Rallye Dakar für Bildung in Ghana

Pastor Rüdiger Möllenberg aus Jever startete an diesem Donnerstag, in Richtung Dakar, um an einer 3500 Kilometer langen Autorallye teilzunehmen. Er setzt sich seit Jahren als Botschafter für die Mikrofinanz-Organisation Opportunity International ein. Mit den Zeigefingern markiert er Start- und Zielort, oben links liegt Dakar, unten rechts Accra. Foto (c): Helmut Burlager
Pastor Rüdiger Möllenberg aus Jever startete an diesem Donnerstag, in Richtung Dakar, um an einer 3500 Kilometer langen Autorallye teilzunehmen. Er setzt sich seit Jahren als Botschafter für die Mikrofinanz-Organisation Opportunity International ein. Mit den Zeigefingern markiert er Start- und Zielort, oben links liegt Dakar, unten rechts Accra. Foto (c): Helmut Burlager

„Go4school“ – Pastor Rüdiger Möllenberg nimmt an Tour durch Westafrika teil

Jever – Klar, ein bisschen aufgeregt ist er schon, auch wenn er bereits viele Male in seinem Leben nach Afrika geflogen ist und dort gearbeitet hat. Sein Beruf als Pastor bringt ihn auch diesmal nach Ghana, doch die Umstände der Reise werden gänzlich andere sein als sonst. Rüdiger Möllenberg ist einer von 27 Teilnehmern, die an diesem Donnerstag von Hannover aus nach Dakar gestartet sind und von dort auf eine Rallye durch Afrika gehen.

Es ist nicht die berühmte Rallye Paris-Dakar, sondern sie führt von Dakar im Senegal nach Accra, der Hauptstadt Ghanas. Es geht auch nicht darum, möglichst spektakulär über Wüstenpisten zu rasen und als erster anzukommen, sondern es handelt sich um eine Hilfsaktion ganz besonderer Art. „Go4school“ ist der Name der Rallye, und wollte man ihn einigermaßen plausibel übersetzen, müsste es heißen: Fahren für Schulen. Denn bei der Rallye soll viel Geld herauskommen, und das will die Mikrofinanzorganisation Opportunity International, deren Botschafter Pastor Rüdiger Möllenberg ist, für den Aufbau von Mikroschulen in Ghana einsetzen. Das sind kleine, private Volksschulen auf dem Lande, die Kindern in Landstrichen Unterricht ermöglichen, wo staatliche Schulen wegen weiter Schulwege kaum erreichbar sind. Opportunity finanziert solche Schulen mit Mikrokrediten.

Die Idee zu der Rallye hatte Henning Nathow, ebenfalls Opportunity-Botschafter und Manager in der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen. Er überlegt seit langem, wie man die Entwicklungsarbeit in Ghana mit gespendeten hochwertigen Fahrzeugen unterstützen könnte. Und kam auf den Gedanken, das mit Abenteuer und Spaß zu verbinden. Ein Spaß, den sich allerdings nicht jeder leisten kann. Wer mitfahren will, muss nicht nur den Flug nach Dakar selbst bezahlen, sondern auch die Kosten für die 3500 Kilometer lange Autofahrt von Dakar durch den Senegal, Guinea, Elfenbeinküste und Ghana bis nach Accra. Und eigentlich sollte jeder Teilnehmer das Auto, das dann in Accra für den guten Zweck versteigert wird, noch selbst finanzieren.

Nun ist Rüdiger Möllenberg (55) beileibe kein Millionär, aber sein geistlicher Beistand und seine Afrika-Erfahrung sind gefragt, Opportunity bat ihn mitzufahren, auch ohne gespendetes Auto. Die dennoch hohen Reisekosten tragen seine Ghana-Freunde vom Opportunity-Freundeskreis Weser-Ems, Dr. Karl Harms und Jochen Ewald, zu einem erheblichen Teil mit, und so konnte Möllenberg gestern Nachmittag Richtung Hannover starten, von wo es heute mit einem Linienflug nach Dakar weiter ging.

Mit elf robusten Geländewagen geht es dann Richtung Osten, weit genug südlich von der Krisenregion Mali und auch an anderen problematischen Ländern vorbei, nach Ghana. Abenteuerlich wird es dennoch werden, wenn die Kolonne über staubige Pisten durch Savanne und Dschungel unterwegs ist. Am 5. oder 6. Februar ist die Ankunft in Accra geplant, am 10. Februar der Rückflug. Wenn die Möglichkeit besteht, wird Rüdiger Möllenberg von unterwegs Zwischenberichte geben. Wenn nicht, wird er hinterher viel zu erzählen haben. So eine Reise hat auch der afrikaerfahrene Pastor schließlich noch nicht mitgemacht.

Zum Originalbericht im Jeverschen Wochenblatt

Erster Reisebericht

Zweiter Reisebericht

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