Teemuseum Norden zeigt Alf Depser

„Spaziergang ans Ende der Welt“ heißt eine neue Ausstellung im Ostfriesischen Teemuseum Norden, die vom 14. Dezember bis zum 19. März läuft. Gezeigt wird Ostfriesland in Zeichnungen, Aquarellen und Grafiken von Alf Depser.

Scan10018.jpgDepser, Maler und Grafiker, ist besonders durch seine vielen Veröffentlichungen in den Ostfriesischen Kunstkalendern seit den 1960er-Jahren bekannt geworden. In Nürnberg geboren und an der dortigen Staatshochschule für angewandte Kunst ausgebildet, zog er 1937 nach Ostfriesland. In 60 Jahren intensiven Kunstschaffens hat Alf Depser in Zeichnungen, Radierungen, Aquarellen und Holzschnitten das Bild der Küstenregion festgehalten.

Ostfriesisches Teemuseum, Am Markt 36 in 26506 Norden. www.teemuseum.de

Ursula Kray stellt im Lokschuppen Jever aus

Aktmalerei und Menschen in Bewegung – die in Düsseldorf geborene Künstlerin liebt das große Format

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Ursula Kray aus Jever stellt vom 25. Juli an in der Galerie im Lokschuppen aus. Foto: H. Burlager

Nicht allzu oft gibt das Künstlerforum Jever einem seiner Mitglieder die Gelegenheit, in der Galerie im Lokschuppen eine Einzelausstellung zu zeigen. Der langjährig in dem Verein engagierten Künstlerin Ursula Kray wird diese Ehre nun zuteil. Anlass ist ihr 75. Geburtstag, den die aus Düsseldorf stammende Jeveranerin im Oktober feiert. Vom 24. Juli an zeigt sie in den Räumen des Künstlerforums am Moorweg etwa 30 Bilder aus verschiedenen Schaffensperioden.

Zur Malerei ist Ursula Kray schon als Kind gekommen, ihr angeborenes Talent wurde nach Kräften gefördert von einer „tollen Kunstlehrerin“, wie sie sagt, und untermauert durch das Lesen jeder nur greifbaren Fachliteratur. Doch der Wunschtraum, Kunst zu studieren, ließ sich in der Nachkriegszeit nicht realisieren, so lernte sie was Handfestes, wurde kaufmännische Angestellte und später Chefsekretärin in großen Unternehmen der Getränkebranche. Beruf und Familie ließen ihr keine Zeit, weiter zu malen und zu zeichnen. Erst 1987, als die Kinder erwachsen waren, fing sie wieder damit an, wurde Mitglied der Gruppe Collage in Bad Neuenahr.

1992 kam sie zum Friesischen Brauhaus, und einer der ersten Wege in Jever führte sie zum Künstlerforum, wo sie sich seither engagiert – selbst ihren Wohnsitz nahm sie nur einen Steinwurf vom Lokschuppen entfernt. Konsequent ging sie nun ihre Ausbildung an, von Kursen in Porträt- und Aktzeichnen bei Andreas Reiberg und Doris Garduhn über Lehrgänge an der Europäischen Kunstakademie Trier, einem Meisterkurs bei Helge Leiberg im Kloster Irsee bis zu den alljährlichen sommerlichen Kunstakademien in Bad Reichenhall, Kolbermoor und im Allgäu, die sie bis heute regelmäßig besucht.

Die Akademieaufenthalte verschafften ihr eine Möglichkeit, die sie in ihrer kleinen Wohnung und auch in den Räumen des Künstlerforums so nicht besaß: das große Format auszuprobieren. Heute malt sie fast nur noch in Acryl auf voluminösen Leinwänden, lässt Farbe und Form großflächig wirken. Begrenzt sind die Rahmengrößen nur von der Kofferraumkapazität ihres Autos, wie sie augenzwinkernd verrät.

Ihre Leidenschaft sind Akte –  Frauen und Männer – und Menschen in Bewegung, sei es beim Sport, sei es beim Tanz, oft an der Grenze zwischen Figürlichem und Abstraktion. Solche Arbeiten wird sie auch in der Ausstellung in der Galerie im Lokschuppen zeigen. Daneben Beispiele aus anderen Schaffensperioden seit etwa 1995, schließlich ist ihr Werk von bemerkenswerter Vielseitigkeit, angefangen einst mit Pastellkreidezeichnungen, bis sie die Radierung für sich entdeckte und dann die Arbeit mit Acryl, die ihr so liegt.

So ist ein Lebenstraum am Ende doch noch in Erfüllung gegangen. Über die Jahre hat sie aufgeholt, was ihr als junge Frau verwehrt blieb. „Alles, was ich mir angeeignet habe, habe ich an den Sommerakademien gelernt. Die möchte ich in keinem Jahr missen“, sagt Ursula Kray. Der Lohn ist die Anerkennung des Publikums. Nicht nur zu den Ausstellungen des Künstlerforums in Jever, Schortens und Zerbst gehören ihre Arbeiten immer dazu, sondern auch zur Harle-Kunstausstellung in Wittmund, den Ausstellungen der Künstlervereinigung Nordbrücke in Wiesmoor und Opladen. Nun also die lang ersehnte Einzelausstellung in Jever. Eröffnet wird sie am Sonntag, 24. Juli, um 15 Uhr. Zu sehen ist sie mittwochs, sonnabends und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Die Einführung hält der Journalist Christoph Hinz.

Tag 208 | Tim II

ScreenshotDas Jeversche Wochenblatt berichtet heute auch über die Ausstellung von Tim Keweritsch (Fotografie) in Hooksiel, die ich gestern eröffnen durfte.

Momentaufnahmen: Menschen im Mittelpunkt

Bilder erzählen von afrikanischen Frauen

Ausstellung von Opportunity International wird in der Stadtkirche Jever gezeigt

Mikrofinanzierung hilft Menschen in Ghana bei der Existenzgründung. Ein Freundeskreis wirbt dafür Spenden ein.

Jever – Eigentlich ist es Eulen nach Athen tragen. „Die Leute in Jever wissen inzwischen von der Arbeit von Opportunity International“, sagte Pastor Rüdiger Möllenberg am Montagabend bei der Eröffnung der Bilderausstellung “Kleine Kredite – große Wirkung“ in der Stadtkirche. Doch die Chance, die Ausstellung ein zweites Mal in Jever zu zeigen – eine ähnliche war bereits vor fünf Jahren in der Volksbank Jever gezeigt worden – wollte sich der Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity dann doch nicht entgehen lassen. Mehr lesen: Zum Artikel

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Foto: Bei der Ausstellungseröffnung in der Stadtkirche: von rechts Jochen Ewald, Bürgermeisterin Angela Dankwardt, Janine Campen, Rüdiger Möllenberg, Jan Binder, Mitarbeiter von Opportunity International, Dr. Karl Harms, Rudolf Hofmeister, Annemarie Hofmeister und Irmgard von Maydell. Foto: Burlager

Lokale Zeitungen: Mitgestalter der Demokratie

Jever– Aus Anlass des 220-jährigen Bestehens des Jeverschen Wochenblatts wird im Schlossmuseum Jever vom 30. April bis zum 8. Mai die Ausstellung „Über 60 Jahre Bundesrepublik. Lokale Zeitungen, Mitgestalter der Demokratie“ gezeigt. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen (VDL), dem das Jeversche Wochenblatt angehört, und der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie wurde Anfang 2010 in Berlin zum ersten Mal gezeigt und hat seitdem in etlichen deutschen Städten Station gemacht. Die Bedeutung der lokalen Tageszeitungen steht im Mittelpunkt einer Präsentation, die zahlreiche Beispiele vorstellt, wie Lokalzeitungen sich für das politische und gesellschaftliche Leben in der Bundesrepublik einsetzen. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Schlossmuseums im Steinsaal des Schlosses zu sehen.

Kleine Kredite – große Wirkung

Mikrokredite: Ausstellung in der Stadtkirche Jever

Jever/hbu – Überraschend und ganz kurzfristig hat der Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity International Deutschland die Möglichkeit erhalten, die Ausstellung „Kleine Kredite – große Wirkung“ über die segensreiche Arbeit der Mikrofinanz-Organisation in der Dritten Welt zu zeigen.

_DSC2499 Weil eine andere Veranstaltung in der Region abgesagt wurde, wird die Ausstellung nun von Montag, 11. April, an bis Anfang Mai in der Stadtkirche Jever gezeigt.

Im Bild eine Klientin in Ghana. Foto: Burlager

Die Ausstellung mit vielen Bildern und Informationen über die Bereiche Mikrokredite, Mikrosparen, Mikroversicherung und Mikroschulen, mit denen Opportunity in zahlreichen Ländern Afrikas und Asiens aktiv ist, war vor mehreren Jahren schon einmal erfolgreich in der Volksbank Jever gelaufen. Daraus hatte sich der Freundeskreis Weser-Ems um Rüdiger Möllenberg, Jochen Ewald und Dr. Karl Harms entwickelt, der mittlerweile Spenden von mehreren hunderttausend Euro für den guten Zweck eingeworben hat. Neuerdings kann bei Opportunity International jeder Interessierte seine „eigene“ Bank gründen: 5000 Euro sind nötig, um in einem afrikanischen oder asiatischen Land eine kleine Genossenschaftsbank ins Leben zu rufen, die vor allem armen Frauen beim Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz hilft. Der Freundeskreis Weser-Ems hat inzwischen mehrere Reisen nach Ghana unternommen, um sich dort vom Erfolg dieser Entwicklungsarbeit zu überzeugen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag um 18 Uhr, sie ist danach während der normalen Öffnungszeiten der Stadtkirche zu sehen. Mehr Informationen gibt es unter http://www.oid.org