Schön und wild

Schön, wild und ausgezeichnet: Das Wattenmeer ist laut NDR das Naturwunder Deutschlands.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist Deutschlands schönste Wildnis – so das Ergebnis des diesjährigen Online-Votings der Heinz-Sielmann-Stiftung. Rund 31 Prozent von etwa 5.600 Teilnehmern stimmten für diese wunderschöne, urwüchsige Landschaft… Zum NDR-Bericht

Pause

„Warum bloggen Sie nicht?“, fragt mich ein Follower, offensichtlich etwas besorgt. Das freut einen natürlich. Die Erklärung ist ganz harmlos und lässt sich am besten bildlich darstellen. Kurzurlaub in Murten, Kanton Freiburg, Schweiz. Leider schon wieder vorbei …

Murten

Tag 320 | Unterwegs

Ein Heim auf vier Rädern. Gunther Holtorf an seinem "Otto", der zum Wohnmobil umgebaut wurde. Foto©: Helmut Burlager

Ein Heim auf vier Rädern. Gunther Holtorf an seinem „Otto“, der zum Wohnmobil umgebaut wurde.
Foto©: Helmut Burlager

Friesenblog hat ja ausführlich über den Weltenbummler Gunter Holtorf und seinen Geländewagen „Otto“ berichtet, der  praktisch alle Länder dieser Erde bereist hat, die mit dem Auto zu befahren sind. Jetzt hat „Travelbook“ ausführlich über den Rückkehrer berichtet, der nach 26 Jahren seine Weltreise abgeschlossen hat. Lesenswert: „Meine Lieblingsziele“

Tag 282 | Angekommen

Ein Heim auf vier Rädern. Gunther Holtorf an seinem "Otto", der zum Wohnmobil umgebaut wurde. Foto©: Helmut Burlager

Ein Heim auf vier Rädern. Gunther Holtorf an seinem „Otto“, der zum Wohnmobil umgebaut wurde.
Foto©: Helmut Burlager

900.000 Kilometer, 215 Länder, ein Unfall. Der Geländewagen „Otto“ ist am Ziel seiner 26-jährigen Weltreise angekommen und mit ihm sein Besitzer Gunther Holtorf, berichtet soeben der Spiegel. Ein Mann und sein Geländewagen

Mit der Fahrt durch das Brandenburger Tor in Berlin ist heute, Mittwoch, eine unglaubliche Reise zu Ende gegangen, die Holtorf und seinen Mercedes in die exotischsten Länder geführt hat, aber auch nach Jever, wo er vor gar nicht langer Zeit seinen Freund Fritz Kleinsteuber besucht hat. Der Friesenblog berichtete darüber. Mit Otto über den ganzen Globus

 

 

Tag 274 | Erdkunde

Die Lange Anna am Strand von Schillig, ein Muss für jeden Nordseeurlauber. Screenshot von RP-online.

Die Lange Anna am Strand von Schillig, ein Muss für jeden Nordseeurlauber. Screenshot von RP-online.

Nehmen wir mal an, der Kollege, der den Beitrag „Barfuß laufen, Sonne tanken und erholen in Schillig“ aus der Reihe „Das sind Deutschlands schönste Strände“ geschrieben hat, ist noch nie in Schillig gewesen. Oder er war sehr wohl in Schillig, aber der Bildredakteur nicht. Oder der weiß nicht, dass Nordseestrand aus Sand oder Schlick besteht, aber eher nicht aus rotem Buntsandstein. Wie auch immer, die nette Geschichte über den Strand von Schillig mit einem Foto von der Langen Anna auf Helgoland zu kombinieren, taugt jedenfalls gut für die Volontärausbildung in den Redaktionen, um den jungen Leuten zu erklären, was eine „Text-Bild-Schere“ ist. Und fürs Kuriositätenkabinett ist der Screenshot allemal geeignet.

Tag 244 | Ausflug

Was bedeutete noch mal „hoher Freizeitwert“? Ach ja, jetzt weiß ich’s wieder: Sonntags nach Neuharlingersiel radeln, Familie auf dem Segelboot treffen, im Sonnenschein Kaffee trinken, Kekse essen, zum Schluss am Hafen ein Matjesbrötchen  verputzen, mit Rückenwind zurückdüsen, allen Regenschauern ausweichen, nach 56 Kilometern schön verschwitzt unter die Dusche und anschließend die Beine hochlegen.

Schönen Sonntag noch…

Tag 231 | Schnitzel

Was das Essen angeht, ist Holland ja, sagen wir es mal vorsichtig: anders. Man sollte annehmen, dass die Niederländer es genau so wollen, sonst würden sie ja kochen wie wir oder wie die Franzosen oder die Schweizer. Aber irgendwie hadern sie doch mit ihrer eigenen Küche. Dem Besucher aus dem Nachbarland, den wir heute Mittag in eines der besseren Restaurants in Jever führten, gingen schon beim Studieren der Speisekarte die Augen über, und voller Freude bestellte er sich dann etwas, das er offenbar jedesmal bestellt, wenn er in ein deutsches Gasthaus geht: Schnitzel! „Gibt es die bei Euch nicht?“ „Doch“, sagt er. „Aber bei uns kann man sie nicht essen!“

Tag 217 | Schleusen

Die Schleusentreppe von Fonserranes bei Beziers, Frankreich. Foto: Helmut Burlager

Die Schleusentreppe von Fonserranes bei Beziers, Frankreich. Foto: Helmut Burlager

Wer glaubt, von Wasserbau verstünden nur wir Friesen etwas, ist noch nicht in Béziers gewiesen, wo die „9 Ecluses de Fonserannes“  den Canal du Midi von einem Hochplateau fast auf Meeresspiegelhöhe herabbringen. Ein meisterhaftes Bauwerk, das allein durch die Kraft des Wassers funktioniert. Die Schleusentreppe ist ständig in Betrieb, zurzeit in der Feriensaison passieren sie wieder täglich Hunderte von Booten der Freizeitskipper auf dem Kanal, der eine Touristenattraktion in Südfrankreich ist. Mehr bei Wikipedia

Über den Canal di Midi hat der Friesenblog hier schon einmal geschrieben.

 

Tag 215 | 1914

Hundert Jahre, verdammt lang her. Aber mein Großvater zum Beispiel war erst 15 Jahre alt, als der Erste Weltkrieg begann. Er war zu jung, um mitzukämpfen im „großen Krieg“, wie ihn die Franzosen bis heute nennen. Wenn es von seinen Kriegserlebnissen in Frankreich erzählte, dann vom Zweiten Weltkrieg, der ihn bis an den Golf von Biscaya brachte. Wenn ich heute einmal im Jahr nach Frankreich reise, erinnern mich zwei Schilder an der Autobahn immer kurz an den Schrecken dieser ersten Katastrophe, die vor hundert Jahren ihren Lauf nahm. An der Abfahrt Verdun und bei der Überquerung des Flusses Marne befällt mich jedes Mal ein Gefühl der Beklommenheit. Was für historische Orte. Erst recht in dem Jahr, in dem sich das zum hundertsten Mal jährt. Sonderbar, gerade jetzt in Frankreich zu sein. Die Zeitungen hier sind übrigens voll davon. Vom Ersten Weltkrieg. Und von der deutsch-französischen Freundschaft.

Tag 214 | Europa

Ist diese europäische Richtlinie, wonach Gastronomen keine offenen Öl- und Essigflaschen mehr auf den Tisch stellen dürfen, eigentlich jemals Gesetz geworden? In deutschen Lokalen habe ich nie darauf geachtet, aber bei Momo in St. Pierre la Mer, dem besten Pizzabäcker im Languedoc (weiter darf ich das geografisch nicht fassen, sonst ist mein Lieblingsitaliener in Jever beleidigt) gibt es zur rattenscharfen „Pizza Momo“ kein gewürztes Olivenöl mehr, jedenfalls nicht aus der Flasche, sondern jetzt nur noch aus jenen schmalen Plastiktütchen in der Art jener unsäglichen Senf-, Majo- und Ketchuptüten, die man nicht aufkriegt – und wenn doch, dann mit erheblichen Kollateralschäden für Hemd und Hose. Und was soll ich Euch sagen? Ein Teil Wäsche aus dem Urlaubskoffer müssen wir jetzt also gar nicht mehr mit nach Hause nehmen. Das spart ja auch Platz.

Und wer hat Schuld? Die EU! Hat sie doch immer!