Tag 344 | Missgeschick

„Können Sie einen Krankenwagen schicken? Mir ist ein kleines Malheur passiert.“ Dies waren die ersten Sätze, die eine 47-Jährige aus Norden gegenüber der Rettungsleitstelle äußerte, nachdem sie am Abend des 25. Juni den Notruf gewählt hatte. (…) Mit einem Messerstich in die Brust hatte die Frau ihren 45-jährigen Lebensgefährten tödlich verletzt.
(Prozessbericht im Anzeiger für Harlingerland, heutige Ausgabe.)

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Tag 343 | Heimat

AsylEin Altenheim, das zum Asylbewerberheim wurde. Geisenhausen in Niederbayern ist einer von vielen Orten, die sich mit ihren neuen Bewohnern verändern. Die taz präsentiert ab Freitag in Zusammenarbeit mit dem Münchener Journalistenkollektiv „Butterland“ eine Multimediareportage über das Zusammenleben von Alt- und Neubürgern in der Gemeinde. „Warten auf Heimat“ – die Vorschau macht neugierig.

Zum taz-Beitrag

Tag 341 | Fabiola

Der Tod von Königin Fabiola weckt Jugenderinnerungen. „Möchtest du heute Mittag mit zu uns kommen, es gibt was gaaanz Leckeres“, lockte ein Schulfreund auf dem Heimweg. Warum nicht? Zu Hause würde es eh wieder nur Gemüse aus dem Garten geben. „Was gibt es denn?“, fragte ich vorsichtig. „Nudeln mit Soße, aus der Dose. Hat meine Mama gekauft. So was Ausländisches. Ist nach der Königin von Belgien benannt.“ „Und wie heißt das?“, hakte ich nach. Mein Freund, weiterhin ganz weltmännisch: „Ravioli!“

Tag 339 | Lange her

Die Kollegin, die an einem Thema recherchiert, erinnert sich daran, dass sie doch schon mal darüber geschrieben hat. Irgendwann findet sie den Artikel auch wieder. Gut, wenn man so ein starkes Gedächtnis hat. „Oh Gott, ist das nicht schrecklich?“, sagt sie plötzlich und erbleicht beim Anblick des Archivbeitrags. „Was denn?“, fragt der Kollege alarmiert. Darauf sie: „Den habe ich vor 30 Jahren geschrieben!“

Tag 333 | Mellum

21_Mellum_Umschlag_1.inddAm Rande des Weser-Elbe-Dreiecks liegt eine Insel, die den Vögeln gehört: Mellum. Neben den rund 40 Vogelarten, die hier leben, brüten oder für den Zug gen Süden ihre Kräfte sammeln, gibt es auf dem kleinen, unberührten Eiland nur einige Seehunde, Spitzmäuse und zeitweise ein paar Ornithologen. Seit 1921 steht die Insel unter besonderem Schutz. Betreten werden darf sie nur von Wissenschaftlern und im Rahmen seltener Exkursionen.

Es ist ein einsames Leben, das die Forscher hier führen. Aber die Vielfalt der Fauna und die Möglichkeit, die Entwicklung einer Insel zu erleben, die ganz den Kräften der Gezeiten überlassen ist, locken alljährlich neue Gesichter und alte Bekannte nach Mellum.
Eines dieser neuen Gesichter war im Juni 2013 Christoph Heilscher. Der Journalist und Naturliebhaber hat mehrere Wochen in der Vogelwarte Mellum verbracht und seine Erlebnisse auf der Insel in eindrucksvollen Bildern und stimmungsvollen Texten festgehalten. Entstanden ist eine lebendige Lese-Reise zur einsamen Insel „nebenan“.
Christoph Heilscher wurde 1958 geboren und leitet die Lokalredaktion der Kreiszeitung Wesermarsch in Nordenham. Außerdem ist er Autor diverser Bücher und verschiedener Beiträge zur Region zwischen Weser und Jade. Für Christoph Heilscher ist der Gesang der Feldlerche ein Stück Lebensqualität, der Lärm der großen Vogelkolonien auf Mellum Musik in seinen Ohren.
Christoph Heilscher: Mellum. Die einsame Insel nebenan. Carl Schünemann Verlag 2014, 128 farbige Seiten, Klappenbroschur, 12,90 Euro, ISBN 978-3-944552-21-7

Tag 330 | Berufung

Screenshot 2014-11-26 07.55.57Der Beruf des Tages, den ZEIT ONLINE heute vorstellt, klingt für einen Ostfriesen ja eher nach Berufung: Teetester!

Schlürfen, ausspucken, schlürfen

Tag 329 | Pommes Majo

In der Hochschule für angewandtes Leben gibt es in der Kantine kein Gemüse und keinen Salat, sondern: Schnitzel mit Pommes! Sehr sympathisch.

Jasper von Altenbockum in der FAZ

Tag 327 | Totensonntag

Heinz Hinichs (Foto: Sigrid Kasdorf)
Heinz Hinrichs (Foto: Sigrid Kasdorf)

Das ist, was Heike Pohl zu meinem Blogeintrag von gestern (Respekt) geschrieben hat:

„Das war eben ein merkwürdiger Moment. Als ich den Post sah, dachte ich: Den Mann kennst du. So nachhaltig kann sich ein Gesicht einprägen, zu dem man „lediglich“ eine kleine Geschichte kennt. Das Buch ist einfach schön und hat einen Ehrenplatz bei mir, auch in den Gedanken. Damit habt ihr für ein bisschen Unsterblichkeit gesorgt. Das wussten sicher auch die beiden alten Menschen.“

Und Debora Dgh schrieb:

„Eine schöne Serie mit so vielen interessanten Menschen. Gut, dass die mittlerweile Verstorbenen so noch vielen Menschen in Erinnerung bleiben!“