Pause

„Warum bloggen Sie nicht?“, fragt mich ein Follower, offensichtlich etwas besorgt. Das freut einen natürlich. Die Erklärung ist ganz harmlos und lässt sich am besten bildlich darstellen. Kurzurlaub in Murten, Kanton Freiburg, Schweiz. Leider schon wieder vorbei …

Murten

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Tag 169 | Murten

Ein schönes Bild will ich Euch nicht vorenthalten, es ist der Blick aus dem Schlafzimmer des Hauses, in dem wir demnächst wohl regelmäßiger zu Gast sein werden. Murten in der Schweiz. Da mag man doch gar nicht schlafen gehen…

Murten, Schweiz, Sonnenuntergang. Foto (c): Helmut Burlager
Murten, Schweiz, Sonnenuntergang. Foto (c): Helmut Burlager

Tag 168 | Bern

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Rückfahrt von Bern nach Jever dauert immer mindestens zehn Stunden, ob mit der Bahn oder mit dem Auto. Irgendwas ist immer… In der schweizerischen Hauptstadt kommt man den Regierenden übrigens viel näher als in Berlin, bei Hitze sogar auf Badehose…

Bundeshaus in Bern mit Wasserspielen. Foto (c): Helmut Burlager
Bundeshaus in Bern mit Wasserspielen. Foto (c): Helmut Burlager

Tag 166 | Weiter so

Das ist die Kehrseite, wenn man ein WM-Spiel der deutschen Mannschaft im Ausland verfolgt: Kein Gehupe, keine Autokorsos, keine strahlenden Gesichter. Alles genauso ruhig wie gestern Abend nach dem Sieg der Schweizer, das heißt nein, da hat man doch tatsächlich zwei hupende Autos gehört hier in Murten und – was für ein Gefühlsausbruch – eine Vuvuzela. Wie auch immer, so kann es weiter gehen, und das nächste Spiel dann zu Hause.

Tag 57 | Glückskeks

Angebot eines Bäckers in Stein am Rhein, Schweiz. Foto: Helmut Burlager
Angebot eines Bäckers in Stein am Rhein, Schweiz.
Foto: Helmut Burlager

Das Bäckerhandwerk hat’s schwer gegen die Konkurrenz der Industriebrothersteller und Backstationen in Supermärkten, bei Aldi und Lidl. Da heißt es Nischen suchen, und warum nicht eine Anleihe nehmen bei Kollegen, die schon neue Wege gehen? Mit Glückskeksen aus Hanfprodukten ließen sich bestimmt neue Kundenkreise erschließen. Und wer hat’s erfunden? Natürlich die Schweizer!

Tag 48 | Es-Zett

Dass die Schweizer meinen, ohne das „ß“ auskommen zu können, fand ich etwas sonderbar, aber es wird mir immer sympathischer. Gestern zum Beispiel, in der „Sonntagszeitung“, hieß es in einem Beitrag über ein Gesundheitsthema: „In Massen genossen kann Rotwein durchaus entspannen.“ Das kann ich so unterschreiben …

Tag 45 | Abenteuerurlaub

SchweizPlane für heute übrigens eine Fahrt in die Schweiz. Gehe aber fest davon aus, dass mich die 49,7 Prozent der Schweizer, die gegen die SVP-Initiative gestimmt haben, so freundlich aufnehmen wie in all den vergangenen Jahren.

Etwas Kluges über den lieben Gott

Habe heute in der Berner Zeitung ein bemerkenswertes Interview mit dem Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel gelesen. Der sagt: “Ich weiß, dass es keinen Gott gibt, aber ich glaube an ihn.”  “Wie geht das?”, fragt die Interviewerin Lucie Machac. Darauf Peter Bichsel: “Nun, auch wenn es einen naturwissenschaftlichen Gottesbeweis gäbe, könnte ich ja immer noch sagen: Aber ich glaube nicht an ihn. Also kann ich auch sagen, es gibt keinen, aber ich mag ihn. Ich halte Religion für etwas Diesseitiges, eine wunderbare, uralte Erfindung von Menschen, und die Bibel für ein großartiges Buch, weil sie sich dauernd widerspricht. Wenn Gott ein Teil der Natur wäre, wäre mir das zu wenig, als Erfindung ist er viel großartiger.”

Peter Bichsel ist 75, er schreibt vor allem Kurzprosa und Kolumnen. Mit den Kurzgeschichten “Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen” gelang ihm 1964 der literarische Durchbruch. Das Interview erschien in der Berner Zeitung, Ausgabe vom 24. Dezember 2011, Seite 14.