Tag 288 | Geschichte

Oldenburg„Oldenburg, ein starkes Stück Niedersachsen mit einer spannenden Geschichte“, so umriss Landschaftspräsident Thomas Kossendey den Inhalt des neuen Buches: Das Oldenburger Land ist bis heute eine feste Größe, wenn es um die regionale Identität der Oldenburgerinnen und Oldenburger geht. Fester Bestandteil und Grundlage der oldenburgischen Identität ist die oldenburgische Geschichte. Die jetzt erschienene „Geschichte des Oldenburger Landes“ versteht sich als leicht lesbare und gut verständliche Darstellung des jüngeren Abschnitts der oldenburgischen Landesgeschichte sowie verschiedener wichtiger oldenburgischer Institutionen.

„Es war uns ein Anliegen, dass das Buch zwar auf wissenschaftlichen Grundlagen fußt, gleichzeitig aber verständlich bleibt. Wir wollen eine breite Leserschaft damit erreichen und ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird“, erläutert Kossendey die Intention des Bandes.

Die Zeit seit 1773/74, also die Zeit des Herzogtums, des Großherzogtums und des Freistaates Oldenburg, der 1946 im Land Niedersachsen aufgegangen ist, waren prägende Jahre für das Oldenburger Land. Diesem Zeitraum ist die „Geschichte des Oldenburger Landes“ gewidmet.

Die sieben Autoren beleuchten dabei ganz unterschiedliche Aspekte: Jörgen Welp umreißt „Die territoriale Entwicklung des Oldenburger Landes“ von der Grafenzeit an bis ins 20. Jahrhundert. Andreas Lombard behandelt „Haus und Land. Das Herzogtum und Großherzogtum Oldenburg von 1773 bis 1918“ und damit die Zeit, in der das Haus Holstein-Gottorp Oldenburg regierte. Huno Herzog von Oldenburg stellt „Die russische Nebenlinie des Hauses Oldenburg und weitere Mitglieder Angehörigen des Hauses in russischen Diensten“ vor, wobei die engen Beziehungen der Oldenburger zu Russland deutlich werden. Albrecht Eckhardt stellt unter dem Titel „Vom Großherzogtum zum niedersächsischen Verwaltungsbezirk. Das Land Oldenburg 1918-1946“ die Geschichte des Freistaats Oldenburg dar. Burkhard Beyer schreibt zum Thema „Ganz ohne Eile. Die Eisenbahnen des Großherzogtum Oldenburg“ und widmet sich damit einem Stück oldenburgischer Verkehrsgeschichte. Der Beitrag von Peter Betthausen heißt „Der Oldenburger Klassizismus. Ein kaum bekanntes Kapitel deutscher Architekturgeschichte“ und befasst sich damit mit einem bedeutenden Gesichtspunkt oldenburgischer Kulturgeschichte. Thomas Hellmold schließlich schreibt über „Was vom Großherzogtum Oldenburg übrigblieb. Banken, Versicherungen und Wirtschaftskammern“. Hier stellt er Wirtschaftsunternehmen vor, deren Wurzeln weit in die oldenburgische Geschichte zurückreichen.

Der Band ist hochwertig ausgestattet. Unter den Abbildungen finden sich auch bislang unveröffentlichte Staatsporträts Oldenburger Herzöge und Großherzöge.

Die Drucklegung haben private Spender anlässlich des 75. Geburtstages von Landschafts-Ehrenpräsident Horst-Günter Lucke, von dem auch die Anregung zu diesem Buch kam, sowie die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg, die Landessparkasse zu Oldenburg, die Öffentlichen Versicherungen Oldenburg und die Oldenburgische Landesbank dankenswerterweise unterstützt. Die Unterstützung kam damit von Oldenburgern für Oldenburger.

Geschichte des Oldenburger Landes. Herzogtum, Großherzogtum, Freistaat. Herausgegeben von Jörg Michael Henneberg und Horst-Günter Lucke im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft, 290 S., zahlreiche Abbildungen, Hardcover, Aschendorff Verlag, Münster 2014, ISBN 978-3-402-12942-5, Preis: 24,80 €.

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