„Krönungsmesse“ von Mozart in der Stadtkirche

Oratorienkonzert der Stadtkantorei Jever am Sonntag, 15. September 2013 um 17 Uhr

Die Stadtkantorei Jever führt, begleitet von renommierten Orchester, immer wieder große Werke der Kirchenmusik auf. Die Stadtkirche Jever bietet dazu die ausgezeichnete Akustik. Foto: Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever
Die Stadtkantorei Jever führt, begleitet von renommierten Orchester, immer wieder große Werke der Kirchenmusik auf. Die Stadtkirche Jever bietet dazu die ausgezeichnete Akustik. Foto: Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever

Jever – Am Sonntag ist es wieder soweit: Das jährliche Oratorienkonzert der Stadtkantorei findet in der Stadtkirche Jever statt. Um 17 Uhr erklingen berühmte Werke von W.A. Mozart: die „Krönungsmesse“ sowie Kantaten aus den „Vesperae solennes de Confessore“ für Soli, Chor und Orchester sowie instrumentale Kirchensonaten für Orgel und Orchester.

Die Stadtkantorei und das concertino Jever – zusammen gesetzt aus hervorragenden Musikern der Region und den Orchestern des Rhein-Ruhrgebietes – musizieren unter der Leitung von Kreiskantor Klaus Wedel gemeinsam mit hochkarätigen Solisten: Dorothea Winkel aus Dresden (Sopran), Carmen Schüller aus Hamburg (Alt), Jens Lauterbach aus Köln (Tenor) und Sebastian Klein aus Düsseldorf (Bass).

Die lebendige Musik Mozarts sprüht in allen Werken vor Lebensfreude und Heiterkeit und wirkt nicht nur durch die in Mozarts genialer Weise angelegte Chor- und Solopartien, sondern auch gerade durch die große Orchesterbesetzung mit Holzbläsern, Blechbläsern, Pauken und Orgel.

Karten: Für das Konzert am Sonntag, dem 15. September 2013 um 17 Uhr in der Stadtkirche zu Jever gibt es noch Karten im Vorverkauf bis Samstag bei der Buchhandlung Am Kirchplatz, Tel.: 04461 / 91 20 15 | Eintrittspreise in vier Kategorien mit nummerierten Plätzen: € 20,- / 15,- / 12,- / 8,-,  ermäßigt: € 17,- / 12,- / 9,- / 5,- | Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 16 Uhr, Einlass ist um 16.15 Uhr |  Ermäßigung erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende, behinderte und sozial schwach gestellte Menschen.

Der Mann, der zweitausend Katzen malte

Christoph Hinz  arbeitete fünf Jahre an seinem Katzenwerk

Jetzt sind die ersten Bilder als Kalender erschienen

Ein bisschen verrückt muss wohl sein, wer fünf Jahre lang jeden Morgen nach dem Aufstehen erst einmal eine Katze malt. Christoph Hinz hat seinen ersten Kalender veröffentlicht. Foto (c): Cornelia Lüers
Ein bisschen verrückt muss wohl sein, wer fünf Jahre lang jeden Morgen nach dem Aufstehen erst einmal eine Katze malt. Christoph Hinz hat seinen ersten Kalender veröffentlicht. Foto (c): Cornelia Lüers

Jever – Wirklich Großes schafft nur, wer ein bisschen verrückt ist. So verrückt zum Beispiel, trotz eines stressigen, den Tag ausfüllenden Berufes jeden Morgen um fünf Uhr aufzustehen, um eine Katze zu malen. 365 Tage im Jahr, fünf Jahre lang, eine Katze nach der anderen, eine schöner als die andere. Und zwar erst einmal nur für sich selbst. Erst als Christoph Hinz, um den es hier geht, eine gewisse Übung darin hatte, zeigte er das eine oder andere Bild her. Die Zeitung – seine Zeitung, das Jeversche Wochenblatt, bei der er als Redakteur arbeitet – schrieb zweimal darüber, doch darüber hinaus hat der Katzenmaler nie eines seiner Werke publiziert oder ausgestellt. Erst nach Abschluss dieser Schaffensphase und nach beträchtlichem Drängen anderer ist das jetzt passiert. Seit wenigen Wochen ist er im Verkauf, der immerwährende Wandkalender für Katzenliebhaber: „Katzen Zeit“.

Die Idee, ein Dutzend der nach Tausenden zählenden Katzenbilder zu einem Kalender zu verarbeiten, haben Christoph Hinz und die Fresenia-Loge zu Jever für einen guten Zweck umgesetzt: Der Überschuss aus dem Verkauf soll dem Verein Tierschutz Aktiv e. V. und dem Integrationsprojekt der Academy of Dance zugute kommen. Aus Sicht der Loge passt das prima: Die einen schützen Katzen und andere Tiere, die anderen gehen schon mal in Katzenkostümen auf die Bühne, um zu tanzen.

Katzen haben es Christoph Hinz schon immer angetan. Er lebt seit vielen Jahren mit Katzen und hat sich lange aktiv im lokalen Tierschutz engagiert. Im Jahr 2007 beschloss er dann, Katzen zu zeichnen. Am 1. Januar 2008 setzte er sich zum ersten Mal an den heimischen Küchentisch und zeichnete eine Katze. Ab dann jeden Tag eine – bis zum 31. Dezember 2012. „Ich habe das Zeichnen nie gelernt und musste mir die Grundlagen während des Projektes erst aneignen“, erzählt er.

Dafür reichte das ursprünglich geplante eine Jahr nicht aus, es wurden fünf Jahre, in denen er sich weiterentwickelte. Seine Modelle waren natürlich die eigenen Katzen, aber da Katzen nicht still halten, bediente er sich auch zahlreicher eigener und fremder Fotos, um sich dem Wesen dieser Tiere anzunähern. Er zeichnete mit Tinte und Feder, Aquarellfarben und Espresso. In den frühen Morgenstunden oder in der späten Nacht holte er sich seine Pinsel, Stifte und Farben. Die so entstandene Serie umfasst 1827 Blätter. Mit den Zeichnungen, die Christoph Hinz nebenher produzierte, kommt er auf gut 2000 Arbeiten.

Gemeinsam mit der Fresenia Loge zu Jever traf Hinz eine Auswahl für diesen immerwährenden Wandkalender. Nun liegt der Kalender also vor: ein farbenfroher Begleiter durchs Jahr, der immer wieder neu aufgeschlagen werden kann und zwei großartige Projekte unterstützt. Um Katzen geht es nicht nur bei den monatlichen Motiven, Christoph Hinz hat jeweils auch kleine Texte zur Verfügung gestellt, in denen er über die eigenen Katzen und die Spuren berichtet, die sie im Leben der Menschen hinterlassen.

Katzen Zeit – ein immerwährender Kalender |Format A 3 | Herausgeber: Fresenia Loge zu Jever, I.O.O.F | Wittmunder Straße 2 | Herstellung: werbungundco | ISBN: 3-87542-081-4 |

Preis: 11,90 € | Auflage: 1000

„Respekt“ für die Sozialministerin

Das Buch „Respekt“, Ergebnis eines gemeinsamen Projekts des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge und des Landkreises Friesland, bekam Sozialministerin Cornelia Rundt als Gastgeschenk, als sie jetzt den Landkreis besuchte. Unser Bild zeigt von links Landrat Sven Ambrosy, Geschäftsführer Bernhard Bruhnken von der Wohnungsbaugesellschaft Friesland, Ministerin Rundt, Fachbereichsleiter Soziales Stefan Wiese und Simone Wernli-Lübken, Mitarbeiterin des neuen Pflegestützpunktes Friesland. Foto (c): Helmut Burlager
Das Buch „Respekt“, Ergebnis eines gemeinsamen Projekts des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge und des Landkreises Friesland, bekam Sozialministerin Cornelia Rundt als Gastgeschenk, als sie jetzt den Landkreis besuchte. Unser Bild zeigt von links Landrat Sven Ambrosy, Geschäftsführer Bernhard Bruhnken von der Wohnungsbaugesellschaft Friesland, Ministerin Rundt, Fachbereichsleiter Soziales Stefan Wiese und Simone Wernli-Lübken, Mitarbeiterin des neuen Pflegestützpunktes Friesland. Foto (c): Helmut Burlager

Dass das Thema „Älter werden“ in Friesland eine große Rolle spielt, machte Stefan Wiese, Fachbereichsleiter Soziales beim Landkreis Friesland, jetzt mit einem Gastgeschenk an Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) deutlich. Er überreichte ihr während eines Besuchs das Buch „Respekt – Porträts alter Menschen aus dem Jeverland“, das in Kooperation des Jeverschen Wochenblatts, der Fresenia-Loge und des Landkreises Friesland entstanden ist. Die Ministerin blätterte sofort darin und meinte: „So etwas müsste man alle paar Jahre wiederholen, es wachsen ja immer neue Generationen mit immer neuen Lebenserfahrungen nach.“ Bei dem Projekt „Respekt“ waren im Jahr 2012 über zwölf Monate hinweg 53 Menschen ab 75 in Wort und Bild porträtiert worden. Zunächst erschienen die Beiträge als Zeitungsserie, dann als Buch und als Bilderausstellung. Die Serie und das Gesamtprojekt wurden im Sommer mit einem Journalistenpreis des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen ausgezeichnet. (hbu)

Ilse Polak – Meine drei Leben

Lesung am 12. September in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer

Ilse Polak und Anne Dieckhoff - Meine drei Leben. Buchtitel.
Ilse Polak und Anne Dieckhoff – Meine drei Leben. Buchtitel.

Leer – Die Amerikanerin Ilse Polak und die deutsche Journalistin Anne Diekhoff halten am 12. September in der ehemaligen jüdischen Schule in Leer eine Lesung und stellen ihr Buch „Meine drei Leben“ vor. Beginn um 20 Uhr, Einlass um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um Voranmeldung gebeten, da der Platz begrenzt ist. Anmeldung bei der wissenschaftlichen Leiterin Anna Flume unter anna.flume@lkleer.de.

Ilse Polak wurde 1927 in Papenburg geboren. Fast auf den Tag genau 70 Jahre, nachdem sie mit ihrer Familie ins Ghetto von Riga deportiert worden war, entschloss sie sich, ihre Geschichte zu erzählen. Bisher kannten selbst ihre Freunde nur das glückliche Ende, das „Happy Ending in Amerika“, wie sie es nennt.

Was sie im Ghetto und im Konzentrationslager ertragen musste und welche traurigen Seiten ihre Kindheit in Papenburg hatte, das hatte sie für sich behalten.

Anne Diekhoff, Journalistin bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, lernte Ilse Polak im Spätsommer 2009 kennen, als diese schon 60 Jahre in New York lebte. Anne Diekhoff hat aufgezeichnet, was Ilse Polak ihr in zahlreichen Gesprächen erzählt hat. Bericht in der NOZ

Das Buch ist im August 2013 im Fehn-Verlag J. Eissing erschienen.

Humor mit hintergründigen Zwischentönen

Gerd Brandt, Albertus Akkermann und Werner Jürgens beleuchten in ihren Live-Programm bekannte und weniger bekannte Facetten aus dem Leben von Hannes Flesner

Hannes Flesner in den 80er Jahren.  Bild: Privatarchiv Flesner.
Hannes Flesner in den 80er Jahren.
Bild: Privatarchiv Flesner.

Ostfriesland. Musik und Döntjes rund um Hannes Flesner lautet das erfolgreiche Konzept ihrer Live-Show. Die beiden Folk-Musiker Gerd Brandt (Gitarre & Gesang) und Albertus Akkermann (Akkordeon & Gesang) werden bald wieder gemeinsam mit dem Autor der Flesner-Biografie „Gröön-Bohnen-Rock’n’Roll“ Werner Jürgens unterwegs sein, um ihrem Publikum in Gesprächen und Liedern bekannte und weniger bekannte Seiten des bis heute unvergessenen ostfriesischen „Schgangsongjees“ nahe zu bringen. Das Programm verspricht einen kurzweiligen biographischen Rückblick mit viel Humor, aber auch einigen überraschend hintergründigen Zwischentönen. Letztes Jahr spielte das Trio unter anderem vor ausverkaufter Kulisse im Leeraner „Kulturspeicher“. Für den September 2013 stehen jetzt weitere Termine an.

„Wir nennen unser Programm Radio-Show“, erläutert Brandt. „Das haben wir uns ein bisschen aus den USA abgeguckt. Im Kern geht es darum, dass wir in einer lockeren Abfolge von Talkrunden und Musikeinlagen das Leben von Hannes Revue passieren lassen wollen. “ Und die Vita des 1984 im Alter von nur 55 Jahren verstorbenen urigen Barden war durchaus facettenreich. Neben seinen plattdeutschen „Schgangsongs“ wie „Bottermelk-Tango“ oder „Genever Marie“ hat Flesner darüber hinaus ebenfalls für andere renommierte Künstler Schlagertexte geschrieben; so zum Beispiel für Rex Gildo, Nana Mouskouri, Lisa Fitz, Trude Herr, Lale Andersen, Willy Millowitsch, Henry Vahl, um nur ein paar Namen zu nennen. Manche seiner Titel, die er zumeist unter dem Pseudonym Peter Buchenkamp verfasste, erreichten gar Spitzenplatzierungen in den Hitparaden.

Ursprünglich war Hannes Flesner gelernter Journalist. Bis Mitte der 60er Jahren arbeitete er als Feuilleton-Chef bei der „Bild“-Zeitung. Dort hielt er in einer eigenen Musikkolumnen die Leser regelmäßig über die neuesten Trend auf dem Laufenden. In dem Zusammenhang war der Ostfriese einer der wenigen, die bereits frühzeitig das Potenzial der ersten Beatles-Platte mit Tony Sheridan erkannten. Als Flesner 1965 Pressechef der Plattenfirma Philips wurde, leistete er dann wichtige Schützenhilfe für den deutschen Karrierestart von späteren Superstars wie z.B. Abi & Esther Ofarim, Alexandra, Black Sabbath, Genesis, Kraftwerk, um wiederum nur ein paar Namen zu nennen. Bis heute sind auf vielen Platten-Covern und CD-Heftchen Texte zu finden, die aus der Feder des Ostfriesen stammen.

Ab den 70er Jahren rückte Hannes Flesner schließlich selber ins Rampenlicht. „Die meisten haben ihn auf die Rolle des Spaßmachers reduziert“, sagt sein Biograph Werner Jürgens. „Das wird ihm jedoch nicht gerecht. Denn Hannes hat sich in seinen Liedern auch immer wieder mit ernsten gesellschaftspolitischen Themen wie Umweltverschmutzung, Konsumzwang oder Entfremdung beschäftigt. Zudem war er im Kontext der damaligen Liedermacherbewegung definitiv der erste und lange Zeit auch der einzige Künstler, der konsequent auf die plattdeutsch Sprache gesetzt hat.“

Gut zwei Stunden dauert das Live-Programm, mit dem Gerd Brandt, Werner Jürgens und Albertus Akkermann ihren Zuschauern diese zahlreichen Facetten von Hannes Flesner nahe bringen werden. Die Tickets kosten 12 Euro an der Abendkasse oder 10 Euro zzgl. 10 % Gebühr im VVK. Online-Kartenbestellungen unter info@artychoke.de.

Termine der Flesner-Show in der Übersicht:

Sa. 07. September 2013 Kirche Groothusen (19.30 Uhr)

            VVK: Küster Mulders 04923-7792, Bücherstube Plenter Emden oder 04422-986001

So. 08. September 2013 Hayungshof Dunum (19.30 Uhr)

            VVK: Harlinger, Karl Erdmann 04971-2818 oder 04422-986001

Mo. 09. September 2013 Dorfgemeinschaftshaus Bunde (19.30 Uhr)

VVK: Bürgerbüro und Borus in Bunde, RZ Weener oder 04422-986001

Mo. 23. September 2013 Theater Norderney (20 Uhr)

Veranstaltung im Rahmen der 5. Norderneyer Plattdeutschen Woche

So. 29. September 2013 Dorfgemeinschaftshaus Neustadtgödens (16 Uhr)

            Vorverkauf: Jeversches Wochenblatt und Anzeiger für Harlingerland

RechtSchreibReform

Die NordWestBahn jetzt also auch. Was für eine UnSitte, BindeStriche wegzulassen und GroßBuchstaben mitten in WortVerbindungen hineinzubauen, vom JadeWeserPort  bis zur Sparkasse LeerWittmund, von der NachtEule bis zum – nein, Sie brauchen mich jetzt nicht zu unterbrechen, ich weiß es selbst  –  mein geliebtes Wochenblatt ist auch nicht davor gefeit – bis zum LeserService. Wir sollten unser komplette MutterSprache überarbeiten, den BindeStrich abschaffen und überhaupt jedes LangWort  in jedem TextBeitrag  durch die neue SchreibWeise ersetzen. Wäre das nicht schön? (hbu)

Yard Art. Der Schrottkünstler Diedel Klöver

Affenstark, der Gorilla in Lebensgröße.  Foto (c): Brigitte Meiners
Affenstark, der Gorilla in Lebensgröße. Foto (c): Brigitte Meiners

Rallenbüschen? Muss man auf der Landkarte erst mal finden. Diedel Klöver? Für viele Kunstfreunde im Nordwesten ein Begriff. Der Bildhauer zaubert den Menschen, die seine Kunstwerke betrachten, ein Lächeln ins Gesicht. Aus Schrott schweißt der Künstler großartige Skulpturen zusammen. Besonders gerne Tierfiguren, von Miniaturen bis hin zu lebensgroßen Löwen und Nashörner. Einmal im Jahr stellt er seine neuen Arbeiten vor, bei der Ausstellung „Yard Art“ im weitläufigen Garten seines Elternhauses in Rallenbüschen. Wo war das noch mal? Ein Bericht von Brigitte Meiners. Weiterlesen hier:

Yard Art – der Schrottkünstler Diedel Klöver

Bloß kein Bild mit einem Loser

Minister im Gespräch - aber nicht mit Lokalpolitikern. Foto (c): Helmut Burlager
Minister im Gespräch – aber nicht mit Lokalpolitikern.
Foto (c): Helmut Burlager

Wenn bekannte Politiker kommen, wollen alle mit aufs Bild. Ein bisschen vom Glanz der Präsidenten, Kanzler und Minister soll in Wahlkampfzeiten schließlich abstrahlen auf die örtlichen Kandidaten. Dafür vor allem werden die Promis durchs ganze Land kutschiert und geflogen. Gern stellen sich, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch Kandidaten und Kommunalpolitiker mit aufs Foto, die einer ganz anderen Partei angehören. Weltmeister darin war SPD-Mann Olaf Lies, als er noch nicht Minister war und die CDU-Leute in der Region zur Weißglut trieb, weil er ungefragt immer dabei war, wenn ein Unionsminister nach Friesland kam. Heute lassen sich andere gern mit ihm fotografieren – so ändern sich die Zeiten. Die haben sich auch für Thomas de Maizière geändert. Einst Hoffnungsträger der CDU, ist der Verteidigungsminister infolge der Drohnen-Affäre schwer angeschlagen, plötzlich umgibt ihn die Aura des Verlierers. So lief er auf dem Fliegerhorst Upjever ziemlich alleine durch die Gegend, als er sich vor ein paar Tagen zwei Stunden lang zum Truppenbesuch bei den Objektschützern aufhielt.

Als ob er eine ansteckende Krankheit hätte. Keiner fragte nach einem Gruppenbild, niemand strahlte beim Shakehands mit dem Minister in die Kameras,  an der Pressekonferenz nahmen  die örtlichen Politiker anderer Couleur gar nicht erst  teil. Und das am „Gewinnerstandort“ der Bundeswehrreform, wie de Maizière Upjever nannte. Undank ist der Welt Lohn. Und die Friesen waren auch schon mal freundlichere Gastgeber…

Zapp greift Auricher Affäre auf

Das NDR-Medienmagazin „Zapp“ hat am Mittwochabend über den Versuch des Auricher Landrats berichtet, einen missliebigen Redakteur der Lokalzeitung aus dem Verkehr zu ziehen.

 

Anzeigen-Sonntagsblatt wechselt Besitzer

In der ostfriesischen Zeitungslandschaft, nach wie vor eine der buntesten in Deutschland, aber in den vergangenen Jahren bereits durch Fusionen und Übernahmen verändert, tut sich wieder etwas. Die ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH hat heute mitgeteilt, dass sie den Leeraner Anzeigenblattverlag Sonntags-Report GmbH & Co. Kommanditgesellschaft von der Nordwest Medien GmbH & Co. KG gekauft hat. Die Geschäfte werden der Mitteilung zufolge seit gestern (Mittwoch, 14. August) durch die ZGO übernommen. In der ZGO erscheinen bereits die Tageszeitungstitel Ostfriesen-Zeitung (Leer), General-Anzeiger (Rhauderfehn), Ostfriesische Nachrichten (Aurich) sowie die Anzeigenblätter „Der Wecker“ und „Von Haus zu Haus“. Der anzeigenstarke Sonntags-Report erscheint in Leer, Papenburg und im nördlichen Landkreis Emsland. Er hat eine Auflage von 108 693 Exemplaren. Erstmalig ist der Titel Sonntags-Report am 7. September 1986 erschienen. Der Kauf durch die ZGO Zeitungsgruppe Ostfreisland GmbH wurde der Pressemitteilung zufolge durch eine jüngst beschlossene Veränderung des Pressefusionsrechtes möglich. „Die Kundenbeziehungen werden durch den Sonntags-Report fortgeführt. Alle Mitarbeiter werden übernommen. Über die Höhe des Kaufpreises haben beide Parteien Vertraulichkeit vereinbart“, heißt es weiter.

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