Museum in Heerenveen zeigt Käthe-Kollwitz-Ausstellung

belvedere_logo.jpgDas Museum Belvedere in Heerenveen (Niederlande) zeigt bis zum 25. September eine Ausstellung mit Zeichnungen, Grafik und Bronzeskulpturen von Käthe Kollwitz. Die bemerkenswerte Schau ist am 18. Juni 2016 eröffnet worden.

Das Leben und das Werk von Käthe Kollwitz (1867 – 1945) ist durch ihr soziales Engagement und ihre biografischen Erfahrungen geprägt, den Verlust des Sohnes im 1. Weltkrieg und die Verfolgung durch die Nazis, die sie von der Berliner Akademie vertrieben. Ein wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk ist die Mutter, die vergebens versucht, ihre Kinder vor nahendem Unheil zu beschützen. Die Ausstellung „Käthe Kollwitz – Getekend Leven“ („Gezeichnetes Leben) gibt ein repräsentatives Bild von einer der wichtigsten deutschen Künstlerinnen des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dazu ist ein Katalog von Ron Manheim, Experte auf dem Gebiet der modernen deutschen Kunst, erschienen.

Möglich gemacht wurden die Ausstellung und das Buch durch die Unterstützung der Provinz Frieslandb und verschiedene Stiftungen, darunter der Prins Bernhard Cultuurfonds.

Das Museum Belvedere ist das Museum für moderne und aktuelle Kunst in Friesland, es widmet sich überwiegen der Kunst in der Provinz Friesland, den Niederlanden und Flandern. Es wurde 2009 in das niederländische Museumsregister aufgenommen. Der moderne Museumsbau ist auf besondere Weise in die friesische Weite  des Landgutes Oranjewoud und des dort neu angelegten Landschaftsparks eingebunden.

Adresse für den Navi: Oranje Nassaulaan 12, Heerenveen

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„Wad willen wij“ – Kunst zum Thema Watt

Titelblatt der Einladung zu der deutsch-niederländischen Kunstausstellung in Bad Nieuweschans.
Titelblatt der Einladung zu der deutsch-niederländischen Kunstausstellung in Bad Nieuweschans.

„Wad willen wij – meer oder weniger“ – unter diesem wortspielerischen niederländisch-deutschen Titel stellen vom 24. April bis zum 28. Juni Künstler aus Deutschland und den Niederlanden gemeinsam im Kulturzentrum „De oude Remise“ in Oudezijl bei Bad Nieuweschans (Neuschanz) nahe der holländischen Grenze bei Bunde aus. Zu den beteiligten Künstlerinnen aus den Vereinigungen BBK Ostfriesland und Waddenkunstkring aus den Niederlanden gehört auch Brigitte Schmitz aus Schortens, die ihr Atelier auf dem Gelände des TCN in Roffhausen hat. Die Künstler zeigen Arbeiten über das Wattenmeer. Es  ist die zweite Ausstellung zu dem Thema, die erste fand vor einem Jahr in der Galerie des BBK Ostfriesland in der Berufsakademie Ostfriesland BAO in Leer statt. Die Vernissage ist am kommenden Freitag um 17 Uhr. Geöffnet ist die Ausstellung dann donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.


©  Helmut Burlager 2015

Tag 337 | Toyism

Kalenderverkauf für guten Zweck

Lions-Club präsentiert „Colourful Toyism“ bei der Langen Einkaufsnacht

Jever – Mit einer aufsehenerregenden Kunstausstellung, die nur einen Abend dauerte, hat der Lions-Club Jever am 11. September in Jever die weltumspannende Künstlerbewegung der „Toyisten“ präsentiert. Die farbenfrohen und formenreichen Werke der Maler, die aus verschiedensten Ländern und Erdteilen kommen, kann sich nun jeder an die Wand hängen. Zusammen mit seinem Partnerclub in Emmen (Niederlande) hat der Lions-Club Jever einen Kalender „Colourful Toyism“ aufgelegt, der im Großformat (47 mal 33 cm) und als Tisch-Standkalender für soziale Zwecke verkauft wird.

De Stip oder Der Punkt. VonToyisten gestalteter Gasbehälter in Emmen. Foto: Toyism Studio
De Stip oder Der Punkt. VonToyisten gestalteter Gasbehälter in Emmen. Foto: Toyism Studio

Die zwölf Kalendermotive für das Jahr 2015 zeigen Gemälde von renommierten Toyisten, aber auch Fotos von deren spektakulären Open-Air-Kunstwerken, die in Holland und auf Island an öffentlichen Gebäuden angebracht wurden. Der Kunstkalender ist für 20 Euro (Tischkalender 10 Euro) erhältlich. Ein erheblicher Teil der Auflage ist bereits verkauft.

An diesem Freitag (5. Dezember, ab 18 Uhr) bieten die Lions den Kalender während der Langen Einkaufsnacht beim „Advent am Kirchplatz“ im Zelt vor dem „Friesischen Teehaus Leidenschaften“ an.

Der Lions-Club hat bereits beschlossen, dass sechs Organisationen mit je 1000 Euro aus dem Erlös des Kalenderverkaufs und des jüngsten Altstadtfestes bedacht werden. Es sind die Kunstschule Kiebitz in Jever, der Verein Kinder von Tschernobyl, der Förderverein des Schlossmuseums  Jever, die Bibliothek des Mariengymnasiums Jever, das jüdische Dokumentationszentrum Hermann-Gröschler-Haus in Jever und das Nationalparkhaus Wangerland in Minsen.

Tag 135 | Royals

Man muss ja kein Monarchist sein, um den König von Holland zu mögen. Bei mir reicht es, dass er früher mal den Spitznamen „Prins Pilsje“ trug. Schade, dass er auf seiner Norddeutschland-Reise nicht nach Jever kommt, das Bier hätte ihm bestimmt geschmeckt. Aber immerhin wird er sich in Ostfriesland umschauen. Hier das Besuchsprogramm: NiederlandeNet

Mit dem Lions-Club Jever in den Zoo Emmen

Von Andreas Kreye

Emmen
Gelbe Caps von der Verkehrswacht Jeverland als Wiedererkennungszeichen für die Kinder aus Friesland. Auf Einladung der Lions Clubs Jever und Emmen (NL) und betreut von den Freien Sozialen Diensten Friesland konnten sie einen spannenden Tag im Emmener Zoo verbringen. Foto (c): A. Kreye

Jever/Emmen (NL) – Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Lions Club Jever und den Freien Sozialen Diensten hat in der Vergangenheit schon vielen Kindern aus dem Jeverland Abwechslung vom tristen Alltag ermöglicht. Ein weiteres Kapitel der guten Zusammenarbeit wurde jetzt geschrieben. 15 Kinder aus Jever und Umgebung starteten früh morgens in der Marienstadt, um einen Tag im Zoo von Emmen zu verbringen. Die langjährige Freundschaft der Jeveraner zu dem Lions-Club in Emmen überwand alle bürokratischen Hindernisse und machte den besonderen Besuch möglich. Die Kinder merkten sehr schnell, dass sie im Ausland waren, zumal die Schilder nicht mehr zu lesen waren und die Gastgeber „so komisch“ sprachen. Durch den  Spaß an den exotischen Tieren und das gemeinsame Herumtoben auf den Spielgeräten entspann sich bald eine freundschaftliche Ebene, und die Kinder gewannen sehr schnell die Freundschaft der Holländer. Natürlich zogen die Elefanten, Nashörner, Giraffen, Löwen und Tiger die Kinder in ihren Bann. Aber auch die possierlichen Erdmännchen wurden zum Magnet.

Giraffen im Emmener Zoo. Eine von vielen Attraktionen. Foto (c): Udo König

Besonderen Spaß gab es bei der Fütterung der Paviane oder im Aquarium, als die Haie gefüttert wurden. Natürlich durfte die freie Zeit zum Herumtoben in der Spielscheune des Zoos nicht fehlen. Um der Gruppe ein einheitliches Aussehen zu geben und als Beitrag zur Sicherheit hat die Verkehrswacht Jeverland jedem Teilnehmer ein leuchtend gelbes Cap geschenkt. Erschöpft, aber rundherum zufrieden schlossen die Kinder ihre Eltern abends wieder in die Arme. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Freien Sozialen Diensten konnten die Lions Clubs Jever und Emmen den Kindern einen Erlebnistag ermöglichen, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden.

Ein paar Tage später hörten  einige Lions-Mitglieder aus Jever  in Emmen einen Vortrag des Zoo -Direktors Frankwin Beers, in dem er die Zukunftspläne des Zoos vorstellte. Der Zoo soll im Zuge der Verlegung aus dem Stadtzentrum auf das Zweieinhalbfache vergrößert werden und eine neue Zoo- und Erlebniswelt erhalten. Diese umfasst neben der Vergrößerung der Savanne und sonstigen Freigehegen Hallen mit Urwald- und Tropen-Atmosphäre, in denen man umhergehen oder auch mit den Affen in den Bäumen klettern kann. Es werden große Summen investiert und das Projekt soll in ertwa vier  Jahren realisiert sein. Das macht den Emmener Zoo für Besucher weiterhin hoch interessant. Bis dahin werden die Lions Jever sicher noch den einen oder anderen Besuch mit Kindern veranstalten.

Der Emmener Zoo

Dierenpark Emmen (nederlands)

Unternehmer und Politiker Warrie Nijenbrinks starb 63-jährig

Er machte sich um die deutsch-niederländischen Beziehungen verdient

DSC_3205 Von Helmut Burlager

Emmen/Jever – Im Alter von 63 Jahren ist plötzlich und unerwartet der Unternehmer und Politiker Warrie Nijenbrinks aus Emmen, Niederlande, gestorben. Er erlag am Donnerstag einem akuten Herzversagen.

Als Vertreter der liberalen Partei VVD (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie) saß Warrie Nijenbrinks zwölf Jahre lang – von 1991 bis 2003 –  im Parlament der niederländischen Provinz Drenthe und war zeitweise Fraktionsvorsitzender – eine hoch angesehene und einflussreiche Persönlichkeit.

Warrie Nijenbrinks war ob seiner Verdienste hoch dekoriert, Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau. In seiner Heimatstadt Emmen engagierte sich der in jüngeren Jahren aktive Handballer sehr stark für den Sport, so im Ehrenrat des FC Emmen, als Vorsitzender der Jury der jährlichen Sportlerehrung der Stadt Emmen und als Handball-Berichterstatter bei Radio Drenthe Sport. Viele Jahre war er Vorsitzender der Abteilung Nord des niederländischen Handballverbandes.

Beruflich als selbstständiger Personalberater im Bereich der “Human Resources” tätig, war er auch in allen Belangen des gemeindlichen Zusammenlebens in Emmen und weit darüber hinaus engagiert. Als aktives Mitglied im Lions Club Emmen, lange Jahre auch Vorstandsmitglied und mehrfach Präsident, kümmerte Warrie Nijenbrinks sich vor allem und sehr intensiv um die Verbindung zum deutschen Partnerclub in Jever. Wie er überhaupt exzellente Beziehungen in das Nachbarland pflegte – er sprach perfekt Deutsch, liebte deutsche Küche, trat charmant, witzig, liebenswürdig auf, scheute aber auch nicht das deutliche Wort, wenn er anderer Ansicht als seine Gesprächspartner war.

Sein plötzlicher Tod hat auch viele Freunde in Deutschland schockiert, ihr Mitgefühl gilt der Ehefrau Mieke und den Angehörigen – drei Kinder mit ihren Ehepartnern und vier Enkeln. Am Mittwoch, 14. März, gibt es eine Trauerfeier in Emmen, die Beisetzung erfolgt im Familien- und engeren Freundeskreis.

Reaktionen:

Der Parteifreund und ehemaliger Fraktionskollege Klaas Smidt würdigte den Verstorbenen als einen ganz besonderen Mann, der vor allem auch für die gute Atmosphäre in der liberalen Fraktion von Bedeutung gewesen sei.

Die Partei VVD stellte in einer ersten Reaktion auf ihrer Website fest: „Nijenbrinks war ein einflussreicher Politiker. Er galt als der Finanzspezialist der Fraktion. Aber vor allen war er bekannt als ein Zupackender, als Brückenbauer und Stimmungsmacher. Er freute sich an Geselligkeit, war immer positiv. Er stand zwölf Jahre lang  als treibende Kraft hinter der Drenther VVD. Nach dieser Zeit erfüllte er noch Funktionen im Vorstand der VVD Emmen, des Senioren-Netzwerks und im Parteirat von VVD. Die Partei verliert mit ihm einen passionierten Vertreter.“

Artikel bei Emmen.nu

Artikel bei RTV Drenthe

Bericht bei Nieuws Emmen

VVD Emmen 

 

 

 

Sächsisch-ländisch

Niedersächsisch, niederländisch – ist ja auch alles ein bisschen schwer für Leute, die da wohnen, wo es hügeliger ist als bei uns. Meldete heute doch glatt das Internetforum “Stromtarife.com” folgende News: “Das niederländische Kabinett hat am Dienstag eine internationale Ausschreibung für das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) in Wilhelmshaven und dessen Tochter DEWI Offshore & Certification Centre beschlossen. Das Institut wurde 1990 gegründet und bietet 134 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Eigenen Angaben zufolge erzielt es drei Viertel seines Umsatzes durch Dienstleistungen für die Windenergiebranche.” Alles soweit wahr, nur dass es das niedersächsische Kabinett war, das unser schönes Institut zu Knete machen möchte. Ist schon ein kleiner Unterschied. Wir haben ja auch keine niederländische Königin wie die Holländer, sondern nur einen (angel-)sächsischen Landesvater.