit die politischen Ziele des Ausbaus der erneuerbaren Energien erreicht werden können.

Huhn auf Dose und Schlickwurmpfanne

Das Seenotretter-Kochbuch – Autorin Silke Arends blickt in Kombüsen und Kochtöpfe

2011-06-22  Seenotretter-Kochbuch Norden – Helden wollen sie nicht sein. Aber wenn andere Schiffe Schutz im sicheren Hafen suchen, fahren sie hinaus aufs offene Meer, um Menschenleben zu retten: die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Weiterlesen: zum Artikel