Tag 247 | Rettung

Mal wieder was von den Seenotrettern, Pressemitteilung von heute:

Großangelegte Übung der Seenotretter vor Wilhelmshaven

Seenotretter üben Ernstfall mit dänischen und niederländischen Einheiten und THW

Hooksiel – Vom 4. bis zum 7. September 2014 findet vor Wilhelmshaven die DanGerNed SAREX 2014 statt (SAREX = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Mit dabei sind zwei Seenotkreuzer und vier Seenotrettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die auch Ausrichter der Übung ist, sowie voraussichtlich zwei Einheiten der dänischen Marineheimwehr, eine Einheit der niederländischen Seenotrettungsgesellschaft KNRM, sowie drei Mehrzweckarbeitsboote des THW (Technisches Hilfswerk), sowohl von der THW-Bundesschule Hoya als auch vom THW Ortsverband Wilhelmshaven. Zwei weitere Schiffe vom Jade-Dienst dienen als „Havarist“ und zur Unterstützung der Übung.

 Die DanGerNed SAREX dient vor allem dem Training der Einsatzkoordination bei grenzübergreifenden Einsätzen. Das genaue Übungsszenario wird den beteiligten Einheiten erst mit der „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Koordinierte Suche, medizinische Erstversorgung und Verletztentransport sowie Rettung und Bergung von Schiffbrüchigen werden Bestandteile der Übungsszenarien sein.

Insgesamt werden über 75 Personen an der Übung beteiligt sein. Ausbildungsleiter Jörg Kemna der DGzRS, der das Szenario leitet, hatte bereits 2012 eine vergleichbar komplexe Übung mit dem dänischen Seenotrettungsdienst auf Helgoland durchgeführt. Im März dieses Jahres hatte es in der Zentrale der DGzRS in Bremen ein umfangreiches Vortreffen der beteiligten Länder zur Übungskonzeption gegeben.

 „Dass bei Einsätzen im Grenzgebiet die Seenotrettungsdienste zusammenarbeiten, ist eine Selbstverständlichkeit“, so Jörg Kemna. „Wir können durch eine komplexe Übung wie diese allerdings gemeinsame Suchverfahren und Kommunikationsverfahren trainieren, was für den Ernstfall wesentlich ist.“

 Für echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ sorgt die DLRG-Gruppe Goch e.V. RUND (realistische Unfall- und Notfalldarstellung). Ein besonderer Dank gilt auch dem Wilhelmshavener Segelclub, der für die Übung seine Bootshalle bereitgestellt hat, Niedersachsen Ports für die Bereitstellung von Ponton, Steganlage und Parkplätzen sowie den freiwilligen Seenotrettern der Station Wilhelmshaven, die wesentlich zur Vorbereitung und Organisation vor Ort beigetragen haben.

 

Tag 237 | Weitblick

S1Q_DGzRS_15.inddPlanen mit dem sprichwörtlichen „nautischen Weitblick“, das ermöglicht der Viermonatskalender der Seenotretter auch für das Jubiläumsjahr 2015. Erneut kooperiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Bremer Unternehmen „terminic“, einem der führenden Kalenderhersteller Europas. Dank dessen großzügiger Unterstützung liegt der Spendenanteil bei rund 80 Prozent. Der Erlös kommt direkt dem Seenotrettungsdienst an unseren Küsten zugute.

Im kommenden Jahr wird die DGzRS 150 Jahre alt. Der Viermonatskalender 2015 der Seenotretter trägt deshalb ein ganz besonderes Motiv: Das historische Ruderrettungsboot „August Grassow“ des Vereins Historische Seenotrettung in Horumersiel und der moderne Seenotkreuzer  „Vormann Steffens“sind gemeinsam zu sehen, symbolisch für die technische Entwicklung im Seenotrettungsdienst. Das Jahr 2015 steht für die Seenotretter ganz im Zeichen ihres Jubiläums. Mit einer „Woche der Seenotretter“ vom 29. Mai bis 4. Juni 2015 in Bremen und Bremerhaven begeht die DGzRS ihr 150-jähriges Bestehen. Gemeinsames Ziel von DGzRS und „terminic“ ist es, möglichst viele Unternehmen zu gewinnen, anstelle herkömmlicher Betriebskalender auf den speziellen Seenotretter-Kalender zurückzugreifen.

Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Zuwendungen finanziert. Der Viermonatskalender kostet pro Stück 6,50 Euro zzgl.  Versandkosten, ab 100 Stück fünf Euro. Zu beziehen ist er im Seenotretter-Shop im Internet. http://seenotretter-shop.de/viermonatskalender-2015.html

Mehr zum DGzRS-Jubiläum:  www.150-jahre-seenotretter.de

Tag 232 | Zehner

Die Bundesregierung hat heute beschlossen, eine Zehn-Euro-Gedenkmünze zum 150-jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im kommenden Jahr prägen zu lassen und auszugeben. Damit ehrt die Bundesrepublik Deutschland die unabhängige, eigenverantwortliche und rein spendenfinanzierte Arbeit der Seenotretter seit anderthalb Jahrhunderten auf See. Die Sonderprägung soll ab 7. Mai 2015 erhältlich sein. Am 29. Mai 2015 begeht die DGzRS ihren 150. Geburtstag mit Festakt und Taufe eines neuen Seenotrettungsbootes in Bremen.

Vorder- und Rückseite der Gedenkmünze, die 2015 herausgegeben werden soll. (c) BADV
Vorder- und Rückseite der Gedenkmünze, die 2015 herausgegeben werden soll. (c) BADV

Motiv der Gedenkmünze ist das bekannte Hansekreuz der Seenotretter. In Rot und Weiß ist es an den Aufbauten der Rettungseinheiten weithin sichtbar und zudem in Form der offiziellen Dienstflagge der DGzRS an Bord dauerhaft gesetzt, um die ständige Einsatzbereitschaft der Rettungsflotte rund um die Uhr und bei jedem Wetter zu dokumentieren.

Auf der Bildseite der Münze verschmilzt das Hansekreuz mit einem Bootsrumpf zu einer Einheit. Der Entwurf stammt von dem Künstler Joachim Dimanski aus Halle (Saale).  Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift: „FREIWILLIG • UNABHÄNGIG •  SPENDENFINANZIERT“. Die Gedenkmünze ist innerhalb Deutschlands gesetzliches Zahlungsmittel. Sie soll in zwei Prägequalitäten und Legierungen geprägt werden.

Die 1865 gegründete DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Ihre 180 fest angestellten und mehr als 800 freiwilligen Seenotretter fahren mit 60 Rettungseinheiten fahren Jahr für Jahr mehr als 2000 Einsätze auf Nord- und Ostsee, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

Mehr Informationen: www.150-jahre-seenotretter.de).

Tag 213 | Auf Fangfahrt

Bei Niedrigwasser fährt ein Krabbenkutter von Varelerhafen durch die wasserführende Priele in den Jadebusen hinaus. Fangfahrt im Sommer. Foto: Helmut Burlager
Bei Niedrigwasser fährt ein Krabbenkutter von Varelerhafen durch die wasserführende Priele in den Jadebusen hinaus. Fangfahrt im Sommer. Foto: Helmut Burlager

 

 

Tag 160 | Hafen

So muss das aussehen: Jade-Weser-Port am Pfingstmontag, 9. Juni. Zwei Containerschiffe am Kai, die Brücken in Betrieb.

Container-Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port am 9. Juni 2014. Foto: Helmut Burlager
Container-Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port am 9. Juni 2014. Foto: Helmut Burlager

Tag 152 | Rehnot

Den wohl ungewöhnlichsten Einsatz der vergangenen Tage fuhren die Norderneyer Seenotretter am Sonntagmorgen, 1. Juni. Aus dem Fahrwasser vor Norddeich retteten sie einen jungen Rehbock. Die Besatzung der „Frisia II“ hatte das um sein Leben kämpfende Tier von der hoch gelegenen Brücke der Fähre entdeckt und die DGzRS informiert. Mit dem Tochterboot „Johann Fidi“ des Seenotkreuzers „Bernhard Gruben“ näherten sich die Seenotretter dem völlig erschöpften Reh. Ein Seenotretter ging im Überlebensanzug ins Wasser und trug das Reh durch die Bergungspforte an Bord. „Es zitterte am ganzen Körper, war aber sonst völlig ruhig. Man konnte spüren, dass es über unsere Hilfe froh war“, sagt Seenotretter Ralf Jüttner. In Norddeich übernahm ein Jäger das Reh in seine Obhut.

Rehnotretter Ralf Jüttner vom Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" von der Station Norderney, mit dem geretteten Rehbock am Anleger der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Norddeich am 1. Juni 2014. Foto (c): DGzRS
Rehnotretter Ralf Jüttner vom Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ von der Station Norderney, mit dem geretteten Rehbock am Anleger der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Norddeich am 1. Juni 2014. Foto (c): DGzRS

 

Tag 148 | Ins All

Vom Schiff zum Raumschiff

Ein Jahr vor dem 150-jährigen Jubiläum beginnt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ihre Öffentlichkeitsarbeit noch einmal zu verstärken. In den kommenden Monaten werden die Seenotretter sogar im Weltall auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der letzte Nacht zur Internationalen Raumstation ISS geflogen ist, hatte eine Flagge der DGzRS im „Reisegepäck“. Gerst war am Abend mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS ist sechs Stunden später planmäßig dort angekommen. Die Flagge auch. „Raumfahrer und Seefahrer verbindet einiges“, schreibt dazu die DGzRS in einer Pressemitteilung. Ohne satellitengestützte Navigation und Kommu­nikation ist Schifffahrt heute kaum noch vorstellbar. Satelliten helfen Seenotrettern in aller Welt dabei, Havaristen zu finden und Schiffbrüchigen schneller zu helfen. Statt wie gewohnt im Wind am Schiff soll die Flagge der Seenotretter deshalb ausnahmsweise in der Schwerelosigkeit des „Raumschiffs“ für die Arbeit der DGzRS werben. Versehen mit den Unterschriften der gesamten Crew der ISS wird sie ein halbes Jahr später gemeinsam mit Alexander Gerst auf den blauen Planeten zurückkehren.

Tag 132 | Sonne

Nein, der Titel soll nicht in die Irre führen, in Norddeutschland herrscht Schietwetter. Aber vielleicht können diese schönen Bilder Eure Gemüter aufhellen. Überführung des Forschungsschiffs „Sonne“ von Papenburg zur Nordsee.

Tag 110 | Wattsegler

Verleger Florian Isensee und Autor Detlef Hinz bei der Buchvorstellung in Harlesiel. Foto (c): Isensee
Verleger Florian Isensee und Autor Detlef Hinz bei der Buchvorstellung in Harlesiel. Foto (c): Isensee

Das ostfriesische Wattenmeer ist ein Lebensraum, der von der Natur beherrscht und geprägt wird. Jeder, der das Wattenmeer mit all seinen Facetten erleben möchte, muss sich über die Dynamik und stetigen Veränderungen in dieser Welt klar sein und eine Portion Skepsis walten lassen. Das Buch „Segeln im Watt – Als Wattstrieker des 21. Jahrhunderts“  ist ein Ratgeber zum Segeln in eben diesem Gebiet. Es gibt wichtige Hinweise zum Lebensraum Wattenmeer und zu der Ausrüstung, die ein wattgehendes Schiff benötigt. Zudem werden die rechtlichen Grundlagen und Verkehrsregeln im niedersächsischen Wattenmeer erläutert. Detlef Hinz hat sein Buch jetzt in Harlesiel vorgestellt.

Hinz berichtet  aus eigener Erfahrung. Schon seit vielen Jahren segelt er im Watt, er kennt alle Eigenarten dieses anspruchsvollen Gebiets und gibt nützliche Tipps und Tricks. Zusätzlich kann er mit einem abgeschlossenen Meeresökologie- und Nautikstudium ein breites Fachwissen vorweisen. Der Autor betreibt eine eigene Segelschule in Harlesiel. Mit seinem Buch möchte er auf einem weiteren Weg seine Erfahrungen teilen und interessierten Seglern das Wattenmeer in seiner Einzigartigkeit näher bringen.

Detlef Hinz: Segeln im Watt. Als Wattstrieker des 21. Jahrhunderts. 228 Seiten, 120 farbige und 32 s/w Abb., 31 Tabellen, broschiert, 2014, 18,80€. ISBN 978-3-7308-1061-3

Tag 108 | Ein Schiff wird kommen

Nur mal so, für alle, die glauben, dass am Jade-Weser-Port überhaupt keine Schiffe ankommen. Für Ostermontag ist die „Edith Maersk“ angekündigt. Sie kommt von Rotterdam und fährt weiter nach Danzig. Wäre schön, wenn man das bald mal täglich melden könnte …

Marinetraffic