Gröschler-Haus jetzt online

Das Gröschler-Haus – Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region – in Jever hat jetzt eine eigene Internet-Seite. Sie versteht sich als Informationsplattform über die Aktivitäten des Hauses, aber auch anderer zeitgeschichtlicher Anbieter der Region. Unter den Rubriken Archiv und Veranstaltungen finden sich Fotos, PDF-Dokumente, Video- und Audiodateien über die Zeitgeschichte. Zum Beispiel sind die Zeitzeugenberichte ehemaliger jüdische Bewohner Jevers, die 1984 Jever besuchten, im Audio-Archiv abrufbar oder der polnische Militärfim „Droga do Wilhelmshaven“ kann in deutscher Übersetzung angeschaut werden. Die gegenwärtig im GröschlerHaus präsentierte Ausstellung „Zur Geschichte der Juden Jevers“ kann jetzt auch im Netz studiert werden. Es handelt sich nach Angaben des Leiters der Einrichtung, Hartmut Peters, noch um eine Grundaustattung, die laufend erweitert werden soll.

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Ilse Polak – Meine drei Leben

Lesung am 12. September in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer

Ilse Polak und Anne Dieckhoff - Meine drei Leben. Buchtitel.
Ilse Polak und Anne Dieckhoff – Meine drei Leben. Buchtitel.

Leer – Die Amerikanerin Ilse Polak und die deutsche Journalistin Anne Diekhoff halten am 12. September in der ehemaligen jüdischen Schule in Leer eine Lesung und stellen ihr Buch „Meine drei Leben“ vor. Beginn um 20 Uhr, Einlass um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um Voranmeldung gebeten, da der Platz begrenzt ist. Anmeldung bei der wissenschaftlichen Leiterin Anna Flume unter anna.flume@lkleer.de.

Ilse Polak wurde 1927 in Papenburg geboren. Fast auf den Tag genau 70 Jahre, nachdem sie mit ihrer Familie ins Ghetto von Riga deportiert worden war, entschloss sie sich, ihre Geschichte zu erzählen. Bisher kannten selbst ihre Freunde nur das glückliche Ende, das „Happy Ending in Amerika“, wie sie es nennt.

Was sie im Ghetto und im Konzentrationslager ertragen musste und welche traurigen Seiten ihre Kindheit in Papenburg hatte, das hatte sie für sich behalten.

Anne Diekhoff, Journalistin bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, lernte Ilse Polak im Spätsommer 2009 kennen, als diese schon 60 Jahre in New York lebte. Anne Diekhoff hat aufgezeichnet, was Ilse Polak ihr in zahlreichen Gesprächen erzählt hat. Bericht in der NOZ

Das Buch ist im August 2013 im Fehn-Verlag J. Eissing erschienen.