Jahresrückblick im Video

Das Jahr 2010 im Film: Wochenblatt-Kameramann Jürgen Eden hat aus den vielen Beiträgen, die er im Laufe dieses Jahres für den Internet-TV-Kanal des Jeverschen Wochenblatts erstellt hat, die schönsten, interessantesten, lustigsten zu einem kurzweiligen Jahresrückblick zusammengestellt. Zu Wort kommen in dem Video mit einem Grusswort zum Jahreswechsel auch Landrat Sven Ambrosy und Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt. Viel Spass beim Zuschauen. www.youtube.com/wochenblatttv

Ein Vorweihnachtswunder in der Nordwestbahn

Eine wahre Geschichte, diese Woche zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven erlebt

Von Désirée Warntjen

„Das glaubt uns kein Mensch“, meint der Zugreisende, der gerade mit ein paar Freunden die Nordwestbahn verlässt. Auf seiner Heimfahrt Richtung Wilhelmshaven hatte der Mann eine halbe Stunde zuvor einfach nur ein bisschen adventliche Stimmung im Abteil schaffen wollen – und wurde mitsamt der weiteren Mitreisenden mit einem kleinen Vorweihnachtswunder beschert.

„Heute ist der vierte Advent, wollen wir nicht zusammen ein Weihnachtslied singen?“, hatte der Bahnfahrer vorgeschlagen. Erst zögerlich, dann stimmkräftiger wurde erst einmal sehr passend zur Landschaft, durch die man fuhr, „Leise rieselt der Schnee“ intoniert.

Beim Weitersingen stellte sich heraus, dass das Erste-Strophen-Syndrom auch unter den anwesenden Mitreisenden gravierend verbreitet war: Mehr als die jeweils ersten Zeilen bis zu einem Refrain brachte man nicht zustande. Eine junge Frau konnte helfen und zog ein Notenheft mit Weihnachtsliedern hervor. Nach zwei, drei Liedern tauchte dann die neugierige Frage auf, warum sie Weihnachtsnoten mit sich führte.

„Die Lieder habe ich in Osnabrück gespielt“, sagte sie und zauberte unter Jubelrufen eine Querflöte aus ihrer Tasche. Die nächsten Lieder sangen die Reisenden etwas leiser, damit der Flötenton zu hören war.

Das Ankunftsziel der Flötistin rückte in absehbare Nähe, das Instrument verschwand wieder in der Tasche – doch nun tauchte eine weitere Musikerin auf, mit einem Geigenkasten unter dem Arm. Bettelnde Blicke und Worte erweichten sie: Der Kasten wurde geöffnet, das Instrument ein bisschen nachgestimmt – und weiter ging das kleine Weihnachtskonzert, das zwei Dutzend Menschen, die sich überwiegend fremd waren, gemeinsam singen und lächeln ließ.

Am meisten hat der spontan wachsende Umfang des Konzerts den Initiator selbst überrascht. Und so wiederholt er beim Aussteigen noch ein paar Mal: „Das glaubt uns kein Mensch!“

Aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 21. Dezember 2010

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Die aktuelle Diskussion um Mikrokredite

Die Linksammlung zum Thema Mikrokredite ist umgezogen, und zwar hierher: https://friesenblog.wordpress.com/mikrokredite-2/

Die Meinung von Opportunity International zum Thema: https://friesenblog.wordpress.com/2010/11/27/schwarze-schafe-schaden-einer-guten-idee/. Ein Beitrag von Stefan Knüppel, Vorstand der Stiftung OID.


Big Easy: Abschiedskonzert am Sonnabend

Um allen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, sagt Claus Fischer es gleich am Anfang: „Wir gehen nicht im Streit auseinander.“ Das wäre auch schade nach fast 20 Jahren Partnerschaft – auf der Bühne. So lange schon kennen sich Fischer (44) und Ingmar Viertel (44), die am morgigen Sonnabend zum (vorerst) letzten Mal gemeinsam auftreten.

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Claus Fischer, links, und Ingmar Viertel von “Big Easy”

Mit einem Abschieds- und Benefizkonzert ab 20 Uhr im „Café Maria“ bei Maurizio Esposito in der Großen Burgstraße sagt Ingmar Viertel seiner Band und den Fans von „Big Easy Acoustic“ adieu. Er wechselt zur Band „Black Jack“, wo er immer schon mal ausgeholfen hat. „Big Easy“ macht weiter, mit Claus Fischer und Dieter Schoon und ab Januar 2011 verstärkt um Claus Rettkowski und Yvo Herckelrath. Alles so Namen, die man in der Szene kennt, und eigentlich hat sowieso jeder schon mal mit jedem auf der Bühne gestanden.

Kein Wunder also, dass beim Abschiedskonzert morgen Abend Rettkowski und Herckelrath mit von der Partie sind und als Gäste einen Vorgeschmack auf das neue „Big Easy“ geben.

„Wir sind ja alle ein bisschen ruhiger geworden“, sagt Claus Fischer schmunzelnd. Aus seiner wilden Zeit sind die langen Haare geblieben, das ist er seinem Image als Metal-Rocker schuldig, auch wenn’s nicht so hundertprozentig zu seiner bürgerlichen Existenz als kaufmännischer Angestellter passt. 1979 stand er zum ersten Mal auf der Bühne. Heavy Metal war angesagt, und Fischer hatte die Röhre dafür: Er war und blieb ausschließlich Sänger.

Mit der Gruppe „Rave“ nahm er 1981 seine erste Single auf.  In dem Jahr lernte er auch Ingmar Viertel kennen, der im Sommer des Jahres bei „First Aid“ im Mariengymnasium spielte. Zusammen standen die beiden dann schon einmal für ein Jahr lang mit der Formation „Diamond Breaker“ auf der Bühne, unter anderem bei einem ausverkauften Konzert im Pumpwerk in Wilhelmshaven.

1985 gründete sich in Jever im damaligen „Studio Selznick“ (heute „Taverna“) die legendäre Band „Ballermann“, zu der Claus Fischer 1994 hinzustieß, ebenso Ingmar Viertel. Bis 1999 fuhren sie Erfolg um Erfolg ein, dann pausierten beide für eine ganze Weile, musizierten zwar, gaben aber keine Konzerte.</p><p>Ende 2007 gründeten Fischer und Viertel dann mit Dieter Schoon die Band „Big Easy Acoustic“, die in Jever regelmäßig in der Reihe „Treffpunkt Kirchplatz“ anzutreffen ist. Von Metal über Blues-Rock sind die „Dinos“ der friesländischen Musikszene inzwischen bei solide handgemachtem Akustik-Rock angekommen und haben ihr treues Publikum.

Das kriegt Samstagabend alles zu hören, was Viertel, Fischer, Schoon &amp; Co. im Laufe der Jahre so einstudiert und auf die Bühne gebracht haben. Gastwirt Maurizio Esposito serviert dazu einen Beviano Novello Italiano. Von jeder Flasche des roten Primeur-Weines gehen 5 Euro an die Kinderkrebshilfe.

Der Eintritt zu dem gemütlichen Konzertabend im „Café Maria“ ist frei.

DJV unterstützt Appell von Tageszeitungen gegen Angriffe auf Wikileaks

Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt den Appell einiger Tageszeitungen gegen die Angriffe auf Wikileaks. „Es ist mit den Grundsätzen der Meinungsfreiheit nicht vereinbar, wenn Politik und Wirtschaft versuchen, Zensur auszuüben“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Dies wird im Fall Wikileaks in massiver Weise praktiziert.“ Es sei deshalb gut und notwendig, dass sich einige Zeitungen jetzt klar zu den gegen Wikileaks gerichteten Zensurversuchen positionierten.

Journalistinnen und Journalisten seien darauf angewiesen, insbesondere bei kritischen Themen Insiderinformationen zu bekommen, sagte der DJV-Vorsitzende. Wikileaks habe sich in Bezug auf die amerikanische Außenpolitik als wichtige Quelle erwiesen. Das Wikileaks-Material entbinde Journalisten nicht von ihrer Pflicht zur Recherche. „Die Leser und Zuschauer müssen sich darauf verlassen können, dass das Material authentisch ist.“ Deshalb ersetze Wikileaks keineswegs den Journalismus, sondern bereichere ihn. „Wer die Quelle unterdrückt, schadet dem Journalismus“, so DJV-Vorsitzender Konken.

Quelle: DJV-Pressemitteilung, 16.12.2010

Schnee und Eis: Nordwestbahn twittert

Aktuelle Fahrgast-Informationen übers und Internet

Schnee und Eis vorausgesagt

Osnabrück, 15.12.2010: Für den morgigen Donnerstag, 16. Dezember sind schlechte Witterungsbedingungen für alle Reisenden vorausgesagt. Wichtig sind dann schnelle Informationen über die aktuelle Verkehrssituation. Aus diesem Anlass stellt die NordWestBahn auf ihrer Internetseite zeitnahe Wintermeldungen ein. Zudem werden die Verkehrshinweise für die Schiene auch getwittert.

Aktuelle Verkehrs-Informationen im Netz:

http://www.nordwestbahn.de/de/fahrplan/aktuelle-wintermeldungen.html

http://www.regiosbahn.de

Twitter für Niedersachsen:

http://twitter.com/NWB_NDS/

Twitter für Regio-Bahn

http://twitter.com/NWB_RegioSBahn/

Twitter für Nordrhein-Westfalen:

http://twitter.com/NWB_NRW/

Die NordWestBahn bittet ihre Fahrgäste sich vorab über ihre Verbindungen zu informieren.

Olaf King Allstars im Orange am Pumpwerk

Der Jazzclub Wilhelmshaven/Friesland präsentiert:
Sonntag, 19. Dezember 2010 – um 17:00 Uhr

im „Orange“
am Pumpwerk Wilhelmshaven, Banter Deich 1

Olaf King Allstars

Vor einigen Jahren stellte der Entertainer und Trompeter Olaf King eine Gruppe zusammen, die aus besonders qualifizierten Musikern verschiedener norddeutscher Spitzenbands bestand.
Das Konzept dieser „Allstars Band“ hat sich inzwischen bestens bewährt. Die Gruppe hat sich nicht nur auf die übliche Dixieland-Richtung festgelegt, sondern schaut sehr intensiv „über den Tellerrand“ hinaus.

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Diese Tatsache zeigt sich in der außergewöhnlichen Vielseitigkeit des Repertoires. Es reicht vom klassischen Oldtime-Jazz über Swing  Standards, wie z.B. „New York New York“ oder „Fly me to the Moon“ in der Version von Roger Cicero („Schieß’ mich doch zum Mond“), bis zum Rock’n Roll (Elvis), Funk (James Brown) oder Oldie (Blues Brothers, Jo Cocker, Beatles, Blood, Sweat and Tears).
Ein weiteres Highligt der Band sind die Imitationen und Parodien, z.B. auf Louis Armstrong, Elvis, Ray Charles, Louis Prima, Fats Domino oder Dean Martin.

Olaf King als Bandleader ist für die humorvolle Moderation zuständig. Jeder Solist der Olaf King Swingers spielt in seiner jeweiligen Stammband bereits seit vielen Jahren, und somit ist es für den Einzelnen immer wieder ein interessantes Erlebnis, in dieser Formation einen völlig anderen Klangkörper zu erleben. Dieses spiegelt sich auch in der auffallenden Spielfreude der Musiker wieder.

Das Motto Jazz Entertainment hat sich in den letzten 20 Jahren als hervorragendes Konzept herausgestellt. In ihrer Vielseitigkeit sind die Olaf King Allstars sicher einmalig in der norddeutschen Region – vielleicht auch darüber hinaus.

Die Olaf King Allstars setzen sich aus folgenden Solisten zusammen:
OLAF KING – Trompete, Flügelhorn, Gitarre, Ventilposaune, Gesang, Moderation
MULPI FEHLHABER – Klarinette, Saxophon
HANS-GEORG Rose – Posaune, Keyboards
BERND MÜLLER – Bass, Gesang, Moderation
RAFAEL JUNG – Keyboards, Gesang
JAN LORENZ – Schlagzeug, Klarinette, Gesang
HELGE LORENZ – Gitarre, Schlagzeug, Banjo

http://www.jazzclub-whv-fri.de

Friesische Freiheit zum Jahreswechsel

Tradition im 94. Jahrgang: Ostfreeslandkalender ist für viele Ostfriesen ein Muss

Norden. Weiße Landschaft – grüner Kalender. Smaragdgrün und druckfrisch liegt er in diesen Tagen wieder im Buch- und Zeitschriftenhandel vor: der Ostfreeslandkalender 2011. Schon seit 94 Jahren präsentiert sich das Jahrbuch pünktlich zur Kalendersaison als kompaktes, aktuelles und informatives Lesebuch und verlässliches Nachschlagewerk in einem. Auf 256 Seiten kann sich der Leser von A (wie Akademien) bis Z (wie Zeitungen) über die Region informieren – zum Beispiel über: Ferientermine, Hochwasserzeiten, touristische Einrichtungen, Heimat- und Sportvereine, Museen, Sammlungen, Orgellandschaft Ostfriesland, Mühlen, Behörden, Kirchen, Abgeordnete, Gerichte, Verwaltungen, Schulen, Zeitungen und vieles mehr.

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„Ehe die Auflage von 10000 Exemplaren in Druck geht, werden sämtliche Daten und Adressen von der Redaktion recherchiert und aktualisiert. Nur so kann der Verlag Soltau-Kurier-Norden ein hochwertiges Nachschlagewerk garantieren“, erläutert Reinhard Former, verantwortlich für den redaktionellen Inhalt. „Auf den Punkt gebracht: auch Kalendertradition verpflichtet… und wie wir aus den Reaktionen unserer Leser erfahren, ist der grüne Kalender für viele Ostfriesen das Muss zum Jahreswechsel.“

Auch für die aktuelle Ausgabe konnte die Redaktion wieder viele namhafte Autoren gewinnen, darunter auch Künstler und Fotografen. Sie füllen mit den unterschiedlichsten Themen rund um und über Ostfriesland etwa 150 Seiten. Ostfrieslands Literaten schreiben ausgesprochen gern für den Ostfreeslandkalender, erfahren die Norder Kalendermacher jedes Jahr aufs Neue. Die Liste der „schreibenden Zunft“ in Ostfriesland ist lang. Dabei wird die beliebte und bewährte „Symbiose aus Tradition und Moderne“ mit heimatkundlichen Beiträgen und Erzählungen in Hoch- und Plattdeutsch auch im Internet-Zeitalter (www.ostfreesland-kalender.de) fortgesetzt. Zum Beispiel mit einer exklusiven Aktion, bei der Kalender-Leser – vor allem Butenostfriesen – mit einem imposanten Aufkleber der Ostfriesischen Landschaft für die „Friesische Freiheit“ werben können.

Wie stets bilden Kunst und Kultur Schwerpunktthemen: Dieses Mal befasst sich unter anderem Lübbert R. Haneborger mit der großen ostfriesischen Künstlerin Carla Zierenberg.

Wer schließlich in der vorliegenden Ausgabe des Ostfreeslandkalenders seine Portion Plattdeutsch sucht, wird natürlich fündig. Dafür stehen unter anderem bekannte Autoren wie Manfred Briese, Hilde Frauke Wichmann-Stehen, Gerd Constapel oder Elke Bontjer-Dobertin und garantieren für unterhaltsame und anspruchsvolle Prosa oder Lyrik.

Nach wie vor möchten die Leser auf den griffbereiten Informationsteil des Kalenders nicht verzichten. Kompakt, aktuell und nach einem übersichtlichen Farbleit-System geordnet, sind hierin rund 2000 wichtige Adressen abgedruckt.

> Ostfreesland 2010, Kalender für Ostfriesland, Verlag Soltau-Kurier-Norden (SKN), 256 Seiten, Paperback, 8,50 Euro, ISBN 978-3922365-00-6; http://www.ostfreesland-kalender.de

Naturschutzverbände gegen neuen Torfabbau

Gemeinsame Pressemitteilung BUND und NABU:

Die Naturschutzverbände BUND, NABU und Naturschutzgemeinschaft Ammerland sind beunruhigt über die erneute Ausweisung zahlreicher Torfabbauflächen im Landkreis Ammerland in der Neuauflage des Landesraumordnungsprogramms (LROP). Von der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkt, will die niedersächsische Landesregierung große Vorranggebiete für Torf im Landkreis bestätigen, erklärten jetzt die Vorsitzenden der drei Verbände. So werde am Beispiel der Geestrandmoore im Osten von Rastede die Dimension dieser Planung deutlich. Mit 726 ha im Hankhauser Moor (nördlich der B 211) und mit 587 ha im Loyer Moor (südlich der B 211) sollen weiterhin große zusammenhängende Grünlandflächen als Vorranggebiete für den Torfabbau vorgesehen werden. Der Landkreis Ammerland hatte erfolglos vorgeschlagen, die Ausweisung für das Loyer Moor zu streichen. Die Verbände bedauern, dass die niedersächsische Landesregierung dem Vorschlag nicht gefolgt ist. Lediglich für das Hankhauser Moor konnte eine Reduzierung der Abbaufläche um 154 ha erreicht werden.
Die Naturschutzverbände des Ammerlandes fordern den Erhalt dieser großen zusammenhängenden Moorlandschaften aus ökologischen und klimarelevanten Gründen. Zum einen sind die Flächen wegen der hohen Grundwasserstände von bis zu 80 cm nicht für einen Torfabbau geeignet. Eine fachgerechte Hochmoorregeneration wäre unter diesen Bedingungen nicht möglich. Außerdem würde durch die entstehende Seenlandschaft das Landschaftsbild vollkommen verändert. Zum anderen haben die fast ausschließlich extensiv bewirtschafteten Dauergrünlandflächen gegenwärtig eine hohe Bedeutung für vom Aussterben bedrohte Wiesenvögel, wie z. B. Neuntöter, Feldlerche, Wiesenpieper, Kiebitz, Wachtelkönig, Braun- und Schwarzkehlchen. Durch einen Torfabbau ginge dieser wertvolle Lebensraum verloren.
95 Prozent der ehemaligen Hochmoorflächen des einstigen Moorlandes Niedersachsen sind bereits zerstört. Vor diesem Hintergrund und aufgrund früherer Moorschutzprogramme schien Einigkeit darüber zu bestehen, dass die letzten Reste zum Erhalt der einmaligen Fauna und Flora der Moore unter Schutz gestellt werden müssen. Die Verbände bezeichnen die Ausweisung von Hoch- und Niedermoorflächen als Torf-Vorranggebiete als Rückfall in die 70’er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nicht nur aus Gründen des Natur- und Artenschutzes, sondern auch aus der Verantwortung gegenüber dem Schutz des Klimas sei es unvertretbar, die eigentlich als CO2-Senken fungierenden Moore abzutorfen und damit riesige Mengen von CO2 in die Atmosphäre ab- zugeben. Eine 15 Zentimeter hohe Torfschicht speichert auf der gleichen Fläche in etwa ebensoviel CO2 wie ein 100-jähriger Wald. Das Land Niedersachsen wird mit der Bestätigung der Torfvorranggebiete seiner hohen Verantwortung im Moor- und Klimaschutz nicht gerecht.
Die Ammerländer Naturschutzverbände bitten die Bevölkerung und die betroffenen Kommunen, sich gegen die Pläne zur Wehr zu setzen und mit den örtlichen Landtagsabgeordneten zu sprechen. Noch gäbe es eine Chance auf Nachbesserung der Pläne. Eingesehen werden können die Pläne im Internet unter www.lrop-online.de.

Quelle / verantwortlich: Bernd Ziesmer, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg