Mit MS „Rudolf“ fing alles an

60 Jahre Reederei Cassen Eils: Fährverkehr nach Helgoland

Cuxhaven – Vor 60 Jahren nahm der Schraubendampfer „Rudolf“ seinen Linienfahrplan von Cuxhaven nach Helgoland auf – damals ein großes Ereignis.

Der Schraubendampfer „MS Rudolf“ begründete die Helgolandlinie der Reederei Cassen Eils.

Die Geschichte der Reederei ist von Beginn an eng mit der Entwicklung der Insel Helgoland verknüpft. Nach deren Wiederfreigabe an Deutschland im März 1952 begann Kapitän Cassen Eils zunächst mit der Inselversorgung und legte den Grundstein für das heutige Unternehmen. Der Tourismus auf die Hochseeinsel kam recht schnell in Gang, die Flotte der Reederei wurde nach und nach erweitert. Schiffe wie z.B. die „Seute Deern“ erlangten unter Helgolandfahrern einen nahezu legendären Ruf.

Nachdem der Reederkapitän Cassen Eils verstorben war, wurde die Reederei Cassen Eils Mitte 2010 an die Firmengruppe AG „EMS“ übereignet. Die Reederei AG „EMS“ geht ihrerseits auf das Jahr 1843 zurück und betreibt u.a. den Schiffsliniendienst zur Insel Borkum. Bereits seit 1926 werden Ausflugsfahrten nach Helgoland angeboten, darunter seit 1989 Fahrten mit MS „Nordlicht“, dem ersten deutschen High-Speed-Katamaran.

Drei von vier Schiffen der Eils-Flotte: Heute sind MS „Atlantis“, MS „Funny Girl“, MS „Fair Lady“ und MS „Helgoland“ von Cuxhaven, Büsum, Bremerhaven und Wilhelmshaven zur Hochseeinsel unterwegs.

Geschäftsführer Peter Eesmann freut sich über das Firmenjubiläum: „Ich freue mich, dieses Jubiläum der Reederei Cassen Eils mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Land und auf See feiern zu dürfen. Auch wenn die letzten Jahre von sehr viel Unruhe im Helgoland-Verkehr geprägt waren, die Reederei Cassen Eils stand stets wie der Fels in der Brandung und sicherte das ganze Jahr die Anbindung der Insel. Als Inselversorger im Winter haben wir unter Beweis gestellt, dass man auf uns zählen kann.“ Die Reederei Cassen Eils hat heute Gäste an die Alte Liebe in Cuxhaven eingeladen, um in maritimer Atmosphäre auf das Firmenjubiläum anzustoßen und deutlich zu machen, dass sie auch weiterhin für Helgoland einsteht.

Heute sind MS „Atlantis“, MS „Funny Girl“, MS „Fair Lady“ und MS „Helgoland“ von Cuxhaven, Büsum, Bremerhaven und Wilhelmshaven zur Hochseeinsel unterwegs. Helgoland ist aufgrund des Fahrplanangebots von Cassen Eils das ganze Jahr über auf dem Seeweg erreichbar.

Zusätzlich verbindet MS „Flipper“ die in der Elbmündung liegende Insel Neuwerk mit Cuxhaven und unternimmt verschiedene Ausflugsfahrten z.B. in den Nord-Ostsee-Kanal oder zu den Seehundsbänken.

www.ag-ems.de

Für alle, die auf See geblieben sind

Die Glocke der JOHANNA. Foto (c): Deutsches Sielhafenmuseum

16.Schiffsandacht in Carolinensiel

Carolinensiel  – Im Museumshafen von Carolinensiel wird am Sonnabend, 9. Juni 2012, um 16 Uhr die mittlerweile traditionelle Schiffsandacht gefeiert. Sie wird vom Deutschen Sielhafenmuseum in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden veranstaltet. Mit der Veranstaltung wird der Männer und Frauen gedacht, die auf See geblieben sind.

Wie jedes Jahr stehen die Zahlen der Schiffsverluste des vergangenen Jahres im Mittelpunkt des Gedenkens. Sie werden jeweils pro Land mit je einem Glockschlag der historischen Schiffsglocke der JOHANNE verkündet. Die JOHANNE strandete am 6. November 1854 vor Spiekeroog mit 216 Auswanderern an Bord auf dem Weg in eine neue Heimat. Mindestens 80 Menschen verloren ihr Leben. Die Glocke wird heute im Heimatmuseum bewahrt und vom Vorsitzenden des Verein Dieter Mader in den Carolinensieler Museumshafen gebracht.

Im aktuellen Schwerpunkt wird dieses Jahr aus der Arbeit der Wasserschutzpolizei berichtet. Beamte der Dienststelle Wilhelmshaven werden über die außerordentlich vielfältigen Aufgaben berichten. Musikalisch wird die Schiffsandacht vom Shantychor Carolinensiel begleitet.

Bundespräsident Gauck wird DGzRS-Schirmherr

Bundespräsident Joachim Gauck wird Schirmherr der DGzRS. Foto (C): Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

„Gerne bereit, die Arbeit zu unterstützen“

Berlin/Bremen – Bundespräsident Joachim Gauck hat die Schirmherrschaft über die Seenotretter übernommen. Mit den Worten „Gern ist er bereit, die wichtige Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit seinem Patronat zu unterstützen.“ ist in diesen Tagen bei Gerhard Harder, Vorsitzer der DGzRS, ein entsprechendes Schreiben aus dem Bundespräsidialamt eingegangen. Damit folgt Bundespräsident Gauck zugleich seinen Vorgängern im Amt, die stets als Schirmherren für die Seenotretter fungierten. Für die DGzRS sei dieses Signal von Seiten des Staatsoberhauptes von besonderer Bedeutung, da die gesamte Arbeit des deutschen Seenotrettungswerks ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft. In ihrer Arbeit seien die Seenotretter auf die breite Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung im ganzen Land angewiesen.

Hooksmeer, Hafenbarkasse Große Freiheit II

Hooksmeer
Auf der Hafenbarkasse "Große Freiheit II" auf dem Hooksmeer in Hooksiel. (c) Helmut Burlager
Kapitän Klaus-Peter Schmitz fährt die "Große Freiheit II" im Hooksmeer.
Kapitän Klaus-Peter Schmitz fährt die "Große Freiheit II" im Hooksmeer. (c) Helmut Burlager
Offizieller Heimathafen Emden: Die "Große Freiheit II"
Offizieller Heimathafen Emden: Die "Große Freiheit II". (c) Helmut Burlager
Hooksmeer
Hooksmeer. (c) Helmut Burlager

Der Bericht zum Start der Hooksmeer-Rundfahrten mit der Barkasse „Große Freiheit“ ist hier nachzulesen: Mit Käpt’n Schmitz auf Tour – Jeversches Wochenblatt

 

Seenotretter bringen Besatzung in Sicherheit

Feuer auf Krabbenkutter westlich von Sylt

Tönning/Bremen – Nach einem Brand auf dem Krabbenkutter „Sigrid“ (Heimathafen Tönning) westlich der Insel Sylt haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am frühen Morgen des 22. März 2012 die beiden Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht. Die Seenotkreuzer MINDEN/Station List auf Sylt und VORMANN LEISS/Station Amrum der DGzRS waren im Einsatz.

Gegen 2.55 Uhr meldete sich der Fischkutter „Theodor Storm“ über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS. Die Fischer meldeten, auf einem Schiff in ihrer Nähe habe sich eine Verpuffung ereignet. Anschließend beobachteten sie rote Leuchtkugeln – ein internationales Seenotsignal.

Die DGzRS alarmierte umgehend die beiden Seenotkreuzer “Minden” und “Vormann Leiss”, deren Besatzungen den Notruf der Fischer bereits mitgehört hatten. Der Kutter „Theodor Storm“ holte seine Netze ein und lief auf die Position des brennenden Schiffes, des 18 Meter langen Stahlkutters „Sigrid“, etwa zehn Seemeilen (19 Kilometer) westlich Westerland auf Sylt zu.

Die Besatzung der „Sigrid“ hatte ihr Schiff bereits verlassen und war in die Rettungsinsel gestiegen. Die „Thoeodor Storm“ übernahm die Männer bis zum Eintreffen des Seenotkreuzers “Minden”. Die “Minden” brachte die beiden jeweils 51 Jahre alten Fischer nach Havneby auf der dänischen Insel Rømø. Sie blieben unverletzt.

Unterdessen begann der Seenotkreuzer “Vormann Leiss” mit den Löscharbeiten am nach wie vor brennenden Krabbenkutter „Sigrid“. Das später eintreffende Wasserschutzpolizeiboot „Helgoland“ leuchtete den Einsatzort aus. Der Notschlepper „Nordic“ ist unterwegs zum Havaristen.

Zur Unfallzeit herrschten im Revier vor Sylt schwache nordwestliche Winde um zwei Beaufort.

Die DGzRS setzt von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Ihre eigene Seenotleitung Bremen (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit. Das bereits 1865 gegründete Seenotrettungswerk finanziert seine gesamte Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und nimmt keinerlei staatlich-öffentliche Mittel in Anspruch.

ACC 1 – der Friesenblog-Kutter, heute mal in Acryl

Heute hat der Friesenblog ein schönes Geschenk bekommen. Meine treue Followerin, Facebook-Freundin, Kommentatorin und Retweeterin, die Microbloggerin Debora Hennigs aus Schortens, hat den Krabbenkutter ACC 1 aus Westeraccumersiel-Dornumersiel, der das Logo des Friesenblogs von Anfang an ziert, in Acryl (60×60) gemalt, abfotografiert und die Erlaubnis gegeben, das Bild im Blog zu veröffentlichen. Sogar die Möwe auf dem Dalben ist mit drauf. Was für eine schöne Idee, seht selbst:

MalereiKutter1

© Debora Hennigs / Friesenblog

Neuer Vormann auf der „Otto Behr“

DGzRS verabschiedet Ingo Owen – Erwin Clausen ist sein Nachfolger

Wilhelmshaven – Die Freiwilligenstation Wilhelmshaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat seit Anfang Februar einen neuen Vormann. Erwin Clausen ist Ingo Owen nachgefolgt. Das teilte die DGzRS am Dienstag mit.

Der neue Vormann der OTTO BEHR, Erwin Clausen (2.v.r. mit seinem Team bei einer Spendenübergabe. Axel Kempe (2.v.l.) vom "Havencafé" warf den ersten Cent in ein neues Sammelschiffchen. Links Rettungsmann Günter Thoß, weiter v.l. der Leiter des Informationszentrums Nordwest, Hans-Joachim Katenkamp, Erwin Clausen und Rettungsmann Ernst-Reiner Linden. Foto: DGzRS

Owen schied Ende Januar  im Alter von 72 Jahren nach über 25 Jahren Engagement für die Seenotretter aus dem aktiven Dienst aus. Er hatte seine Tätigkeit als freiwilliger Rettungsmann im Juni 1985 in Wilhelmshaven begonnen, zunächst auf den Seenotkreuzern MINDEN und VORMANN STEFFENS. Seit Juli 1993 führte er als freiwilliger Vormann das Seenotrettungsboot OTTO BEHR.

Erwin Clausen ist wie sein Vorgänger ein erfahrener Rettungsmann. Seit März 1993 ist er freiwillig für das Seenotrettungswerk im Einsatz. Die Funktion des Vormanns übernahm er am 1. Februar 2012 von Ingo Owen.

Die Station Wilhelmshaven gehört zu den ältesten deutschen Seenotrettungsstationen. 1870 stationierte die DGzRS dort das erste Ruderrettungsboot. Heute zählt die Station rund zehn freiwillige Seenotretter. Sie sind im Notfall mit ihrem modernen 8,5-Meter-Seenotrettungsboot OTTO BEHR zur Stelle, um Menschen in Seenot schnell und professionell zu helfen. Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen ermöglicht.

Fährschiff-Idylle in Neuharlingersiel

Am 650 Jahrestag der 2. Marcellusflut, der “Großen Manntränke”, zeigt sich die Nordsee so ruhig wie selten. Und das wenige Tage nach den schweren Orkantiefs, die über die Küste zogen. Und friedlich zieht die Fähre “Spiekeroog I” in den Hafen von Neuharlingersiel:

Viermal im NDR: Die Seenotretter

Bremen – Norddeutsche Typen, die dem rauen Meer trotzen und ihrer Verantwortung gerecht werden, ohne ihren Humor zu verlieren: Sie stehen im Mittelpunkt der vierteiligen Dokumentation „Seenotretter“, die der NDR ab 25. Januar 2012 zur besten Sendezeit zeigt.

Seenotkreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Die Zuschauer erleben nicht nur die mitunter spektakulären Einsätze, sondern auch den Alltag der Seenotretter. Die vierteilige Dokumentation vermittelt spannende und authentische Einblicke in das Leben an Bord der Seenotkreuzer THEODOR STORM/Station Büsum (im Bild) und BERLIN/Station Laboe. Dazu waren zwei Fernsehteams jederzeit „mit im Boot“. Sie drehten besonders schwierige Einsätze mit fest installierten Kameras, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Die Aufnahmen zeigen eindrücklich, was Seenotretter unter schwierigsten Bedingungen leisten.

DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder über die Reihe: „Die Seenotretter sind angewiesen auf breite Unterstützung aus dem gesamten Land. Fernsehberichte über ihre Arbeit, die oft weit draußen auf See unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, sind eine große Hilfe. Die vierteilige NDR-Dokumentation zeichnet ein realistisches Bild der Männer und Frauen, die sich – fest angestellt oder ehrenamtlich, an Nord- und Ostseeküste – bei jährlich rund 2000 Einsätzen immer wieder den Gefahren der See mutig entgegenstellen, um anderen zu helfen.

Seenotrettung ist Teamarbeit: Ständige Aus- und Weiterbildung und die stetige Modernisierung der Flotte sind Voraussetzungen dafür, dass die Besatzungen gesund von ihren Einsätzen zurückkehren. An erster Stelle aber steht heute wie zur Zeit der Gründung vor fast 150 Jahren die Bereitschaft des Einzelnen, rauszufahren, wenn andere reinkommen.

Dem NDR ist es gelungen, all diese Aspekte unserer Arbeit mit der Kamera einzufangen. Die Seenotretter freuen sich auf die Ausstrahlung.“

Schlechtwetterfahrt …

Mit diesem Video grüßen die Seenotretter von der DGzRS auf Youtube und Facebook alle Unterstützer. Man bekommt einen kleinen Eindruck davon, unter welchen Bedingungen die Besatzungen unterwegs sind. Das ist nicht gemütlich, nicht einmal, wenn die Sonne scheint: