Über der Nordsee

Sendung: Sonntag, 17. Januar 2016, 18.00 bis 18.45 Uhr im NDR Fernsehen

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Flug über dem Nationalpark Wattenmeer. Foto: Helmut Burlager

Atemberaubende Bilder, echte Typen und packende Einsätze – dieser Nordseereport zeigt den spannenden Luftraum über der Nordsee. Moderatorin Antje Wöhnke besucht den Offshore-Flugplatz in Emden, von wo aus sie mit dem Helikopter zum ersten kommerziellen Windpark in der Nordsee aufbricht.

Zurück in Emden ist sie dabei, wenn Arbeiter auf dem eigens dafür gebauten Trainingsgelände das Abseilen auf die schmale Plattform eines Windrades üben und zeigt, welche aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um sicher über die Nordsee fliegen zu können.

Die Reporterinnen und Reporter des Nordseereports begleiten darüber hinaus Niedersachsens einzige Kunstfluglehrerin, die über der Nordsee den Flugschülern Pirouetten beibringt, fliegen mit einem Seehundzähler die Sandbänke ab, zeigen die Bedeutung Helgolands für den Vogelzug über der Nordsee und sind dabei, wenn trotz Windstärke acht die Lotsen per Helikopter auf die Schiffe gebracht werden müssen

„Nordseereport: Über dem Meer“ ist zu sehen am kommenden Sonntag, 17. Januar, um 18.00 Uhr im NDR Fernsehen.

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Tag 274 | Erdkunde

Die Lange Anna am Strand von Schillig, ein Muss für jeden Nordseeurlauber. Screenshot von RP-online.
Die Lange Anna am Strand von Schillig, ein Muss für jeden Nordseeurlauber. Screenshot von RP-online.

Nehmen wir mal an, der Kollege, der den Beitrag „Barfuß laufen, Sonne tanken und erholen in Schillig“ aus der Reihe „Das sind Deutschlands schönste Strände“ geschrieben hat, ist noch nie in Schillig gewesen. Oder er war sehr wohl in Schillig, aber der Bildredakteur nicht. Oder der weiß nicht, dass Nordseestrand aus Sand oder Schlick besteht, aber eher nicht aus rotem Buntsandstein. Wie auch immer, die nette Geschichte über den Strand von Schillig mit einem Foto von der Langen Anna auf Helgoland zu kombinieren, taugt jedenfalls gut für die Volontärausbildung in den Redaktionen, um den jungen Leuten zu erklären, was eine „Text-Bild-Schere“ ist. Und fürs Kuriositätenkabinett ist der Screenshot allemal geeignet.

Mit MS „Rudolf“ fing alles an

60 Jahre Reederei Cassen Eils: Fährverkehr nach Helgoland

Cuxhaven – Vor 60 Jahren nahm der Schraubendampfer „Rudolf“ seinen Linienfahrplan von Cuxhaven nach Helgoland auf – damals ein großes Ereignis.

Der Schraubendampfer „MS Rudolf“ begründete die Helgolandlinie der Reederei Cassen Eils.

Die Geschichte der Reederei ist von Beginn an eng mit der Entwicklung der Insel Helgoland verknüpft. Nach deren Wiederfreigabe an Deutschland im März 1952 begann Kapitän Cassen Eils zunächst mit der Inselversorgung und legte den Grundstein für das heutige Unternehmen. Der Tourismus auf die Hochseeinsel kam recht schnell in Gang, die Flotte der Reederei wurde nach und nach erweitert. Schiffe wie z.B. die „Seute Deern“ erlangten unter Helgolandfahrern einen nahezu legendären Ruf.

Nachdem der Reederkapitän Cassen Eils verstorben war, wurde die Reederei Cassen Eils Mitte 2010 an die Firmengruppe AG „EMS“ übereignet. Die Reederei AG „EMS“ geht ihrerseits auf das Jahr 1843 zurück und betreibt u.a. den Schiffsliniendienst zur Insel Borkum. Bereits seit 1926 werden Ausflugsfahrten nach Helgoland angeboten, darunter seit 1989 Fahrten mit MS „Nordlicht“, dem ersten deutschen High-Speed-Katamaran.

Drei von vier Schiffen der Eils-Flotte: Heute sind MS „Atlantis“, MS „Funny Girl“, MS „Fair Lady“ und MS „Helgoland“ von Cuxhaven, Büsum, Bremerhaven und Wilhelmshaven zur Hochseeinsel unterwegs.

Geschäftsführer Peter Eesmann freut sich über das Firmenjubiläum: „Ich freue mich, dieses Jubiläum der Reederei Cassen Eils mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Land und auf See feiern zu dürfen. Auch wenn die letzten Jahre von sehr viel Unruhe im Helgoland-Verkehr geprägt waren, die Reederei Cassen Eils stand stets wie der Fels in der Brandung und sicherte das ganze Jahr die Anbindung der Insel. Als Inselversorger im Winter haben wir unter Beweis gestellt, dass man auf uns zählen kann.“ Die Reederei Cassen Eils hat heute Gäste an die Alte Liebe in Cuxhaven eingeladen, um in maritimer Atmosphäre auf das Firmenjubiläum anzustoßen und deutlich zu machen, dass sie auch weiterhin für Helgoland einsteht.

Heute sind MS „Atlantis“, MS „Funny Girl“, MS „Fair Lady“ und MS „Helgoland“ von Cuxhaven, Büsum, Bremerhaven und Wilhelmshaven zur Hochseeinsel unterwegs. Helgoland ist aufgrund des Fahrplanangebots von Cassen Eils das ganze Jahr über auf dem Seeweg erreichbar.

Zusätzlich verbindet MS „Flipper“ die in der Elbmündung liegende Insel Neuwerk mit Cuxhaven und unternimmt verschiedene Ausflugsfahrten z.B. in den Nord-Ostsee-Kanal oder zu den Seehundsbänken.

www.ag-ems.de

Helgoland: Gottesdienst im Aquarium

Helgoland – In ungewöhnlicher Gottesdienst findet am Pfingstmontag um 10 Uhr auf Helgoland statt. Kulisse für den Open Air-Pfingstgottesdienst ist das Aquarium der Biologischen Anstalt Helgoland in der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft.

Europäischer Stör

Einer der letzten seiner Art – der Stör im Aquarium der BAH.
Foto: E. Hensel, Alfred-Wegener-Institut

Den Ort haben die evangelischen Inselpastoren Utta und Mathias Dittmar bewusst gewählt, passt er doch perfekt zu ihrem Thema „Schöpfung bewahren“. Im Anschluss können die Teilnehmer bei einem Blick hinter die Kulissen die Lebewesen der Nordsee kennen lernen und erfahren, wie das Aquarium weiterentwickelt werden soll.
In den letzten 40 Jahren ist die Wassertemperatur bei Helgoland um 1,7 °C angestiegen. Die Tiere und Pflanzen der Nordsee müssen sich an diesen Klimawandel anpassen. Welche Lebewesen dies betrifft, können die Besucher des Aquariums Helgoland erfahren. In dieser Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier lebt beispielsweise einer der letzten europäischen Störe, der in seinem Becken ganz nah an die Menschen heran schwimmt: Edel – anmutig – aussterbend. Andere Tiere fühlen sich erst durch die steigenden Temperaturen bei Helgoland wohl. Zu diesen Neuankömmlingen in der Nordsee gehört zum Beispiel das Seepferdchen. Erst seit kurzem gibt es diese Art im Aquarium zu bestaunen, bei der das Männchen den Nachwuchs in einem Brutbeutel aufzieht.
„Dieses Kleinod-Aquarium soll nun für die Kinder der Zukunft fit gemacht werden“, so Prof. Dr. Karen Wiltshire, Direktorin der Biologischen Anstalt Helgoland. Das Aquarium soll in ein „Bluehouse“ umgewandelt werden, in dem die Besucher selbst zum Meeresforscher werden. Gäste können dann die Nordsee, ein Meer im Klimawandel, forschend erkunden und sich dabei von aktuellen wissenschaftlichen Fragen leiten lassen. Schon heute besuchen etwa zehn Prozent der Helgolandgäste das Aquarium.
Dass sich auch die kommende Generation für den Erhalt eines intakten Ökosystems Nordsee einsetzt, zeigt das Engagement der fünften und sechsten Klassen der Helgoländer James-Krüss-Schule. Sie gestalten den Gottesdienst ebenso mit wie die Notenschlüsselchen (Kinderchor Helgoland) und Posaunenchöre aus Kiel und Helgoland. Sie freuen sich gemeinsam mit den Inselpastoren Utta und Mathias Dittmar auf viele Teilnehmer am Open Air-Gottesdienst. Sollte der „Wettergott“ nicht mitspielen, findet die Veranstaltung im Aquarium statt. (Erstellt am 11.6.2011, Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts)

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 17 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.