Schön und wild

Schön, wild und ausgezeichnet: Das Wattenmeer ist laut NDR das Naturwunder Deutschlands.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist Deutschlands schönste Wildnis – so das Ergebnis des diesjährigen Online-Votings der Heinz-Sielmann-Stiftung. Rund 31 Prozent von etwa 5.600 Teilnehmern stimmten für diese wunderschöne, urwüchsige Landschaft… Zum NDR-Bericht

Nordseereport: Das Wetter und das Meer

Sendung: Sonntag, 22. Februar 2016, 18.00 bis 18.45 Uhr im NDR Fernsehen
Alle reden übers Wetter: der „Nordseereport“ auch. Sturmfotografen, Klimaforscher oder Segelschüler, die anhand von Wolkenformationen lernen, das Wetter zu bestimmen: Der „Nordseereport“ begleitet diesmal Menschen, für die das Nordseewetter Lebensinhalt ist.
DSC_0445.JPGModeratorin Laura Lange besucht die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes auf Norderney, der einzig verbliebenen bemannten Station auf den deutschen Nordseeinseln. Sie begleitet die Meteorologen bei ihren Messungen und ist dabei, wenn sie ihren Wetterballon starten lassen. Darüber hinaus trifft sie Menschen auf der Insel, für die das Wetter von großer Bedeutung ist: von einer Klimatherapeutin bis zum Extremsurfer. Die Reporterinnen und Reporter des „Nordseereports“ sind außerdem dabei, wenn auf Wangerooge nach Winterstürmen die Strände nach angespülten Blindgängern abgesucht werden, und zeigen anhand einer jungen Künstlerin die Liebe der Norddeutschen zu ihrem ganz speziellen Nordseewetter.

„Nordseereport: Das Wetter und das Meer“ ist zu sehen am kommenden Sonntag, den 21. Februar, um 18.00 Uhr im NDR Fernsehen.

Idylle am Jadebusen: Das Banter Fischerdorf

An meiner Lieblings-Fahrradstrecke liegt das Banter Fischerdorf. Direkt am Wasser, vor dem Deich. Der NDR hat jetzt einen schönen Beitrag darüber gemacht.

Bant

Tag 352 | Trutz, blanke Hans

Für die Deiche an der Küste ist jede Sturmflut eine Bewährungsprobe. Dann stellt sich heraus, ob die Mitarbeiter des Landesbetriebes für Küstenschutz ihre Arbeit gut gemacht haben. Das ganze Jahr über waren die Küstenschützer in Niedersachsen im Einsatz, um die Schäden zu beheben, die das Orkantief „Xaver“ Ende 2013 hinterlassen hat. Tonnenweise wurden auf den Inseln Juist, Wangerooge und Spiekeroog Sandmassen bewegt, um die schadhaften Stellen zu beheben und die entstandenen Lücken zu schließen. Darüber berichtet das NDR-Fernsehen am Dienstag, 23. Dezember, von 18.15 bis 18.45 Uhr in der „NaturNah“-Sendung „Wellen, Wind und Küstenschutz“.

Kioskbesitzer Lars Bücking fürchtet jedes Jahr um seinen Zeltplatz auf Spiekeroog, der direkt hinter der Dünenkette liegt. Bei ihm stand das Wasser nach „Xaver“ fast kniehoch im Verkaufsladen.

Auf Wangerooge wurden 2014 nicht nur die Dünenabbrüche repariert, sondern auch mit dem Neubau eines Deiches begonnen. Da die Insel keinen eigenen Kleiboden hat, musste dieser für den Deichbau notwendige Baustoff mit großem Aufwand vom Festland geholt werden. Zwei Schiffe waren dafür Tag und Nacht im Einsatz, 200. 000 Tonnen Klei wurden auf einen Ponton umgeladen, der im Wattenmeer vor der Insel lag und bei Niedrigwasser von Traktoren angefahren wurde. Damit folgen die Küstenschützer einem Masterplan, den die Landesregierung vor vier Jahren aufgestellt hat. Obwohl ein Anstieg des Meeresspiegels nicht zuverlässig nachgewiesen ist, hat das Land schon vorsorglich die Deiche erhöht. Die für die Planung eines neuen Deiches notwendigen Messdaten lieferten die Mitarbeiter der Forschungsstelle Küste auf Norderney. Regelmäßig bringen sie mit ihrem Forschungsschiff „Burchana“ Messinstrumente ins Wattenmeer oder stellen Pegel auf, um beispielsweise Wellenstärke, -höhe oder Strömungsverhalten zu ermitteln und statistisch aufzubereiten.

Die Dokumentation aus der Reihe „NaturNah“ zeigt die Arbeit der Küstenschützer und die vielfältigen Anstrengungen, die zum Schutze der Menschen hinter den Deichen unternommen werden.

Jeden Dienstag widmet sich das NDR Fernsehen in der Reihe „NaturNah“ norddeutschen Landschaften und Lebensräumen. Kamerateams nehmen sich besonders viel Zeit, um die Natur vor der Haustür in ihrer Vielfalt abzubilden, Tierfilmer legen sich im Auftrag des NDR auf die Lauer, um seltene Szenen aus Norddeutschlands Tierwelt einzufangen. Die Reihe zeigt Veränderungen im Jahreszyklus, begleitet Forschungsprojekte, Naturschutzmaßnahmen und würdigt ehrenamtliches Engagement. Denn Naturschutz in Norddeutschland ist nicht möglich ohne das Engagement der Menschen, die hier leben.

Achim Reichel: Trutz, blanke Hans

Tag 295 |Sturmflut

Sturmflutgefahr an der Küste und auf den Inseln meldet der Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Wasserstände  bis zu zwei Meter über dem normalen Hochwasser sind in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochmittag möglich. Das bedeutet Überflutungsgefahr für Strände, Vorländer und Hafenflächen. Unter www.nlwkn.niedersachsen.de können die Wasserstandsvorhersagen des Sturmflutwarndienstes sowie die Pegelstände abgerufen werden. Der NLWKN ist darauf vorbereitet, auch das Emssperrwerk in Gandersum zu schließen. Dies ist allerdings erst der Fall, wenn die Prognosen von deutlich mehr als zwei Meter über dem mittleren Tidehochwasser ausgehen.

Die Mitarbeiter des NLWKN auf den ostfriesischen Inseln sind ebenfalls auf die angekündigte Sturmflut vorbereitet. Auf Spiekeroog wird beispielsweise das Pferdebahnschart schon heute geschlossen, normalerweise ist das erst am 1. November der Fall. Auf Norderney wurden die großen Deckwerkscharte (Milchbar und Moltkestraße) zur Vorbereitung auf die Sturmflutsaison ohnehin schon teilverschlossen, ebenso das Schart auf Baltrum beim Strandhotel Wietjes.

Die Wasserstände werden nicht so hoch auflaufen wie Anfang Dezember des vergangenen Jahres, als Orkantief „Xaver“ wütete. Das ausgedehnte Tiefdruckgebiet führte um den Nikolaustag herum zu einer Kette von vier Sturmfluten, wobei die in der Nacht zum Nikolaustag hinsichtlich der eingetretenen Wasserstände zu einer der schwersten Sturmfluten der vergangenen einhundert Jahre an der Niedersächsischen Küste zählt. Am Pegel Norderney wurde ein Wasserstand von 2,83 Meter über dem mittleren Tidehochwasser ermittelt, lediglich die Sturmflut von 1962 wies in diesem Zeitraum einen noch höheren Wind-stau auf. Im Bereich der Ems lagen die Wasserstände sogar über denen von 1962, jedoch unter denen der Sturmflut vom November 2006. An der Weser- und Elbemündung blieb der Wasserstand unter den Marken von 1962 und auch 1976. Aufbauend auf den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes hatte der Sturmflutwarndienst des NLWKN die zu erwartenden Wasserstände zutreffend voraus berechnet und frühzeitig vor dieser sehr schweren Sturmflut gewarnt.

Klassifizierung der Sturmfluten

  • Leichte Sturmflut: Von 0,93 bis 2,01 m über dem normalen Tidehochwasser am Pegel Norderney.
  • Schwere Sturmflut Von 2,01 bis 2,75 über dem normalen Tidehochwasser am Pegel Norderney.
  • Sehr schwere Sturmflut: Mehr als 2,75 m über dem normalen Tidehochwasser am Pegel Norderney.

Tag 237 | Weitblick

S1Q_DGzRS_15.inddPlanen mit dem sprichwörtlichen „nautischen Weitblick“, das ermöglicht der Viermonatskalender der Seenotretter auch für das Jubiläumsjahr 2015. Erneut kooperiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Bremer Unternehmen „terminic“, einem der führenden Kalenderhersteller Europas. Dank dessen großzügiger Unterstützung liegt der Spendenanteil bei rund 80 Prozent. Der Erlös kommt direkt dem Seenotrettungsdienst an unseren Küsten zugute.

Im kommenden Jahr wird die DGzRS 150 Jahre alt. Der Viermonatskalender 2015 der Seenotretter trägt deshalb ein ganz besonderes Motiv: Das historische Ruderrettungsboot „August Grassow“ des Vereins Historische Seenotrettung in Horumersiel und der moderne Seenotkreuzer  „Vormann Steffens“sind gemeinsam zu sehen, symbolisch für die technische Entwicklung im Seenotrettungsdienst. Das Jahr 2015 steht für die Seenotretter ganz im Zeichen ihres Jubiläums. Mit einer „Woche der Seenotretter“ vom 29. Mai bis 4. Juni 2015 in Bremen und Bremerhaven begeht die DGzRS ihr 150-jähriges Bestehen. Gemeinsames Ziel von DGzRS und „terminic“ ist es, möglichst viele Unternehmen zu gewinnen, anstelle herkömmlicher Betriebskalender auf den speziellen Seenotretter-Kalender zurückzugreifen.

Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Zuwendungen finanziert. Der Viermonatskalender kostet pro Stück 6,50 Euro zzgl.  Versandkosten, ab 100 Stück fünf Euro. Zu beziehen ist er im Seenotretter-Shop im Internet. http://seenotretter-shop.de/viermonatskalender-2015.html

Mehr zum DGzRS-Jubiläum:  www.150-jahre-seenotretter.de

Tag 213 | Auf Fangfahrt

Bei Niedrigwasser fährt ein Krabbenkutter von Varelerhafen durch die wasserführende Priele in den Jadebusen hinaus. Fangfahrt im Sommer. Foto: Helmut Burlager

Bei Niedrigwasser fährt ein Krabbenkutter von Varelerhafen durch die wasserführende Priele in den Jadebusen hinaus. Fangfahrt im Sommer. Foto: Helmut Burlager

 

 

Tag 211 | Wangerland

Weltnaturerbe Niedersächsisches Wattenmeer – das ist nicht nur ein Prädikat für den Naturschutz, sondern auch ein Gütesiegel für Tourismus. Das Wangerland versteht es, sich damit bundesweit bekannt zu machen. Deutschland today

Screenshot 2014-07-29 16.11.05

Tag 193 | Salz

Die mögliche Einleitung von Salzabwässern aus dem Kaliabbau im hessisch-thüringischen Kalirevier beschäftigt die betroffene Region an der Nordsee, die Gemeinde Wangerland und die Stadt Wilhelmshaven, schon geraume Zeit. Das Vorhaben ist aberwitzig. Es soll 900 Millionen kosten, und die Firma, die das bezahlen soll, Kali & Salz (K+S), sieht überhaupt keinen Sinn darin. Man möchte wetten, dass die Pipeline von der Werra zum Jadebusen nicht kommen wird, aber wer weiß, man hat schon Pferde vor der Apotheke…

Ein aktueller Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Tag 192 | Schillighörn

Louis und Marie beim Tag der offenen Tür, mit dem die Jugendherberge offiziell in Betrieb genommen wurde. Foto (c): DJH

Louis und Marie beim Tag der offenen Tür, mit dem die Jugendherberge offiziell in Betrieb genommen wurde. Foto (c): DJH

Am Ende der Welt liegt sie, die Jugendherberge Schillighörn im Wangerland. Wen man von der A 29 auf die L 810 fährt und dann Richtung Norden, bis es nicht mehr weitergeht, und dann noch einmal links abbiegt, steht sie am Ende der Straße und am Anfang des Wattenmeers. Jetzt hat das Deutsche Jugendherbergwerk (DJH) noch einmal kräftig in dieses besondere Haus investiert. Es erhielt einen modernen Erweiterungsbau mit 76 Betten. Die Jugendherberge Schillighörn wird zukünftig besonders das Thema Integration und interkulturelles Lernen als profilbildendes Thema aufgreifen – und Schulklassen und Jugendgruppen die Herausforderungen nahe bringen, die ein Miteinander unterschiedlicher Kulturen an eine Gesellschaft stellt. Als erste Team-Jugendherberge im Nordwesten projiziert die Jugendherberge Schillighörn den Gemeinschaftsgedanken der Jugendherbergen auf die Fragen einer interkulturellen Gesellschaft. Dieses Anliegen wird auch in den Räumen des Neubaus sowie in der Verpflegung umgesetzt: In nach verschiedenen Migrantengruppen benannten Zimmern finden die Gäste Informationen zum jeweiligen Land und seinen Menschen sowie zum Leben der Migranten in Deutschland.

„Herzstück des Konzepts sind die interkulturellen Programme und -bausteine, die den Standort weiter für Schulklassen profilieren werden“, so Thorsten Richter, Geschäftsführer im DJH Landesverband Unterweser-Ems, bei der Eröffnung am Freitag. Diese setzen vor allem auf eine sensible Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt. Die Programme regen an, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Selbst- und Fremdbild wahrzunehmen und eigene Erfahrungen mit diesem Thema zu reflektieren. Nebenbei entdecken die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Stärken, Interessen und Talente und entwickeln gemeinsam ihre sozialen Kompetenzen weiter.

Insgesamt bietet die Jugendherberge Schillighörn, inklusive Haupthaus, 188 Betten in 43 Zwei-, Vier-und Sechsbettzimmern sowie sieben Tagesräume. Die Jugendherberge Schillighörn konnte mit 124 Betten im Jahr 2013 15.166 Übernachtungen (davon 9.086 Schulklassenübernachtungen) von insgesamt 4.379 Gästen verzeichnen und zählt damit zu den stärksten Schulklassenstandorten im nordwestlichen Niedersachsen. Im Durchschnitt machen Schulklassen rund 40 Prozent der Gäste der Jugendherbergen im Nordwesten aus, in Schillighörn sind es 55 bis 60 Prozent Etwa die Hälfte der Schulklassen kommen aus Nordrhein-Westfalen und sind Grundschulklassen. Für das Jahr 2014 rechnet das Deutsche Jugendherbergswerk mit rund 17.500 Übernachtungen, ab 2015 sollen es dann mit 188 Betten mehr als 20.000 Übernachtungen pro Jahr werden.