Tag 170 | Konsequenz

England verliert 1:2 gegen Uruguay und ist so gut wie raus. Die Gemahlin hat die letzten fünf Minuten der Partie aufmerksam mit angeschaut und die Ereignisse der letzten 24 Stunden in Spanien noch gut im Gedächtnis. Ihr lakonischer Kommentar: „Nun muss die Queen abdanken!“

Tag 169 | Murten

Ein schönes Bild will ich Euch nicht vorenthalten, es ist der Blick aus dem Schlafzimmer des Hauses, in dem wir demnächst wohl regelmäßiger zu Gast sein werden. Murten in der Schweiz. Da mag man doch gar nicht schlafen gehen…

Murten, Schweiz, Sonnenuntergang. Foto (c): Helmut Burlager
Murten, Schweiz, Sonnenuntergang. Foto (c): Helmut Burlager

Tag 168 | Bern

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Rückfahrt von Bern nach Jever dauert immer mindestens zehn Stunden, ob mit der Bahn oder mit dem Auto. Irgendwas ist immer… In der schweizerischen Hauptstadt kommt man den Regierenden übrigens viel näher als in Berlin, bei Hitze sogar auf Badehose…

Bundeshaus in Bern mit Wasserspielen. Foto (c): Helmut Burlager
Bundeshaus in Bern mit Wasserspielen. Foto (c): Helmut Burlager

Tag 167| Helm auf

Nach einschlägigen eigenen Erfahrungen kann ich die Position der Deutschen Verkehrswacht nur unterstützen. Sie hat heute darauf hingewiesen, wie sinnvoll es ist beim Radfahren Helm zu tragen. Hier die Erklärung im Wortlaut:
Fahrradfahrer ohne Fahrradhelm tragen bei einem unverschuldeten Unfall kein Mitverschulden an den erlittenen Verletzungen, urteilte heute der Bundesgerichtshof (BGH). Das Urteil bedeutet keine Ablehnung eines Fahrradhelms; dieser kann im Falle eines Unfalls schwerwiegende gesundheitliche Folge mindern, betont die Deutsche Verkehrswacht (DVW).
In seinem Urteil gab der BGH einer Radfahrerin aus Schleswig-Holstein Recht, die auf dem Weg zur Arbeit bei einem Unfall mit einer Autofahrerin schwer am Kopf verletzt worden war. Obwohl das Oberlandesgericht Schleswig der Autofahrerin eine 100-prozentige Schuld am Unfall zusprach, rechnete sie der Radfahrerin eine 20-prozentige Mitschuld an den Unfallfolgen zu, da sie keinen Fahrradhelm getragen hatte; dagegen klagte die Radfahrerin. Der BGH urteilte, dass Radfahrer, die unverschuldet in einen Unfall geraten, auch ohne Schutzhelm Anspruch auf vollen Schadenersatz haben.
Das Urteil versteht die DVW nicht als Aufruf zum Verzicht auf einen Fahrradhelm; es dreht sich ausdrücklich um die Frage der Mitschuld. Bodewig: „Jeder Radfahrer ist angehalten, alles für seine Sicherheit zu tun. Ein Fahrradhelm ist hier ein wichtiger Beitrag zum eigenen Schutz, der aber, wenn es darauf ankommt, Unfallfolgen mindern und sogar Leben retten kann.“ Die DVW plädiert für das freiwillige Tragen eines Helms. Bodewig: „Kein Verständnis habe ich für die Ablehnung des Helmtragens durch selbsternannte Fahrradaktivisten.“
Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) führt die DVW seit 2011 die Aktion „Ich trag Helm“ durch, mit der sie erfolgreich für das Tragen von Fahrradhelmen wirbt. In allen Altersgruppen steigt die Helmtragequote. Nach Aussagen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) liegt sie insgesamt bei mittlerweile 15 Prozent. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Radverkehrs und den Gefährdungen, die bei einem Sturz drohen, sind alle Radfahrer aufgefordert, einen Fahrradhelm aufzusetzen.
Wenn der Kopf bei einem Fahrradunfall ungeschützt aufprallt, wirken wuchtige Kräfte: Das Gehirn stößt an die Schädeldecke, es kommt zu einer Blutung. Wenn das Gewebe anschwillt, werden Blutgefäße gequetscht, was eine Unterversorgung mit Sauerstoff zur Folge hat. Ob der gestürzte Radfahrer mit einer leichten Gehirnerschütterung davonkommt oder ob der Unfall zu einer dramatischen Bewusstseinsstörung, womöglich zu einem Wachkoma führt, kann niemand vorhersagen.
Bodewig: „Auch diese unschöne Wahrheit sollte im Rahmen dieser Diskussion genannt werden. Verkehrssicherheit ist und bleibt ein gesellschaftlich relevantes Thema, um das sich nicht nur die Politik kümmern muss. Jeder kann etwas für eine sichere Mobilität tun. Die Einsicht, einen Fahrradhelm zu tragen, ist ein Stück Sicherheit, die man sich selbst gönnt.“

Tag 166 | Weiter so

Das ist die Kehrseite, wenn man ein WM-Spiel der deutschen Mannschaft im Ausland verfolgt: Kein Gehupe, keine Autokorsos, keine strahlenden Gesichter. Alles genauso ruhig wie gestern Abend nach dem Sieg der Schweizer, das heißt nein, da hat man doch tatsächlich zwei hupende Autos gehört hier in Murten und – was für ein Gefühlsausbruch – eine Vuvuzela. Wie auch immer, so kann es weiter gehen, und das nächste Spiel dann zu Hause.

Tag 165 | #WM2014

Man sagt den Schweizern ja ein leicht unterkühltes Temperament nach, und so herrscht hier im beschaulichen Murten am Tag des ersten WM-Spiels der Nati (gesprochen: „nazi“), wie man die Elf hier unbefangen nennen darf, auch kein wirkliches WM-Fieber, sondern allenfalls leicht erhöhte Temperatur. Die rotweißen Fahnen hängen ja auch sonst in jedem dritten Vorgarten. Für Nationalstolz braucht es hier keine Weltmeisterschaft. Nun, da wir ja gefühlt längst einen Zweitwohnsitz in der Schweiz haben, werden wir uns also gleich um sechs ein Fläschli „Felsschlösschen“ aufmachen und das Spiel anschauen. Fragt sich nur noch, ob mit deutschem oder schweizerischem Kommentator…

Tag 164 | Südzentrale

Für die Frage, ob die Südzentrale, das verfallende ehemalige Kraftwerk an der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven,  noch gerettet werden kann, wird die kommende Woche eine ganz wichtige sein. Am Mittwoch, 18. Juni, stellt Frau Redies vom Büro Profund Consult das Nutzungskonzept für das historische Bauwerk zunächst dem Stadtrat und dann um 20.15 Uhr dem Verein zum Erhalt der Südzentrale vor. Die Versammlung findet im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche statt.

Tag 162 | Abseits

DSC_0196Also, ich erklär Euch das jetzt mal mit der Abseitsregel. Ein Spieler  befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler. Er befindet sich nicht in einer Abseitsstellung in seiner eigenen Spielfeldhälfte oder auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Gegenspieler oder auf gleicher Höhe mit den beiden letzten Gegenspielern. Ein Spieler wird nur dann für seine Abseitsstellung bestraft, wenn er nach Ansicht des Schiedsrichters zum Zeitpunkt, zu dem der Ball von einem Mitspieler berührt oder gespielt wird, aktiv am Spiel teilnimmt, indem er ins Spiel eingreift oder einen Gegner beeinflusst oder aus seiner Position einen Vorteil zieht. Wenn ein Spieler den Ball direkt nach einem Abstoß, Einwurf oder Eckstoß erhält, stellt das Abseits kein Vergehen dar und wird nicht mit einem indirekten Freistoß geahndet.

Da staunt Ihr, dass ich so etwas weiß, oder? Nun ja, wer mit sieben Jahren in der Knabenmannschaft des SV Frisia Brinkum angefangen hat, der weiß so etwas eben ;-))

Tag 161 | Enigma

Die heutige Nachricht ist verschlüsselt, aber diejenigen, die sie angeht, werden sie zu deuten wissen.

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