Carola Schede: Worum dreht sich deine Welt?

Hier mal ein Friesenblog-Beitrag zum Reinhören. Ein schönes kleines Porträt aus der Werkstatt von Carola Schede aus Wilhelmshaven: „Worum dreht sich deine Welt?“

Studioluft schnuppern: Radio Jade lädt ein

Wie funktioniert das Einspielen von Musik oder Wetterdaten? Wie klingt meine Stimme im Radio? Diese und viele weitere Fragen werden beantwortet bei einer Führung durch das Studio Jever des lokalen Senders Radio Jade. Moderne Technik erlaubt zum Ende der Führung sogar die Aufnahme einer „akustischen Postkarte“, so dass jeder Besucher sich einmal selbst im Radio hören kann und diesen kurzen gesprochenen Text als Datei zur Erinnerung behalten darf.

Katharina Guleikoff. Foto: Radio Jade
Katharina Guleikoff. Foto: Radio Jade

Katharina Gluleikoff, die Chefredakteurin von Radio Jade, wird die Besucher persönlich durch das Studio führen und den Lokalsender erläutern.Die Führungen durch das Studio von Radio Jade finden ab 10.07. bis 28.08.2015 (außer 7.08.) jeden Freitag um 17 Uhr statt. Anmeldungen nimmt die Tourist-Information unter  der Telefonnummer 04461-939261 entgegen. Treffpunkt ist das Studio von Radio Jade in der Großen Wasserpfortstraße 6.

Sendestart von Radio Nordseewelle

Radio Nordseewelle 2Ein neuer Radiosender geht morgen, am 30. April 2015, auf der ostfriesischen Halbinsel an den Start. Vom Funkhaus Norden aus startet das Team des neuen Regionalsenders „Radio Nordseewelle“ am Donnerstag um 12 Uhr sein Programm „für die Küste und für die sieben Ostfriesischen Inseln“, wie es auf der Homepage des Senders heißt. „Dabei sind wir immer lebensnah, informativ und unterhaltsam. Unser Programm besticht durch regionale Informationen, emotionale Themen und eine frische Musikmischung“, kündigt die Nordseewelle an. Der Auftakt soll morgen mit einem Fest beim Funkhaus, Am Markt 6 in Norden, gefeiert werden. Zu den Redakteuren gehören auch Ehemalige von Radio Jade und FRI-TV, André Albers und Norman Fleischer.

Radio Nordseewelle wird auch außerhalb des Sendegebiets zu hören sein, und zwar über eine schon kostenlos bereit stehende App für Android und in Kürze auch als Livestream auf der Homepage und als iPhone-App.

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt hatte dem am 1. Juni 2011 gegründeten Unternehmen im  Dezember 2013 lokale UKW-Frequenzen in der Region Ostfriesische Inseln / Küstenstreifen zugesprochen. An dem künftigen Sender ist laut einer früheren Pressemitteilung der Landesmedienanstalt die Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) mit knapp einem Viertel beteiligt, sie gibt auf der Halbinsel unter anderem die Ostfriesen-Zeitung (Leer), die Ostfriesischen Nachrichten (Aurich) und den General-Anzeiger (Rhauderfehn) heraus. Laut Landesmedienanstalt sind Gesellschafter der Nordseewelle folgende Anteilseigner: 28,1 %  Rechtsanwalt  Frank Wilken, Leer, 24,9 % ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH, Leer, 17,0 %  TBD Technische Baudienstleistungen GmbH & Co. KG, Friedeburg, 17,0 % Holger Franz, Leer, 13,0 % Joachim Klemm, Leer.


©  Helmut Burlager 2015

Hörspiel von Manfred Briese im NDR

Radio„Blömen för Evi“ heißt das zweite plattdeutsche Hörspiel von Manfred Briese, das bei Radio Bremen produziert wurde und am 19. Januar 2015 ab 19.05 Uhr im NDR 1 Radio Niedersachsen zu hören ist. Auch bei Radio Bremen Nordwestradio wird das Hörspiel gesendet, sogar zweimal, und zwar am Sonntag, 25. Januar, ab 17.05 Uhr und an dem folgenden Montag ab 21.05 Uhr.

In Ostfriesland, zwischen Aurich, Wiesmoor und Emden, spielt die Handlung. Brieses langjährige Passion als Kantoreisänger lieferte den Hintergrund für diesen Krimi. Das Geschehen: Der Bachchor studiert Mendelssohns „Hymne“ ein, und wieder betraut der Chorleiter, den sie „Masur“ nennen, die Sopransängerin Fanny mit dem Solo. Darüber ist die Freundin sehr enttäuscht. Evi ist der Meinung, dass sie Fanny in nichts nachsteht und bedrängt diese, ihr zuliebe auf das Solo zu verzichten. Der Konflikt, der sich daraus ergibt, ist Inhalt des Hörspiels. Er endet tragisch.

Als der Redakteur das Skript für dieses Hörspiel gelesen hatte, schrieb er zurück, er fände darin „die Schreibe so schön und den Humor so erfreulich bös“. Eine Schnulze ist demnach nicht zu erwarten.

Bekannte Ensemblemitglieder des Ohnsorgtheaters Hamburg wie Sandra Keck haben die Sprechrollen übernommen, großartige Künstler allesamt, mit eindrucksvollen Stimmen. Von dem Bremer Chor „Plan B“, der die Mendelssohn-Hymne einstudiert hat, sind die musikalischen Anteile eingespielt worden. Die Regie führte Michael Uhl vom Oldenburger Staatstheater.

Winter auf Norderney

NorderneyZeit zum Radio hören? Auf Deutschlandradio Kultur erzählt Hans-Otto Reintsch über das Leben auf Norderney im Winter.

„Der Winter verändert das Leben auf der Insel Norderney. Die Menschen, die Natur, die ganze Insel kommt zur Ruhe. Wenn die Touristen weg sind, fällt der Ostfriesischen Insel in der Nordsee wieder ein, was Abgeschiedenheit ist. Andere Probleme, andere Träume, Erinnerungen, andere Wünsche – ein anderes Lebensgefühl. Urlaubsinseln sind Durchgangsstationen, Transitorte. Auch ein wenig Heile-Welt-Kulisse. Doch die Kulisse fällt, wenn die Kälte kommt.“

Neuer Radiosender „Nordseewelle“ geht 2015 an den Start

RadioDer private Radiosender „Radio Nordseewelle“ will im zweiten Quartal 2015 auf Sendung gehen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Divicon Media, einem Dienstleister für IT- und Sendetechnik mit Sitz in Leipzig, hervor. Der neue Sender plant den Angaben zufolge, die ostfriesische Küste sowie die sieben Ostfriesischen Inseln mit regionalem Hörfunk zu versorgen. Divicon wird „Radio Nordseewelle“  beim Neubau von Studio und UKW-Sendern unterstützen. Die Rede ist von insgesamt vier Sendestandorten, für die ein individuell erstelltes Sendekonzept und eine detaillierte technische Aufarbeitung der Sendeanlagen zugeliefert würden, so das Unternehmen. „Radio Nordseewelle“ wird aus einem neu gebauten Funkhaus in Norden senden.

„Gerade beim Start eines neuen Senders kommt es auf die Erfahrungen der beteiligten Partner sowie auf die angewandten hohen Standards bei der Umsetzung an. Denn für den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance“, wird Maik Neudorf, Geschäftsführer von Radio Nordseewelle, zitiert. Nach seinen Worten wolle man „in Ostfriesland ein emotionales, regional stark verankertes Radioprogramm verwirklichen.“

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt hatte am 18. Dezember 2013 lokale UKW-Frequenzen in der Region Ostfriesische Inseln / Küstenstreifen vergeben. Die Radio Nordseewelle GmbH & Co. KG mit Sitz in Leer hatte die Zuweisung für das Programm „Nordseewelle“ erhalten. An der Radio Nordseewelle GmbH & Co. KG sind laut einer Pressemitteilung der Landesmedienanstalt folgende Gesellschafter beteiligt: Frank Wilken, Leer (28,1 %), die ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH, Leer (Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesische Nachrichten, General-Anzeiger, 24,9 %), die Firma TBD Technische Baudienstleistungen GmbH & Co. KG, Friedeburg (17,0 % ), Holger Franz, Leer (17,0 %) und Joachim Klemm, Leer (13,0 %).

Dem Aufbau des neuen Senders ist das Veranstaltungsprogramm Radio SWS, das auf Norderney sendete, zum Opfer gefallen. Es stellte seine Arbeit Ende Juni ein. Der Pressemitteilung der Landesmedienanstalt zufolge hatte sich ursprünglich auch Radio SWS um eine Sendelizenz beworben. „Nach einer Einigung beider Bewerber hat die Radio SWS Sturmwellensender GmbH ihren Antrag jedoch zurückgenommen“, hieß es 2013. Radio SWS hatte 1986 als Piratensender begonnen, war dann nach einem Bericht der Radiowoche jedoch lizenziertes Veranstaltungsradio geworden, das in den Sommermonaten für die Insulaner und Gäste auf Sendung ging. Das SWS-Studio in Norderney wird Außenstudio der neuen „Nordseewelle“, beide Sender arbeiten künftig zusammen.

Tag 335 | Hört hört

Zweites Hörspiel des Esensers Manfred Briese

„Blömen för Evi“ heißt das zweite plattdeutsche Hörspiel von Manfred Briese, das bei Radio Bremen produziert wurde und am 19. Januar 2015 ab 19.05 Uhr im NDR 1 Radio Niedersachsen zu hören ist. Auch bei Radio Bremen Nordwestradio wird das Hörspiel gesendet, sogar zweimal, und zwar am Sonntag, 25.01., ab 17.05 und an dem folgenden Montag ab 21.05 Uhr.

In Ostfriesland, zwischen Aurich, Wiesmoor und Emden, spielt die Handlung. Brieses langjährige Passion als Kantoreisänger lieferte den Hintergrund für diesen Krimi.

Das Geschehen: Der Bachchor studiert Mendelssohns „Hymne“ ein, und wieder betraut der Chorleiter, den sie „Masur“ nennen, die Sopransängerin Fanny mit dem Solo. Darüber ist die Freundin sehr enttäuscht. Evi ist der Meinung, dass sie Fanny in nichts nachsteht und bedrängt diese, ihr zuliebe auf das Solo zu verzichten. Der Konflikt, der sich daraus ergibt, ist Inhalt des Hörspiels. Er endet tragisch.

Als der Redakteur das Skript für dieses Hörspiel gelesen hatte, schrieb er zurück, er fände darin „die Schreibe so schön und den Humor so erfreulich bös“. Eine Schnulze ist demnach nicht zu erwarten.

Bekannte Ensemblemitglieder des Ohnsorgtheaters Hamburg wie Sandra Keck haben die Sprechrollen übernommen, großartige Künstler allesamt, mit eindrucksvollen Stimmen. Von dem Bremer Chor „Plan B“, der die Mendelssohn-Hymne einstudiert hat, sind die musikalischen Anteile eingespielt worden. Die Regie führte Michael Uhl vom Oldenburger Staatstheater.

Tag 36 | Werkzeug

Die Volontärin von Radio Jade, die ein Praktikum in der Printredaktion absolvierte, kehrte etwas unglücklich vom ersten Termin zurück. Sie habe sich so unwohl gefühlt ohne Mikrofon und gar nicht gewusst, wie sie arbeiten soll, nur mit Block und Stift. Unsereinem geht es ja genau anders herum. Ohne Papier und Schreibgerät in der Hand fällt es schwer, Informationen aufzunehmen. So hat jeder seine Werkzeuge und seine Gewohnheiten. Voller Bewunderung höre ich, wie unsere Kollegin Jutte Przygoda vom NDR allein durch Audio Bilder im Kopf ihrer Zuhörer entstehen lässt, wie hier im Beitrag über die Südzentrale.

Radio Nordseewelle will in Ostfriesland senden

Ostfriesland – Ein neuer Radiosender geht auf der ostfriesischen Halbinsel an den Start, „Radio Norseewelle“. Die Niedersächsische Landesmedienanstalt hat dem Bewerber Radio Nordseewelle GmbH & Co. KG in ihrer Versammlung  am 18. Dezember 2013 lokale UKW-Frequenzen in der Region Ostfriesische Inseln / Küstenstreifen zugesprochen. Nach dem rundfunkrechtliche Zulassungs- und Zuweisungsverfahren muss allerdings noch die Frequenzzuteilung durch die Bundesnetzagentur erfolgen, bevor Radio Nordseewelle an den Start gehen kann. An dem künftigen Sender ist laut einer Pressemitteilung der Landesmedienanstalt die Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) mit knapp einem Viertel beteiligt, sie gibt auf der Halbinsel unter anderem die Ostfriesen-Zeitung (Leer), die Ostfriesischen Nachrichten (Aurich) und den General-Anzeiger (Rhauderfehn) heraus. Laut Landesmedienanstalt sind Gesellschafter der Nordseewelle folgende Anteilseigner: 28,1 %  Rechtsanwalt  Frank Wilken, Leer, 24,9 % ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH, Leer, 17,0 %  TBD Technische Baudienstleistungen GmbH & Co. KG, Friedeburg, 17,0 % Holger Franz, Leer, 13,0 % Joachim Klemm, Leer.

Wolfgang Menge ist tot

Karl-Heinz Wocker, Marianne Koch und Wolfgang Menge in der Talkshow „3nach9“. Damals ging es noch richtig zur Sache, es wurde gestritten, geraucht und getrunken. Foto (c): Radio Bremen

Da war noch was los im Deutschen Fernsehen: Karl-Heinz Wocker, Marianne Koch und Wolfgang Menge in der Talkshow „3nach9“. Das war ein anderes Kaliber als die flauschigen und politisch korrekten Sofarunden heute. Am Donnerstag teilte Radio Bremen mit, dass der Fernsehautor und Mitbegründer der Talkshow „3nach9“ Wolfgang Menge, gestorben ist. Er hatte 1974 die Sendung mit aus der Taufe gehoben und acht Jahre lang moderiert. Nach Auskunft eines Angehörigen starb Menge am Mittwoch, 17. Oktober, im Kreis seiner Familie. Menge wurde 88 Jahre alt.

Radio Bremen-Intendant Jan Metzger würdigte Menge als eine prägende Persönlichkeit des deutschen Fernsehens: „Er war ein Autor und Moderator, der für das Fernsehen handwerkliche und moralische Maßstäbe gesetzt hat. Er hat das Publikum ernst genommen und gefordert. Bei ihm durfte man mitdenken und wurde gleichzeitig auch noch gut unterhalten. Auch wie er unsere kleine Talkshow moderiert hat, war große Kunst.“

„3nach9“ war 1974 die erste Talkshow ihrer Art im deutschen Fernsehen. Gemeinsam mit Marianne Koch und Gert von Paczensky, später Karl-Heinz Wocker, moderierte Menge 3nach9 – „drei Moderatoren um kurz nach 9“ –, hatte großen Erfolg und fand viele Nachahmer. Es war die wilde Zeit der Talkshows: Es wurde geraucht, getrunken und mit großer Leidenschaft gestritten. Unvergesslich sind vielen Zuschauern Menges originelle und manchmal lakonisch gestellten Fragen an die Studiogäste und sein staubtrockener Humor.

Menge absolvierte nach dem Zweiten Weltkrieg ein Volontariat beim German News Service, aus dem später die Deutsche Presse Agentur wurde. Nach Stationen als Assistenz-Korrespondent in London und Reporter beim Hamburger Abendblatt ging er für Die Welt nach Asien. Schon in dieser Zeit arbeitete Menge auch für Radio und Fernsehen. Unter anderem stammten die Drehbücher von „Strafbataillon 999“ und „Polizeirevier Davidswache“ aus seiner Feder. Einer seiner größten Erfolge war das visionäre Fernsehereignis „Das Millionenspiel“ und die Satire „Ein Herz und eine Seele“, die in den siebziger Jahren lief. Immer wieder gelang es ihm, mit satirischem Blick Politik beziehungsweise das politische Geschehen medial aufzuarbeiten – so auch mit der Serie „Motzki“. Für diese Leistung erhielt er unter anderem den Ernst-Reuter-Preis, den Grimme-Preis, den Ernst-Schneider-Preis, den Bambi und 2002 den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk.

In einem Nachruf auf seinen 3nach9-Moderatorenkollegen Karl-Heinz Wocker schrieb Menge einmal: „Man bleibt zurück, ist häufig betrübt, wenn man an die Verstorbenen denkt. Bei einigen jedoch stimmt die Abwesenheit nicht lediglich melancholisch. Sie fehlen. Ein paar Tote hinterlassen Lücken, die nie mehr geschlossen werden können.“ Zu diesen Menschen gehört für Radio Bremen auch Wolfgang Menge.

Sein größter Erfolg war übrigens nicht „3nach9“, sondern ohne Zweifel wohl „Ein Herz und eine Seele“. Die Figur von „Ekel Alfred“ bleibt unsterblich.

Quelle: Radio Bremen