Carola Schede: Worum dreht sich deine Welt?

Hier mal ein Friesenblog-Beitrag zum Reinhören. Ein schönes kleines Porträt aus der Werkstatt von Carola Schede aus Wilhelmshaven: „Worum dreht sich deine Welt?“

Jetzt: Mathilde Maersk im Jade-Weser-Port Wilhelmshaven

Das sind schon ganz ordentliche Pötte, die da regelmäßig im Jade-Weser-Port ankommen. Hier kann man sich über die Schiffsbewegungen informieren:

JWP

und hier: http://www.jadeweserport.de/betrieb/port-office/schiffsankuenfte.html

Pop Art aus Wilhelmshaven

FOTOPOPART – Eine Symbiose aus Foto-Design und Pop Art

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 1. Oktober 2015, 18.30 Uhr
in der Sparkassenzentrale am Theaterplatz

Text zur Ausstellung Sparkasse FOTOPOPART.inddKlaus Schreiber (Foto-Design) und Holger Mühlbauer (Grafik Design + Kunst) kennen sich nun länger als 15 Jahre und haben erstmals einen kreativen Prozess in Gang gebracht, um beide Kunstarten miteinander verschmelzen zu lassen, zur FOTOPOPART! Klaus Schreiber ist seit mehr als 40 Jahren als Foto-Designer in Wilhelmshaven und Friesland bekannt. Er ist ein renommierter Foto-Designer mit vielen Ausstellungen im In- und Ausland. Holger Mühlbauer ist schon von Kindesbeinen an kreativ im Bereich Grafik Design und Kunst. Er ist seit 1996 selbstständig und Inhaber der Agentur „Mühlbauer Design im Pförtnerhaus“ in Wilhelmshaven.

(c) Klaus Schreiber, Holger Mühlbauer
(c) Klaus Schreiber, Holger Mühlbauer

Kreischende Farben, wilde Farbspritzer auf alten Spanplatten, die wieder und wieder fotografiert, gemischt mit Real-Bildern in digitaler Kunstform zusammen gebracht werden. Das ist die Arbeitsweise von Schreiber und Mühlbauer für diese spezielle Kunstart. Diese neue Art besteht aus digitalen und manuellen Materialien, die letztendlich alle digital verarbeitet werden. Die limitierten Werke sind auf Leinenstoff mit 4 cm Keilrahmen in verschiedenen Formaten erhältlich.

Die Ausstellung läuft vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2015 in der
Sparkassenzentrale Wilhelmshaven, Theaterplatz.

(c) Klaus Schreiber, Holger Mühlbauer
(c) Klaus Schreiber, Holger Mühlbauer

Landesbühne: Im Westen nichts Neues

Wer einmal in den Krieg zieht, wird ihn nie mehr los

Im_Westen_Teaser_05Kugelhagel, Panzerdröhnen und die nackte Angst ums Überleben. In seinem Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ schickt der Schriftsteller Erich Maria Remarque seinen jungen Protagonisten Paul Bäumer mitten in die Hölle des Ersten Weltkriegs. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden folgt Bäumer dem allgemeinen Kriegstaumel und findet sich in der Realität des Schützengrabens wieder. Am 5. September, 20 Uhr, kommt das Stück erstmals auf die Bühne im Stadttheater. Um 19.30 Uhr gibt es dazu ein Einführungsgespräch mit Regisseurin und Dramaturgin im Oberen Foyer.

Unter der Regie von Oberspielleiterin Eva Lange (Bühne & Kostüme: Gabriela Neubauer) zeigen die Schauspieler Aida-Ira El-Eslambouly, Mechthild Grabner, Sarah Horak, Ben Knop, Robert Lang, Christoph Sommer und Vasilios Zavrakis, was der militärische Drill und die Traumata des Krieges aus jungen Menschen werden lässt.

„Ihr geht doch mit, Kameraden?“, fragten 1914 Lehrer ihre Schüler – und keiner von ihnen ahnte, was sie an der Front erwarten würde: Schlafmangel, Unterernährung, Materialschlachten und Stellungskrieg. Die einzige Überlebensmotivation ist die Hoffnung auf Heimkehr – die Rückkehr in die Normalität.

Inspiriert von Sabine Würichs und Ulrike Scheffers Ausstellung „Operation Heimkehr“ im Deutschen Marinemuseum geht Regisseurin Lange der Frage nach, ob eine Rückkehr in den Alltag überhaupt möglich ist. Was machen Soldaten nach dem Krieg?

Weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Fast 3000 Bundeswehrsoldaten sind in Auslandseinsätzen. Ist es möglich, nach den Erlebnissen bei Verdun, in Afghanistan oder Bosnien-Herzegowina wieder in den Alltag zurückzukehren? Wer einmal in den Krieg zieht, wird ihn nie mehr los.

Karten für die Premiere am Sonnabend, 5. September, 20 Uhr im Stadttheater gibt es im Service-Center der Landesbühne, im Internet oder an der Theaterkasse unter 04421/9401-15. Weitere Vorstellungen in Wilhelmshaven am 23. September um 20 Uhr und 27. September, 15.30 Uhr im Stadttheater.

Idylle am Jadebusen: Das Banter Fischerdorf

An meiner Lieblings-Fahrradstrecke liegt das Banter Fischerdorf. Direkt am Wasser, vor dem Deich. Der NDR hat jetzt einen schönen Beitrag darüber gemacht.

Bant

NDR-Diskussion über Streit um das Bismarck-Denkmal in Wilhelmshaven

NDRDer Leiter des Gröschler-Hauses – Zentrum für die Zeitgeschichte der Region –  in Jever, Hartmut Peters, hat vorgeschlagen, den Bismarckplatz in Wilhelmshaven umzubennen, statt dort wie geplant ein Bismarck-Denkmal aufzustellen. Peters war Teilnehmer einer Diskussion über den Denkmalstreit, die am Dienstagabend vom NDR aufgezeichnet wurde und heute (Donnerstag, 15. Januar 2015) ab 19 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen gesendet wird.

Auf dem Podium waren außerdem Werner Bohlen-Janßen (Ratsherr, CDU), Reiner Beckershaus (Club zu Wilhelmshaven) und Ursula Aljets (Arbeitskreis Banter Geschichte). Zu Wort kamen auch  der ehemalige Oberbürgermeister Eberhard Menzel, der frühere Landtagsabgeordnete Wilfrid Adam und der Initiator der Denkmalssetzung,  Drehorgelspieler August Desenz.

Es ging um die Bewertung von Bismarcks politischem Erbe, den Sinn eines solchen Denkmals und die Art und Weise, wie es durchgesetzt wurde. Natürlich wurde sehr kontrovers diskutiert. Hartmut Peters schlug vor, den Bismarck-Platz in „Platz der Revolution von 1918“  umzubennen und eine Informationsstätte über die Novemberrevolution 1918 und ihre Bedeutung für die erste deutsche Demokratie (Weimarer Republik) zu errichten. Der Aufstand der Arbeiter und Matrosen in der Kriegsmarinestadt sei eine der Initialzündungen zur Demokratie gewesen. Kein obrigkeitsstaatliches Memento, sondern ein Zeichen der republikanischen Tradition würde einer Stadt mit sonst überwiegend negativ besetzter Geschichte guttun und den Beitrag der Region Wilhelmshaven-Friesland zur Demokratiegeschichte verdeutlichen, so Peters.

Tag 353 | Jade-Weser-Port

Der Containerhafen in Wilhelmshaven, bislang schwach ausgelastet, könnte 2015 endlich in Gang kommen. Foto: Helmut Burlager
Der Containerhafen in Wilhelmshaven, bislang schwach ausgelastet, könnte 2015 endlich in Gang kommen. Foto: Helmut Burlager

Geduld ist ja weder die Stärke der Medien noch die der Politiker. Wer einen Containerhafen baut, braucht diese Charaktereigenschaft aber ganz offensichtlich, denn es schien lange Zeit nicht so zu sein, als ob alle Welt auf den Jade-Weser-Port gewartet habe. Obwohl Politiker und Medien das ja durchaus über Jahre behauptet haben. Nun schlägt aber langsam die Stunde der Geduldigen. Gestern wurde bekannt, dass der Tiefwasserhafen an der Jade ab 2015 nicht nur von zwei, sondern von drei großen Linien angefahren werden wird.

Nach einer aktuellen Fahrplanankündigung wird die weltgrößten Containerreederei Maersk Line mit der Linie ME 1 (Mittlerer Osten: Vereinigte Arabische Emirate, Indien, Oman, Saudi Arabien) den Jade-Weser-Port am 26. Februar 2015 erstmals und dann regelmäßig ansteuern. Schon vor einigen Wochen hatte Maersk angekündigt, Wilhelmshaven im Rahmen des Netzwerkes 2 M in zwei Asienrouten aufzunehmen (Asiendienste AE 1,Sri Lanka, Singapur, China, Japan, und AE 5, Südkorea, China, Malaysia).

„Der neue Dienst ist auch deshalb so interessant, weil der Mittlere Osten und Indien attraktive Regionen für die niedersächsische Wirtschaft sind. Wir haben gemeinsam mit Eurogate in den vergangenen 22 Monaten hart gearbeitet, um unserem Tiefwasserhafen Schritt für Schritt den Weg für den Markt zu öffnen. Dabei haben wir immer wieder auch das Gespräch mit unserem Partner Maersk gesucht“,  hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, Aufsichtsratsvorsitzender der Jade-Weser-Port-Gesellschaften, gestern erklärt. „Diese Anstrengungen beginnen, sich jetzt auszuzahlen. Mit drei Überseelinien ist die Basis gelegt, um die Beschäftigung im Hafen zu sichern und um neue Ziele anzusteuern. Wir wollen natürlich weitere Reeder für das Container Terminal Wilhelmshaven gewinnen und wir streben auch Ansiedlungserfolge für das Güterverkehrszentrum an. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber wir werden uns den künftigen Herausforderungen gerne stellen, um den JadeWeserPort zum Erfolg zu führen.“

Tag 293 | Kunst

Die "Norddeutsche Landschaft" von Heiner Altmeppen, Kunstfreunden im Nordwesten vielleicht bekannt von Besuchen in der Kunsthalle Emden, ziert jetzt ein Haus in Wilhelmshaven. Foto: Wilhelmshaven Touristik
Die „Norddeutsche Landschaft“ von Heiner Altmeppen, Kunstfreunden im Nordwesten vielleicht bekannt von Besuchen in der Kunsthalle Emden, ziert jetzt ein Haus in Wilhelmshaven. Foto: Wilhelmshaven Touristik

Die „Norddeutsche Landschaft“ ist ein fotorealistisches Gemälde, das im Nordwesten viele kennen, denn es gehört zu den wichtigen Exponaten der Emder Kunsthalle. Neuerdings können auch die Wilhelmshavener das Bild betrachten, allerdings um ein Mehrfaches größer als in der benachbarten Hafenstadt, hundert Quadratmeter groß genauer gesagt.

Buko Königshoff. Foto: Wilhelmshaven Touristik
Buko Königshoff. Foto: Wilhelmshaven Touristik

Denn der Künstler Buko Königshoff (kleines Foto) hat das Altmeppen-Gemälde in mehrwöchiger Arbeit auf eine Hausfassade in der Bismarckstraße reproduziert. Es ist nicht das erste Großkunstwerk in der Jadestadt. Im vergangenen Jahr ist bereits eine Hauswand in der Luisenstraße mit einer überdimensionalen Reproduktion von Franz Radziwills Werft-Bild verziert worden.

Initiiert worden ist die Kunst am Bau von der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH unter ihrem Geschäftsführer Michael Diers, der auch der „Erfinder“ des Wilhelmshavener Street-Art-Festivals ist. Gesponsert wurde das Werk in der Bismarckstraße 143 am Haus von Bernd Frerichs von dem örtlichen Malerei- und Gerüstbauunternehmen Nietiedt.

Tag 277 | Die Welle

Ausgezeichnet mit dem Fritz-Höger-Preis 2014 in Silber: Die „Kirche am Meer – St. Marien" in Schillig von Königs Architekten, Köln. Foto ©: Christian Richters
Ausgezeichnet mit dem Fritz-Höger-Preis 2014 in Silber: Die „Kirche am Meer – St. Marien“ in Schillig von Königs Architekten, Köln. Foto ©: Christian Richters

Zu den schönsten und interessantesten Kirchen-Neubauten in Friesland der letzten Jahrzehnte zählt die St.-Marien-Kirche in Schillig. sie ist jetzt im Deutschen Architekturzentrum (DAZ) in Berlin mit dem Fritz-Höger-Preises 2014 für Backstein-Architektur ausgezeichnet worden. Vor internationalem Publikum wurden die besten Beiträge des diesjährigen Wettbewerbs verkündet. Die St. Marien Kirche in Schillig gewann den Fritz-Höger-Preis 2014 in Silber. Mit mehr als 500 eingereichten Projekten und großer internationaler Resonanz hat der zum dritten Mal ausgelobte Fritz-Höger-Preis 2014 für Backstein-Architektur seinen festen Platz unter den bedeutenden Architekturpreisen gefunden und präsentiert einen beeindruckenden Querschnitt internationaler Backstein-Architektur.
In der Kategorie „Öffentliche Bauten, Sport und Freizeit“ konnte das Projekt „Kirche am Meer – St. Marien in Schilling“ die hochkarätig besetzte Fachjury überzeugen und wurde mit dem Fritz-Höger-Preis 2014 in Silber prämiert. Verantwortlich für das Projekt zeichnet das Architekturbüro Königs Architekten aus Köln.
Die geschwungene Wand- und Dachausbildung des skulpturalen Sakralbaus – als Verweis auf den Ort – lädt seine Betrachter ein zu metaphorischen Interpretationen des Themas „Kirche am Meer“.
Fast alle ausgezeichneten Projekte – darunter die genannte Arbeit – werden bis zum 19. Oktober 2014 im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) im Rahmen einer Ausstellung im Detail gezeigt und später an verschiedenen Hochschulen in Deutschland als Wanderausstellung zu sehen sein.
Der erstmals 2008 ausgelobte Fritz-Höger-Preis für Backstein-Architektur ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre von der Initiative Bauen mit Backstein in Kooperation dem Bund Deutscher Architekten BDA verliehen. Der Preis ist nach dem Architekten und Baumeister Fritz Höger (1877 – 1949) benannt. Zu seinen bekannten Werken zählt das Rathaus von Wilhelmshaven.