Im Grundriss gleichen heutige Zeitungen noch immer den Irrenanstalten des 19. Jahrhunderts. (Constantin Seibt im Tagesanzeiger) Zitate
Kategorie: Medien
Tag 296 | Monica
Tag 285 | Festgenommen
Es ist ja nicht nur, dass die Türkei sich ganz offensichtlich weigert, den Kurden in Kobane zur Hilfe zu kommen. Sie fährt auch innenpolitisch einen harten Kurs gegen die Kurden. Heute sind drei Fotografen festgenommen worden, die aus Dyarbakir berichten wollten. Björn Kietzmann hat auf Twitter von seiner Festnahme berichtet. Mehr bei Spiegel online
Tag 275 | Prognose
„Der Kuchen wird kleiner. Irgendwann wird die gedruckte Tageszeitung vielleicht nur noch einmal wöchentlich erscheinen, irgendwann dann vielleicht gar nicht mehr auf Papier. Umso wichtiger, dass Leserinnen und Leser bis dahin gelernt haben, zu den starken Medienmarken zu greifen – und für unabhängigen Qualitätsjournalismus auch zu bezahlen.“ Sagt Medienwissenschaftler Günther Rager. Interessanter Beitrag hier auf Newsroom.de
Tag 271 | Jauch(e)
Nun gießen sie kübelvoll Jauche über Günther Jauch aus, weil ihm die Sendung am Sonntagabend mit dem Imam Abdul Adhim Kamouss so aus dem Ruder gelaufen ist. Und ich kann da überhaupt nicht mitreden, denn ich fand die Sendung von den ersten Minuten an so Sch……, dass ich einfach abgeschaltet habe. Pech gehabt, sonst dürfte ich auch lästern.
Tag 267 | Talken
Hab mich immer gefragt, warum in Talkshows immer dieselben Nasen herumsitzen. Der Tagesspiegel hat die Antwort: Wie kommt man eigentlich in eine Polit-Talkshow?
Tag 266 | Egotrip
Ausbeutung und immer schlechtere Arbeitsbedingungen kompensieren Journalisten heutzutage, indem sie ihre Eitelkeit befriedigen. Durch immer mehr Ich-Geschichten. Sagt Michael Sontheimer in der taz. Interessanter Artikel:
Tag 264 | Übergeben
Mich persönlich befremdet ja immer, wenn Marietta Slomka an „Heinz“ übergibt. Und der dann die Nachrichten vorliest. Insofern spricht mir der Beitrag von Hans Hoff im Medienmagazin DWDL aus der Seele. Ich übergebe mich- vom Unsinn der Schalten
Tag 262 | Abschied
Aufhören zu können, wenn es nicht mehr geht, das ist nicht jedem vergönnt. Nicht nur, aber gerade auch Journalisten laufen Gefahr, ein beachtliches Lebenswerk am Ende ins Lächerliche zu verlängern, weil sie nicht sehen, dass sie der Aufgabe mental wie manchmal auch physisch nicht mehr gewachsen sind. Bitter, wenn einer dann am Ende alles verliert, das Selbstwertgefühl ebenso die Hochachtung der anderen, und sich selbst zur tragischen Figur macht. Es gibt aber auch die anderen, die erkennen, dass alles seine Zeit hat (was man für sich selbst später dann auch erhofft). So einer ist der große Feuilletonist Fritz J. Raddatz, der soeben seinen Abschied vom Journalismus erklärt hat. Respekt für einen Großen unserer Zunft. Die Welt | Kultur
Tag 256 | Medien

Veränderung an der Spitze der Emder Zeitung: Der 46 Jahre alte Stefan Bergmann tritt zum 1. November in die Chefredaktion des Blattes ein. Er ist seit 2006 Chefredakteur der Münsterschen Zeitung, die jüngst an den örtlichen Konkurrenten Westfälische Nachrichten verkauft worden ist.
Stefan Bergmann übernimmt in Emden eine von der Größe her vergleichbare Zeitung. Die Münstersche Zeitung hat eine Auflage von 19.500 Exemplaren, die Emder Zeitung verkauft etwas mehr als 10.000 Exemplare. Sie gehört zu den wenigen Zeitungen dieser Größenordnung, die mit einer Vollredaktion arbeiten.
Seit Anfang der Achtzigerjahre produziert die Redaktion den überregionalen Teil wieder selbst, nachdem das Blatt bis dahin einen Mantel eingekauft hatte. Dies und ein aufsehenerregender Relaunch, der die EZ bis heute zu einem Exoten unter den Lokalzeitungen macht, war unter anderem das Werk des amtierenden Chefredakteurs Klaus Fackert (61).

Der war 1981 mit dem neuen Chefredakteur Herbert Kolbe nach Emden gekommen, hatte mit ihm zusammen die Zeitung umgekrempelt und in der Branche neue Maßstäbe gesetzt. 2006 übernahm Fackert die Chefredaktion. Seine Kolumne „Die Woche ist um“ war so erfolgreich, dass Fackert zum 25-jährigen Jubiläum ein Buch aus den besten Beiträgen machte. Nachdem er seit Monaten aus familiären Gründen sein Amt nicht mehr ausüben kann, wird die Chefredaktion nun um Stefan Bergmann erweitert.

