Schon sieben Banken gegründet

Großzügige Spende an Opportunity International

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Rüdiger Möllenberg, Botschafter von Opportunity International und einer der Mitbegründer des Freundeskreises Weser-Ems, übergab der Spenderin Verena Voß einen Herzstein aus Afrika als Dank für ihr Engagement. Frau Voß ist seit vielen Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde Jever stark engagiert.
Foto (c): Helmut Burlager

Jever – Nicht noch ein Obstkorb und keine weitere Palme: Verena Voß wollte zu ihrem 75. Geburtstag im April keine Geschenke. Und da sie seit Längerem plante, die Entwicklungshilfeorganisation Opportunity International (OID), die von Jever aus mehrere Projekte in Ghana gestartet hat, mit einer Spende zu unterstützen, schrieb sie ihren Gästen in der Einladung, sie könnten ihr dabei helfen. So spendeten die Gratulanten gut 1200 Euro, und Verena Voß, die sich seit Jahren stark in der evangelisch-lutherischen Gemeinde engagiert, stockte auf 5000 Euro auf. Damit ist die „Herzbank Verena“ ins Leben gerufen worden, die mittlerweile siebte „Bank mit Herz“, die auf Initiative des Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity gegründet wurde.

Mit jeweils 5000 Euro wird in der Partnerregion am Voltafluss in Ghana eine kleine Kreditgenossenschaft gegründet, die das Geld zumeist an Frauen ausleiht, die mit einem eigenen kleinen Geschäft das Leben ihrer Familien verbessern wollen. Dabei geht die Hilfe weit über den Kredit hinaus: Opportunity bietet über seine Partnerorganisation in Ghana den Klienten auch Sparmöglichkeiten, Mikroversicherungen, Absatzhilfen und Bildung.

Rüdiger Möllenberg vom Freundeskreis Weser-Ems von OID bedankte sich für die großzügige Spende mit einem Herz-Stein, den er aus Afrika mitgebracht hatte. Die jeversche Gruppe ist mehrfach in Ghana gewesen und hat Mikrobanken besucht. „Diese persönlichen Kontakte finde ich wichtig“, sagte Verena Voß. Sie sei überzeugt, dass das Geld sehr gut angelegt sei.

Pressesprecher von Opportunity International tödlich verunglückt

JanBinder Köln/Jever – Der Pressesprecher von Opportunity International, Jan Binder, ist am vergangenen Freitag bei einem Badeunfall in der Nähe von Accra (Ghana) ums Leben gekommen. Das hat die Entwicklungshilfeorganisation mit Sitz in Köln am Montag mitgeteilt. Der Tod des jungen Mitarbeiters von Opportunity Deutschland ist auch in Jever mit großer Bestürzung aufgenommen worden. Jan Binder (31) arbeitete eng mit dem Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity zusammen, hatte mehrere Veranstaltungen in der Region organisiert, pflegte persönliche Kontakte hierher und war erst kürzlich wieder in Jever gewesen.

Jan Binder  war im Rahmen einer Journalistenreise in Ghana unterwegs. Der tragische Badeunfall ereignete sich am vergangenen Freitag bei einem Hotel nahe der Hauptstadt Accra. Wie Opportunity International auf der Homepage der Stiftung mitteilt, war Binder mit einer Journalistin des Deutschlandfunks unterwegs. Die beiden hatten in der Voltaregion Landwirtschaftsprojekte besucht und dort recherchiert. Sie waren vormittags noch bei Microschools gewesen, um Bilder und Lebensgeschichten mitzubringen.

Es sei der letzte Arbeitstag gewesen, die beiden hätten dann zusammen mit ihrem ghanaischen Begleiter entschieden, noch an die Küste zu fahren und eine ausgefüllte und anstrengende Woche ausklingen zu lassen. Die Strömung des Ozeans sei jedoch so stark gewesen, dass Jan Binder die Kontrolle verlor und vor den Augen des ghanaischen Mitarbeiters ertrank. Ein sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuch am Strand blieb erfolglos. Später konnte im Krankenhaus nur sein Tod festgestellt werden. Die Journalistin, ebenfalls Opfer der Strömung, konnte gerettet werden.

Vorstand Stefan Knüppel sagte am Montag: „Opportunity International verliert nicht nur einen großartigen Mitarbeiter, der seit 2009 für die Stiftung tätig war, sondern auch einen echten Freund. Sein fachliches Knowhow, aber auch sein weit darüber hinaus gehendes Engagement im Kampf gegen die weltweite Armut, werden uns sehr fehlen. Wir sind in großer Trauer verbunden mit seiner Familie und seinen Freunden. Ihnen gilt unser besonderes Mitgefühl.“ Jan Binder hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Zur Homepage von Opportunity International

(28. November 2011)

Zugang zu Krediten eröffnet Chancen für 28 Millionen Menschen

Oikocredit legt Bericht zum sozialen Wirkungsmanagement 2010 vor 

Daressalam (ots) – Die sozialen Auswirkungen der Mikrofinanzierung sollten für das Wachstum des Sektors ebenso wichtig sein wie die finanziellen Ergebnisse. Heute stellt Oikocredit auf der Generalversammlung in Tansania ihren Bericht zum sozialen Wirkungsmanagement vor. Dieser Bericht zeigt positive Veränderungen im Leben der Kreditnehmerinnen, vor allem Frauen in ländlichen Gebieten. Das entspricht der Vision von Oikocredit, auf verantwortliche Weise mehr Menschen mit fairen Finanzierungen zu erreichen.

Im letzten Jahr erreichte Oikocredit über ihre Mikrofinanz-Partner mehr als 28 Millionen Menschen, 1,2 Millionen profitierten direkt von Oikocredit-Finanzierungen. Der Anteil der Frauen an den NutzniesserInnen der Finanzdienstleistungen von Oikocredit-Partnern lag bei eindrucksvollen 86%. Die kleinen und mittleren Unternehmen, die mit Oikocredit-Finanzierungen arbeiten, bieten 61.000 Menschen feste Arbeitsplätze.

„Unsere Finanzdienstleistungen sind eng mit unseren sozialen Zielen verknüpft. Um soziale Ziele zu erreichen, ist es sehr wichtig, zu messen, wen wir erreichen und wie sich die finanzielle Unterstützung auf die Lebensbedingungen auswirkt“, erklärt Ben Simmes, Direktor für soziales Wirkungsmanagement und Finanzanalyse bei Oikocredit. „Erste Ergebnisse der von Oikocredit unterstützten Kundenbefragungen in Peru, Ecuador und auf den Philippinen zeigen positive Veränderungen im Leben der Kundinnen über mehrere Jahre. Ähnliche Studien laufen demnächst auch in anderen Ländern an.“

Das Entwicklungsfinanzierungsportfolio belief sich auf insgesamt 481 Millionen EUR, von denen 388 Millionen EUR in der Mikrofinanz und 93 Millionen EUR in Sozialunternehmen investiert sind. Unter den Oikocredit-Partnern befinden sich über 230 Genossenschaften und rund 50 Fairhandelsorganisationen.

Die Unterstützung kleinerer neuer Mikrofinanzinstitutionen (MFI) mit Potenzial zur Erreichung armer Menschen, vor allem in ländlichen Gebieten, ist eine wichtige Strategie von Oikocredit, die mehr Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen verschafft. Die Ergebnisse von 2010 zeigen, dass 90% der neuen Kredite 2010 an MFI des sogenannten zweiten und dritten Segments gingen, neue MFI mit kleinem bis mittlerem Portfolio.

Oikocredit wählt ihre Partner anhand ihres Auftrags, ihrer Reichweite und ihrer Geschäftspraktiken sorgfältig aus. Die „ESG Scorecard“ (Instrument zur Erfassung sozialer Leistungsfähigkeit, Umweltverträglichkeit und verantwortungsvoller Unternehmensführung) wurde von Oikocredit entwickelt, um die Leitungsstrukturen unserer Partner sowie ihr soziales und ökologisches Engagement zu ermitteln und ermöglicht eine sehr detaillierte und sorgfältige Auswahl unserer Partner. In allen neuen Kreditverträgen mit Mikrofinanz-Partnern ist die Einhaltung der Kundenschutzrichtlinien vereinbart, um sicherzustellen, dass sie für transparente Dienstleistungspreise und verantwortliche Finanzierungen sorgen. Die unabhängige internationale Rating-Agentur für die Mikrofinanzbranche M-CRIL hat Oikocredit für ihre soziale Orientierung in Verbindung mit soliden finanziellen Ergebnissen sehr positiv bewertet.

Im vergangenen Jahr haben über 90% der Mikrofinanzpartner von Oikocredit Sozialdaten vorgelegt und damit gezeigt, dass die Berichterstattung über soziale Auswirkungen immer wichtiger wird. Oikocredit ist stolz auf ihre Vorreiterrolle im sozialen Wirkungsmanagement und wird ihren seit 35 Jahren bestehenden sozialen Auftrag weiterhin mit Engagement und Hartnäckigkeit erfüllen. Spürbare Auswirkungen auf die Lebensbedingungen armer Menschen stehen dabei im Mittelpunkt.

Unter http://www.oikocredit.org/socialperformance können Sie den Bericht zum sozialen Wirkungsmanagement in voller Länge lesen und finden weitere Informationen über soziales Wirkungsmanagement und Oikocredit.

Oikocredit ist ein sozialer Investor und eine internationale Genossenschaft, die sich für weltweite Gerechtigkeit einsetzt, indem sie benachteiligten Menschen durch Kredite eine Chance auf wirtschaftliche Eigenständigkeit eröffnet. Seit 1975 vergibt Oikocredit Kredite, Bürgschaften und Investitionskapital an Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften, Fairhandelsorganisationen und andere Betriebe. Oikocredit hat heute 863 Projektpartner in über 70 Ländern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.oikocredit.org.

Soziale Mikrofinanz finden Sie auch hier: www.oid.org

Mikrofinanz ist für die Menschen da

Stefan Knüppel von Opportunity International fordert klare Regeln

Frankfurt – Selbstmorde im indischen Andhra Pradesh, Knüppeleine Premierministerin in Bangladesh, die den Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus als „Blutsauger der Armen“ bezeichnet und aus der von ihm gegründeten Grameen Bank drängte – die vergangenen Monate waren turbulent für die Mikrofinanzbranche. Jan Binder führte ein Gespräch mit dem Vorstand von Opportunity International Deutschland, Stefan Knüppel (Foto). Weiterlesen: https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/mikrofinanz-ist-fr-die-menschen-da/

Alles über Mikrofinanz

Wer sich über Mikrofinanz-Themen informieren will, von Mikrokrediten über Mikrosparen und Mikroversicherungen bis zu Mikroschulen, ist hier genau richtig:

MikrofinanzWiki

Wiki

Eine Linksammlung zum Thema Mikrofinanz hier: Mikrofinanz-Links

Mikrofinanz von Opportunity International jetzt auch im Kongo

Das Opportunity-Netzwerk erweitert seine Mikrofinanzarbeit in Afrika und gibt damit noch mehr Menschen in Armut eine Hoffnung, sich selbst aus der Not zu befreien. Am 19. Mai 2011 fand die festliche Eröffnung von Opportunity International in der Demokratischen Republik Kongo in Kinshasa statt. Lesen Sie mehr: http://oid.org/dokumente/neuigkeiten/grndung-opportunity-dr-kongo.html

Eröffnung der Filiale

„Dem Mann wird Unrecht getan“

Hetzjagd auf Nobelpreisträger Muhammad Yunus

Köln –  „Dem Mann wird Unrecht getan!“, sagteyunisknuplhorklein Stefan Knüppel, Vorstand von Opportunity International Deutschland,  angesichts der jüngsten Berichte über Muhammad Yunus, den Nobelpreisträger aus Bangladesh.  „Wie kaum ein anderer hat sich Yunus in den letzten Jahrzehnten dem Kampf gegen die Armut verschrieben“.

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