Etwas Kluges über den lieben Gott

Habe heute in der Berner Zeitung ein bemerkenswertes Interview mit dem Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel gelesen. Der sagt: “Ich weiß, dass es keinen Gott gibt, aber ich glaube an ihn.”  “Wie geht das?”, fragt die Interviewerin Lucie Machac. Darauf Peter Bichsel: “Nun, auch wenn es einen naturwissenschaftlichen Gottesbeweis gäbe, könnte ich ja immer noch sagen: Aber ich glaube nicht an ihn. Also kann ich auch sagen, es gibt keinen, aber ich mag ihn. Ich halte Religion für etwas Diesseitiges, eine wunderbare, uralte Erfindung von Menschen, und die Bibel für ein großartiges Buch, weil sie sich dauernd widerspricht. Wenn Gott ein Teil der Natur wäre, wäre mir das zu wenig, als Erfindung ist er viel großartiger.”

Peter Bichsel ist 75, er schreibt vor allem Kurzprosa und Kolumnen. Mit den Kurzgeschichten “Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen” gelang ihm 1964 der literarische Durchbruch. Das Interview erschien in der Berner Zeitung, Ausgabe vom 24. Dezember 2011, Seite 14.

Jahresrückblick im Video

Das Jahr 2010 im Film: Wochenblatt-Kameramann Jürgen Eden hat aus den vielen Beiträgen, die er im Laufe dieses Jahres für den Internet-TV-Kanal des Jeverschen Wochenblatts erstellt hat, die schönsten, interessantesten, lustigsten zu einem kurzweiligen Jahresrückblick zusammengestellt. Zu Wort kommen in dem Video mit einem Grusswort zum Jahreswechsel auch Landrat Sven Ambrosy und Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt. Viel Spass beim Zuschauen. www.youtube.com/wochenblatttv

Ein Vorweihnachtswunder in der Nordwestbahn

Eine wahre Geschichte, diese Woche zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven erlebt

Von Désirée Warntjen

„Das glaubt uns kein Mensch“, meint der Zugreisende, der gerade mit ein paar Freunden die Nordwestbahn verlässt. Auf seiner Heimfahrt Richtung Wilhelmshaven hatte der Mann eine halbe Stunde zuvor einfach nur ein bisschen adventliche Stimmung im Abteil schaffen wollen – und wurde mitsamt der weiteren Mitreisenden mit einem kleinen Vorweihnachtswunder beschert.

„Heute ist der vierte Advent, wollen wir nicht zusammen ein Weihnachtslied singen?“, hatte der Bahnfahrer vorgeschlagen. Erst zögerlich, dann stimmkräftiger wurde erst einmal sehr passend zur Landschaft, durch die man fuhr, „Leise rieselt der Schnee“ intoniert.

Beim Weitersingen stellte sich heraus, dass das Erste-Strophen-Syndrom auch unter den anwesenden Mitreisenden gravierend verbreitet war: Mehr als die jeweils ersten Zeilen bis zu einem Refrain brachte man nicht zustande. Eine junge Frau konnte helfen und zog ein Notenheft mit Weihnachtsliedern hervor. Nach zwei, drei Liedern tauchte dann die neugierige Frage auf, warum sie Weihnachtsnoten mit sich führte.

„Die Lieder habe ich in Osnabrück gespielt“, sagte sie und zauberte unter Jubelrufen eine Querflöte aus ihrer Tasche. Die nächsten Lieder sangen die Reisenden etwas leiser, damit der Flötenton zu hören war.

Das Ankunftsziel der Flötistin rückte in absehbare Nähe, das Instrument verschwand wieder in der Tasche – doch nun tauchte eine weitere Musikerin auf, mit einem Geigenkasten unter dem Arm. Bettelnde Blicke und Worte erweichten sie: Der Kasten wurde geöffnet, das Instrument ein bisschen nachgestimmt – und weiter ging das kleine Weihnachtskonzert, das zwei Dutzend Menschen, die sich überwiegend fremd waren, gemeinsam singen und lächeln ließ.

Am meisten hat der spontan wachsende Umfang des Konzerts den Initiator selbst überrascht. Und so wiederholt er beim Aussteigen noch ein paar Mal: „Das glaubt uns kein Mensch!“

Aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 21. Dezember 2010

Das Wochenblatt auf Facebook: Wochenblatt

Die aktuelle Diskussion um Mikrokredite

Die Linksammlung zum Thema Mikrokredite ist umgezogen, und zwar hierher: https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/

Die Meinung von Opportunity International zum Thema: https://friesenblog.wordpress.com/2010/11/27/schwarze-schafe-schaden-einer-guten-idee/. Ein Beitrag von Stefan Knüppel, Vorstand der Stiftung OID.


Big Easy: Abschiedskonzert am Sonnabend

Um allen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, sagt Claus Fischer es gleich am Anfang: „Wir gehen nicht im Streit auseinander.“ Das wäre auch schade nach fast 20 Jahren Partnerschaft – auf der Bühne. So lange schon kennen sich Fischer (44) und Ingmar Viertel (44), die am morgigen Sonnabend zum (vorerst) letzten Mal gemeinsam auftreten.

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Claus Fischer, links, und Ingmar Viertel von “Big Easy”

Mit einem Abschieds- und Benefizkonzert ab 20 Uhr im „Café Maria“ bei Maurizio Esposito in der Großen Burgstraße sagt Ingmar Viertel seiner Band und den Fans von „Big Easy Acoustic“ adieu. Er wechselt zur Band „Black Jack“, wo er immer schon mal ausgeholfen hat. „Big Easy“ macht weiter, mit Claus Fischer und Dieter Schoon und ab Januar 2011 verstärkt um Claus Rettkowski und Yvo Herckelrath. Alles so Namen, die man in der Szene kennt, und eigentlich hat sowieso jeder schon mal mit jedem auf der Bühne gestanden.

Kein Wunder also, dass beim Abschiedskonzert morgen Abend Rettkowski und Herckelrath mit von der Partie sind und als Gäste einen Vorgeschmack auf das neue „Big Easy“ geben.

„Wir sind ja alle ein bisschen ruhiger geworden“, sagt Claus Fischer schmunzelnd. Aus seiner wilden Zeit sind die langen Haare geblieben, das ist er seinem Image als Metal-Rocker schuldig, auch wenn’s nicht so hundertprozentig zu seiner bürgerlichen Existenz als kaufmännischer Angestellter passt. 1979 stand er zum ersten Mal auf der Bühne. Heavy Metal war angesagt, und Fischer hatte die Röhre dafür: Er war und blieb ausschließlich Sänger.

Mit der Gruppe „Rave“ nahm er 1981 seine erste Single auf.  In dem Jahr lernte er auch Ingmar Viertel kennen, der im Sommer des Jahres bei „First Aid“ im Mariengymnasium spielte. Zusammen standen die beiden dann schon einmal für ein Jahr lang mit der Formation „Diamond Breaker“ auf der Bühne, unter anderem bei einem ausverkauften Konzert im Pumpwerk in Wilhelmshaven.

1985 gründete sich in Jever im damaligen „Studio Selznick“ (heute „Taverna“) die legendäre Band „Ballermann“, zu der Claus Fischer 1994 hinzustieß, ebenso Ingmar Viertel. Bis 1999 fuhren sie Erfolg um Erfolg ein, dann pausierten beide für eine ganze Weile, musizierten zwar, gaben aber keine Konzerte.</p><p>Ende 2007 gründeten Fischer und Viertel dann mit Dieter Schoon die Band „Big Easy Acoustic“, die in Jever regelmäßig in der Reihe „Treffpunkt Kirchplatz“ anzutreffen ist. Von Metal über Blues-Rock sind die „Dinos“ der friesländischen Musikszene inzwischen bei solide handgemachtem Akustik-Rock angekommen und haben ihr treues Publikum.

Das kriegt Samstagabend alles zu hören, was Viertel, Fischer, Schoon &amp; Co. im Laufe der Jahre so einstudiert und auf die Bühne gebracht haben. Gastwirt Maurizio Esposito serviert dazu einen Beviano Novello Italiano. Von jeder Flasche des roten Primeur-Weines gehen 5 Euro an die Kinderkrebshilfe.

Der Eintritt zu dem gemütlichen Konzertabend im „Café Maria“ ist frei.

DJV unterstützt Appell von Tageszeitungen gegen Angriffe auf Wikileaks

Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt den Appell einiger Tageszeitungen gegen die Angriffe auf Wikileaks. „Es ist mit den Grundsätzen der Meinungsfreiheit nicht vereinbar, wenn Politik und Wirtschaft versuchen, Zensur auszuüben“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Dies wird im Fall Wikileaks in massiver Weise praktiziert.“ Es sei deshalb gut und notwendig, dass sich einige Zeitungen jetzt klar zu den gegen Wikileaks gerichteten Zensurversuchen positionierten.

Journalistinnen und Journalisten seien darauf angewiesen, insbesondere bei kritischen Themen Insiderinformationen zu bekommen, sagte der DJV-Vorsitzende. Wikileaks habe sich in Bezug auf die amerikanische Außenpolitik als wichtige Quelle erwiesen. Das Wikileaks-Material entbinde Journalisten nicht von ihrer Pflicht zur Recherche. „Die Leser und Zuschauer müssen sich darauf verlassen können, dass das Material authentisch ist.“ Deshalb ersetze Wikileaks keineswegs den Journalismus, sondern bereichere ihn. „Wer die Quelle unterdrückt, schadet dem Journalismus“, so DJV-Vorsitzender Konken.

Quelle: DJV-Pressemitteilung, 16.12.2010

Schnee und Eis: Nordwestbahn twittert

Aktuelle Fahrgast-Informationen übers und Internet

Schnee und Eis vorausgesagt

Osnabrück, 15.12.2010: Für den morgigen Donnerstag, 16. Dezember sind schlechte Witterungsbedingungen für alle Reisenden vorausgesagt. Wichtig sind dann schnelle Informationen über die aktuelle Verkehrssituation. Aus diesem Anlass stellt die NordWestBahn auf ihrer Internetseite zeitnahe Wintermeldungen ein. Zudem werden die Verkehrshinweise für die Schiene auch getwittert.

Aktuelle Verkehrs-Informationen im Netz:

http://www.nordwestbahn.de/de/fahrplan/aktuelle-wintermeldungen.html

http://www.regiosbahn.de

Twitter für Niedersachsen:

http://twitter.com/NWB_NDS/

Twitter für Regio-Bahn

http://twitter.com/NWB_RegioSBahn/

Twitter für Nordrhein-Westfalen:

http://twitter.com/NWB_NRW/

Die NordWestBahn bittet ihre Fahrgäste sich vorab über ihre Verbindungen zu informieren.

Olaf King Allstars im Orange am Pumpwerk

Der Jazzclub Wilhelmshaven/Friesland präsentiert:
Sonntag, 19. Dezember 2010 – um 17:00 Uhr

im „Orange“
am Pumpwerk Wilhelmshaven, Banter Deich 1

Olaf King Allstars

Vor einigen Jahren stellte der Entertainer und Trompeter Olaf King eine Gruppe zusammen, die aus besonders qualifizierten Musikern verschiedener norddeutscher Spitzenbands bestand.
Das Konzept dieser „Allstars Band“ hat sich inzwischen bestens bewährt. Die Gruppe hat sich nicht nur auf die übliche Dixieland-Richtung festgelegt, sondern schaut sehr intensiv „über den Tellerrand“ hinaus.

Olaf-King-Allstars_1

Diese Tatsache zeigt sich in der außergewöhnlichen Vielseitigkeit des Repertoires. Es reicht vom klassischen Oldtime-Jazz über Swing  Standards, wie z.B. „New York New York“ oder „Fly me to the Moon“ in der Version von Roger Cicero („Schieß’ mich doch zum Mond“), bis zum Rock’n Roll (Elvis), Funk (James Brown) oder Oldie (Blues Brothers, Jo Cocker, Beatles, Blood, Sweat and Tears).
Ein weiteres Highligt der Band sind die Imitationen und Parodien, z.B. auf Louis Armstrong, Elvis, Ray Charles, Louis Prima, Fats Domino oder Dean Martin.

Olaf King als Bandleader ist für die humorvolle Moderation zuständig. Jeder Solist der Olaf King Swingers spielt in seiner jeweiligen Stammband bereits seit vielen Jahren, und somit ist es für den Einzelnen immer wieder ein interessantes Erlebnis, in dieser Formation einen völlig anderen Klangkörper zu erleben. Dieses spiegelt sich auch in der auffallenden Spielfreude der Musiker wieder.

Das Motto Jazz Entertainment hat sich in den letzten 20 Jahren als hervorragendes Konzept herausgestellt. In ihrer Vielseitigkeit sind die Olaf King Allstars sicher einmalig in der norddeutschen Region – vielleicht auch darüber hinaus.

Die Olaf King Allstars setzen sich aus folgenden Solisten zusammen:
OLAF KING – Trompete, Flügelhorn, Gitarre, Ventilposaune, Gesang, Moderation
MULPI FEHLHABER – Klarinette, Saxophon
HANS-GEORG Rose – Posaune, Keyboards
BERND MÜLLER – Bass, Gesang, Moderation
RAFAEL JUNG – Keyboards, Gesang
JAN LORENZ – Schlagzeug, Klarinette, Gesang
HELGE LORENZ – Gitarre, Schlagzeug, Banjo

http://www.jazzclub-whv-fri.de