Jazznacht mit Spitzenbands

Rotarier bieten am 22. Januar wieder Jazz vom Feinsten

Varel. Am Sonnabend, 22. Januar 2011, findet im TIVOLI bereits zum 15. Mal das Jazz-Benefizkonzert des Rotary-Clubs Varel-Friesland statt. Damit setzen die Rotarier ihr Erfolgskonzept fort. Im Laufe der 15 Jahre entpuppte sich das friesische Publikum als Jazzliebhaber. Aber auch von überregional reisen die Jazzliebhaber an.
Bei diesem „Neujahrs-Event“ der besonderen Art muss man einfach dabei sein, denn die Freude ist gleich doppelter Art. Zum Einen die ewig junge Musik des traditionellen Jazz – und dann: die Tatsache, dass der Überschuss des Abends wieder einem guten Zweck zugeführt wird.
„Auf über 50.000 Euro beläuft sich die Spendensumme aus den bisherigen Jazzkonzerten in Varel. Damit konnten wir zahlreiche lokale, regionale und überregionale Projekte fördern. Zur 15. Vareler Jazznacht werden im Großen Saal zwei absolute Top-Bands für Stimmung sorgen. Das ist zum einen die Gruppe Jazzkonfekt aus Düsseldorf, die mit einem ganz besonderen Programm das Publikum in seinen Bann zu ziehen versteht. Schon im Eingangsfoyer werden sie die Besucher musikalisch begrüßen und auf einen tollen Abend einstimmen.

Jazzkonfekt Im Laufe des Abends wird sich diese Profigruppe aus Düsseldorf dann im Saal mit einer Gruppe abwechseln, die in Varel besonders beliebt ist und zwar der Band von Henning Munk & Plumperne aus Dänemark, die schon zweimal in Varel dabei war und stets das Publikum begeistert hat.
Die Veranstaltung beginnt in diesem Jahr erst um 20.00 Uhr. Der Vorverkauf läuft wie in jedem Jahr über Tabak Wullenkord sowie die Filialen der LzO und der Raiffeisen-Volksbank. Der Eintrittspreis liegt unverändert bei 15 Euro. Für kurzentschlossene Jazzliebhaber werden die Rotarier noch einige Karten an der Abendkasse bereithalten.

Originell: Friesisches Brauchtum zum Jahreswechsel

Silvesterbräuche und Neujahrstraditionen gibt es viele, besonders im Nordwesten: Von Neejohrskoken bis Speckendicken, von Bomboisjes bis zu Spökenkram. Zu den ganz alten, nur noch an wenigen Orten gepflegten Traditionen gehört das Beiern.

DSC_9239 In der Silvesternacht werden auf hohen Kirchtürmen die Glocken von Hand geschlagen. Ein merkwürdiges Wummern schallt weit übers Land, unheimlich, geheimnisvoll. Kräftiger Männerarme bedarf es dafür, und natürlich einer Flaschen “Glockensmeer”.

Über das Beiern hat Jürgen Eden einen schönen Film gemacht, er war in der Silvesternacht 2010/11 wieder einmal in Schortens, in einer der ältesten friesischen Kirchen dabei. Hier sein Video:

http://www.youtube.com/watch?v=uhotVuIlVJo

Foto: Helmut Burlager

Big Easy: Abschiedskonzert am Sonnabend

Um allen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, sagt Claus Fischer es gleich am Anfang: „Wir gehen nicht im Streit auseinander.“ Das wäre auch schade nach fast 20 Jahren Partnerschaft – auf der Bühne. So lange schon kennen sich Fischer (44) und Ingmar Viertel (44), die am morgigen Sonnabend zum (vorerst) letzten Mal gemeinsam auftreten.

Band_BigEasy

Claus Fischer, links, und Ingmar Viertel von “Big Easy”

Mit einem Abschieds- und Benefizkonzert ab 20 Uhr im „Café Maria“ bei Maurizio Esposito in der Großen Burgstraße sagt Ingmar Viertel seiner Band und den Fans von „Big Easy Acoustic“ adieu. Er wechselt zur Band „Black Jack“, wo er immer schon mal ausgeholfen hat. „Big Easy“ macht weiter, mit Claus Fischer und Dieter Schoon und ab Januar 2011 verstärkt um Claus Rettkowski und Yvo Herckelrath. Alles so Namen, die man in der Szene kennt, und eigentlich hat sowieso jeder schon mal mit jedem auf der Bühne gestanden.

Kein Wunder also, dass beim Abschiedskonzert morgen Abend Rettkowski und Herckelrath mit von der Partie sind und als Gäste einen Vorgeschmack auf das neue „Big Easy“ geben.

„Wir sind ja alle ein bisschen ruhiger geworden“, sagt Claus Fischer schmunzelnd. Aus seiner wilden Zeit sind die langen Haare geblieben, das ist er seinem Image als Metal-Rocker schuldig, auch wenn’s nicht so hundertprozentig zu seiner bürgerlichen Existenz als kaufmännischer Angestellter passt. 1979 stand er zum ersten Mal auf der Bühne. Heavy Metal war angesagt, und Fischer hatte die Röhre dafür: Er war und blieb ausschließlich Sänger.

Mit der Gruppe „Rave“ nahm er 1981 seine erste Single auf.  In dem Jahr lernte er auch Ingmar Viertel kennen, der im Sommer des Jahres bei „First Aid“ im Mariengymnasium spielte. Zusammen standen die beiden dann schon einmal für ein Jahr lang mit der Formation „Diamond Breaker“ auf der Bühne, unter anderem bei einem ausverkauften Konzert im Pumpwerk in Wilhelmshaven.

1985 gründete sich in Jever im damaligen „Studio Selznick“ (heute „Taverna“) die legendäre Band „Ballermann“, zu der Claus Fischer 1994 hinzustieß, ebenso Ingmar Viertel. Bis 1999 fuhren sie Erfolg um Erfolg ein, dann pausierten beide für eine ganze Weile, musizierten zwar, gaben aber keine Konzerte.</p><p>Ende 2007 gründeten Fischer und Viertel dann mit Dieter Schoon die Band „Big Easy Acoustic“, die in Jever regelmäßig in der Reihe „Treffpunkt Kirchplatz“ anzutreffen ist. Von Metal über Blues-Rock sind die „Dinos“ der friesländischen Musikszene inzwischen bei solide handgemachtem Akustik-Rock angekommen und haben ihr treues Publikum.

Das kriegt Samstagabend alles zu hören, was Viertel, Fischer, Schoon &amp; Co. im Laufe der Jahre so einstudiert und auf die Bühne gebracht haben. Gastwirt Maurizio Esposito serviert dazu einen Beviano Novello Italiano. Von jeder Flasche des roten Primeur-Weines gehen 5 Euro an die Kinderkrebshilfe.

Der Eintritt zu dem gemütlichen Konzertabend im „Café Maria“ ist frei.

Olaf King Allstars im Orange am Pumpwerk

Der Jazzclub Wilhelmshaven/Friesland präsentiert:
Sonntag, 19. Dezember 2010 – um 17:00 Uhr

im „Orange“
am Pumpwerk Wilhelmshaven, Banter Deich 1

Olaf King Allstars

Vor einigen Jahren stellte der Entertainer und Trompeter Olaf King eine Gruppe zusammen, die aus besonders qualifizierten Musikern verschiedener norddeutscher Spitzenbands bestand.
Das Konzept dieser „Allstars Band“ hat sich inzwischen bestens bewährt. Die Gruppe hat sich nicht nur auf die übliche Dixieland-Richtung festgelegt, sondern schaut sehr intensiv „über den Tellerrand“ hinaus.

Olaf-King-Allstars_1

Diese Tatsache zeigt sich in der außergewöhnlichen Vielseitigkeit des Repertoires. Es reicht vom klassischen Oldtime-Jazz über Swing  Standards, wie z.B. „New York New York“ oder „Fly me to the Moon“ in der Version von Roger Cicero („Schieß’ mich doch zum Mond“), bis zum Rock’n Roll (Elvis), Funk (James Brown) oder Oldie (Blues Brothers, Jo Cocker, Beatles, Blood, Sweat and Tears).
Ein weiteres Highligt der Band sind die Imitationen und Parodien, z.B. auf Louis Armstrong, Elvis, Ray Charles, Louis Prima, Fats Domino oder Dean Martin.

Olaf King als Bandleader ist für die humorvolle Moderation zuständig. Jeder Solist der Olaf King Swingers spielt in seiner jeweiligen Stammband bereits seit vielen Jahren, und somit ist es für den Einzelnen immer wieder ein interessantes Erlebnis, in dieser Formation einen völlig anderen Klangkörper zu erleben. Dieses spiegelt sich auch in der auffallenden Spielfreude der Musiker wieder.

Das Motto Jazz Entertainment hat sich in den letzten 20 Jahren als hervorragendes Konzept herausgestellt. In ihrer Vielseitigkeit sind die Olaf King Allstars sicher einmalig in der norddeutschen Region – vielleicht auch darüber hinaus.

Die Olaf King Allstars setzen sich aus folgenden Solisten zusammen:
OLAF KING – Trompete, Flügelhorn, Gitarre, Ventilposaune, Gesang, Moderation
MULPI FEHLHABER – Klarinette, Saxophon
HANS-GEORG Rose – Posaune, Keyboards
BERND MÜLLER – Bass, Gesang, Moderation
RAFAEL JUNG – Keyboards, Gesang
JAN LORENZ – Schlagzeug, Klarinette, Gesang
HELGE LORENZ – Gitarre, Schlagzeug, Banjo

http://www.jazzclub-whv-fri.de

Winter am Upschloot

Eine einsame Landschaft zwischen Oldenburger Land und Ostfriesland: Der Upschloot bei Grappermöns, nicht weit von Jever an der Landesstraße 813 gelegen.

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Als Grenzpunkt einst zwischen den verfeindeten Jeverländern und den Ostfriesen, später zwischen dem Königreich Hannover und dem Herzogtum Oldenburg, spielt der Ort heute eine verbindende Rolle. 1948 errichtete unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges und der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ein Kreis von Betroffenen an dieser Stelle das Jeverländische Mahnmal, das sich gegen Krieg und Gewalt richtet und an dem sich zweimal im Jahr, am Himmelfahrtstag und am Totensonntag, Christen aus dem Jeverland und dem Harlingerland zu Freiluft-Gedenkgottesdiensten treffen. Ein überdimensionales Kreuz wurde im Scheitelpunkt einer langgezogenen Kurve so errichtet, dass es von Westen und von Osten her für jeden Passanten unübersehbar  den Ort prägt. “In der schwermütigen Landschaft”, schreibt Walter Fleischauer, “ist es ein Zeichen christlicher Hoffnung auf den Frieden, der alle Grenzen überwindet.”

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Die winterlichen Aufnahmen, die bei Baumpflegearbeiten an der historischen Anlage möglich wurden, unterstreichen den besonderen Charakter dieser Grenzlandschaft.

Mehr Infos unter: Mahnmal am Upschloot

Engagement und Intensität der Landesbühnen gewürdigt

Wanderbühnen erhielten den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ / “Stella” für Regiepreis nominiert

Wilhelmshaven/Essen – Die Landesbühne Niedersachsen-Nord ist in Essen zusammen mit 23 anderen deutschen Landesbühnen mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet worden. Gestern wurde die dreistündige Gala zur Preisverleihung, die im Aalto-Theater über die Bühne ging, im Fernsehen auf 3Sat ausgestrahlt.

Video von der Preisverleihung, Landesbühne ab Min. 106

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Fast preisgekrönt: die “Stella”-Inszenierung von Jan Steinbach.
Foto: Landesbühne Nord

„Der Faust“ ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater würdigt. Er wird vom Deutschen Bühnenverein gemeinsam mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. Der Preis wird in acht Kategorien verliehen. Zudem gibt es den Preis für das Lebenswerk und den Preis des Präsidenten. Letzterer wurde in diesem Jahr den 24 Landesbühnen in der Bundesrepublik zuerkannt, darunter die Wilhelmshavener Landesbühne.

In seiner Laudatio würdigte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Prof. Klaus Zehelein, „das Vermögen, die Kraft, das Engagement und die Intensität“ der 24 über die Lande ziehenden Wanderbühnen in ganz Deutschland, die an 900 Spielorten jährlich 3,2 Millionen Zuschauer erreichten. Zehelein, der in den siebziger Jahren Chefdramaturg am Staatstheater in Oldenburg war, erinnerte an das Entstehen der Landesbühnen nach den Katastrophen der beiden Weltkriege und deren Auftrag es war, ein demokratisch inspiriertes Angebot von Kunst für möglichst alle Bürger im Land zu sichern und damit dem Ungeist zu begegnen, der zuvor Kultur verfolgt, missbraucht und korrumpiert habe.

In einem Filmbeitrag über die Arbeit der Landesbühnen wurde auch die Aktion der Landesbühne Niedersachsen-Nord hervorgehoben, die in der vergangenen Spielzeit die Zuschauer vor jeder Aufführung aufgefordert hatte, gemeinsam den Satz „Lang lebe die Landesbühne“ zu deklamieren, um damit Druck gegen die Sparpläne des Kulturministers zu machen.

Für die Landesbühne in Wilhelmshaven nahm der Pressesprecher Torben Schumacher zusammen mit Vertretern anderer Bühnen den Preis entgegen, mit dabei waren Regisseur Jan Steinbach, der mit seiner Inszenierung von „Stella“ für den Regiepreis nominiert worden war, aber leer ausging, sowie Intendant Gerhard Hess, Aufsichtsratsvorsitzender Walter Theuerkauf und die Schauspieler Aom Flury, Kathrin Ost, Peter Lindhorst und Lenja Busch in Essen dabei. Nach kurzer Enttäuschung über den „zweiten“ Platz für Steinbach überwog dann doch die Freude, wie Schumacher gestern schilderte, „denn wir sind schon stolz über die Nominierung, eine der drei besten Inszenierungen 2010 zu haben. Somit war auch auf der Feier nach der Verleihung keine Enttäuschung zu spüren, schließlich konnten wir nach der Nominierung bereits im Schauspielhaus Hamburg spielen und sind unter den Theaterleuten im Gespräch.“

Quelle: Jeversches Wochenblatt / Friesisches Tageblatt