Ausbildung statt Auswanderung

Nicht die Flüchtlinge bekämpfen, sondern die Fluchtursachen – was in den vergangenen Monaten in Deutschland zum politischen Mantra wurde, lebt die Entwicklungsorganisation Opportunity International schon seit ihrer Gründung vor 20 Jahren vor. In Jever engagiert sich seit zehn Jahren der Freundeskreis Weser-Ems für Opportunity und hat mittlerweile Spenden in Höhe von mehr als 700.000 Euro für Mikrofinanzprojekte speziell im afrikanischen Land Ghana eingeworben. Einen stattlichen Betrag hat jetzt zum wiederholten Male der Lions-Club Jever hinzugefügt. Am Donnerstag überbrachte der Clubpräsident Manfred Folkers symbolisch eine Spende von 2500 Euro an Rüdiger Möllenberg, Jochen Ewald und Dr. Karl Harms, die den Freundeskreis Weser-Ems gegründet haben.

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Jochen Ewald, Lions-Präsident Manfred Folkers, Rüdiger Möllenberg, Dr. Karl Harms bei der Übergabe der Spende und der Spendenurkunde von Opportunity. Foto: Helmut Burlager

Es sei „ein Herzenswunsch“ des Clubs gewesen, gerade die Arbeit von Opportunity zu unterstützen. Hatten die Lions in der Vergangenheit schon einmal eine genossenschaftliche Mikrobank für Frauen in einer armen Region Ghanas finanziert, so fließt die neue Spende in das Ausbildungsprogramm „YAP (Youth Apprenticeship Program), das dem steten Anstieg der Zahl perspektivloser junger Menschen in Afrika entgegenwirkt. In dem staatlich anerkannten Berufsausbildungsprogramm werden Jugendliche praxisnah zu qualifizierten Arbeitskräften ausgebildet und erhalten so die Chance auf eine gesicherte Zukunft in ihrem Land. „Es macht uns Spaß, das zu begleiten“, sagte Folkers, der Beschluss sei einstimmig gefallen. Rüdiger Möllenberg  bedankte sich, indem er eine Spendenurkunde überreichte.

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Licht gegen das Analphabetentum

Antoine Bankoley will afrikanische Schulen mit Strom versorgen

Antoine Bankoley. Foto (c): Helmut Burlager
Antoine Bankoley. Foto (c): Helmut Burlager

Jever – Antoine Adeyika Bankoley würde gerne dafür sorgen, dass 240 Kindern in einem Dorf im westafrikanischen Togo ein Licht aufgeht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die rund 5000 Einwohner zählende Gemeinde Wli-Centre in der Präfektur Zio hat keine Stromversorgung. Was zur Folge hat, dass ab 18 Uhr, wenn in dem Land nah am Äquator die Sonne untergeht und es  sehr schnell stockfinster wird, Kinder wie auch Erwachsene nur noch im flackernden Schein von Petroleumlampen lesen können. Ein Hindernis bei den Bemühungen um die Alphabetisierung der Bevölkerung Togos, wo viele Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Sonnenkollektoren und Batterien zum Speichern der Energie sollen die Lösung bringen, die Grundschule der Gemeinde soll eine Stromversorgung erhalten. 7000 Euro kostet eine solche Anlage. Es ist nicht die erste Hilfsaktion, die der Jeveraner Antoine Bankoley in seinem Heimatland startet…

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3. Oldenburger Afrikatag

Undugu – Freundschaft ist das Motto

Mädchen in Wa (Ghana).
Foto (c): Helmut Burlager

Oldenburg – Das Wort kommt aus dem Suaheli und heißt Freundschaft: „Undugu“ ist das Motto des 3. Oldenburger Afrikatages, der an diesem Sonnabend, 16. Juni, von 11  Uhr bis in den späten Abend hinein in der Helene-Lange-Schule in Oldenburg, Marschweg 38, stattfindet.

Der erste Afrikatag wurde im Jahr 2008 vom Arbeitskreis Oldenburg-Afrika (OLAF) ausgerichtet, der ein Jahr zuvor aus der Boumdoudoum-Arbeitsgemeinschaft des Neuen Gymnasiums hervorgegangen war. Mit Informations- und Verkaufsständen, Workshops zu verschiedenen Thmen, mit Filmen, Musik und Theater wurde den Oldenburgern das Thema Afrika nähergebracht. 2010 folgte die zweite Auflage, am kommenden Wochenende ist nun der 3. Afrikatag. Ziel der Veranstaltung ist es, die Vereine, Gruppen, Organisationen, Firmen und Schulen, die mit Organisationen in Afrika zusammenarbeiten, enger zu vernetzen und die Aktivitäten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Rund um einen afrikanischen Markt mit Köstlichkeiten aus Kamerun, Ghana, Togo, Senegal, Algerien, Marokko, Tunesien und anderen Ländern Afrikas gibt es ein buntes Informationsangebot mit Ausstellungen, Workshops, Vorträgen, Diskussionen, Lesungen, Musik, Kunst, Tanz und Film. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Afrikatages ist das Thema Landraub, in Podiumsdebatten geht es um Afrikaner in Deutschland (Die afrikanische Diaspora zwischen Integration und Entwicklungszusammenarbeit) und um Entwicklungszusammenarbeit (Ist Entwicklungshilfe sinnvoll?). Abends werden die Workshopergebnisse präsentiert, ab 20 Uhr spielt die Band „Top Afrika“, anschließend ist Party.

Neben den etwa 20 Mitgliedern des Arbeitskreises OLAF nimmt erstmals der Freundeskreis Weser-Ems von Opportunity International am Oldenburger Afrikatag teil. In einer von mehreren Informationsveranstaltungen, die ab 15 Uhr laufen, werden Dr. Karl Harms, Schirmherr von Opportunity, und Helmut Burlager, Botschafter der Mikrofinanzorganisation, über die Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana sprechen. Der Freundeskreis hat seit 2008 mehr als 400.000 Euro an Spenden eingeworben und damit in Dörfern der Voltaregion zahlreiche Trustbanks, kleinste Genossenschaftsbanken, ins Leben gerufen, die überwiegend weibliche Kleinstgewerbetreibende mit Mikrokrediten von durchschnittlich 200 Euro versorgen. Opportunity verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz und bietet neben Krediten auch Mikrosparen, Mikroversicherungen, soziale und wirtschaftliche Beratung, Vermarktungshilfen und Bildungsprogramme an. Mehr dazu: Opportunity International Deutschland

Friesenblog wünscht allen Kindern schöne Ferien

Türinschrift an der alten Schule von Ostercappeln im Wiehengebirge. (c) Helmut Burlager

Ein Benefizkonzert für Ghana

Benefizveranstaltung in Bredehorn (Friesland) für eine Schule in Ghana. Einladung hier: Spende für Schule in Eguafo