Tag 191 | Inklusion

Und noch ein Video. Es stammt vom niedersächsischen Sozialministerium und es geht um Inklusion im Landkreis Friesland. Schöne Werbung für Stadt und Landkreis…

Tag 189 | Thema No. eins

Nein, ich schreibe heute nicht über das historische 7:1-Fußballspiel Deutschland-Brasilien. Das tun ja alle anderen schon. Als ob es auf der Welt keine anderen Themen gäbe…

Mir fällt allerdings auch gerade keines ein.

Tag 188 | Bürokratie

Portemonnaie weg, mit allen Karten, Perso, Führerschein. Es sind ja nicht nur die Kosten, sondern dieser ganze Behördenkram. Man schiebt es vor sich her, aber irgendwann muss es doch sein. 20 Minuten zwischen Rathauseingang und Rathausausgang in Jever sind ja schon mal keine schlechte Zeit für die Antragstellung, nun heißt es auf den neuen Ausweis warten.

Am nächsten Tag die Führerscheinstelle des Landkreises Friesland. „Ja, da bräuchte ich dann Ihren Personalausweis oder den Reisepass mit Meldebescheinigung.“ Mit was? Der Ausweis ist doch weg! Muss ich jetzt unverrichteter Dinge wieder gehen? Hier gibt es doch Leute, die mich kennen! Wie soll das alles bis zum Sommerurlaub klappen, wo ich doch die Papiere brauche? Mein großes Lamentieren erweicht das Herz der Dame, die mich schließlich noch beim Ausfüllen des Antragsformulars berät und mir dann noch etwas mit auf den Weg gibt: „Aber bringen Sie bitte Ihren Personalausweis mit, wenn Sie den Führerschein abholen.“

Auch dieser Besuch hat keine halbe Stunde gedauert. Mit der deutschen Bürokratie bin ich einstweilen versöhnt.

Tag 187 | Linie

Als Angehöriger der Generation, die nach dem Essen bei der Frage  „Jemand einen Schnaps?“ nicht sofort nein sagt, wird man natürlich hellhörig, wenn man in einer Überschrift einer ostfriesischen Zeitung liest „Linie aus der Dose“. Ob das schmeckt? Bei näherem Hinsehen geht es allerdings gar nicht um Sprit, sondern um den Einsatz des Freistoß-Sprays bei der Fußball-WM in Brasilien. Ich für meinen Teil würde den Linie jedenfalls der Linie vorziehen.

Tag 186 | Nie wieder

Ich hab ja vor vielen Kollegen Respekt, aber heute ganz besonders vor meinen Sportkollegen Kathrin Kraft und Thomas Breves, die zusammen mit drei Leserinnen und Lesern des Jeverschen Wochenblatts und des Anzeiger für Harlingerland den 1. MeinFernbus-Triathlon in Carolinensiel mitgemacht haben. Wochenlang haben sie trainiert, sind heute Mittag an den Start gegangen und haben das Ziel in wirklich ordentlichen Zeiten erreicht, wenn auch fix und fertig. Übereinstimmender Kommentar meiner beiden Kollegen: „So was mache ich nie wieder!“

Frischgebackene Triathleten, völlig gar. Von links Janna Hinrichs, Martina Meyer, Wochenblatt-Redakteurin Kathrin Kraft, Cord Eilers, Wochenblatt-Redakteur Thomas Breves. Foto (c): Helmut Burlager
Frischgebackene Triathleten, völlig gar. Von links Janna Hinrichs, Martina Meyer, Wochenblatt-Redakteurin Kathrin Kraft, Cord Eilers, Wochenblatt-Redakteur Thomas Breves. Foto (c): Helmut Burlager

Tag 185 | Politjargon

Eine ostfriesische Zeitung hat von Gerüchten berichtet, der Europaabgeordnete Matthias Groote (SPD) überlege, in zwei Jahren für das Amt des Landrats im Kreis Leer zu kandidieren, wenn Amtsinhaber Bernhard Bramlage in Ruhestand geht. Wo Rauch ist, ist auch Feuer, denke ich, und frage heute Mittag einfach mal bei der SPD-Bezirksvorsitzenden Johanne Modder nach, die eine Pressekonferenz in Wilhelmshaven gibt. Ob denn an der Meldung was dran sei…

„Das ist reine Spekulation“, antwortet sie. Von Politiker-Sprech ins Deutsche übersetzt, klingt das fast wie eine Bestätigung.

Tag 182 | Networking

„Social Network“ ist ja mit soziales Netzwerk nur unzureichend übersetzt, schließlich bedeutet „social“ im Englischen nicht dasselbe wie „sozial“ im deutschsprachigen Raum. Gesellschaftliche Netzwerke, wie es besser übersetzt wäre, können aber auch sozial sein. Vom Posting der Anfrage „Hätte jemand eine gebrauchte Nähmaschine für eine Asylbewerberfamilie abzugeben? Die Frau möchte gerne Kindersachen selber nähen und würde sich sehr freuen. Bitte weitersagen…“ dauerte es heute früh weniger als eine Stunde, bis die Nähmaschine da war. Hat mit einem Rasenmäher und einer Satellitenschüssel für eine andere Familie übrigens auch schon geklappt.

Bevor nun einer auf falsche Gedanken kommt: Nein, ich selbst habe wirklich keine Nähmaschine, keinen Rasenmäher und keine Satellitenschüssel gebraucht, sondern nur gute Freunde, die ein soziales Netzwerk auch als solches verstehen.