Unternehmer mit vielen Interessen

Jochen Ewald wird 70 / Als Musiker bekannt und für Afrika engagiert / Nach vielen Jahren als Bankdirektor widmete der Jeveraner sich dem eigenen Unternehmen und dem Ehrenamt

Von Brigitte Meiners

Jever – Wie passen unternehmerischer Geist, wirtschaftliches Denken, soziales Engagement, Gemeinsinn, Liebe zur Jazz-Musik, Bescheidenheit und sich Einmischen im besten Sinne des Wortes zusammen? Ganz einfach: Man muss Jochen Ewald heißen. An diesem Mittwoch, 19. Oktober, feiert der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Volksbank Jever seinen 70. Geburtstag. Weiterlesen: Hier


Der Strandkorbkönig und der Seenotretter

Am 14. Oktober um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen: Menschen am Meer

Ob am Festland oder auf der Insel, die niedersächsische Nordseeküste ist ein beliebtes Ziel für Urlauber aus ganz Deutschland. Und das soll auch so bleiben, sagen die Einheimischen. Die Mitarbeiter in den Kurverwaltungen und Gemeinden sind in der Saison jeden Tag damit beschäftigt, dass es den Gästen am Deich, Hafen oder am Strand gut geht und sie auch im nächsten Jahr wiederkommen. Denn davon leben sie hier die Menschen am Meer.

Drei Männer, drei echte Typen, drei Geschichten von der Küste: Das ist zum einen Enno König aus Neuharlingersiel. Der schwergewichtige Leiter des Bauhofes ist der „König der Strandkörbe“. Im Frühjahr hat er Hochsaison , dann kommen die Gäste und es muss alles stimmen. 550 Strandkörbe werden am Strand und im Hafen aufgestellt, Stress pur.

Im gleichen Dorf lebt Wolfgang Gruben. Er ist Hafenmeister und Seenotretter. Als Vormann des Rettungsbootes „Neuharlingersiel“ ist er ständig auf Abruf und sobald ein Notruf eingeht, ist er zur Stelle. Wolfgang Gruben kennt jedes Schiff, jeden Kapitän im kleinen Sielhafen. Sein Leben lang war er für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) tätig. Das ist seine Berufung.

Ähnlich gewissenhaft ist Rufus Handschuh von der Insel Juist. Seit fast 50 Jahren steht er jeden Tag am Hafen und wartet auf die Fähren. Denn Rufus ist der letzte freischaffende Gepäckträger der Insel. In großen goldenen Lettern prangt sein Name auf seiner Dienstmütze, doch notwendig ist das kaum. Denn jeder Insulaner und alle Stammgäste kennen ihn seit vielen Jahren. Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht, dafür macht es ihm noch viel zu viel Spaß.

Quelle: NDR

Neuer Kalender: Vareler Stimmungen 2012

Unterstützung für Hoffmann-Stiftung und Hospizbewegung –
Fotos von Anke Kück

Ankekueck Varel. Der im letzten Jahr herausgegebene Kalender Vareler Stimmungen wurde sehr gut angenommen. Mehr als 700 Exemplar konnten zu Gunsten der Hospizbewegung Varel verkauft werden, einige davon schmücken heute Wände in Kanada, Australien oder Frankreich.

Daher gibt es auch für das Jahr 2012 einen Kalender Vareler Stimmungen – herausgegeben von der Journalistin und Fotografin Anke Kück und in Zusammenarbeit mit der Hospizbewegung und der Hans-Joachim-Hoffmann-Stiftung. Er kostet wie im Vorjahr 12 Euro, fünf Euro pro Kalender gehen an die Hospizbewegung Varel.

Der Kalender im Format DIN A3 zeigt Varel und Dangast im Wandel der Jahreszeiten von seinen schönsten Seiten: Aufnahmen vom Mühlenteich, Winterstimmungen aus Dangast oder vom Vareler Hafen gehören ebenso dazu wie die von typischen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Die Schlosskirche, die Windmühle und die „Etta von Dangast“ fehlen ebenso wenig wie stimmungsvolle Sonnenuntergänge. Zu allen Fotos gibt es passende Sprüche.

Neben den zwölf Monatsfotos mit Kalendarium sind Informationen über die Hospizbewegung Varel und die Hoffmann Stiftung enthalten.

Wer den Kalender erwerben möchte, erhält ihn bei der Hospizbewegung Varel, Oldenburger Straße 30 (04451/804733), oder beim Friesländer Boten, Elisabethstraße 13 (04451/911911). Mehr Informationen auch unter anke.kueck@ewetel.net.

Voransicht des Kalenders hier: Vareler Stimmungen

(c) Anke Kück

Neuer Start für Plattdeutsch in der Schule

Ostfriesische Landschaft bietet Netzwerk an / Postkartenaktion von „Platt is cool“

Postkarte Wi köönt ok anners Ostfriesland. Die Ostfriesische Landschaft spricht von einer Revolution in Sachen Plattdeutsch in der Schule! Das Land Niedersachsen hat im Schulverwaltungsblatt 8/2011 einen neuen Erlass „Die Region und ihre Sprachen im Unterricht“ in Kraft gesetzt. Darin werden die Schulen ausdrücklich ermuntert, Plattdeutsch als Unterrichtssprache in verschiedenen Fächern einzusetzen.

Damit wird ein Spracherwerbsmodell gefördert, das bisher auf einige spezialisierte Schulen beschränkt war – der Immersionsunterricht. „För dat Lehren van Plattdüütsch is dat en groot Verbetern“, meint Landschaftspräsident Helmut Collmann. Er schickt in diesen Tagen an alle Schulen einen Brief mit der Bitte, Ansprechpartner für die Umsetzung des Erlasses zu benennen.

Diese Lehrkräfte sind eingeladen, unter dem Dach der Ostfriesischen Landschaft zusammenzukommen und sich darüber auszutauschen, welche Möglichkeiten der neue Erlass bietet.In dem neuen Erlass werden nicht nur heimatbezogene Fächer für den Gebrauch des Plattdeutschen aufgezählt. Auch Biologie, Wirtschaft oder Musik eignen sich für einen Unterricht auf Plattdeutsch.

Damit soll die Regionalsprache aus der rückwärts gewandten Brauchtumspflege befreit und als allgemeines Kommunikationsmittel, mit dem man alle schulischen Themen behandeln kann, angeboten werden: Plattdeutsch nicht nur zu “Martini”, sondern als alltagstaugliche Sprache.

Das ist für die Lehrkräfte eine große Herausforderung und eine große Chance zugleich. Der Plattdeutschunterricht in AGs oder als Unterrichtseinheit zwei Mal pro Jahr, wie es die Kerncurricula verlangen, ist nicht vergleichbar mit einem Fachunterricht auf Plattdeutsch. Es werden Fragen z. B. bezüglich der Fachterminologie oder nach geeignetem Material auftauchen.

Um die Lehrkräfte mit diesen Fragen nicht allein zu lassen, bietet die Ostfriesische Landschaft die Bildung eines Netzwerks unter ihrem Dach an.Das Land Niedersachsen veranstaltet zudem Fortbildungen zum Thema Plattdeutsch.

Die Initiative „Platt is cool“, getragen von Landschaften und Landschaftsverbänden in Niedersachsen, begleitet diese Entwicklung mit niedrigschwelligen Impulsen und interessanten Angeboten, die Plattdeutsch als Sprache für Schüler und Jugendliche transportieren. Da ist z. B. „Plattsounds“, der plattdeutsche Band-Wettbewerb für junge Leute, an dem sich auch Schülerbands beteiligen. Ein Voting dazu läuft gerade unter www.plattsounds.de. I

n diesen Tagen erhalten die Schulen zudem frisch und ansprechend gestaltete Postkarten, die im Unterricht als Sprechanlässe eingesetzt werden können. Im diesjährigen „Plattdüütskmaant“ wurden in Ostfriesland Bücher über die plattdeutsche Sprache an Schulen mit Oberstufe verteilt.Unterstützung kommt also von vielen Seiten. Die Erwartung ist nun, dass die Schulen die Angebote annehmen.

Die Ostfriesische Landschaft ist optimistisch, dass die Lehrkräfte in Ostfriesland sich auf Plattdeutsch als vollwertige Sprache einlassen.

Quelle: Ostfriesische Landschaft, Aurich

Der neue Fotokalender von Klaus Schreiber ist da

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Die Fotografie, schrieb vor ein paar Jahren Prof. Dr. Ingo Sommer, sei das Lebensthema von Klaus Schreiber, die Kamera sein Lebensbegleiter. “Er hält fest, was droht, verloren zu gehen. Viele seiner Bilder sind höchst populär, finden sich als  Serien in Kalendern und Bildbänden der Region und man vergisst leicht, wer sie gemacht hat. Ein Mensch hinter der Kamera, der die Welt nicht mit gleichgültigem Blick betrachtet. Er sieht, was anderen oft für immer verborgen bleibt. Und die ist keinesfalls immer nur die Wirklichkeit.” Soeben ist der neue Bildkalender von Klaus Schreiber erschienen, “Lichtküste" Friesland”, erhältlich im Direktvertrieb des Fotografen (einfach aufs Bild oben klicken, dort kann man alle zwölf Motive betrachten). Wer mehr über den 63-jährigen Fotodesigner aus Wilhelmshaven erfahren will, klickt hier: Laudatio

Mit den Seenotrettern durchs Jahr

Neuer Kalender der DGzRS:  „…wir kommen! 2012“

Friesland – Sie fahren raus, wenn andere Schiffe den schützenden Hafen anlaufen – bei Wind und Wetter. Gemeint sind die Seenotretter, deren Arbeit im neuen Kalender „…wir kommen 2012“, soeben erschienen im DSV-Verlag (Vertrieb: Delius Klasing Verlag), in 13 eindrucksvollen Aufnahmen festgehalten ist.

Der DGzRS-Kalender 2012

In enger Zusammenarbeit mit der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) ist es dem Hamburger Seefotografen Peter Neumann (YPS/ Yacht Photo Service) erneut gelungen, die vielfältigen Aufgaben im Seenotrettungsdienst im Wechsel der Jahreszeiten fotografisch zu dokumentieren. Das Spektrum reicht von der Kontrollfahrt im Eis über Detailbilder bis zum echten Einsatz für die Sport- oder Handelsschifffahrt.

Wenngleich Technik eine große Rolle spielt, steht im Mittelpunkt der DGzRS nach wie vor der Mensch. Professionelles Handeln in extremen Situationen, eine umfassende Qualifikation und eine Portion Mut sind unerlässlich, wenn es über 2000 Mal pro Jahr heißt: „wir kommen!“

Die Arbeit der DGzRS wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden finanziert. Im Verkaufspreis von Euro 19,90 (in Österreich Euro 20,50, in der Schweiz sFr 29,90) ist somit eine Spende für die Seenotretter in Höhe von Euro 2,60 pro Exemplar enthalten.

Der neue Kalender ist zu beziehen im Buchhandel oder unter der Hotline 0521-559955 beim Delius Klasing Verlag, Bielefeld (ISBN 978-3-88412-480-2).

Küstenfischer kämpfen mit leeren Netzen

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Bild: Fischer in Ghana, Westafrika (Foto: Helmut Burlager)

Friesland/Senegal. Ein westafrikanischer und ein norddeutscher Fischer ziehen gemeinsam an einem Tau, um ein Segel zu hissen. Nur ein Augenblick, aber mehr Symbolik geht nicht, als Gaoussou Gueye aus dem Senegal an Bord des Museumskutters „Gebrüder“ vor Wangerooge im Wattenmeer kreuzt. Ein interessanter Bericht von Dieter Sell auf evangelisch.de Zum Artikel

Wochenblatt mit neuem Online-Auftritt

Neue Optik, mehr Inhalt, mehr Kommunikation mit den Nutzern: Soeben sind die neuen Seiten des Jeverschen Wochenblatts online gestellt worden:

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Wie aus Stroh Gold wird

Ausstellung „Flachs zum Leinen – Stroh zu Gold im Landrichterhaus Neustadtgödens

Sande – Das Museum im Landrichterhaus in Neustadtgödens präsentiert noch bis Ende Oktober die Sonderausstellung „Flachs zum Leinen – Stroh zu Gold“.

neu-1 In der Ausstellung wird die große Bedeutung, die der Flachsanbau und dessen Weiterverarbeitung für den Ort und die Region hatten, gezeigt.

Neben der Produktion war der Handel, vor allem über die mennonitische Gemeinde Neustadtgödens nach Holland, ein wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber.

In Neustadtgödens und der angrenzenden Friesischen Wehde entwickelten sich stark exportorientierte Zentren der Leinenproduktion. Daneben war das Spinnen und Weben über Jahrhunderte aber auch eine alltägliche Betätigung vor allem der ländlichen Bevölkerung.

Die Tätigkeit des Spinnens und Webens war so allgegenwärtig, dass sie Einfluss auf den deutschen Sprachgebrauch genommen haben und sich in vielen Erzählungen und Märchen, wie Frau Holle, Dornröschen, Rumpelstilzchen u.v.m. wiederfinden. Die Ausstellung „Flachs zum Leinen – Stroh zu Gold“ möchte einen Faden spinnen von der Verarbeitung des Flaches zum fertigen Leinen, den Verhältnissen in Ostfriesland und speziell in Neustadtgödens und dem literarischen Niederschlag der Flachsverarbeitung in den Märchen.