Ostfriesischer Kurier in Norden erscheint seit 150 Jahren

Der Ostfriesische Kurier in Norden feiert am 1. Juli sein 150-jähriges Bestehen. Die Zeitung erschien unter den Gründungsherausgeber Dietrich Gerhard Soltau am 1. Juli 1867 mit der ersten Ausgabe. Das Mutterunternehmen Soltau – heute SKN Druck und Verlag GmbH & CoKG – bestand schon als Buchdruckerei seit 1861 in Norden am Neuen Weg. 1868 folgte dann die erste Herausgabe der Norderneyer Badezeitung.

Der Ostfriesische Kurier war und ist seit 150 Jahren das wichtigste Produkt des Unternehmens. Im Norderland erreichen der Kurier und seine Schwesterzeitung auf Norderney mit einer verkauften Auflage von 13.000 Exemplaren einen Marktanteil von über 90 Prozent. Im Verlag SKN erscheint auch das Ostfriesland Magazin, weiter gibt es rund 100 verfügbare Buchtitel des SKN-Ostfriesland Verlages.

Die Geschichte des Ostfriesischen Kurier ist Zeitgeschichte der letzten 150 Jahre. Für die gesamte Ära liegen heute noch die Zeitungsbände vor, trotz zweier Weltkriege, Inflationszeit und langem Wiederaufbau. Bis heute sind in den 150 Jahren nur fünf Generationen der Unternehmerfamilie tätig gewesen. Die Zeiten waren wirtschaftlich nicht immer einfach.

Heute erscheint der Ostfriesische Kurier nicht nur als Printausgabe, sondern auch als E-Paper sowohl über die Homepage, als auch über eine mobile App für das Handy. Der Kurier verfügt beim Mutterunternehme SKN als einzige ostfriesische Zeitung noch über eine zwei sehr moderne Druckereien in Emden und Norden. Alle anderen ostfriesischen Zeitungen werden nicht mehr in Ostfriesland gedruckt. Auch das Ostfriesland Magazin wird bei SKN in Ostfriesland gedruckt.

Der Ostfriesische Kurier setzt auf seine lokale Kompetenz als Medium  des Norderlandes. 59 Mitarbeiter in Redaktionen, Anzeigen- und Vertriebsabteilung bringen sechs Ausgaben pro Woche heraus.

Wilhelmshaven: Vortragsreihe „Medien und Gesellschaft“

DSC_0133Das Institut für Medienwirtschaft und Journalismus (InMWJ) an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven veranstaltet im Sommersemester 2017 wieder eine Vortragsreihe, diesmal mit dem Titel „Medien und Gesellschaft: Von Wechselwirkungen und Nebenwirkungen“. Dabei sprechen Referenten aus der Medienwirtschaft und -wissenschaft über medienrelevante Themen der Gegenwartsgesellschaft. Zu den Vorträgen mit anschließenden Diskussionen lädt das InMWJ alle Interessierten herzlich ein:

 

Donnerstag, 6. April 2017, 16 Uhr, Raum H303 (Hauptgebäude)

Eberhard von Elterlein: „Vom Medienangestellten zur Marke – Wie sich der Beruf des Journalisten verändert hat“

Wirtschaftlicher Druck auf die Zeitungshäuser (Synergie), Konkurrenzmedien (Online) und neue Verbreitungsmöglichkeiten von Nachrichten (soziale Netzwerke) haben neue Anforderungen an den Beruf gestellt. Eberhard von Elterlein liefert in seinem Vortrag einen Erfahrungsbericht über das sich wandelnde Berufsbild des Journalisten. Eberhard von Elterlein war unter anderem Ressortleiter der Berlin-Redaktion „Die Welt“ und der Reiseredaktion Berliner Morgenpost. Heute ist er verantwortlicher Sportredakteur bei der Berliner Morgenpost Kompakt.

Donnerstag, 27. April 2017, 16 Uhr, Raum H303 (Hauptgebäude)

Michael Wegener: „Ente oder Aufmacher? Von der Kunst des Verifizierens.“

YouTube, Twitter, Facebook – immer mehr Redaktionen greifen auf Inhalte aus den sozialen Medien zurück. Doch die Videos und Fotos zeigen oft nicht das, was sie versprechen. Seit 2011 überprüft ARD-aktuell („Tagesschau“, „Tagesthemen“) diese Quellen auf ihren Wahrheits- und Echtheitsgehalt. Michael Wegener spricht über die Kunst des Verifizierens und nennt Tools und Workflows, die für eine Verifikation hilfreich sind. Michael Wegener leitet das Content Center von ARD-aktuell („Tagesschau“, „Tagesthemen“), das für die Recherche von Bewegtbildern aus unterschiedlichen Quellen und deren Verifikation verantwortlich ist. Bis 2005 war Wegener Chef vom Dienst des europäischen Nachrichtenbilder-Austausches der Eurovision in Genf und New York.

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16 Uhr, Raum H303 (Hauptgebäude)

Nadine Jurrat: „Medien in Krisengebieten stärken – wozu?“

Journalisten spielen besonders dort eine Schlüsselrolle, wo verlässliche Informationen den Unterschied zwischen Wohlstand und Armut, Leben und Tod machen. Doch sind Medien prinzipiell fördernd in Krisengebieten, beim demokratischen Wiederaufbau und nach Naturkatastrophen oder verschärfen sie die Situation? Mit dieser Fragestellung setzt sich Nadine Jurrat in ihrem Vortrag auseinander. Nadine Jurrat ist Beraterin für internationale Medienentwicklung. Nach ihrem Studium an der University of London arbeitete sie bei UNDP und dem Rory Peck Trust. Seit 2010 kooperiert sie mit Organisationen wie der Deutschen Welle Akademie. Ihre Arbeit hat sie in unterschiedlichste Konfliktgebiete wie Kirgisistan, Mexiko und Kolumbien gebracht.

Nettes Interview mit Jennifer Bullert von Radio Jade

Radio jade.png87,8 Sekunden mit…  Ein schönes kleines Sendeformat von Radio Jade. Jüngst hat Volontärin Jennifer Bullert mich dafür interviewt.

87,8 Sekunden

Tag 358 | Vor dem Fest

DSC_0130Die Heiligabendausgabe ist so gut wie fertig. Vierzehn Lokalseiten. Die produziert man heute in einer Tageszeitungsredaktion für jede normale Samstagsausgabe. Was früher bei unserem kleinen Blättchen, dem Jeverschen Wochenblatt, schon wegen ihres besonderen Umfangs eine „Heiligabendausgabe“ war, das kriegen die Leserinnen und Leser inzwischen jede Woche sonnabends geliefert. Und an normalen Werktagen auch nicht viel weniger. Die Zeiten sind eben schwieriger, die Leser anspruchsvoller, die Konkurrenz ist härter geworden.

Mehr als 14 Lokalseiten lassen sich auch am 24. Dezember beim besten Willen nicht machen, das gibt die Rotation gar nicht her, und die Anzeigenabteilung auch nicht.

Und doch ist es Jahr für Jahr wieder etwas Besonderes, an der Heiligabendausgabe zu arbeiten. Denn die Redaktion und die Autoren geben sich ganz von selbst besondere Mühe, ein „dickes Lesepaket für Weihnachten“ zu liefern, wie es ein Kollege hier im Hause immer etwas blumig formuliert.

So gibt es auch morgen wieder schöne Lesegeschichten über Menschen, die Besonderes leisten oder geleistet haben oder die auf bemerkenswerte Lebensgeschichten zurückblicken können. Von einer Frau, die am MS erkrankt ist, von einem älteren Herrn, der sich die schlohweißen Haare wachsen ließ und jetzt auf Mittelalter-Festen als „Gandalf, der Zauberer“ auftritt, von einem Museumsleiter, der sich eigentlich nicht gerne mit Vergangenheit, sondern lieber mit Zukunft beschäftigt. Lauter lesenswerte Sachen. Ich freu mich selbst schon auf die Ausgabe. Obwohl ich das meiste schon Korrektur gelesen habe. Euch allen jedenfalls eine vergnügliche Zeitungslektüre, egal welche Zeitung Ihr morgen früh vor Euch liegen habt. Und dann ein frohes Weihnachtsfest!

Tag 350 | Presserat

Man liest ja immer nur von denen, die vom Deutschen Presserat gerügt worden sind, weil sie mehr oder weniger grob gegen den Pressekodex oder die Richtlinien des Presserates verstoßen haben. Von den vielen Beschwerden, die bei diesem Selbstkontrollorgan der deutschen Presse eingereicht und als unbegründet abgewiesen werden, liest man nichts. Im Jahr 2013 erwiesen sich von 1347 Beschwerden an den Deutschen Presserat am Ende 226 als begründet.

Uns hat’s kürzlich dann auch erwischt, dass jemand meinte, unsere Redaktion vor den Presserat zerren zu müssen, weil ihm der Umgang mit einem Leserbrief und eine Veröffentlichung nicht passten. Etwas mulmig ist einem schon, wenn so etwas passiert. Umso schöner, wenn das mit Fachleuten besetzte Gremium dann entscheidet: An dem beanstandeten Bericht war nichts auszusetzen. Ein gutes Gefühl. Und in Zukunft wird man trotzdem noch sorgfältiger arbeiten…

Pressekodex     Deutscher Presserat

Tag 336 | Vertrauen

Tja. Das hilft uns nun auch nicht wirklich:

Studie: Jugendliche vertrauen Tageszeitungen am meisten – lesen sie aber trotzdem nicht

Tag 317 | Medienkrise

„Für ihr Krisenmanagement hätte sich die Branche die eine oder andere kritische Schlagzeile und Kommentierung sicherlich verdient. Wenn wir als Bundesregierung agieren würden wie so manches Verlagshaus, könnten wir uns jedenfalls auf einiges gefasst machen. Ein Verlag stößt Zeitungen ab, die eigentlich profitabel sind, der andere kauft wahllos dazu, wohl in der Hoffnung, ihm werde schon noch was Kluges dazu einfallen. Die eine Zeitung stärkt das Lokale, um Leser zu binden, die andere schließt Redaktionen in der Fläche, um Kosten zu sparen. Andere haben anscheinend den Kampf um die besten Lösungen vorübergehend eingestellt und konzentrieren ihre Kräfte auf interne Machtkämpfe und die Sicherung von persönlichen Pfründen. Chefredakteure werden fast so häufig gefeuert wie Trainer in der Bundesliga, wenn der Abstieg droht.“

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat am vergangenen Freitag eine spannende Rede bei der Verleihung der „Lead Award“-Pressepreise gehalten. Die F.A.Z. hat sie in ihrem Feuilleton auszugsweise dokumentiert: Voll auf die Presse