Bismarck und Jever – eine besondere Geschichte

Die Getreuen von Jever feiern den Geburtstag des „Eisernen Kanzlers“ Fürst Otto von Bismarck in jedem Jahr am 1. April mit einem Kommers. In diesem Jahr gibt es ein besonderes Jubiläum: Der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er selbst vorangetrieben hatte, wurde nämlich vor genau 200 Jahren, am 1. April 1815, in Schönhausen an der Elbe  (Sachsen-Anhalt) geboren. Der Stammtisch der Getreuen von Jever, der auf eine ebenfalls schon 143-jährige Tradition zurückblickt, plant aus Anlass des runden Geburtstages eine Reihe von Veranstaltungen.

Die Bismarck-Tradition in Jever rührt aus Geschenken, die die „Getreuen“ und der „Eiserne Kanzler“ sich gegenseitig machten. Alljährlich sandte der Stammtisch dem Politiker, der ein Genießer war, 101 Kiebitzeier. Bismarck revanchierte sich 1883 mit einem edlen Kiebitz-Pokal, der bis heute jährlich am Geburtstag des „Eisernen Kanzlers“ mit edlem Wein gefüllt die Runde macht.

Vor genau 100 Jahren wollten die Getreuen ihrem Idol am Ortseingang von Jever mit der „Bismarckwarte“ ein grandioses Denkmal setzen. Der Plan scheiterte am Ausbruch des Weltkrieges. Mehr dazu im Friesenblog: Heldenverehrung ist passé
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