Ein Friesenpraktikum

Freiwilliges Soziales Halbjahr Kultur bei der Ostfriesischen Landschaft

Broschüre über Ostfrieslands Bräuche für Kurzentschlossene

Die Ostfriesische Landschaft in Aurich bietet jungen Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren die Möglichkeit, sich vom 1. März 2011 ein halbes Jahr lang für die Kultur zu engagieren. „Wir Strassenboßeln_Hochformat bieten für Kurzentschlossene die Möglichkeit einer Mitarbeit an der Broschüre „Ostfrieslands traditionelle und moderne Bräuche , so Katrin Rodrian, Leiterin der Kulturagentur. Wer sich gerne in der Kulturagentur bei einem sehr spannenden neuen Projekt mit einbringen will, ist herzlich willkommen“, so Rodrian weiter. Es wurden bereits alle Heimat- und Geschichtsvereine der Region um inhaltliche Unterstützung für die Erstellung der Broschüre angefragt und die Rückmeldungen dazu sind sehr hoch. Die Bewerber sollen bei der Auswahl von Themen und Bildern, der Erstellung der Texte und der grafischen Gestaltung aktiv mit eingebunden sein. Bedingung für eine Teilnahme bei der Ostfriesischen Landschaft ist eine abgeschlossene Schulausbildung sowie Freude am Umgang mit Menschen und Interesse an den Bräuchen und Besonderheiten der Ostfriesen.

Bewerber melden sich unter: unter: 0 49 41 -17 99 – 57 oder

kultur@ostfriesischelandschaft.de

Ausstellung Hein Bredendiek

Am Sonntag, 6. Februar, um 11.30 Uhr wird im Schlossmuseum Jever die Ausstellung

Hein Bredendiek – summa summarum

eröffnet. Mit der Ausstellung will das Schlossmuseum an den zehnten
Todestag von Hein Bredendiek, Ehrenbürger der Stadt Jever, erinnern.Prof. Dr. Antje Sander wird die Gäste begrüßen, ebenso wie die Bürgermeisterin
Angela Dankwardt. Jörg Michael Henneberg, stellvertretender
Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, wird die Einführung übernehmen. Angela Dohmen wird diese Eröffnung musikalisch umrahmen.

Zum 10. Todestag von Hein Bredendiek: Summa summarum, 6. Februar bis 1. Mai

Für den Maler und Dichter Hein Bredendiek (1906-2001) war das „Unterwegssein“ wohl eines der herausragendsten Kennzeichen seines künstlerischen Schaffens. Eng verbunden mit seiner Heimat Jever schloss jedoch die Breite seiner klassischen Bildung und die Begeisterung für die mediterane Welt eine enge regionale Fixierung oder gar Heimatümelei immer aus. In der Retrospektive aus Anlass seines Todestages, der sich 2011 zum 10ten Mal jährt, stellt die Ausstellung die wichtigsten Seiten seines OEvres zusammen: die Landschaftsbilder, die liebevoll seine norddeutsche Heimat zeigen, die ungegenständlichen Bilder, die von Experimentierfreude und Schaffenslust zeugen, die fast meditativ anmutendenen Stilleben und seine einfühlsamen Illustrationen. Ergänzt werden die Bilder durch Zeugnisse seiner Dichtkunst und literarischer Kostbarkeiten.

Wer war Hein Bredendiek? Ein Porträt:  https://friesenblog.wordpress.com/2011/01/21/erinnerungen-an-hein-bredendiek/

Lions Club Jever will junge Ehrenamtler ehren

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens wird ein mit 500 Euro dotierter Preis ausgelobt. Nominiert werden können engagierte junge Leute bis 22.

Jever/Friesland. Dr. Peter Pietsch und Martin Schadewald wissen, wovon sie sprechen, wenn es um das Thema Ehrenamt geht. Der eine ist bei der DLRG in höchsten Ämtern aktiv, der andere beim MTV Jever, und beide zusammen engagieren sie sich beim Lions Club Jever. Beide wissen auch, wie schwer es ist, andere für ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen und dafür, sich für verantwortungsvolle Positionen zur Verfügung zu stellen. Genau diese Bereitschaft zu fördern und für das Ehrenamt zu werben, ist Ziel einer Ausschreibung, die der Lions Club Jever gestern gestartet hat. Gesucht wird der „Ehrenamtler des Jahres“, und zwar unter jungen Leuten.

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Anlass der Ausschreibung des Ehrenamtspreises ist das Clubjubiläum des LC Jever, der 40 Jahre alt ist und dies am 1. April im Lokschuppen in Jever feiert. An diesen Abend soll der neue Preis dann auch erstmals verliehen werden – und fortan jährlich, wenn sich die Sache bewährt.

Ohne Ehrenamt geht es nicht, das gilt auch und gerade für die Jugendarbeit. Zahlreiche Vereine und Gruppen engagieren sich für das Gemeinwesen, und auch junge Leute sind dort unentgeltlich aktiv. Dieses Wirken jüngerer Menschen soll gewürdigt und hervorgehoben werden, ob es im sozialen, im sportlichen oder im kirchlichen Bereich passiert, im politischen, im kreativen oder bei der Feuerwehr. „Viele sind da ganz im Stillen tätig und werden nie herausgestellt. Das möchten wir mit dem Preis ändern“, so Dr. Peter Pietsch. „Und wir wollen bewusst keine Leute ehren, die schon seit 30 Jahren etwas machen, dafür gibt es andere Auszeichnungen. Wir möchten junge Menschen herausstellen, die erst am Anfang ihres Engagements stehen. Es muss auch mit keinem Amt im Verein verbunden sein“, erläuterte Martin Schadewald

Nominiert werden können junge Leute, die ab dem 1. April 1988 geboren wurden und ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Landkreis Friesland ausüben. Voraussetzung ist, dass das Ehrenamt mit gewissem zeitlichen und persönlichen Aufwand seit mindestens drei Jahren ausgeübt wird. Nominiert werden kann bis zum 10. März 2011. Eine Jury aus Mitgliedern des Lions Clubs Jever trifft dann die Auswahl. Der Ehrenamtspreis ist mit 500 Euro dotiert.

Anmeldungen sind an den Lions Club Jever, zu Händen Martin Schadewald, Ludwig-Meinardus-Straße 17, in 26441 Jever zu richten, per E-Mail an
martin.schade-wald@web.de. Nachfragen werden unter 04461/9151570 oder 0173/6047867 beantwortet. Den Nominierungsbogen kann man auch im Internet herunterladen: www.lions.de/jever

Der Beitrag ist dem Jeverschen Wochenblatt vom 25. Januar 2011 entnommen

Erinnerungen an Hein Bredendiek

Jever war seine Lebensform

Der Maler-Schriftsteller starb vor zehn Jahren

Von Helmut Burlager

Jever/Oldenburg. Es sollte ein kurzer Besuch werden, als wir ihn im Frühjahr 2001, das letzte Mal sahen. Hein Bredendiek sei schwach geworden, lange Besuche könne er nicht mehr verkraften, hatten uns Freunde erzählt. Wie immer meldeten wir uns telefonisch an. „Seid mir willkommen. Das ist die beste Idee dieses Wochenendes“, lud er uns mit unverhofft kräftiger Stimme ein. Als wir in der Huntemannstraße 5 a klingelten, kam er wie stets im Sonntagsanzug samt korrekt gebundener Krawatte an die Haustür und strahlte: „Willkommen Jever. Gut, dass Ihr pünktlich seid, ich habe den Tee fertig“, führte er uns in sein gemütliches Wohnzimmer.

Der Besuch, der ein Abschied war, dauerte länger als drei Stunden, und als wir uns bei Einbruch der Dunkelheit voneinander trennen mussten, da spürten wir, dass er gerne noch weiter erzählt hätte. Er war tief eingetaucht in die Vergangenheit, hatte uns die schon oft gehörte Geschichte seines Besuches beim großen Philosophen Karl Jaspers in den fünfziger Jahren in Basel noch einmal vorgetragen, aber auch Neues über seine gerade erschienene CD und vom Treiben seiner Enkelkinder berichtet und uns dann mit der Erzählung überrascht, er habe den betagten Maler Emil Nolde kurz vor dessen Tod im Jahre 1956 einmal in dessen Ruhesitz Seebüll besucht. „Kommt mal mit, ich will Euch etwas zeigen“, leitete er uns in sein Atelier und Bücherzimmer, suchte ein wenig und zog dann ein altes, schon etwas abgegriffenes Büchlein heraus, schlug die Titelseite auf und wies auf eine mit blauer Tinte hingesetzte Unterschrift: Emil Nolde.

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Hein Bredendiek (im Bild  während eines Empfangs zu seinen Ehren im Schloss Jever, mit Bürgermeisterin Margot Lorentzen und Pastor Volker Landig) lebte seine letzten Lebensjahre nicht wie so viele Hochbetagte in der Vergangenheit. Er war bis zuletzt von äußerst klarem Verstand und nahm Anteil an allen Diskussionen der Gegenwart. Aber er lebte in seiner Kunst, und die Wochen und Monate vor seinem Tod verbrachte er zunehmend damit, zu sichten, zu sortieren, zu bewerten und sich noch einmal zu erinnern, Rückschau auf ein langes, erfülltes Leben zu halten, dessen Kreis sich jetzt schloss.

In Jever, Alter Markt 12, wurde er am 18. September 1906 geboren. Wiewohl Hein Bredendiek die Stadt 1954 endgültig verlassen hat, um in Oldenburg als Studiendirektor am Alten Gymnasium Kunst zu unterrichten und am Staatlichen Studienseminar als Fachleiter für Kunst angehende Lehrer auszubilden, blieb er seiner Marienstadt immer treu.Bredendiek als Kind „Es ist ja so, dass man immer wieder heimkehrt“, sagte er, als Bürgermeister Dr. Heinz Behrends ihm 1986 im Auftrag des Rates die Ehrenbürgerschaft der Stadt Jever verlieh. Behrends zitierte damals Karl Veit Riedel mit den Worten: „Jever ist mehr als ein Wohnort, Jever ist eine Lebensform“. Auf wen hätte das mehr zugetroffen als auf Hein Bredendiek, der der Stadt und ihren Menschen in zahlreichen plattdeutschen Erzählungen, mit vielen Zeichnungen und Gemälden und in seinem jahrzehntelangen Engagement für das Schlossmuseum, die Heimatgeschichte und für die regionale Kultur ein bleibendes Denkmal gesetzt hat?

Leben und Arbeiten Bredendieks ging über diese kleine Stadt weit hinaus. Schon Studium und Berufsanfang hatten ihn aus provinzieller Enge herausgeführt, Berlin, Hamburg, Flensburg, Cottbus waren die Stationen, bevor er von 1940 bis 1945 Kriegsdienst bei der Marine leisten musste. Begegnungen seiner Jugendzeit, von Barlach bis Hindemith, von Yehudi Menuhin bis zum erwähnten Karl Jaspers, der seine Wurzeln ebenfalls in Jever hatte, prägten ihn bis zuletzt, doch keiner prägte sein künstlerisches Leben stärker als sein jeverscher Lehrer und väterlicher Freund, der Malerdichter Georg von der Vring, dessen Gedichte noch an seinem Sterbebett lagen.

Hein Bredendiek schrieb in seiner plattdeutschen Muttersprache, kraftvoll wie kaum ein anderer, und weitab von Heimattümelei und Verklärung. „Die plattdeutsche Dichtung muss vor allen Dingen echt und wahr sein, und sie muss einen guten Grund haben und muss jegliches Wortgeklingel vermeiden“, sagte der Schriftsteller einmal, und so war er als Leiter des Schrieverkrings, der Arbeitsgemeinschaft Niederdeutsche Sprache und der Bevensen-Tagungen auch ein kritischer Förderer und Wegbegleiter für viele andere, die Niederdeutsch schrieben. Sein plastisches Plattdeutsch und seine markante Stimme machten ihn auch zu einem beliebten Gast bei Radio Bremen, dessen Sendung „Hör mal’n beten to“ er viele Dutzend Mal mit seinen Beiträgen bereichert hat.

In seinen plattdeutschen Bildbetrachtungen über Breughel, Rembrandt und Barlach schlug er die Brücke zu seiner zweiten Leidenschaft, der Malerei. Hunderte und Tausende von Skizzen, Zeichnungen, Aquarellen, Ölbildern hat er im Laufe seines Lebens geschaffen, seinen Stil dabei oft gewandelt, sowohl gegenständlich als auch abstrakt gearbeitet – auch diese Arbeit von dem „echten und aufrichtigen Ernst geprägt, die Dinge unserer Anschauung zu analysieren und ohne Formgeklingel darzustellen“, wie der Oldenburger Oberbürgermeister Dr. Heinrich Niewerth es bei der Verleihung des Großen Stadtsiegels im Jahre 1986 ausdrückte.

Die größte Begabung Hein Bredendieks aber war es wohl, auf andere zugehen zu können, bis ins hohe Lebensalter. Befragt nach seinem Rezept fürs Altwerden, sagte der über 90-Jährige, der einen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis hatte, einmal: „Das macht der dauernde Umgang mit den Menschen.“

Der Beitrag erschien 2001 in etwas längerer Fassung als Nachruf auf Hein Bredendiek im Jeverschen Wochenblatt.

Das Schlossmuseum Jever zeigt unter dem Titel “Summa summarum” vom 6. Februar bis zum 30. April aus Anlass des zehnten Todestages eine Retrospektive mit Werken des Malers Hein Bredendiek.  Programmvorschau des Schlossmuseums

Wikipedia-Eintrag zu Hein Bredendiek

Fusionsgerüchte – was ist dran?

Überraschend hat das Niedersächsische Innenministerium Jever, das Wangerland und Schortens als mögliche Kandidaten für eine Gemeindefusion genannt. Was ist dran? Darüber berichtet das Jeversche Wochenblatt in seiner Mittwochausgabe. Konkrete Fusionspläne gibt es wohl nicht, aber immerhin Gespräche zwischen Jever und dem Wangerland, und einen Termin mit dem Ministerium. Mehr dazu: zum Wochenblatt-Artikel

Wo die Krabben landen, die der Fischkutter vom Friesenblog (ACC 1) fängt:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fischverarbeitung-marokkaner-statt-maschine-1.1046344

Sächsisch-ländisch

Niedersächsisch, niederländisch – ist ja auch alles ein bisschen schwer für Leute, die da wohnen, wo es hügeliger ist als bei uns. Meldete heute doch glatt das Internetforum “Stromtarife.com” folgende News: “Das niederländische Kabinett hat am Dienstag eine internationale Ausschreibung für das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) in Wilhelmshaven und dessen Tochter DEWI Offshore & Certification Centre beschlossen. Das Institut wurde 1990 gegründet und bietet 134 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Eigenen Angaben zufolge erzielt es drei Viertel seines Umsatzes durch Dienstleistungen für die Windenergiebranche.” Alles soweit wahr, nur dass es das niedersächsische Kabinett war, das unser schönes Institut zu Knete machen möchte. Ist schon ein kleiner Unterschied. Wir haben ja auch keine niederländische Königin wie die Holländer, sondern nur einen (angel-)sächsischen Landesvater.

Zum Abschied ein Orden erster Klasse

Dr. Karl Harms wurde als Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer verabschiedet

David McAllister verlieh im das Niedersächsische Verdienstkreuz

Oldenburg/Jever/HBU – Nach neun Jahren als Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer ist Dr. Karl Harms aus Jever am Mittwochabend (12. Januar 2011) beim Neujahrsempfang der IHK aus seinem Amt verabschiedet worden. Zugleich wurde ihm eine der bedeutendsten Ehrungen zuteil, die das Land Niedersachsen zu vergeben hat. Ministerpräsident David McAllister höchstpersönlich überreichte dem IHK-Chef das Verdienstkreuz Erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.

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Vor rund 850 Gästen des Neujahrsempfangs in der Oldenburger Weser-Ems-Halle würdigte McAllister den Unternehmer als „eine Persönlichkeit, die beruflichen Erfolg und ehrenamtliches Engagement miteinander verbunden hat.“ Auf beeindruckende Weise habe Dr. Harms nicht nur seine Unternehmen aufgebaut, sondern sich auch um berufsständische Belange in Handel und Industrie gekümmert. Besonders ging der Ministerpräsident auf den Einsatz für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur des Nordwestens, für die Stärkung der Innenstädte sowie für die Ausbildung ein, die Harms „ein Herzensanliegen“ sei. Dr. Harms nahm den Orden unter stehenden Ovationen der Gäste entgegen und versprach, sich weiter für Region und Wirtschaft einzusetzen.

Seine Abschiedsrede stellte er unter das Motto „Kurs halten“ und verlangte dies auch von der Politik, „damit wir unsere bedeutenden Projekte weiter befördern können“. An erster Stelle nannte er den Jade-Weser-Port, der 2012 in Betrieb gehen wird und eine gute Hinterlandanbindung brauche. „Wir zählen bei diesen Infrastrukturprojekten auf Ihre Unterstützung“, wandte er sich direkt an McAllister und den Wirtschaftsminister Jörg Bode. Die Belange der Industrie dürften nicht verkannt, rechtmäßig vorbereitete Projekte nicht durch opportunistische Skeptiker und überfrachtete Planungsgesetze verhindert werden.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Peters dankte Harms für sein „fast grenzenloses Engagement für die regionale Wirtschaft“. Harms seinerseits bedankte sich bei allen Partnern für die langjährige gute Zusammenarbeit. „Wir waren ein kraftvolles Gespann.“

Dr. Karl Harms ist Unternehmer in Jever, Inhaber der Firma Certus Warensicherungssysteme, Investor des neuen Altstadtquartiers in Jever. Er ist Schirmherr von Opportunity International Deutschland, einer Nichtregierungsorganisation, die in Entwicklungsländern Mikrokredite vergibt. Opportunity International

Quelle: Jeversches Wochenblatt / Friesisches Tageblatt vom 13. Januar 2010

Jazznacht mit Spitzenbands

Rotarier bieten am 22. Januar wieder Jazz vom Feinsten

Varel. Am Sonnabend, 22. Januar 2011, findet im TIVOLI bereits zum 15. Mal das Jazz-Benefizkonzert des Rotary-Clubs Varel-Friesland statt. Damit setzen die Rotarier ihr Erfolgskonzept fort. Im Laufe der 15 Jahre entpuppte sich das friesische Publikum als Jazzliebhaber. Aber auch von überregional reisen die Jazzliebhaber an.
Bei diesem „Neujahrs-Event“ der besonderen Art muss man einfach dabei sein, denn die Freude ist gleich doppelter Art. Zum Einen die ewig junge Musik des traditionellen Jazz – und dann: die Tatsache, dass der Überschuss des Abends wieder einem guten Zweck zugeführt wird.
„Auf über 50.000 Euro beläuft sich die Spendensumme aus den bisherigen Jazzkonzerten in Varel. Damit konnten wir zahlreiche lokale, regionale und überregionale Projekte fördern. Zur 15. Vareler Jazznacht werden im Großen Saal zwei absolute Top-Bands für Stimmung sorgen. Das ist zum einen die Gruppe Jazzkonfekt aus Düsseldorf, die mit einem ganz besonderen Programm das Publikum in seinen Bann zu ziehen versteht. Schon im Eingangsfoyer werden sie die Besucher musikalisch begrüßen und auf einen tollen Abend einstimmen.

Jazzkonfekt Im Laufe des Abends wird sich diese Profigruppe aus Düsseldorf dann im Saal mit einer Gruppe abwechseln, die in Varel besonders beliebt ist und zwar der Band von Henning Munk & Plumperne aus Dänemark, die schon zweimal in Varel dabei war und stets das Publikum begeistert hat.
Die Veranstaltung beginnt in diesem Jahr erst um 20.00 Uhr. Der Vorverkauf läuft wie in jedem Jahr über Tabak Wullenkord sowie die Filialen der LzO und der Raiffeisen-Volksbank. Der Eintrittspreis liegt unverändert bei 15 Euro. Für kurzentschlossene Jazzliebhaber werden die Rotarier noch einige Karten an der Abendkasse bereithalten.

Originell: Friesisches Brauchtum zum Jahreswechsel

Silvesterbräuche und Neujahrstraditionen gibt es viele, besonders im Nordwesten: Von Neejohrskoken bis Speckendicken, von Bomboisjes bis zu Spökenkram. Zu den ganz alten, nur noch an wenigen Orten gepflegten Traditionen gehört das Beiern.

DSC_9239 In der Silvesternacht werden auf hohen Kirchtürmen die Glocken von Hand geschlagen. Ein merkwürdiges Wummern schallt weit übers Land, unheimlich, geheimnisvoll. Kräftiger Männerarme bedarf es dafür, und natürlich einer Flaschen “Glockensmeer”.

Über das Beiern hat Jürgen Eden einen schönen Film gemacht, er war in der Silvesternacht 2010/11 wieder einmal in Schortens, in einer der ältesten friesischen Kirchen dabei. Hier sein Video:

http://www.youtube.com/watch?v=uhotVuIlVJo

Foto: Helmut Burlager