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Kategorie: Leben
Das wundersamste Ereignis des Jahres 2011
Aus dem Jahresrückblick der “Welt am Sonntag” vom 18. Dezember 2011, Seite 23:
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„Einer von beiden hatte erst sich, dann den Freund erschossen.“
Wir Griechen
Was zeigen wir im Moment gern mit dem Finger auf die Griechen, von denen gefühlte 60 Prozent im Staatsdienst sind und die anderen 40 Prozent in Rente. Und wenn sie nicht gerade streiken, sitzen sie in den Cafés und schimpfen über den Staat und über Europa. In Deutschland ist alles ganz anders, da arbeiten alle fleißig, sind bescheiden und meckern nicht… Die ganze Geschichte hier: Die Samstagskolumne im Wochenblatt
Wer hilft, lebt gesünder…
Warum verschenken die einen die Hälfte ihres Vermögens, während die anderen am hungernden Mitmenschen achtlos vorbeigehen? Und warum lebt gesünder, wer sich dafür einsetzt, die Armut auf der Welt zu verringern, den Hunger und die Krankheiten zu bekämpfen? Und warum sollte ich was abgeben, wenn die anderen auch nichts oder viel weniger abgeben? Ein interessanter Aufsatz im Magazin der Süddeutschen: „Es geht nicht um viel, es geht um alles“, schreibt Michaela Haas: Zum SZ-Beitrag
Radar Love
Heute mal ein bisschen wilder:
Hautkontakt mit dem Publikum
Carsten Feist war bei Wingenfelder:Wingenfelder
und hat dies an Friesenblogs Pinnwand gepostet:
„Esens. Jugendherberge. Frühstücksraum. Hier tummeln sich eigentlich Heerscharen aufgeregter Schulklassen auf der Flucht vor lauwarmen Früchtetee und Aufsichtführenden Lehrkräften. Eigentlich.
Lautsprechertürme, unendliche Kabelstränge, rockmusiktaugliche Instrumente und 150 erwartungsfrohe sehr erwachsene Menschen geben dem Raum ein völlig anderes Ambiente.
Nettes Personal, gepflegte Getränke. Irgendetwas ist anders in dieser Jugendherberge im Herzen Ostfrieslands.
Irgendwas? – Nein. Kai Wingenfelder & Thorsten Wingenfelder sind anders. Die Herren waren jahrelang mit einer Hannoveraner Nachspielend (Selbstauskunft!) erfolgreich auf deutschen Bühnen am Start. Diese Combo gibt es gerade mal nicht mehr, aber die Jungs haben (erfreulicherweise) weiterhin Lust auf Rockmusik. Erwachsene Rockmusik. Authentisch und souverän. Musik, die niemandem mehr etwas beweisen muss.
Mit solchem Material traut sich das Duo, begleitet von handwerklich bundesligatauglichen Musikern, mal eben in die Jugendherbergen in der norddeutschen Provinz. Das Publikum nicht nur in Sichtweite. Hautkontakt. Eine Bühne so groß wie sonst wahrscheinlich die Garderobe.
Wer sich so etwas traut, weiß, was er kann. Über 2 Stunden werden Geschichten erzählt, wird gerockt, gejamt und zwischendurch mal kurz die Instrumente gestimmt. Unaufgeregt. Ehrlich. Beeindruckend.
Mit im Programm Tobias Regner, der irgendeine Casting-Show gewonnen haben soll, hier aber zeigt, dass er es kann und Astrid North (Cultured Pearls), die mit ihrem stimmlichen Charisma dem Frühstücksraum für die nächsten 10 Jahre den Soul eingehaucht hat.
Ein wirklich nette Idee und eine wirklich beeindruckende Umsetzung, diese Tour durch Jugendherbergen. Bleibt die Hoffnung, dass die mitgeschnittenen Takes vom Konzert irgendwann (legal!) zu haben sein werden.
Danke an W&W für das Konzert und an HB für die Karten!“
Stunden der Angst
Das Martyrium der Gefängnistherapeutin Susanne Preusker
Eine Geiselnahme in der JVA Straubing sorgte im April 2009 für bundesweites Entsetzen: Gefängnistherapeutin Susanne Preusker war mehrere Stunden in der Gewalt eines Häftlings, wurde von ihm mit dem Messer bedroht und mehrfach vergewaltigt. Ihr Martyrium hat sie nun in einem Buch verarbeitet. Ungeschminkt schildert Susanne Preusker darin die Tragödie in der JVA, die Todesangst, aber auch, wie sie nach dem Trauma überlebt hat.
Aus diesem Buch liest Susanne Preusker auf Einladung der Fresenia-Loge zu Jever
am Freitag, 2. Dezember 2011 um 19.30 Uhr im Schützenhof Jever
in einer öffentlichen Veranstaltung. Karten sind an der Abendkasse für € 7,00 erhältlich.
„Ostfreeske Tuffel 2011” verliehen
Die Verleihung der Ostfreeske Tuffel 2011, des ONNO-Preises für nachhaltige Ernährungskultur, fand im Rahmen des 31. Ostfrieslandmahles im Bagbander Ostfriesenbräu statt. Preisträger in diesem Jahr ist der Verein “Appelhoff” aufgrund seiner Verdienste um Schutz und Erhalt alter ostfriesischer Apfelsorten. Jedes Jahr sucht der Verein Onno einen Preisträger für die Osfreeske Tuffel, die sich als ein schönes Symbol für den Einsatz einer regionalen Ernährungskultur in Ostfriesland bewiesen hat. Damit soll wertgeschätzt werden, was in jüngster Zeit an positiven Impulsen für die regionale Ernährungswirtschaft getan wurde. Mit mehr als 60 Gästen war das 31. Ostfrieslandmahl bereits Wochen vorher ausgebucht. In gemütlichem Ambiente genossen die Teilnehmer das Vier-Gänge-Menü in der Bagbander Brauerei, das Mahl stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Bieres.
Die Ostfrieslandmahle finden meist an besonderen, ungewöhnlichen oder auch traditionellen Orten statt, an denen sich auch eine ernährungs-, landesbezogene- oder landeskulturelle Geschichte dazu erzählen lässt, mit dem Ziel am Ende die regionalen Produzenten und Gastronomen nicht nur für eine einmalige, sondern eine wiederkehrende Zusammenarbeit und für kulinarische Genüsse zusammenzubringen. Hier geht es vor allem auch darum, den Gästen etwas zu den Produkten, seinen Produzenten und Produktionsweisen zu erzählen.
Auf dem Bild ist der Vorsitzende des Vereins, Johannes Bolland, zu sehen, gemeinsam mit Rene Krischer vom Ostfriesenbräu, sowie Hedda Schattke und Reinhard Pfriem von ONNO.
Sie schauen noch?
Vom Einkaufen in alten Zeiten. Vorwort zu einer interessanten Ausstellung in Jever. Zum Beitrag
Respekt für die Leistungen eines Lebens
Helden des Alltags gesucht: Senioren sollen ihre Geschichte erzählen
Jever – Aus seiner Verwandtschaft kennt das jeder: Wenn die Großeltern „von früher“ erzählen oder man von der alten Tante plötzlich Dinge aus ihrem Leben erfährt,die man nicht einmal geahnt hat. Leute, die man für langweilig gehalten
hat, entpuppen sich plötzlich als Helden des Alltags. Solche Menschen suchen das Jeversche Wochenblatt, die Fresenia-Loge Jever und die Seniorenbeauftragte des Landkreises Friesland, Nantke Ihnen, für ein Vorhaben, das den Titel „Respekt“ trägt. Mit einer Zeitungsserie aus 52 Kurzporträts, die sich über das ganze Jahr 2012 erstrecken wird und einer Buchveröffentlichung sowie weiteren Aktionen sollen die Leistungen der älteren Generation für unsere Gesellschaft gewürdigt werden. Frauen und Männer ab 75, die ihre Geschichte erzählen möchten, können sich melden und vorgeschlagen werden. Mehr dazu: Respekt
Foto: Harm Kampen aus Cleverns ist ein Kandidat für die “Respekt”-Porträts.© Sigrid Kasdorf